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Holger

11.05.2005, 12:20
 

Permakultur/Waldgarten spez. Erdbeerunterpflanzung (Pflanzen)

Hallo zusammen,

ich habe einen 10 a großen Garten, davon wird ca. 1 a intensiv für (Bio-)Gemüseanbau genutzt, im größeren Teil stehen hs. Obstbäume und Beerensträucher locker verteilt. Damit sind 2/3 der Idee eines Waldgartens, der ja aus Baum-Strauch-/Krautschicht bestehen soll, schon verwirklicht. Die Krautschicht besteht zur Zeit noch aus Wiese, die kaum Nutzen aufweist, außer vielleicht als Lieferant von Mulchmaterialfür für das Gemüse. Nun habe ich in den letzen Jahren, noch im alten Mini-Garten, versuchsweise "Florika" Erdbeeren, eine Kreuzung zwischen Kultur- und Wilderdbeere unter Bäumen gepflanzt. Diese Sorte hat ggü. den Wilderdbeeren relativ große Früchte (2-3 cm Durchmesser) und soll mit weniger Sonne auskommen, ist sogar ausdrücklich für die Pflanzung unter Bäumen empfohlen. Außerdem sollen die vielen Ausläufer in kurzer Zeit alles "Un"kraut überwuchern und eine Erdbeerwiese bilden. Letzteres kann ich bestätigen, der Geschmack der Früchte ist zwar hervoragend, allerdings war ich mit der Erntemenge der Früchte nicht sehr zufrieden, das war kaum der Rede wert. Hat vielleicht jemand Erfahrungen speziell mit dieser Sorte und vielleicht allgemein mit einem "Waldgarten"?

Viele Grüße,
Holger

Zwobbel

11.05.2005, 13:34

@ Holger

Re: Permakultur/Waldgarten spez. Erdbeerunterpflanzung :-(


Als Antwort auf: Permakultur/Waldgarten spez. Erdbeerunterpflanzung von Holger am 11. Mai 2005 12:20:03:


Tut mir leid,
ich kenne diese Erdbeeren nciht.
Hattest Du schon "normale" großfruchtige Erdbeeren unter den Obstbäumen probiert? Meine bringen auch sehr viele Ableger. Ob die allerdings das Unkraut unterdrücken weiß ich nicht.

"Waldgarten" ist ein interessantes Wort.
Ich habe einen, deswegen habe ich zwei große Kiefern fällen lassen.
Es wächst miserabel unter Bäumen.

Eine so große Obstbaumplatage hätte ich auch gerne, da scheint mir der Begriff "Waldgarten" etwas - sagen wir ? - "romantisch".

Und ansonsten beneide ich Dich ein kleinbißchen, wenn Du 1000qm wirklich für Obst und Gemüse nutzen kannst und da auch wirklich was wächst. Allerdings auf 100qm für Gemüse komme ich auch.


Holger

11.05.2005, 16:19

@ Zwobbel

Re: Permakultur/Waldgarten spez. Erdbeerunterpflanzung :-(


Als Antwort auf: Re: Permakultur/Waldgarten spez. Erdbeerunterpflanzung :-( von Zwobbel am 11. Mai 2005 13:34:17:


"normale" großfruchtige Erdbeeren unter Bäumen:
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß die normalen Sorten schon nach einigen Jahren in Ertrag und Fruchtgröße stark nachlassen, spätestens bei Verwendung der Ableger. Der übliche Ausweg, den auch meine Mutter beschreitet, alle paar Jahre einfach neue Pflanzen zu kaufen, scheidet für mich aus, da ich ja kein Hobby betreiben will sondern Subsistenz anstrebe. Dadurch sind dann auch Hilfsstoffe wie Kunstdünger etc. tabu die mit Geld von außen zugeführt werden müssen. Und ohne (Kunst-)Düngereinsatz bleiben aber auch meine großfruchtigen Sortenm, wie auch alle Gemüsesorten, relativ klein. Auf der anderen Seite scheinen auch normale Sorten ohne exzessiven Düngereinsatz relativ robust zu sein, ich hatte z.B. noch nie Botrytis-Befall über den meine Nachbarn alle klagen. Wäre einen Versuch wert!

Übrigens, das muss ich noch nachtragen, die jetzige (dritte) Generation von Florika Erdbeeren steht ganz normal auf dem Beet in der prallen Sonne und hat ggü. den anderen Sorten sehr früh und Unmengen Blüten angesetzt. Werde in ca. 2 Wochen mehr berichten können (mmmh!).

"Waldgarten":
Was hast Du denn in Deinem Waldgarten angebaut?

Große Obstbaumplantage:
Es sind leider nur insgesamt 1000 qm, ich hatte 10 a = Abkürzung für Ar = 100 qm geschrieben. Also auch nur 100qm für Gemüse. Laut John Seymour, dem Selbstversorger-Papst soll das ja reichen, allerdings nur für EINE Person.



Zwobbel

12.05.2005, 08:09

@ Holger

Re: Waldgarten / Erdbeerunterpflanzung /Gemüse /Obst


Als Antwort auf: Re: Permakultur/Waldgarten spez. Erdbeerunterpflanzung :-( von Holger am 11. Mai 2005 16:19:22:


>"normale" großfruchtige Erdbeeren unter Bäumen:
>Ich habe die Erfahrung gemacht, daß die normalen Sorten schon nach einigen Jahren in Ertrag und Fruchtgröße stark nachlassen, spätestens bei Verwendung der Ableger.

Oh! Also das die nachlassen und man nach drei Sommern neue setzen sollte ist mir bekannt.
Aaaaber warum sollten die Ableger schwächer sein?
Also ich mache es so: normalerweise werden alle Ableger frühzeitig abgeschnitten. Nur wenn ich dann bewußt neue Pflanzen haben will, nehme ich Töpfe mit Blumenerde (auf meinem Sandboden wächst ja kaum was) und lege die Ranke auf den Topf und dazu einen Stein drauf damit die nicht runterrutscht. Falls an der Ranke noch eine zweite Pflanze kommen will - auch abschneiden.

Umgekehrt gefragt, wo haben denn die Gartengeschäfte/Versandhäuser ihr neuen Erdbeerpflanzen her?

Ich versuche auch mit wenig Zusatzmitteln von Außen auszukommen, aber etwas gekauften Dünger bekommen sie schon.


>Übrigens, das muss ich noch nachtragen, die jetzige (dritte) Generation von Florika Erdbeeren steht ganz normal auf dem Beet in der prallen Sonne und hat ggü. den anderen Sorten sehr früh und Unmengen Blüten angesetzt. Werde in ca. 2 Wochen mehr berichten können (mmmh!).

Dazu Frage zum Blütenstecher. Wir dachten letztes JAhr, wir hätten den bösen Erdebeerblütenstecherkäfer überwunden. Aber dieses Jahr waren sehr viele Blüten innen mit dem schwarzen Punkt. Da hilft nur abschneiden und in die Tonne. Wie sieht es bei Dir aus?


>"Waldgarten":
>Was hast Du denn in Deinem Waldgarten angebaut?
Naja da wo noch Waldreste sind habe ich nichts angebaut. Allerdings wird die Waldecke für den Kompost genutzt. Ansonsten habe ich (für Brandenburg ganz logisch) natürlich Kartoffeln. Dann Salat, Kohlrabi, Bohnen usw.. Alleridngs immer nur wenig von jedem. Diesmal auch Erbsen. Möhren wachsen schlecht und werden auch noch von Würmern zerfressen. Aber ich habe auch Obstbäume.


>Große Obstbaumplantage:
>Es sind leider nur insgesamt 1000 qm, ich hatte 10 a = Abkürzung für Ar = 100 qm geschrieben. Also auch nur 100qm für Gemüse. Laut John Seymour, dem Selbstversorger-Papst soll das ja reichen, allerdings nur für EINE Person.

Ja und wir sind eine komplette Familie.



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