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Johannes

28.01.2006, 20:09
 

'Steine, die man im Beet liegen läßt, wachsen' (Erfahrungsberichte)

Hallo,

das hat mir meine Oma immer erzählt. Als Kind habe ich das auch genau so geglaubt, später dachte ich dann, daß das natürlich nicht stimmt, es ihr aber wichtig war, daß wir Steine gleich richtig aus dem Beet raus zu tun, statt immer wieder Probleme damit zu haben.

Jetzt habe ich aber eine interessante Info bekommen (Kopie, Quelle unbekannt):

<ul>"Kalt muss der Boden sein, damit erscheint der Stein"

Können Steine, die im Boden liegen, gleichsam von allein nach oben wandern?

Es ist tatsächlich so: Immer wieder tauchen aus dem Acker neue Steine auf. Das kann zwei Gründe haben, meint Lorenz King, Geographie-Professor an der Uni Gießen: „In den 60er- und 70er-Jahren wurden die landwirtschaftlichen Betriebe stärker mechanisiert, es wird heute tiefer gepflügt. Dadurch werden tiefer liegende Steine an die Oberfläche geholt."

Aber auch auf Flächen, die überhaupt nicht gepflügt werden, tauchen immer wieder neue Steine auf. Das hängt mit der guten Wärmeleitfähigkeit der Steine zusammen. Prof. King: „Wenn feuchter Boden gefriert, so geschieht dies zuerst unter den Steinen. Es bildet sich dort zunächst eine ganz dünne Eislamelle. Die verfügt über die Fähigkeit, Wasser aus der Umgebung sowie Bodenwasser anzuziehen. Auf diese Weise wächst sie nach und nach zu einer Eislinse heran. Und die wiederum schiebt den Stein hoch an die Oberfläche." Der Stein wird also mit jeder Frostperiode etwas weiter nach oben befördert - und eines Tages wundern wir uns, dass da ein neuer Stein liegt.</ul>

Es hat also doch einen realen Hintergrund, nicht nur die Erziehung der Enkel zu fleißigen Gärtnern. :-)

Gruß

Johannes

ChrisS

29.01.2006, 00:45

@ Johannes

Wenn im Beet keine Steine mehr wachsen, wollen wir das?


Als Antwort auf: 'Steine, die man im Beet liegen läßt, wachsen' von Johannes am 28. Januar 2006 20:09:48:


Hallo Johannes,

mir ist das auch aufgefallen.
Jedes Jahr ist das Beet voller Steine.
Da muß ich mich immer an meinen Vater erinnern.
Der sagte, die Erde bewegt sich und lebt.
Ich ergänze das und sage sie atmet, sie pulsiert und sie hat einen Rhythmus. Der auffälligste Rhythmus für uns sind die Jahreszeiten. Die Erde ist eigentlich ein Organismus. Die Erde dehnt sich aus, die Erde zieht sich zusammen. Genauso wie der Körper. Wenn er friert verhält er sich anders als wenn er sehr warm ist.

Es macht mir immer wieder Spaß ein Glas zu schütteln. In diesem Glas befinden sich z.B. Salz mit Reiskörnern oder Vogelfutter mit unterschiedlichen Körnern oder, dieses Phänomen geschieht auch beim "Gold waschen" sowie beim Kompost aufbereiten. Immer "steigen" (oder werden ausgeschieden?) die "größeren" (?) Objekte nach oben und bleiben auf der Oberfläche liegen. Sie gehen auch nicht mehr in die Tiefe.
Dieser Sand, oder diese Erde darf auch nur eine bestimmte Korngröße haben, nur solange bleiben die größeren Objekte auch darüber. Unterschreiten diese größeren Objekte eine bestimmte Größe, dann geht dieses Große wieder darin unter. Siehe Moor oder der erschreckende Treibsand.
Allein technisch gesehen hat das sicher damit zu tun, daß ab der Unterschreitung einer bestimmten "Kleinheit" der Korngröße (Molekülgröße) das Kleine (siehe auch Homöopathie) mehr Wirkung hat als das Große. Ob Klein oder Groß, hier soll keine Wertung sein .....

Ich denke, daß das auch mit dem Kreislauf des Lebens zu tun hat.
Ich weiß, jetzt wird es ganz unwissenschaftlich und abgehoben ......

Ab einem bestimmten Entwicklungsstadium wird das Große vom und im Kleinen (das es durch seine eigene Reibung selbst verursacht hat) untergehen. Das Große läßt Kompost entstehen, lebt dadurch erst einmal auf, bereitet aber wiederum seinen eigenen Untergang vor.
Wenn nichts mehr da ist zum Verbrauch (also ab einer "bestimmten" Molekülgrüße) geht das Große im Treibsand, der durch seine "Hochtourigkeit" entstanden ist, unter. In der Zeit davor schwimmt das Große immer zuerst auf seinem eigenen "Abrieb".

Die wirksamsten Heilkräuter wachsen meistens auf der "unfettesten" (magersten) Erde. Zuerst .....

Grüße
Chris




Gänseblümchen

29.01.2006, 12:33

@ ChrisS

Re: @Chris: Schöner Beitrag, danke! (owT)


Als Antwort auf: Wenn im Beet keine Steine mehr wachsen, wollen wir das? von ChrisS am 29. Januar 2006 00:45:





hasel

29.01.2006, 23:16

@ ChrisS

Re: Wenn im Beet keine Steine....googel mal nach "paranuss-effekt" :-) (owT)


Als Antwort auf: Wenn im Beet keine Steine mehr wachsen, wollen wir das? von ChrisS am 29. Januar 2006 00:45:





Zwobbel

30.01.2006, 12:01

@ hasel

Re: Wenn im Beet keine Steine...."paranuss-effekt" link


Als Antwort auf: Re: Wenn im Beet keine Steine....googel mal nach "paranuss-effekt" :-) (owT) von hasel am 29. Januar 2006 23:16:07:


hier z.B. gucken

So isses!


http://www.heise.de/tp/r4/artikel/11/11194/1.html

Psychodad

30.01.2006, 21:18

@ Johannes

Juchu jetzt weiß ich auch warum (o.T.) (owT)


Als Antwort auf: 'Steine, die man im Beet liegen läßt, wachsen' von Johannes am 28. Januar 2006 20:09:48:





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