Impressum / Kontakt / Datenschutz

Autarkes Leben / Selbstversorgung


Forums-Ausgangsseite


Heuernte 2013 (Biolandwirt) Kleindreschmaschine Hof_Rumänien Dörren

log in | registrieren





Johannes

08.11.2006, 19:39
 

Wer von uns macht was ? (Erfahrungsberichte)

(Anmerkung von Clemens am 19.04.2008 - dieser Thread stammt aus dem alten Forum, ich habe ihn nach oben geholt, damit uns die Neuen im Forum leichter kennenlernen. Mein damaliger Forumsname war Johannes)



Hallo,

ich denke, wir sollten einmal sammeln, wer von uns was macht. Wer immer mitliest, der weiß das zwar in etwa, aber wenn wir das sammeln, dann kann man es leichter nachlesen und weiß, wen was interessiert und zu welchem Thema man ihn am besten ansprechen kann. Bitte schreibt das hier in den Thread, ich fasse die Infos dann zusammen, so daß sie in einem Beitrag stehen.

Am besten fange ich gleich selbst an:

<li>Komplette Selbstversorgung (4 Leute) mit Äpfeln, Birnen und Kirschen, den Überschuß der Äpfel verkaufe ich, um die Selbstkosten zu decken. Außerdem ausreichend Brombeeren, Johannisbeeren, Zwetschgen, Tomaten, Zuccini sowie Bohnen (frisch und getrocknet, im Winter kaufen wir aber noch grüne Bohnen in Dosen hinzu).

<li>Teilweise: Kräuter/Tee, etwas Spinat und Salat (meist fressen ihn die Schnecken) sowie ein paar Kartoffeln (viel zu wenig Platz). Im nächsten Jahr möchte ich die Fläche im Garten besser nutzen und im Frühjahr rechtzeitig dicke Bohnen legen.

Da Tawa die Tage etwas dazu geschrieben hat, kann ich das hier auch gleich beitragen (@Tawa: bitte evtl. korrigieren):

<li>Komplette Selbstversorgung (Großfamilie): Schweinefleisch, Eier

<li>Teilweise: Im neuen Haus Suche nach einem Garten oder einer Wiese, so daß das noch offen ist.

<hr>

Geht doch am besten mal Eure Einkäufe durch: Was kauft Ihr im Laden, was habt Ihr selbst? Und dann schreibt realistisch, von was Ihr wieviel selbst habt, eine übertriebene Darstellung hilft keinem (also nicht wie die Makler, die "verkehrsgünstig gelegen" schreiben, wenn sie eigentlich meinen, daß kein normaler Mensch diesen Verkehrslärm aushalten kann ;-)).

Übrigens: Ich denke, daß aus der realistischen Betrachtung (deshalb betone ich die ja extra) auch hervorgeht, wie sinnvoll Arbeitsteilung ist. Ich merke z.B., daß die Arbeit in der Obstanlage (wo wir einiges gemeinsam machen) viel effektiver ist als im Garten. Und so ist unsere Arbeit zur Selbstversorgung oft nur Hobby und lohnt sich finanziell eigentlich nicht, aber wir wissen, was wir essen und bewahren uns ein Stück Unabhängigkeit. Und durch diese Zusammenstellung kommen wir hoffentlich auch auf neue Ideen, was wir als nächstes anpacken können.

Viele Grüße

Johannes

stefan

08.11.2006, 21:30

@ Johannes

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Wer von uns macht was ? von Johannes am 08. November 2006 19:39:06:


servus,
ich darf behaupten schon einiges auf unserer "kleinen Ranch" selbst zu machen, hier stichpunktartig, gerne beantworte ich Fragen per email oder überzeug Dich doch bei uns selbst:
Selbstversorgung mit Lebensmittel weit fortgeschritten:Fleisch komplett, Rind, Schwein, Schaf, Geflügel und Fisch,Wurstprodukte hergestellt mit eigenem Fleisch (macht ein Lohnmetzger), Zukauf aber von Frischwurst.
Eier selbst, Obst selbst, Obstsäfte selbst, obergäriges Bier wird selbst gebraut aber untergäriges Bier zugekauft, Wein wird zugekauft, Brot wird leider meist zugekauft, Konserven (Gurken, Zuchini, Kirschen, zwetschgen) selbst,
Marmeladen selbst, Butter wird zugekauft, Gewürze und Kräuter werden zugekauft bis auf wenige Ausnahmen, Energie selbst (Photovoltaik, Strom einspeisen aber günstigen Strom verbrauchen, Sonnenkollektoren, Heizungsanlage Scheitholz aus eigener Ernte, Salat und Gemüse selbst,
Zukauf weiteres, hier nur einige wesentliche Punkte: Medikamente, Treibstoffe, Möbel, Kleidung, Fahrzeuge und Reparaturen ect.

Ausserdem haben wir hier unsere eigene Regionalwährung (Sterntaler)
und Zeitwährung im Tauschkreis (Talente)

gruss stefan






Holger73

09.11.2006, 08:08

@ Johannes

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Wer von uns macht was ? von Johannes am 08. November 2006 19:39:06:


Also abgesehen davon, dass ich mir zur Zeit einen tierischen Kopf wegen Frau und Sohn am anderen Ende der Republik (Erzgebirge) mache, auf jeden Fall ab nächstem Frühling für mindestens zwei Jahre nach dort ziehen werde (Elternzeit) und wir mit ein bißchen Glück auch noch ab dem Frühling dort ein kleines Haus auf 510 qm Grund unser eigen (Naja, eigentlich gehört es der Bank...) nennen können und wo ich dann auch eine ganze Menge ausprobieren möchte - also abgesehen davon
- Marmelade: in allen möglichen Varianten
- untergäriges Bier: kann man gerade zu Weichnachten auch mit honig ansetzen
(lecker!) - muss ich übernächstes Wochenende noch machen
- aufgesetzten Schnaps: diesen Sommer der erste Versuch mit Hollunder
- Apfelwein: habe ich noch von letztem Winter meinen ersten Versuch stehen -
werde ihn in den nächsten wochen mal probieren
- Fleisch einkochen: im Dampfkochtopf - vor ein paar Wochen das erste Mal
probiert (erfolgreich)
- Maisanbau: diesen Sommer der erste Versuch mit drei Pflanzen im Kübel (kein
eigener Garten & war zu spät dran) - nächsten Sommer nächster Versuch im
Garten (wenn das mit dem Haus klappt)
- Holz hacken für Heizung: War bisher zwar nur bei meinem Vater in der Eifel
(300 gm Altbau) der Fall, aber ab nächstem Frühling (wenn das mit der Bank
klappt) auch für eigenen Bedarf (schätze 5-8 rm Jahresbedarf). Holz hacken
fetzt!!! Ob ich das nächsten Herbst auch noch sage???

Im Alltag kaufe ich allerdings die meisten Sachen im Supermarkt ein, da sich das bei einem Single-Haushalt meines Erachtens anders nicht lohnt...

Holger



Armin

09.11.2006, 10:11

@ Johannes

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Wer von uns macht was ? von Johannes am 08. November 2006 19:39:06:


Hallo Johannes,
nachdem wir unser Häusle erst seit Jahresanfang bewohnen, geht's noch bescheiden zu :-)

- Brot backen wir immer selbst (Weizenallergie)
- Marmeladen, Pickles, Obstkonserven, etc. Selbstversorgung
- Reparaturen in Haus und Hof so gut wie immer selbst, bis auf Großaktionen am Auto
- wir bauen ein leicht kaputtrenoviertes 1905er Fachwerkhaus zum ökologisch sanierten hübschen Niedrigenergiehaus um, zumindest soweit der Plan *gg*. Bis auf Statik, einige Architektenleistungen und den Dachstuhl machen wir dabei alles von Grund auf selbst.
- Bretter, Balken, Latten sägen wir jetzt selbst, außer langweilige Massenware (Dachlatten) oder die Teile für den Dachstuhl (da pfusche ich den Zimmerleuten nicht rein)
- Fleisch, Wurst, Brennholz (mehr als wir brauchen) bekommen wir immer geschenkt, meist von den Schwiegereltern (Bauernhof)
- Klamotten, Werkzeuge, Waffen etc. des frühen und späten Mittelalters fertige ich selbst
-wichtiger Punkt: GELDangelegenheiten nehmen wir selbst in die Hand und wir machen das gut. Versicherungskram, Steuern, Subventionen, Geldanlage sind zu UNSEREM Vorteil geregelt.

Klamotten 21. Jhd., Werkzeuge, Waffen *gg*, Süßigkeiten, Bier, Wein, Speiseöle/fette, Körperpflege etc. kaufen wir (fast) alles zu: Aldi, ebay, Biogroßhandel ...

Strom und Sprit (meist Rapsöl) kaufen wir auch zu, wobei das mit dem Fremdstrom irgendwann ein Ende haben wird ...

Was kann ich nicht (ab): Die Zukunft vorhersehen, ideologische Diskussionen über Geld

Ansonsten bin ich offen für Austausch

Gruß
Armin


Gänseblümchen

09.11.2006, 10:19

@ Johannes

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Wer von uns macht was ? von Johannes am 08. November 2006 19:39:06:


Hallo,

>ich denke, wir sollten einmal sammeln, wer von uns was macht.

Warum?

Aber ich erzähle gerne auch von meiner Seite:
- 100% Äpfel, Kirschen, Pflaumen/Zwetschgen, Johannis-, Erd-, Brom- und Himbeeren, Nüsse (Hasel-, Walnuß), Kürbis und Zucchini, Zwiebeln, Knoblauch, nicht zu vergessen die Heidelbeeren und die Pilze;-)) (man kann an dieser Stelle noch etliche Wildsammlungsergebnisse aufzählen; der Holunder ist ein sehr, sehr ergiebiger Posten); daraus ergibt sich, daß wir auch keinerlei Säfte kaufen brauchen (außer ab und zu mal O-Saft)
- ca. 80% Tomaten, Bohnen, Kräuter für Tee und als Gewürz (was nicht im Garten steht, wird in der Natur gesammelt; Zimt und Vanille natürlich nicht), Weintrauben (unsere Tochter mag nur die kernlosen aus dem Laden)
- ca. 40 - 50% Rote Bete, Kohlrabi, Möhren, Birnen, Mangold, Chinakohl, Fenchel

Überschüsse werden eingeweckt oder eingefrostet, oder zu Säften, Marmeladen etc. verarbeitet.

Gar nicht: Kartoffeln (mit 5 Pflanzen reiner Liebhaberei-Anbau), Blumenkohl und Abkömmlinge, Paprika & Aubergine, Pfirsiche & Co., Südfrüchte (wobei ich da am Basteln bin mit einem veredelten Zitronen- und Orangenbaum; Zitrone konnte ich schon ernten;-)

>Geht doch am besten mal Eure Einkäufe durch: Was kauft Ihr im Laden, was habt Ihr selbst?

Das sind doch Riesenposten, die noch im Laden gekauft werden müssen! Die ganze Molkereipalette z.B.; und Fleisch jedweder Art. Aber auch solche "Kleinigkeiten" wie u.a. Salz, Zucker, Mehl, Kakao, Kaffee.
Was den Zucker betrifft: ich habe dieses Jahr mal (nach ein paar Tips von Helga) probiert, Apfeldicksaft herzustellen. Das Ergebnis hat mich geschmacklich und hinsichtlich der Süßkraft außerordentlich überzeugt. Das will ich ausbauen, um einen Teil des Industriezuckers loszuwerden. Wenn nur der Posten "Energie" dabei nicht wäre...

>Übrigens: Ich denke, daß aus der realistischen Betrachtung (deshalb betone ich die ja extra) auch hervorgeht, wie sinnvoll Arbeitsteilung ist.

Ich muß ehrlich sagen, daß ich das anders sehe. Ich möchte die ganze Arbeitsteilung auf den Mond schießen. Es hat mit dem Wunsch nach Autarkie nichts mehr zu tun, wenn man sich auf Arbeitsteilung einläßt. Ich will mich nicht nach anderen richten müssen.

>Ich merke z.B., daß die Arbeit in der Obstanlage (wo wir einiges gemeinsam machen) viel effektiver ist als im Garten.

Effektiver vielleicht. Aber auch umweltverträglich???


MfG
Gänseblümchen

p.s.: Liste meiner Kräuter im Garten (wen´s interessiert)
Zitronenmelisse, Johanniskraut, Sonnenhut, diverse Minzen, Portulak, Kamillen, Mutterkraut, Gingko, Baldrian, Mädesüß, Wasserdost, Schnittlauch, Petersilie, Lauchzwiebel, Fenchel, Dill, Weide(nrinde), Thymian, Salbei, Rosmarin, Ysop, Majoran, Oregano, diverse Basilikumarten, Mariendistel, Nachtkerze, Meerrettich, Spitzwegerich, Waldmeister, Pimpinelle, Schafgarbe, Eisenkraut, Eberraute, Wermut, Taubnessel, Primel, Königskerze, Huflattich, Scharbockskraut, Arnika, Beifuß, Ringelblume, Löwenzahn;-), Kapuzinerkresse, Heckenrose, Beinwell, Dost, Borretsch, Gundermann, Lavendel, Hopfen, Brennessel;-), Frauenmantel)
Auf diese Weise kann man sich durchaus ein paar Apothekenpreise sparen:-)






Ismael

09.11.2006, 13:55

@ Johannes

wenig genug


Als Antwort auf: Wer von uns macht was ? von Johannes am 08. November 2006 19:39:06:


Hallo,

ich vermute mal, daß ich nicht der einzige bin, der Autarkie eher theoretisch betrachtet. Selbst Handanlegen tue ich in erster Linie beim Brennholz. Eigener Wald steht dabei eigentlich nicht zur Verfügung, obwohl uns tatsächlich ein paar Quadratmeter gehören. Ich kaufe Restholz aus dem Wald, daß ich selbst aufarbeite, sprich im Wald auf Transportmaß ablänge und Zuhause dann ofenfertig weiterverarbeite.
Zu den autarkieähnlichen Gegebenheiten die im Osten der Republik nicht unüblich sind, gehört ein Hauswasserwerk. Dazu kam ich aber wie die Jungfrau zum Kind und kann es kaum auf die Fahnen schreiben. Solange das Grundwasser nicht verseucht ist, haben drei Brunnen (nur einer in Gebrauch) auf dem Grundstück jedoch etwas beruhigendes!
Ein Anliegen, neben der Komplettierung der kombinierten Holz-Ölheizung(Pufferspeicher) ist es, die Versorgung mit Elektrizität zumindest Teilweise in eigene Hände zu nehmen. Ein Gedanke der mich in Sachen Autarkie umtreibt ist die Vorsorge für einen möglichen Katastrophenfall, wobei ich dabei weniger an den Untergang der abendländischen Kultur als vielmehr an Stromausfall und ähnliches denke.
Bis dato muß ein Hatz-Diesel-Aggregat im Notfall einspringen um Wasserversorgung und die Stromversorgung der wichtigsten Geräte (Kühl-/Gefrierschrank und Heizung) zu gewährleisten. Für den großen Knall ist es allerdings ungeeignet, da auch im Nachbarort noch jeder mitbekommen dürfte, daß es bei mir Strom gibt. Das Getöse daß dem Vorkammerdiesel entweicht ist nicht unbeträchtlich! Der Vorteil an dem Gerät ist, daß es unproblematisch mit allem Möglichen gefüttert werden kann! Moderne Dieselaggregate mögen leiser und leistungsfähiger sein, mit Heizöl oder Pflanzenöl sollte man aber vorsichtig sein. In modernem Dieselkraftstoff sind Additive die im ansonsten ziemlich gleichwertigen Heizöl nicht vorhanden sind. Moderne Motoren könnten allergisch auf Heizöl reagieren, ebenso wie auf Pflanzenöl! Das mag aber von Hersteller zu Hersteller variieren. Um es vorweg zu nehmen, ich betreibe mein Aggregat im Normalfall mit Diesel, da ich bis dato noch nicht in Erfahrung bringen konnte, ob der Betrieb von Stationärmotoren mit Heizöl einen Verstoß gegen das Steuergesetz bedeutet. Eigentlich ist es ja nur verboten, Kraftfahrzeuge mit Heizöl zu betreiben. Ein Stromaggregat ist jedoch kein Kraftfahrzeug, auch wenn es sich im Betrieb durchaus von der Stelle bewegt. Im Notfall wäre mir die Steuergesetzgebung jedoch ziemlich schnurz, da es dann auf jeden Fall um die Aufrechterhaltung der Heizung geht und somit das Aggregat Teil derselben wird.

Obwohl wir durchaus über genügend Fläche verfügen, wächst im Garten außer zwei Birnenbäumchen und Johannisbeeren eigentlich nichts Nahrhaftes. Ein paar Toppis vegetieren noch irgendwo vor sich hin, ansonsten wächst dort vor allem Moos. Ich persönlich bin jeweils drei Wochen im LKW unterwegs und eine Woche Zuhause. Für ernsthafte Gartenarbeit ist diese Zeiteinteilung reichlich unpraktisch! Frauchen hat nicht wirklich Lust auf Garten und so lassen wir es denn gänzlich. Für die Zukunft plane ich jedoch, nurmehr zwei Wochen im Monat unterwegs zu sein und zwei Wochen Zuhause. Obwohl sich Gartenarbeit finanziell ja nicht Lohnt, möchte ich den Garten dann doch wieder nutzen. Die Arbeit ist ein guter Ausgleich für meinen ansonsten recht ungesunden Job (im Sessel sitzen und aus dem Fenster gucken). Wichtig wäre dann, den Garten so zu bewirtschaften, daß er nicht auch noch Geld kostet! Wenn die Kartoffeln aus eigenem Anbau keinen merklichen Einfluß auf das Budget haben, ist daß okay und bringt dann Vorteile, wenn die Versorgung von außen mal nicht klappt.

Ismael





Armin

09.11.2006, 14:51

@ Ismael

Hatz und Pöl, Rechtslage Heizöl im Stromerzeuger


Als Antwort auf: wenig genug von Ismael am 09. November 2006 13:55:16:


Hallo Ismael,
hast Du echt einen Hatz mit Vorkammer?
Die Hatz-Diesel, die man heute so als Generatormotoren bekommt sind luftgekühlte Direkteinspritzer, sehr laut und nach bisherigen Erfahrungen nicht bepölbar. Selbst nicht mit Tricks. (siehe www.fmso.de)

Heizöl:

+++++++++++ Beginn Zitat +++++++++++++

"(3) Vorbehaltlich des 12 dürfen Mineralöle nach Absatz 2 Satz 1 Nr.
1, die nach Absatz 2 Satz 2 bis 4 gekennzeichnet sind, sowie
Mineralöle nach Absatz 2 Satz 1 Nr. 2 und 3 zu den dort jeweils
vorgesehenen Steuerermäßigungen zum Antrieb von Gasturbinen und
Verbrennungsmotoren in ortsfesten Anlagen verwendet werden, wenn diese
Anlagen ausschlielich

1. der gekoppelten Erzeugung von Wärme und Kraft
(Kraft-Wärme-Kopplung) oder

2. der Abdeckung von Spitzenlasten in der öffentlichen
Stromversorgung oder
3. der Stromerzeugung aus gasförmigen Kohlenwasserstoffen nach Absatz
2 Satz
1 Nr. 3 Buchstabe a, die als Entlösungsgase bei der Erdöl- und
Erdgasgewinnung anfallen, oder
4. dem leitungsgebundenen Gastransport oder der Gasspeicherung oder
5. der vorbergehenden Stromversorgung im Falle des Ausfalls oder der
Störung
der sonst üblichen Stromversorgung (Notstromaggregat)

dienen. Im Falle der Nummer 1 hängt die Ermäßigung davon ab, daß im
Jahresdurchschnitt mindestens 60 vom Hundert des Energiegehalts des
verwendeten Mineralöls in Form der begünstigt erzeugten Wärme- und
mechanischen Energie genutzt werden. "

++++++++ Ende Zitat +++++++++

Fazit: BHKW mit gescheitem Gesamtwirkungsgrad und ORTSFESTE Notstromgeneratoren dürfen mit Heizöl betrieben werden.

Also festschrauben :-)

Gruß
Armin


Beowulf

09.11.2006, 18:39

@ Johannes

Komlette Selbstversorgung ist möglich


Als Antwort auf: Wer von uns macht was ? von Johannes am 08. November 2006 19:39:06:


Hallo,
komplette Selbstversorgung ist möglich, wenn es in einer Gemeinschaft passiert-in einem Dorf, auch nicht als Hobby, sondern als Lebensauffassung und mit Existenzsicherung und Arbeitsplätzen.
Wir sind dabei genau dieses aufzubauen.

Grüße Beowulf


>Hallo,
>ich denke, wir sollten einmal sammeln, wer von uns was macht. Wer immer mitliest, der weiß das zwar in etwa, aber wenn wir das sammeln, dann kann man es leichter nachlesen und weiß, wen was interessiert und zu welchem Thema man ihn am besten ansprechen kann. Bitte schreibt das hier in den Thread, ich fasse die Infos dann zusammen, so daß sie in einem Beitrag stehen.
>Am besten fange ich gleich selbst an:
><li>Komplette Selbstversorgung (4 Leute) mit Äpfeln, Birnen und Kirschen, den Überschuß der Äpfel verkaufe ich, um die Selbstkosten zu decken. Außerdem ausreichend Brombeeren, Johannisbeeren, Zwetschgen, Tomaten, Zuccini sowie Bohnen (frisch und getrocknet, im Winter kaufen wir aber noch grüne Bohnen in Dosen hinzu).
><li>Teilweise: Kräuter/Tee, etwas Spinat und Salat (meist fressen ihn die Schnecken) sowie ein paar Kartoffeln (viel zu wenig Platz). Im nächsten Jahr möchte ich die Fläche im Garten besser nutzen und im Frühjahr rechtzeitig dicke Bohnen legen.
>Da Tawa die Tage etwas dazu geschrieben hat, kann ich das hier auch gleich beitragen (@Tawa: bitte evtl. korrigieren):
><li>Komplette Selbstversorgung (Großfamilie): Schweinefleisch, Eier
><li>Teilweise: Im neuen Haus Suche nach einem Garten oder einer Wiese, so daß das noch offen ist.
><hr>
>Geht doch am besten mal Eure Einkäufe durch: Was kauft Ihr im Laden, was habt Ihr selbst? Und dann schreibt <i>realistisch</i>, von was Ihr wieviel selbst habt, eine übertriebene Darstellung hilft keinem (also nicht wie die Makler, die "verkehrsgünstig gelegen" schreiben, wenn sie eigentlich meinen, daß kein normaler Mensch diesen Verkehrslärm aushalten kann ;-)).
>Übrigens: Ich denke, daß aus der realistischen Betrachtung (deshalb betone ich die ja extra) auch hervorgeht, wie sinnvoll Arbeitsteilung ist. Ich merke z.B., daß die Arbeit in der Obstanlage (wo wir einiges gemeinsam machen) viel effektiver ist als im Garten. Und so ist unsere Arbeit zur Selbstversorgung oft nur Hobby und lohnt sich finanziell eigentlich nicht, aber wir wissen, was wir essen und bewahren uns ein Stück Unabhängigkeit. Und durch diese Zusammenstellung kommen wir hoffentlich auch auf neue Ideen, was wir als nächstes anpacken können.
>Viele Grüße
>Johannes



AlexP

09.11.2006, 19:59

@ Beowulf

Re: Komlette Selbstversorgung ist möglich


Als Antwort auf: Komlette Selbstversorgung ist möglich von Beowulf am 09. November 2006 18:39:


<i>komplette Selbstversorgung ist möglich, wenn es in einer Gemeinschaft passiert-in einem Dorf, auch nicht als Hobby, sondern als Lebensauffassung und mit Existenzsicherung und Arbeitsplätzen.</i>

Die Frage ist nur auf welchem Niveau das möglich ist. Spätestens bei Medizin und Pflege im Alter wirds schwierig, vor allem wenn die Gemeinschaft überaltert.

cu AlexP



Ismael

09.11.2006, 20:13

@ Armin

hatz mit vorkammer


Als Antwort auf: Hatz und Pöl, Rechtslage Heizöl im Stromerzeuger von Armin am 09. November 2006 14:51:30:


Hallo Armin,

es scheint als könnte ich beruhigt Heizöl verstromen, zumindest solange ich das Aggregat als Notstromaggregat nutze. Für eine Strandparty im Sommer ist die Krawallschachtel ja sowieso nicht zu gebrauchen, da ungetrübter Musikgenuß nur auf der erdabgewanden Seite des Mondes möglich wäre!

Das Aggregat ist, soweit ich mich erinnere Baujahr '52 oder '56. ich bin mir nichtmal sicher, ob es damals schon Direkteinspritzer gab! Zum Vorglühen wird noch eine Lunte eigeschraubt, allerdings habe ich ganz gute Erfahrungen mit einer Lötlampe gemacht, mit der ich den Zylinder von außen anwärme. Sehr vorsichtig natürlich und mit genügend Zeit für die Wärme, sich zu verteilen. Mir schwebt allerdings vor eine Glühkerze zu installieren, wobei ich noch in Erfahrung bringen müßte, ob eine Glühkerze von einem anderen Motor in das Gewinde für die Lunte passt, oder ob ich Bohren und Gewindeschneiden muß und wie das funktionieren soll. Mit Lunte möchte ich nicht mehr arbeiten, da zuletzt eine abgefallene Lunte den Motor blokiert hatte.

Trotz des Alters messe ich auch unter wechselnder Last eine konstante Spannung von 217V. Für einfache Geräte und Licht ist das wohl Okay. In Zukunft werde ich den Stromer wohl im Schuppen fest installieren, vorher muß selbiger aber saniert werden. Zur Zeit steht zu befürchten, daß der Schuppen bei laufendem Aggregat schlicht zusammenfällt. Es muß sich dann zeigen, was moderne Schalldämmung zu leisten vermag!


Bederich

09.11.2006, 20:15

@ Johannes

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Wer von uns macht was ? von Johannes am 08. November 2006 19:39:06:


Hallo,
ich mache es kurz.

Obwohl wir keine Marmelade dazu kaufen, kann ich nicht behaupten unsere autark hergestellt zu haben.

Meine Interessenschwerpunkte liegen in der Energieversorgung und der Lebensmittelkonservierung.
Hierbei besonders bei alternativer Stromerzeugung und im haltbar machen von Fleisch und Fisch.

Schönen Gruß
Bederich



Saurier61

09.11.2006, 20:35

@ Johannes

Re: @Johannes


Als Antwort auf: Wer von uns macht was ? von Johannes am 08. November 2006 19:39:06:


Hallo Johannes,

Ich säe schon seit ein paar Jahren immer noch Buschbohnen zwischen die Kartoffeln. Der Ertrag ist von Beiden dann wesentlich besser hab ich gemerkt.
Die Kartoffeln werden im gleichen Abstand wie sonst auch gepflanzt. In jeden Zwischenraum kommen mittig 2-3 Bohnensamen.
So kannst du dort, wo du sonst Bohnen anbaust, den Platz auch noch für Kartoffeln nutzen.

Übrigens wächst Brokkoli gut in mitten meiner Erdbeeren.

Im Grunde nutze ich nach Möglichkeit die Beete immer doppelt. Ich nehme immer 2-3 Sorten Gemüse, die sich gegenseitig unterstützen, oder neutral zueinander sind und sich im Wachstum nicht behindern.

Z.B. Salat und Möhren (Oben unten), Tomaten und Sellerie, Erbsen Kohlrabi und Spinat(3 Etagen), Mangold Radieschen und Karotten,....

Das sieht dann zwar ziemlich durcheinander aus, aber:
Die Pflanzen fördern sich gegenseitig im Wachstum,
die Abwehr gegen Schädlinge und Krankheiten wird erhöht,
unterdrückt Unkrautwuchs.
hält die Feuchtigkeit im Boden,
die vorhandene Fläche wird optimal genutzt.

Und Kapuzinerkresse im Kohlbeet hält die Kohlweißlinge fern. Ich nehme die rankende, so dass der Kohl damit überwuchert wird. Die doofen Tauben finden den Kohl dann auch nicht ;-)) Kapuzinerkresseblätter kann man im Salat mitessen, ebenso die Blüten. Und die Blütenknospen kann man als Kapernersatz nehmen. Allerdings sind manchmal so viel Läuse drauf, dass ich die Blüten und Blätter dann doch nicht nutze. Die Läuse werden mitsamt der Kresse dann in Spül/Spirtuswasser ertränkt.


Lieben Gruß von
Helga

>Hallo,
>ich denke, wir sollten einmal sammeln, wer von uns was macht. Wer immer mitliest, der weiß das zwar in etwa, aber wenn wir das sammeln, dann kann man es leichter nachlesen und weiß, wen was interessiert und zu welchem Thema man ihn am besten ansprechen kann. Bitte schreibt das hier in den Thread, ich fasse die Infos dann zusammen, so daß sie in einem Beitrag stehen.
>Am besten fange ich gleich selbst an:
><li>Komplette Selbstversorgung (4 Leute) mit Äpfeln, Birnen und Kirschen, den Überschuß der Äpfel verkaufe ich, um die Selbstkosten zu decken. Außerdem ausreichend Brombeeren, Johannisbeeren, Zwetschgen, Tomaten, Zuccini sowie Bohnen (frisch und getrocknet, im Winter kaufen wir aber noch grüne Bohnen in Dosen hinzu).
><li>Teilweise: Kräuter/Tee, etwas Spinat und Salat (meist fressen ihn die Schnecken) sowie ein paar Kartoffeln (viel zu wenig Platz). Im nächsten Jahr möchte ich die Fläche im Garten besser nutzen und im Frühjahr rechtzeitig dicke Bohnen legen.
>Da Tawa die Tage etwas dazu geschrieben hat, kann ich das hier auch gleich beitragen (@Tawa: bitte evtl. korrigieren):
><li>Komplette Selbstversorgung (Großfamilie): Schweinefleisch, Eier
><li>Teilweise: Im neuen Haus Suche nach einem Garten oder einer Wiese, so daß das noch offen ist.
><hr>
>Geht doch am besten mal Eure Einkäufe durch: Was kauft Ihr im Laden, was habt Ihr selbst? Und dann schreibt <i>realistisch</i>, von was Ihr wieviel selbst habt, eine übertriebene Darstellung hilft keinem (also nicht wie die Makler, die "verkehrsgünstig gelegen" schreiben, wenn sie eigentlich meinen, daß kein normaler Mensch diesen Verkehrslärm aushalten kann ;-)).
>Übrigens: Ich denke, daß aus der realistischen Betrachtung (deshalb betone ich die ja extra) auch hervorgeht, wie sinnvoll Arbeitsteilung ist. Ich merke z.B., daß die Arbeit in der Obstanlage (wo wir einiges gemeinsam machen) viel effektiver ist als im Garten. Und so ist unsere Arbeit zur Selbstversorgung oft nur Hobby und lohnt sich finanziell eigentlich nicht, aber wir wissen, was wir essen und bewahren uns ein Stück Unabhängigkeit. Und durch diese Zusammenstellung kommen wir hoffentlich auch auf neue Ideen, was wir als nächstes anpacken können.
>Viele Grüße
>Johannes



Johannes

09.11.2006, 22:51

@ Beowulf

Re: Komlette Selbstversorgung ist möglich


Als Antwort auf: Komlette Selbstversorgung ist möglich von Beowulf am 09. November 2006 18:39:


><i> komplette Selbstversorgung ist möglich, wenn es in einer Gemeinschaft
> passiert-in einem Dorf, auch nicht als Hobby, sondern als Lebensauffassung
> und mit Existenzsicherung und Arbeitsplätzen.
> Wir sind dabei genau dieses aufzubauen.</i>



Hallo Beowulf,

magst Du dazu ein wenig mehr erzählen? Was wollt Ihr alles selbst machen, was wollt oder müßt Ihr zukaufen?

Ich habe etwas in Google gesucht, da gab es einen Beitrag, der aber nur noch im Zwischenspeicher zu finden ist, also möglicherweise überholt und nicht mehr aktuell. Dem Link zufolge hätte ich das Projekt so eingeschätzt, daß es eher eine Art dauerhafter Mittelaltermarkt ist, der als Publikumsmagnet viele Leute in die Region ziehen soll. Sicher, das Projekt trägt sich dann selbst - aber ist das auch "komplette Selbstversorgung" ?

Wenn ich jetzt etwas verwechselt habe, sorry. Ich bin sehr an weiteren Infos interessiert, wie Ihr eine komplette Selbstversorgung realisieren wollte, deshalb hatte ich schon mal in Google gesucht.

Gruß

Johannes


Gänseblümchen

09.11.2006, 23:31

@ Bederich

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Re: Wer von uns macht was ? von Bederich am 09. November 2006 20:15:34:


Hallo Bederich,

>Obwohl wir keine Marmelade dazu kaufen, kann ich nicht behaupten unsere autark hergestellt zu haben.

Da hast Du sehr Recht:-( Der Zucker und der Strom....
Trotzdem ist man stolz darauf; ein kleiner Schritt eben, aber ein Schritt.


MfG
Gänseblümchen




Saurier61

10.11.2006, 09:10

@ Johannes

Re: Komlette Selbstversorgung ist möglich


Als Antwort auf: Re: Komlette Selbstversorgung ist möglich von Johannes am 09. November 2006 22:51:41:


Hallöle,

völlig autark möchte ich gar nicht leben. Erstens hab ich keine Lust und Zeit bzw. Fähigkeiten alles selbst herzustellen. Zweitens möchte ich nicht auf einige Annehmlichkeiten verzichten.

Ok, ich habe über ein Jahr die Wäsche mit der Hand gewaschen. Aber eine Waschmaschine läßt mir mehr Zeit für andere Dinge.
Ich weiß jetzt wie es im Notfall auch ohne Waschmasch geht, das reicht mir.

Lebensmittel auf Obst und Gemüsebasis selbst herstellen war schon immer mein Ding. Ich möchte wissen, was ich esse. Bei Fleisch sieht das schon wieder anders aus. Erstens hab ich zu wenig Platz um ein Schwein zu halten oder ein Schaf. Hühner wären eine Möglichkeit, hatte ich auch schon. Mitlerweile alle aufgegessen ;-)). Bei Kaninchen traue ich mir nicht zu, die so zu töten, dass es schnell und "schmerzlos" geht.
Kompromiss wäre Hühner halten und nur noch Hühnerfleisch zu essen. Aber ein schönes Schnitzel oder einen Braten mag ich auch. Da gibt es dann Biohöfe, wo man Fleisch von "glücklichen" Schweinen... bekommen kann.

Ich kann eine ganze Menge. Brot backen, Einkochen, ohne Waschmasch die Wäsche waschen, Feuer machen, kenne viele Heilpflanzen (auch Giftpflanzen)gegen Krankheiten und weiß wie man sie einsetzt, Gemüse im Garten anbauen, kenne sehr viele essbare Pflanzen aus Feld Wald und Wiese, die wir auch jetzt schon nutzen.

Und es gibt eine ganze Menge die ich nicht kann. Auf vieles könnte ich verzichten, wenn es nötig wäre. Strom muß nicht unbedingt, es geht auch ohne. Aber Werkzeuge, wenn sie kaputt sind, da bin ich auf Hilfe von aussen angewiesen. Selbst nen Fahrradreifen kann ich nicht reparieren.

Also völlig autark ist nicht nach meinem Sinn, solange es nicht unbedingt notwendig ist. Ist es notwendig, weiß ich dass es mit den Dingen, die ich habe und kann, funktioniert, dass ich aber such auf sehr viele Annehmlichkeiten verzichten muß.

Fazit, ich drehe auch lieber am Heizungsregler, als morgens zitternd vorm Ofen zu stehen.

Liebe Grüße von
Helga


>><i> komplette Selbstversorgung ist möglich, wenn es in einer Gemeinschaft
>> passiert-in einem Dorf, auch nicht als Hobby, sondern als Lebensauffassung
>> und mit Existenzsicherung und Arbeitsplätzen.
>> Wir sind dabei genau dieses aufzubauen.</i>
>Hallo Beowulf,
>magst Du dazu ein wenig mehr erzählen? Was wollt Ihr alles selbst machen, was wollt oder müßt Ihr zukaufen?
>Ich habe etwas in Google gesucht, da gab es einen Beitrag, der aber nur noch im Zwischenspeicher zu finden ist, also möglicherweise überholt und nicht mehr aktuell. Dem Link zufolge hätte ich das Projekt so eingeschätzt, daß es eher eine Art dauerhafter Mittelaltermarkt ist, der als Publikumsmagnet viele Leute in die Region ziehen soll. Sicher, das Projekt trägt sich dann selbst - aber ist das auch "komplette Selbstversorgung" ?
>Wenn ich jetzt etwas verwechselt habe, sorry. Ich bin sehr an weiteren Infos interessiert, wie Ihr eine komplette Selbstversorgung realisieren wollte, deshalb hatte ich schon mal in Google gesucht.
>Gruß
>Johannes



Helene

10.11.2006, 14:39

@ Johannes

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Wer von uns macht was ? von Johannes am 08. November 2006 19:39:06:


Das ernten wir selbst:

Gemüse und Kartoffeln für ca. 1/2 Jahr (angestrebt ist vollständige Selbstversorgung)
Obst vollständig bis auf Südfrüchte (haben wir selten)
Nüsse (gibts auch noch welche vom Vorjahr!)
Honig (wir kaufen keinen Zucker mehr!)
Kräuter fast vollständig

Das müssen wir *noch* zukaufen:

Milch und Milchprodukte
Eier
Gewürze

Das wollen (können) wir nie selbst produzieren:

Getreide
Öl
Salz
exotische Gewürze
Kaffee
Schokolade

Was wir sonst noch selbst machen:

Brot und Kuchen
Marmelade
Joghurt
Nudeln (hin und wieder)
viele Renovierungsarbeiten am Haus
einfache Möbel
Angorawolle

Punkto Energie sind wir noch voll abhängig, für's nächste Haus sind aber geplant: Holzheizung (eigener Wald), Solaranlage für Warmwasser, Photovoltaik für Mindestversorgung. Das Auto durch ein Maultier + Wagen zu ersetzen wird wohl leider ein Traum bleiben ;-)

lG Helene






Jochen

10.11.2006, 20:38

@ Johannes

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Wer von uns macht was ? von Johannes am 08. November 2006 19:39:06:


Jetzt ich :-)

Alles was aus dem Garten kommt, schaffen wir bis zur vollständigen Selbstversorgung wenn es darauf ankommt. Das ist bei zwei Personen (Nachwuchs ist aus dem Haus) und zwei Gärten nicht so schwer. Weil nicht in jedem Jahr alles was wird, kaufen wir gelegentlich etwas zu. Wir sind nicht darauf fixiert, unbedingt und 100%ig autark zu werden, aber wir sind gern unabhängig.

Fleischversorgung wäre auch zu 100% realisierbar mit unseren Kaninchen. (Siehe hierzu auch der link unten) Würde mir persönlich völlig reichen. Was wir zukaufen, dient nur der Abwechslung. Wird aber immer weniger.

Versorgung mit Fisch sieht auch ganz gut aus. Aus dem Gartenteich von rund 25 Quadratmetern (schwankt mit dem (Grund-)Wasserstand) können wir unsern Jahresbedarf durchaus decken. Zur Zeit schwimmen da ziemlich fette aber sehr grätige und schwachwüchsige Orfen drin und ein paar Graskarpfen. Nähstes Jahr wollen wir versuchen, Karpfen zu setzen. Die wachsen viel schneller und fressen die gleiche Kartoffel-Getreide-Mischung wie die Kaninchen.

Pilze suchen wir gern, allerdings sind wir hier in der falschen Gegend dafür gelandet (Ich komme eigentlich aus waldreicher Gegend). Darum arbeite ich daran, künftig selbst welche zu züchten. Hab ich früher schon mit Fertigbrut gekonnt, aber das ist mir zu abhängig. Mittlerweile gibt es ausführliche Anleitungen zur Selbstherstellung der Brut. Das will ich mal versuchen. Hab schon alles Nötige besorgt.

Unabhängigkeit von Energieversorgern hätte ich gern erreicht, aber da ist noch zu viel in Bewegung und es stehen wohl auch noch ein paar Basisinovationen aus, zumindest in der Fotovoltaik. Vielleicht später mal. Wir verbrauchen nicht so wahnsinnig viel Strom und Gas (2.000 kWh/780 cbm) für unser Haus, so dass wir nicht so viel einsparen können und sich große Investitionen kaum je rechnen werden. Unabhängigkeit in Notzeiten wird sich mit ein paar Einschränkungen wohl erreichen lassen. Zumindest ein Ofen und Brennmaterial sind da.

Ärgerlich und noch unbefriedigend gelöst ist die Abhängigkeit von den Krankenkassen. Wir zahlen zu zweit einiges mehr an die (private/freiwillige) KK als wir für das tägliche Leben ausgeben (Fixkosten, die vom Konto abgebucht werden, ausgenommen). Das ist ziemlich ärgerlich, da wir die Leistungen der KK bisher praktisch kaum beansprucht haben und meist unter der Eigenbeteiligungsschwelle bleiben. Da wäre eine Lösung mit deutlich niedrigeren Beiträgen und einer wesentlich höheren Eigenbeteiligung (vielleicht 5-10.000 EUR)vermutlich günstiger, aber da hab ich noch nichts gefunden.

LG Jochen





Hasen sind die besseren Kühe

Bederich

10.11.2006, 22:23

@ Saurier61

Re: Komlette Selbstversorgung ist möglich


Als Antwort auf: Re: Komlette Selbstversorgung ist möglich von Saurier61 am 10. November 2006 09:10:12:


>Fazit, ich drehe auch lieber am Heizungsregler, als morgens zitternd vorm Ofen zu stehen.


Hallo Helga,
bin ja echt geschockt.
Du hast Dich sonst ganz anders gegeben.
Hast Du Lust auf mein Hallenfest mit Wurstanschnitt, so Ende Februar/Anfang März.
Schick mir mal eine Mail.

Schönen Gruß
Bederich



Jochen

11.11.2006, 05:42

@ Gänseblümchen

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Re: Wer von uns macht was ? von Gänseblümchen am 09. November 2006 10:19:25:


Hallo Gänseblümchen,

<b><i>Es hat mit dem Wunsch nach Autarkie nichts mehr zu tun, wenn man sich auf Arbeitsteilung einläßt. Ich will mich nicht nach anderen richten müssen.</i></b>

Willkommen im Klub der Einsiedlerkrebse :-)

Vermutlich bietet o.g. These den Stoff für stundenlange Grundsatzdiskussionen. Ich jedenfalls vertrete die gleiche Meinung.

Wenn man sich als Gruppe abseits der Gesellschaft aufstellen will und hierbei möglichst weitgehend unabhängig bleiben, führt wohl nichts an Arbeitsteilung vorbei. Wenn man aber die Unabhängigkeit auf die eigene Familie oder Person eingrenzt, erreicht man wohl einen niedrigeren Grad der Autarkie aber auch einen höheren an Unabhängigkeit.

Da muss sich halt jeder selbst positionieren. Das ändert sich auch mit dem Alter und den Erfahrungen. Ich war zwar in meiner - durchaus etwas zurückliegenden - Jugend auch kein Party-Tiger, aber etwas geselliger war ich schon. Irgendwann hat man dann aber den Eindruck, man hätte alles schon mal gehört oder gesehen (was im TV dann meist auch stimmt).

Ich hatte mal an der Uni eine sehr liebenswerte Kollegin aus den Weiten der ruhmreichen Sowjetunion, die am laufenden Band mit entwaffneder Ehrlichkeit große Wahrheiten aussprach. Sie sagte einmal "Hab ich eben getroffen Dr.B. in Stadt - und quak-quak-quak, wieder war Stunde sinnlos vorbei".

Daran denke ich oft bei brainstorming-Sessions, Behördenterminen, Anhörungen und vor allem den allgegenwärtigen Talkshows (ja, wir haben das TV noch nicht abbestellt). Da nutz ich dann doch die Stunde lieber, um mal mit der Hacke übers Feld zu gehen. Oder im Forum zu lesen oder zu schreiben :-)

LG Jochen



Gänseblümchen

11.11.2006, 08:19

@ Jochen

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Re: Wer von uns macht was ? von Jochen am 11. November 2006 05:42:57:


Hallo Jochen,

><b><i>Es hat mit dem Wunsch nach Autarkie nichts mehr zu tun, wenn man sich auf Arbeitsteilung einläßt. Ich will mich nicht nach anderen richten müssen.</i></b>
>Willkommen im Klub der Einsiedlerkrebse :-)
>Vermutlich bietet o.g. These den Stoff für stundenlange Grundsatzdiskussionen. Ich jedenfalls vertrete die gleiche Meinung.

Na wenigstens einer, der mich versteht:-)

>Wenn man sich als Gruppe abseits der Gesellschaft aufstellen will und hierbei möglichst weitgehend unabhängig bleiben, führt wohl nichts an Arbeitsteilung vorbei. Wenn man aber die Unabhängigkeit auf die eigene Familie oder Person eingrenzt, erreicht man wohl einen niedrigeren Grad der Autarkie aber auch einen höheren an Unabhängigkeit.

Besser hätte ich es nicht formulieren können.

>Daran denke ich oft bei brainstorming-Sessions, Behördenterminen, Anhörungen und vor allem den allgegenwärtigen Talkshows (ja, wir haben das TV noch nicht abbestellt). Da nutz ich dann doch die Stunde lieber, um mal mit der Hacke übers Feld zu gehen. Oder im Forum zu lesen oder zu schreiben :-)

Genau:-)

MfG
Gänseblümchen



Kuddel

11.11.2006, 11:28

@ Johannes

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Wer von uns macht was ? von Johannes am 08. November 2006 19:39:06:


Hallo Forum

Ich mache es kurz:

-Wir halten 4 trächtige Ziegen und einen Bock. Im nächsten Jahr sollen hier
8-10 Ziegen gehalten werden.
-Backen Brot im Holzbackofen
-Betreiben eine Eigenwasserversorgung
-Unterhalten ca. 40 junge Obstbäume (daraus Saft, Dörrobst, Maische für
auswärtigen Schnapsbrand)
-Gewinnen Gemüse aus Hochbeeten

dafür steht 1 ha Land zur Verfügung.
Im Grunde genommen ist also eine Basisversorgung mit Wasser, Brot, Obst, Fleisch und Butter, sowie Käse möglich.
Gerne würde ich noch versuchen Roggen anzubauen und in alternative Energiegewinnung zu investieren.



Flappes

11.11.2006, 13:59

@ Johannes

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Wer von uns macht was ? von Johannes am 08. November 2006 19:39:06:


Honig (sehr starke Überproduktion), Marmelade (sehr starke Überproduktion), Eier (sehr starke Überproduktion), Pflaumen (sehr starke Überproduktion), Kirchen komplette Selbstversorgung.
Holz seit drei Jahren, aber ich habe nicht genügend Wald das dies langfristig eine Selbstversorgung darstellt(ich entnehme momentan mehr als nachwächst)
Äpfel von September bis Februar Selbstversorgung.
Tomaten, Kartoffeln, Gemüse etc. teilweise.
Fleisch kaufen wir ein, weil meine Frau sagt, dass Sie mit keinem "Mörder" zusammenleben möchte. Nunja, ich sehe das anders, aber ich möchte jetzt auch keinen Streit provozieren. Dafür kaufe ich Schafe hier vom örtlichen Schäfer und Wild schiesst mir ein Arbeitskollege.
Ansonsten Abwasserentsorgung sind wir autark durch eigene stromlose Kläranlage.
Mobilität sind wir teilautark, da wir mit dem Fahrrad einkaufen fahren und ich zur arbeit. In die Stadt (Fulda) fahren wir aber mit Zug und Bus schon allein wegen unserem kleinen Sohn und einem Hügel dazwischen.
Ein Tipp am Rande, im Dezember um 17:30 Uhr schalten wir für eine Stunde den Strom komplett ab und zünden eine Kerze an, trinken Tee und haben Zeit füreinander. Spielen mit dem Kleinen und erzählen so was wir erlebt haben.Das ist eigentlich ganz schön und man trainiert mal ohne Strom auszukommen.

Jörg




Saurier61

11.11.2006, 14:10

@ Bederich

Re: Komlette Selbstversorgung ist möglich


Als Antwort auf: Re: Komlette Selbstversorgung ist möglich von Bederich am 10. November 2006 22:23:58:


Hallo Bederich,

wenn du wüßtest, wie ich die Zukunft sehe, würdest du dich auch vorbereiten/vorsorgen und dann wenn du alles kannst und hast was du brauchst, fünfe gerade sein lassen und die restliche angenehme Zeit genießen.

Übrigens autarke Stromversorgung ist nie für mich ein Thema gewesen. Eher, wie man ohne Strom, Gas und Öl klar kommen kann.

Lieben Gruß von
Helga

>>Fazit, ich drehe auch lieber am Heizungsregler, als morgens zitternd vorm Ofen zu stehen.
>
>Hallo Helga,
>bin ja echt geschockt.
>Du hast Dich sonst ganz anders gegeben.
>Hast Du Lust auf mein Hallenfest mit Wurstanschnitt, so Ende Februar/Anfang März.
>Schick mir mal eine Mail.
>Schönen Gruß
>Bederich



Inge

11.11.2006, 16:03

@ Johannes

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Wer von uns macht was ? von Johannes am 08. November 2006 19:39:06:


So, dann will ich auch mal:

Eier: komplette Selbstversorgung (Hühner legen zwar im Winter sehr wenig bis gar nicht, aber ich friere die Überproduktion aus dem Frühjahr ein)

Fleisch: komplette Selbstversorgung (Ziege, Pute, Gans, Huhn, evtl. bald Schwein)

Käse: 70 % Selbstversorgung (wenn die Ziegen trocken gestellt sind, muss ich Käse und Quark zukaufen); Butter wird aber immer noch komplett gekauft

Tierfutter wird teilweise selbst erzeugt (Heu) und teilweise gekauft (Getreide)

Obst: komplette Selbstversorgung (für Marmelade und fürs Einkochen muss ich Zucker kaufen)

Salat und Gemüse: zu 90 % Selbstversorgung (Lagermöglichkeiten fehlen noch)

Kartoffeln: im letzten Jahr 100 %; in dieser Saison werden es höchstens 50 % sein, da der Ertrag miserabel war

Brot, Toast, Kuchen wird selbst gebacken, aber das Getreide (Mehl für Kuchen) dafür gekauft

Heizung komplett mit Holz (die Motorsäge und der Spalter brauchen allerdings gekaufte Energie)

Strom leider noch völlig abhängig (da werden wir in den nächsten Jahren aber auch noch tätig...)

Auto brauche ich hier in der Pampa, das wird sich auch nicht ändern

Sozialsysteme nutze ich auch (so lange es sie noch gibt)

LG Inge




Wesemichshof

Bederich

11.11.2006, 18:11

@ Saurier61

Re: Komlette Selbstversorgung ist möglich


Als Antwort auf: Re: Komlette Selbstversorgung ist möglich von Saurier61 am 11. November 2006 14:10:03:


>wenn du wüßtest, wie ich die Zukunft sehe, würdest du dich auch vorbereiten/vorsorgen


Hallo Helga,
wie kommst Du nur darauf, daß ich mich nicht vorbereite?

Schönen Gruß
Bederich



Saurier61

11.11.2006, 20:05

@ Bederich

Re: Komlette Selbstversorgung ist möglich


Als Antwort auf: Re: Komlette Selbstversorgung ist möglich von Bederich am 11. November 2006 18:11:02:


Hallo Bederich,

du würdest nach reichlicher Vorsorge fünfe gerade sein lassen und den Komfort den du jetzt noch hast genießen. Darauf hatte ich eigentlich abgezielt.


Lieben Gruß von
Helga




>>wenn du wüßtest, wie ich die Zukunft sehe, würdest du dich auch vorbereiten/vorsorgen
>
>Hallo Helga,
>wie kommst Du nur darauf, daß ich mich nicht vorbereite?
>Schönen Gruß
>Bederich



Gänseblümchen

11.11.2006, 21:06

@ Jochen

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Re: Wer von uns macht was ? von Jochen am 10. November 2006 20:38:54:


HAllo Jochen,

Pilze:
>Mittlerweile gibt es ausführliche Anleitungen zur Selbstherstellung der Brut. Das will ich mal versuchen. Hab schon alles Nötige besorgt.

Das würde mich sehr interessieren, wie das geht.

Ach übrigens: südöstlich der Hallenser Gegend war der Wald voll von Pilzen:-)
Seid Ihr so weit weg davon?

MfG
Gänseblümchen



TigerAuge

11.11.2006, 22:16

@ Saurier61

@ll + ein bescheidener Beitrag


Als Antwort auf: Re: Komlette Selbstversorgung ist möglich von Saurier61 am 11. November 2006 14:10:03:


Aloha

Schön und gut was da ALLES gemacht wird und so...
"Wer hat was und Wer kann was und Wer vielleicht und Wer wann...etc."!
Bitte ohne Wertung!

Ich meine, dass da sehr viele brauchbare "Anregungen" für das Wiki vorhanden wären.
Gibt es d a s noch?


Mich beschäftigt bei diesem Thema folgendes:
Einige sind dabei "Etwas" aufzubauen.
Einige haben wohl ihr Ziel erreicht.
Einige "suchen" noch...etc.!

Was ich in den Beiträgen bisher suchte war, was ist mit den Menschen,
die wir "versorgen" sollten/müssen?
- Unsere Eltern, Großeltern, Freunde...
- Kranke in unserer Nähe...
- Kranke in unserer Familie...

Klar, dass wir bei diesem Thema erstmal an das Denken was Wir haben und
können. Daher erlaube ich es mir, den Bogen etwas weiter zu spannen.

-Was ist mit den Menschen, die auf ärztliche Hilfe "laufend" angewiesen sind?
-Wie gehen wir damit um?
-Was ist unser Ziel?

All dies erscheint mir wichtiger zu sein *sorry*, als zu erfahren was
X kann und hat, und Y braucht und dafür Z vielleicht hat?


Helga hat da etwas gepostet, was ich sehr *grübelhaft* finde:
[/link]wenn du wüßtest, wie ich die Zukunft sehe, würdest du dich auch vorbereiten/vorsorgen und dann wenn du alles kannst und hast was du brauchst, fünfe gerade sein lassen und die restliche angenehme Zeit genießen.
>Übrigens autarke Stromversorgung ist nie für mich ein Thema gewesen. Eher, wie man ohne Strom, Gas und Öl klar kommen kann."

Hmm...
Wie sehen wir "unsere" Zukunft?
(ohne hier ein ProphForum aufzumache!)!!

Was ist mit der inneren "Harmonie"?
Mit der inneren "Einstellung"?
Mit der inneren "Vorbereitung"?


Hierzu:
""wer kann sowas durchziehen, werden jetzt einige fragen.
richtig. wenige.
doch jeder sollte das tun was ihm möglich ist.
und da kann dieses forum hoffentlich helfen, durch gute
ratschläge.
jedoch das wichtigste.
bereitet euch bewusst auf eine harte, schwere zeit vor,
psychisch,und körperlich,
damit ihr nicht völlig überrascht und unfähig seid,
diese schwere zeit zu "überstehen".
fangt an jetzt schon auf möglichst viele dinge zu verzichten oder sie
abzubauen, die es dann nicht mehr gibt.
fernsehen. rauchen. alkohol. fleischspeisen. medikamente.
kaffee.
saludos
guerrero""



Von Herzen
TigerAuge







beowulf

11.11.2006, 23:47

@ AlexP

Re: Komlette Selbstversorgung ist möglich


Als Antwort auf: Re: Komlette Selbstversorgung ist möglich von AlexP am 09. November 2006 19:59:27:


><i>komplette Selbstversorgung ist möglich, wenn es in einer Gemeinschaft passiert-in einem Dorf, auch nicht als Hobby, sondern als Lebensauffassung und mit Existenzsicherung und Arbeitsplätzen.</i>
>Die Frage ist nur auf welchem Niveau das möglich ist. Spätestens bei Medizin und Pflege im Alter wirds schwierig, vor allem wenn die Gemeinschaft überaltert.
>cu AlexP


Hallo Ihr,
schön daß dieses Thema Selbstversorgung ist möglich in Eurem Forum so eine Diskussion auslöst. Wir sind der Auffassung, daß Selbstversorgung möglich ist, wenn es in einer Gemeinschaft also Dorfgemeinschaft auf einem gepachteten Land in der Größe von 35 Hektar für 120 Personen in etwa 35 Häusern geschieht.
Jeder macht was ihm liegt.
Der eine schmiedet, einige andere weben und spinnen. Das gemeinsam gepachtete Feld wird in Parzellen aufgeteilt.
Die sanitären Einrichtungen bestehen aus Komposttoiletten.
Ansonsten das volle Programm. Biogasanlage, Tiefengeothermie mit verbundener Hypocaustheizung mit integriertem Wärmetauscher im Sommer zur Netzeinspeisung,
Gemeinschaft, Stichwort Tauschring, eigene Währung mit Gold und Silberdeckung, dadurch jederzeit kompatibel mit der Außenwährung,( im übrigen wertbeständiger, da sie nicht der Inflation unterliegt)
eigenes Gesundheitszentrum
durch mehrere Ärzte die mit in die Gemeinschaft kommen, Naturheilverfahren, sanfte Therapie, ursächliche Krankheitsbehandlung steht im Vordergrund,

Stichwort Altersvorsorge
10 % des Wirkens wird durch einen Umrechnungskurs in Geldwert in eine Dachstiftung übertragen ( befindet sich bereits in Gründung )
diese steht für Altersvorsorge und Krankenversicherung auch wichtige Absicherungen wie Haftplicht Unfall Berufsunfähigkeit als Kollektivversicherung ein. Hier ist Mitteleinwerbung gefragt, ( findet bereits statt)
Für den Anschluß an die Moderne gibt es ein Haupthaus wo Internet, etc vorhanden ist. Hier ist Sogwirkung entscheidend.
Es gäbe noch so viel mehr zu schreiben. Das Konzept ist von Anfang bis Ende durchdacht. Fragt nur , ich gebe Euch den derzeitigen Stand unseres Projektes gerne weiter.

Grüße Wolfram




Johannes

12.11.2006, 01:39

@ TigerAuge

Bitte oben antworten (ich habe einen extra Thread dafür aufgemacht) (owT)


Als Antwort auf: @ll + ein bescheidener Beitrag von TigerAuge am 11. November 2006 22:16:00:


.


Jochen

12.11.2006, 09:52

@ Gänseblümchen

Hier kommt das Wiki-Buch!


Als Antwort auf: Re: Wer von uns macht was ? von G�nsebl�mchen am 11. November 2006 21:06:51:


Hallo Gänseblümchen,

hier ist das Wiki-Buch dazu.

Pilzzucht

Es gibt auch ein "richtiges" Buch:
Bert Marco Schuldes und Sam Lanceata: Das PilzZuchtBuch, ISBN 3-930442-38-8.
Da steht das Ganze noch etwas umfangreicher beschrieben, aber ich denke, dass Wiki reicht dicke.

Sehr interessant ist auch folgende Anleitung.

[link=http://www.quirxi.net/mediawiki/index.php/Paper_Tek[/link]Pilze aus Papier, recycling total</a

Ja, südöstlich von H. gibts immer mal allerhand Pilze. In diesem Jahr war ich aber so verdrossen über die hohen Spritpreise, dass ich das Auto in der Garage gelassen hab. Und fürs Fahrrad war es dann doch etwas weit.

LG Jochen




Gänseblümchen

12.11.2006, 14:34

@ Jochen

Re: Hier kommt das Wiki-Buch!


Als Antwort auf: Hier kommt das Wiki-Buch! von Jochen am 12. November 2006 09:52:12:


Hallo Jochen,

>hier ist das Wiki-Buch dazu.

Dankeschön:-), wenngleich auch etwas kompliziert auf den ersten Blick.
Berichte bei Gelegenheit mal, wie es geklappt hat.

>Sehr interessant ist auch folgende Anleitung.

Pilze im Papierkorb:-)) Sieht toll aus.

>Ja, südöstlich von H. gibts immer mal allerhand Pilze.

Ich mag gar nicht erzählen, wieviele ich da dieses Jahr geholt habe:-| (*auweia*)
Und wieviel Gläser mit getrockneten und eingeweckten (2x eingekocht;-) bei mir rum stehen. Ach ja, und die in der Kühltruhe... wenn man mal 14 Tage aussetzt mit dem Essen, schmecken sie auch wieder.

>In diesem Jahr war ich aber so verdrossen über die hohen Spritpreise

Oh schade, bei dem Pilzjahr:-(
Wir sind recht viel mit dem Auto unterwegs, da haben wir das angenehme mit dem nützlichen verbunden. Die meisten haben wir abends kurz vorm Dunkelwerden gefangen:-)

MfG
Gänseblümchen



Kuddel

12.11.2006, 18:57

@ beowulf

Re: Komlette Selbstversorgung ist möglich


Als Antwort auf: Re: Komlette Selbstversorgung ist möglich von beowulf am 11. November 2006 23:47:


Lieber Wolfram

Ich finde es sehr beachtlich, wenn jemand an solch einem Projekt teilnimmt-Chapeau. Da sind Risikobereitschaft und Selbstlosigkeit gefordert und eine
besondere Portion Nächstenliebe, um die anderen schrulligen Querköppe auszuhalten.
Vielleicht findest Du Zeit, um ein paar Fragen zu beantworten.
Von wem habt ihr für wie lang das Land gepachtet?
Wieviele Kinder, Erwachsene und Rentner leben bei euch?
Könnt ihr bereits Philosophen oder Künstler unterhalten?
Gibt es eine Homepage?
Welche Fertigkeiten kannst Du mit einbringen?
Mit welchen Erfahrung sind die Initiatoren eingestiegen.
Gibt es Unternehmer bei euch?
Wie geht ihr mit Religionen um?
Welchen Namen habt ihr eurem Vorhaben gegeben.

Mit den besten Grüßen
Kuddel (vom Schwarzwald)



beowulf

12.11.2006, 19:43

@ Kuddel

Re: Komlette Selbstversorgung ist möglich


Als Antwort auf: Re: Komlette Selbstversorgung ist möglich von Kuddel am 12. November 2006 18:57:16:


Lieber Kuddel,
schön, daß Du genauer nachfragst. In der Tat haben wir uns alle viel Gedanken gemacht und bereits über 2 1/2 Jahre Zeit investiert. Herausgekommen ist eine
Stiftung, auf der das Ganze fußen soll. Sie heißt Midgard-Stiftung. Sie soll mindestens 12000 Mitglieder in ganz Deutschland haben. Die Stiftung wurde vor 3 Monaten in Hamburg gegründet und hat bereits etwa 50 Mitglieder.
Der Punkt ist, daß wir nicht ein Dorf gründen wollen, sondern zuerst ein Dorf. Nacheinander sollen immer weitere Dörfer in Deutschland gegründet werden, wobei wir auch die Vernetzung zwischen bereits bestehenden Selbstversorgergruppen, Mittelaltergruppen und alternativen Energiegruppen anstreben, um aus dieser Vernetzung heraus in Deutschland etwas zu bewegen; eine praktische Veränderung von unten herauf, für eine Gesellschaft, die sich in Richtung Natürliche Lebensweise weiter entwickeln könnte.

Wir haben in Norddeutschland etwas 8 verschiedene Initiativen laufen, also 8 Pachtanfragen an 8 unterschiedliche Gemeinden Höfe Bauern und sogar Bundesländer. Wir bewerben uns für eine Fläche von 35 Hektar, ideal mit einem bereits bestehenden Resthof und streben eine Versorgung von 120 Menschen in einem Dorf das Midgard heißen soll, an.
Zur Zeit sind wir etwa 50 Personen von Lehrern, 4 Ärzten, 8 Unternehmern und ansonsten aus allen Berufssparten, darunter etwa 25 Handwerker.
Ich selbst bin Unternehmer. Es gibt auch 2 Philosophen und 3 Künstler.
Die Homepage wird seit etwa 3 Monaten erstellt und wird gegen Ende November veröffentlicht.
Kinder gibt es auch viele unter uns. Es sollen kinderreiche Dörfer werden.
Meine Fertigkeiten sind zum einen die komplette Projektplanung die Theoretische Planung der Selbstversorgung, die Organisation und Führung des gemeinschaftlichen Zusammenlebens, die Planung und Organisation der gegründeten Stiftung, ach ja und ich versuche mich gerade in der Kunst der Metherstellung mit Kräutern und erlerne die Kräuterkunde nach Hildegard von Bingen und Maria Treben. Meine Frau und ich wollen Schafe Ziegen und Kühe und Pferde halten, die jedoch gemeinschaftlich im Dorf versorgt werden sollen. Überhaupt werden durch die vielen Hände im Dorf die Aufgaben und auch die Feldflächen geteilt.
Zur Religion. Es wird verschiedene Religionen im Dorf geben und eine oberste schriftliche Direktive, der sich alle verpflichten müssen die absolute Akzeptanz der jeweils anderen Religion zu wahren.
Die Christen wollen in dem Dorf eine Stabkirche errichten. Ich selbst bin auch Christ.
Es gäbe noch viel mehr zu sagen. So sollen alle Dorfmitglieder über die Stiftung in der Alters- Kranken- und Hinterbliebenenvorsorge abgesichert werden durch sogenannte Kollektivverträge.

So vielleicht reicht das fürs erste Kuddel

Viele Grüße
Wolfram



>Lieber Wolfram
>Ich finde es sehr beachtlich, wenn jemand an solch einem Projekt teilnimmt-Chapeau. Da sind Risikobereitschaft und Selbstlosigkeit gefordert und eine
>besondere Portion Nächstenliebe, um die anderen schrulligen Querköppe auszuhalten.
>Vielleicht findest Du Zeit, um ein paar Fragen zu beantworten.
>Von wem habt ihr für wie lang das Land gepachtet?
>Wieviele Kinder, Erwachsene und Rentner leben bei euch?
>Könnt ihr bereits Philosophen oder Künstler unterhalten?
>Gibt es eine Homepage?
>Welche Fertigkeiten kannst Du mit einbringen?
>Mit welchen Erfahrung sind die Initiatoren eingestiegen.
>Gibt es Unternehmer bei euch?
>Wie geht ihr mit Religionen um?
>Welchen Namen habt ihr eurem Vorhaben gegeben.
>Mit den besten Grüßen
>Kuddel (vom Schwarzwald)



Armin

13.11.2006, 11:35

@ Jochen

Krankenversicherung mit hoher Selbstbeteiligung


Als Antwort auf: Re: Wer von uns macht was ? von Jochen am 10. November 2006 20:38:54:


Hallo,

>Eigenbeteiligungsschwelle bleiben. Da wäre eine Lösung mit deutlich niedrigeren Beiträgen und einer wesentlich höheren Eigenbeteiligung (vielleicht 5-10.000 EUR)vermutlich günstiger, aber da hab ich noch nichts gefunden.

ich (männlich, wenig Vorerkrankungen, 36 Jahre alt) zahle etwa 140 Euro pro Monat plus 10% Rücklagenaufschlag = 154 Euro. Selbstbeteiligung ist 2700 Euro/Jahr. Wenn ihr beide älter seid, wird's natürlich deutlich teurer.

Meine 140 Euro sind nicht wenig, aber dafür sind die Versicherungsbedingungen recht schlicht: Grob gesagt "wir zahlen das medizinisch notwendige".

Nicht "wir zahlen das m.n., nicht jedoch folgende Verfahren sowie nur bis zum 2,3-fachen Höchstsatz, maximal jedoch ..., ausschließlich durch einen Gutachter aus unserem Hause etc."

Die zahlen auch mal das 10-fache, wenn der Herzspezialist das halt kostet (ich kenne einen Fall), und vor allem: alternative Heilmethoden. Nicht nur den Heilpraktiker (und ein bisserl Akupunktur bei chron. Schmerz, wie die meisten Versicherer), und man muß die schweineteure Colon-Hydro-Therapie selbst zahlen...

Für Leute, die wenig krank sind, dann aber gern gute (und ggf. teure/alternative) Hilfe in Anspruch nehmen wollen, zu überlegen.

Falls jemand Fragen hat:

bluescreen ätt g m x punkt tm

Gruß
Armin




Kuddel

13.11.2006, 21:45

@ beowulf

Re: Komlette Selbstversorgung ist möglich


Als Antwort auf: Re: Komlette Selbstversorgung ist möglich von beowulf am 12. November 2006 19:43:


Lieber Wolfram

Danke für die ausführliche Antwort.
Ich wünsche euch viel Glück und freue mich auf das Erscheinen der HP.
Aus eigener Erfahrung aus Gemeinschaftsprojekten (unternehmerisch nicht Lebensart) heraus würde ich nicht mehr voll einsteigen, sondern eine Tür auflassen, um zu gehen, wenn das Projekt eine Wende nimmt, die ich nicht mittragen könnte.
Bestimmt habt ihr euch schon in ähnlichen Projekten umgesehen?
Sind ähnliche Projekte nicht aus Kleingruppen entstanden, bei denen sich das Lehrgeld auch im Rahmen hielt?

Bestimmt habt ihr diese Dinge schon erörtert.


Mit den besten Grüßen
Kuddel




Jochen

14.11.2006, 05:56

@ Armin

Danke


Als Antwort auf: Krankenversicherung mit hoher Selbstbeteiligung von Armin am 13. November 2006 11:35:50:


ich glaube, in der Größenordnung hab ich in deinem Alter auch bezahlt. Da war die Mauer noch nicht lange gefallen :-) ....those were the days - schnüff

LG Jochen


klaus

18.11.2006, 12:24

@ Johannes

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Wer von uns macht was ? von Johannes am 08. November 2006 19:39:06:


wir wohnen "auf dem Lande".
Rechts Bauern und links Bauern.
Haben einen kleinen Garten mit etwas von allem (inkl. Topinambur).

Ich bin Seifensiederin uns stelle Pflegeprodukte her.
Bin recht fit in alternativen Heilmethoden, die keinerlei Arznei oder Mittel brauchen...

Wenn es dicke kommt, haben wir immer etwas zum Tauschen.
Ich glaube und hoffe, das man dann wieder etwas zusammen rückt und wieder mehr Nachbarschafthilfe praktiziert wird.



http://www.seifenmanufaktur.ch

klaus

18.11.2006, 12:28

@ Johannes

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Wer von uns macht was ? von Johannes am 08. November 2006 19:39:06:


eventuell wichtig:
wir haben einen eigenen Brunnen, der das ganze Haus mit viel gutem Wasser versorgt und eine eigene zweikammer-Kläranlage.
Ofen ist selbstverständlich mit Holz vom eigenen Grundstück zu befeuern.
Auf dem Speicher liegen 20 qm Solarzellen für bescheidenen Strom.
Solarthermie ist in Planung.

Gruss
Klaus



Powertiger

19.11.2006, 23:16

@ Johannes

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Wer von uns macht was ? von Johannes am 08. November 2006 19:39:06:


Hallo an alle,

Ich bin neu hier im Forum (oder habe ich vor langer Zeit hier schon mal gepostet) und nutze diesen Thread mal mich vorzustellen.

Ich besitze zusmamen mit meiner Freundin seit 1 1/2 Jahren einen Resthof mit etwas Land im schönen Nordhessischem Bergland und lebe nun meinen Spleen der "Selbstversorgung" aus.
Zum einen weil mir das ausprobieren verschiendener Tätigkeiten und der Umgang mit Land, Garten, Natur und Tieren Freude bereitet, und zum anderen als "Crash" Vorbereitung, da ich denke das unser "Way of Life" nicht von Dauer sein wird.

Stand zur Zeit:
Insgesammt 10000 qm Grundstücksfläche

Darauf sind:
eine Obstwiese mit 5 sehr alten großen Kirschbäumen, 4 Apfelbäume, 2 Birnen, 3 Walnussbäume, einer Hasselnusspflanzung.
1 600qm Feld-Garten
Eine riesiges 300qm kombiniertes Stall/Scheune Gebäude
Hünerstall, Werkstatt und Schuppen
Der Rest Wiese und Hoffläche

Dazu haben wir nun Wald gekauft um unsere Brennholzversorgung auf ewig zu sichern.

Wir haben als Tiere angeschafft:
2 Bienenvölker
1 Hahn und 5 Hühner (es waren mal 7) ;-)
2 Schweine (Es waren mal 4, 1 eines wurde bereits verspeist, eines hängt noch in Form von 100 Würsten im Keller

In die Küche haben wir einen "Zentralheizungsofen" eingebaut.
Das ist ein Küchenherd der auch die Zentralheizungs mitversorgt.
(Es gibt auch noch den vorgefundenen Ölbrenner)
Dazu noch einen Gußkamin im Wohnzimmer.

Im Keller befindet sich ein großer gemauerter Brotbackofen und ein alter Kochkessel.

An der alternativen Stromversorgung arbeite ich noch.
Vorgestern kamen 6x60W Solarzellen aufs Dach, Ein 700W Windrad wartet noch auf den Aufbau. Große Akkus und Wechselrichter sind auch schon da.

Mit den bisher erreichten Selbstversorgungsgrad bin ich sehr zufrieden.
Kartoffeln, Obst und Gemüse > 100%
Der Keller ist voll von eingemachten Kirschen, Pflaumen,Birnen,Bohnen, Apfelmuss, Apfelsaft, Wurst, Schinken, Speck, Honig, Marmeladen, Apfelwein.
Sowie eingelagerten Kartoffeln, Möhren, Rote Beete, unmengen von Äpfeln.
Dieses Jahr war auch ein echtes Obstspitzenjahr!
Auch Trockenobst und Kräuter sind reichlich da.

Was uns noch fehlt ist eine Milch- Sahne- Käse- Butterspenderin(Kuh, Schaf oder Ziege)
Sowie eine kleine Kaffee- und Kakaoplantage! ;-)
Auch ein Getreidefeld für Brot und Futtergetreide fehlt noch, ist aber in Planung.

Wir sind aber keine fanatischen Selbstversorger sondern machen das alles aus Spass an der freud und weil wir abends nicht so oft vor dem Fernseher sitzen:-)

Also wenn nun der Hof bis April eingeschneit wäre, würden wir munter bis in den Frühling durchkommen.

Ich würde den Hof gerne als Platz für Treffen anbieten und würde mich Grundsätzlich über Besuch freuen.

Eine noch unvollständige Webseite: www.hof-rambach.de


grüße

Stefan



Kuddel

20.11.2006, 19:43

@ Powertiger

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Re: Wer von uns macht was ? von Powertiger am 19. November 2006 23:16:53:


Hallo Tiger

Es schaut ja wunderbar bei euch aus.
Da ich seit 5 Jahren Ziegen halte, kann ich euch die
Anschaffung bei euren Gegebenheiten sehr empfehlen.
Auf einem ha könnten so um die 9 Ziegen ihr Sommerfutter finden und für den Winter müsstet ihr Strohballen/Weizenkleie/Zuckerrübenpellets zukaufen.
Prima, dass ihr auch einen Brunnen habt.
Wie ich aus Deinem Text entnehmen kann, seid ihr ähnlich aufgestellt wie wir.
Gerade lese ich mich in Photovoltaik ein um den im Frühjahr zu bauenden größeren Ziegenstall auf der Südseite damit einzudecken.
Viel Freude mit dem Anwesen wünscht
Kuddel

Wenn Du möchtest, kannst Du mir verraten, was das Anwesen gekostet hat.
Ist aber nicht so wichtig.


Powertiger

20.11.2006, 21:31

@ Kuddel

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Re: Wer von uns macht was ? von Kuddel am 20. November 2006 19:43:39:


>Hallo Tiger
>Es schaut ja wunderbar bei euch aus.

Ja ist wirklich schön hier!

>Da ich seit 5 Jahren Ziegen halte, kann ich euch die
>Anschaffung bei euren Gegebenheiten sehr empfehlen.
>Auf einem ha könnten so um die 9 Ziegen ihr Sommerfutter finden und für den Winter müsstet ihr Strohballen/Weizenkleie/Zuckerrübenpellets zukaufen.

Mit Ziegen weiss ich noch nicht so recht. Wir wollen im nächsten Jahr noch 2-3 Schafe unter die Obstwiese stellen.
Heu haben wir genug da es reichlich Wiesen gibt die wir nutzen können.

>Prima, dass ihr auch einen Brunnen habt.

Äh, Brunnen ist das einzige was wir (noch)nicht haben, aber es fliest ein Bach in unmittelbarer Nähe der direkt aus dem Wald kommt.

>Wie ich aus Deinem Text entnehmen kann, seid ihr ähnlich aufgestellt wie wir.
>Gerade lese ich mich in Photovoltaik ein um den im Frühjahr zu bauenden größeren Ziegenstall auf der Südseite damit einzudecken.
>Viel Freude mit dem Anwesen wünscht
>Kuddel
>Wenn Du möchtest, kannst Du mir verraten, was das Anwesen gekostet hat.
>Ist aber nicht so wichtig.

~80 T Euronen, ich fands günstig! ;-)

Wo seit ihr zuhause?









Kuddel

20.11.2006, 22:05

@ Powertiger

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Re: Wer von uns macht was ? von Powertiger am 20. November 2006 21:31:02:


Hallo Tiger

Ich stelle mir die Schafhaltung etwas einfacher wie die Ziegenhaltung vor.
Es ging lang, bis ich die Umzäunung im Griff hatte (siehe Beitrag im WIKI).
Den erwähnten Brunnen hatte ich versehentlich aus einem Beitrag von Klaus auf Dein Grundstück hinzugedichtet. Aber Wasser aus dem Bach ist auch prima.
Wir wohnen in einem Tal im südlichen Schwarzwald.
Das Gelände gehört einer Erbengemeinschaft und wurde früher landwirtschaftlich genutz.Die Scheune ist abgerissen. Mein Hobby ist es über die Jahre die Landwirtschaft wieder aufzubauen. Inzwischen nutze ich den verbliebenen ha Land als Ziegenweide und Obstplantage. Inzwischen liebäuglich ich bereits mit dem Gedanken vom Nachbarn Land hinzu zu pachten.
Der Kaufpreis von 80 T für euer Anwesen scheint mir sehr gering. Hier, südöstlich von Freiburg ist alles Land sauteuer, weil wir Zuzugsgebiet sind.
Das hat aber auch den Vorteil, das es hier genug Arbeit für fast alle gibt.




lustamdasein

21.11.2006, 01:14

@ Johannes

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Wer von uns macht was ? von Johannes am 08. November 2006 19:39:06:


Selten so eine wichtige (für mich) Diskussion gelesen.
Wir sind ja erst hier seit 13 Monaten.
Wir haben Obst, Gemüse, Wein, Saft zu 100% aus Eigenproduktion.
Wir werden dazu haben im nächsten Jahr Tabak zu 100%
Die nächst größeren Posten sind Heizung und Fleisch. Heizung wird in zwei Jahren autark (weil Holz ) sein und beim Fleisch fehlen mir einfach die Erfahrungen, auch beim Schlachten. Ich kann zwar Geflügel bis zur Gans schlachten, auch Kaninchen, fürs Schwein fehlt mir das Erlebnis. Und hier habe ich ein weiteres Problem, meine Frau hat damit Probleme. Lösen kann ioch das Problem mit Geflügel. Im Frühjahr kommen die ersten Hühner zu uns.
mfg


Powertiger

21.11.2006, 01:27

@ lustamdasein

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Re: Wer von uns macht was ? von lustamdasein am 21. November 2006 01:14:08:


>>Wir werden dazu haben im nächsten Jahr Tabak zu 100%

Hallo!

Ich habe auch einige Tabakpflanzen angebaut und die Blätter geerntet und getrocknet.
Mich würde die weitere Vorgehensweise interessieren?
Wie komme ich zu Tabak?

grüße

stefan



lustamdasein

21.11.2006, 01:38

@ Powertiger

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Re: Wer von uns macht was ? von Powertiger am 21. November 2006 01:27:35:


>>>Wir werden dazu haben im nächsten Jahr Tabak zu 100%
>Hallo!
>Ich habe auch einige Tabakpflanzen angebaut und die Blätter geerntet und getrocknet.
>Mich würde die weitere Vorgehensweise interessieren?
>Wie komme ich zu Tabak?
>grüße
>stefan
Ich mache es einfach so wie hier: beschrieben http://www.tabakanbau.de/de/ , mehr als daneben gehe kann es nicht.


lustamdasein

22.11.2006, 23:56

@ Powertiger

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Re: Wer von uns macht was ? von Powertiger am 19. November 2006 23:16:53:


Wie machst Du das mit den Bienen? Einfach zwei Stöcke hinstellen. Hast Du damit Erfahrungen?

Dein Hof sieht ja schon klasse aus nach 18 Monaten! Da sind wir noch weit entfernt von.



Powertiger

23.11.2006, 12:16

@ lustamdasein

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Re: Wer von uns macht was ? von lustamdasein am 22. November 2006 23:56:09:


>Wie machst Du das mit den Bienen? Einfach zwei Stöcke hinstellen. Hast Du damit Erfahrungen?
Bei den Bienen hatten wir zuerst Bienenstöcke eines bekannten bei uns auf dem Hof hingestellt. Dann habe ich ein Jahrlang zugeguckt wie er das so macht.
Dann bekam ich zwei Völker günstig durch einen Todesfall habe seit dem Frühling meine eigenen Völker.
Der Bekannte hat er mir dazu noch eine Erstausstattung besorgt
(Anzug,Smoker,Besen,Meissel,Schleuder,Waben,Eimer,...) und berät mich auch weiterhin.
Man bekommt beim Örtlichen Imkerverein auch jede Hilfe da die immer Froh sind wenn sich Nachwuchs interessiert zeigt.
Ich würde also empfehlen wenn man keinen bekannten hat, sich dort mal vorzustellen.
Die Ernte dieses Jahr von den zwei Völkern war mehr als ausreichend für uns.
Obwohl eines im Sommer ausgeschwärmt war.
Trotzdem kann ich noch nicht sagen wie gut meine Kenntnisse sind und ob ich die Völker durch die Jahre bringe. Das Bienensterben und die Varoamilbe sind schon ein Problem.

>Dein Hof sieht ja schon klasse aus nach 18 Monaten! Da sind wir noch weit entfernt von.

ich glaube wenn wir was richtig gemacht haben dann das wir einen Hof neueren Datums gekauft haben. Baujahr ist 57. Zuerst wollten wir auch ein "schnuckeliges" Fachwerkhaus haben und schön Renovieren.
Wenn ich mir aber anschaue wieviel Zeit und Geld Freunde von uns in die Renovierung ihrer Fachwerkhäuseser gesteckt haben bin ich froh das wir ein direkt bewohnbares Objekt gekauft haben uhd ich gleich mit dem Garten und Tieren beginnen konnte. Zugegeben ist natürlich ein Fachwerkhaus wenn es dann fertig ist schöner als unser "Einfachhaus". Aber halt auch letztendlich viel Teuerer.

Auch sind wir hier in einer "strukturschwachen" Region wo viele Objekte leerstehen und daher die Preise sehr günstig sind.
Da ich als Programierer Ortsunabhängig bin war mir das nur Recht.

Jede(r) ist herzlich eingeladen mal gucken zu kommen.

Es gibt bei uns in der gegend viele interessante günstige Häuser.


Grüße

Stefan



















Johannes

23.11.2006, 12:28

@ Powertiger

Re: Besuch ?


Als Antwort auf: Re: Wer von uns macht was ? von Powertiger am 23. November 2006 12:16:04:


><i> Jede(r) ist herzlich eingeladen mal gucken zu kommen.</i>




Hallo Stefan,

da ich gerade Urlaub habe, würde ich tatsächlich gern mal vorbeikommen.

Wann paßt es Euch denn am besten? Vielleicht hat ja sonst noch jemand Interesse an einem spontanen Treffen?

Gruß

Johannes


Powertiger

23.11.2006, 13:09

@ Johannes

Re: Besuch ?


Als Antwort auf: Re: Besuch ? von Johannes am 23. November 2006 12:28:31:


>><i> Jede(r) ist herzlich eingeladen mal gucken zu kommen.</i>
>
>Hallo Stefan,
>da ich gerade Urlaub habe, würde ich tatsächlich gern mal vorbeikommen.
>Wann paßt es Euch denn am besten? Vielleicht hat ja sonst noch jemand Interesse an einem spontanen Treffen?
>Gruß
>Johannes

Hallo Johnanes

Êigentlich passt es fast immer.
Das einzige was passieren kann ist, das Kathrin unser Baby überaschend früher bekommt.

Also melde dich ruhig mal telefonisch bei mir, dann können wir es genau absprechen.

Für ein größeres Treffen müste man halt mit den Übernachtungsmöglichkeiten schauen. Da wäre der Frühling eventuell geeigneter.
Aber auch da bin gesprächsbereit.

Ich habe auch Lust euch Foris kennenzulernen!

Grüße

stefan













Stephanie

11.01.2007, 10:27

@ Johannes

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Wer von uns macht was ? von Johannes am 08. November 2006 19:39:06:


Es ist sehr interessant, was andere Selbstversorger so machen. Da bin ich mit meinem Spleen nicht ganz allein.

Wir wohnen in einem frührerem Forstamt in einem Naturschutzgebiet

-Wir heizen / kochen ausschliesslich mit Holz von eigenem Grundstück/aus dem umgebenden Wald

-für Warmwasser haben wir eine Solaranlage auf dem Dach und denken für den Winter an einen Feststoffbrennkessel

-Im Wald gibt es vor allem eine unbegrenzte Menge Blaubeeren, Preiselbeeren, Walderdbeeren usw.

-wir haben mittlerweile eine gut sortierte selbergemachte Hausapotheke aus der Natur ( besonders empfehlenswert: Kohle aus Lindé oder Birke gegen Durchfall,auch zur Prophylaxe zu 1-5 % ins Hühnerfutter )

- Die ca. 250 qm Garten reichen zumindest für das Frischgemüse und einige Vorräte
- In unserer Gegend gibt es viele alte, ungenutzte Streuostgärten, wo man sich fast unbegrenzt wunderbare alte, ungedüngte, ungespritzte Apfelsorten holen kann: letztes Jahr haben wir ca 200 kg verarbeitet, da würden sich eigene Bäume kaum lohnen.

Es ist eine Schande, welch unvorstellbare Menge an Nahrungsmitteln hier jeden Herbst verfaulen, leider können wir nicht alles retten - geht es den Menschen noch zu gut?????????????

- Für die eigenen Eier sorgen 7 Welsumer Zwerghühner ( 950 g Huhn legen alle 2 Tage 50 Ei, sehr empfehlenswert ), wir werden die Hühnerhaltung noch ausbauen;

Mit unserer Getreidemühle könne wir aus Futterweizen (von der BayWa 11 Euro für 1 Zentner, ist genauso sauber wie Brotgetreide, nur die Körner sind unregelmässiger) alle Getreidproduchte selbst herstellen.
Wir schroten auch für die Hühner Ackerbohnen vom Biobauern als Sojaersatz mit Getreide und haben so sehr gutes und günstiges Hühnerfutter.

- geplant: der Kauf eines 1200 qm Gartengrundstücks in der Nähe und Kaninchenzucht zur Woll und Fleischversorgung

Mein Traum: Ziegen, evtl auch zwei Milchschafe (Problem: die müssen regelmässig gemolken werden, wer kann eine da mal vertreten; das muss ich erst klären)



Guerrero

11.01.2007, 19:14

@ Stephanie

Hühner.


Als Antwort auf: Re: Wer von uns macht was ? von Stephanie am 11. Januar 2007 10:27:




>- Für die eigenen Eier sorgen 7 Welsumer Zwerghühner ( 950 g Huhn legen alle 2 Tage 50 Ei, sehr empfehlenswert ), wir werden die Hühnerhaltung noch ausbauen;
------------------------------------------------------------------------------

Buenas noches.

Wieviele Eier legen die 7 Hühner pro Tag?
3 - 4 Eier? Je 50 gr schwer?

Was fütterst du den Hühnern?

Brüten die auch selbst Junge aus?

Deine Frage was macht jeder hier kommt immer wieder von Neulingen
und ist im Archiv zu finden.
Habe jetzt keine Zeit das zu suchen von mir oder neu zu schreiben...
Ich bitte um Verständnis...

Saludo
Guerrero




Kuddel

11.01.2007, 23:05

@ Stephanie

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Re: Wer von uns macht was ? von Stephanie am 11. Januar 2007 10:27:


Hallo Stephanie

wir halten einen Walliser Bock und 4 trächtige Geissen.
Macht echt Laune - wenn man die Umzäunung im Griff hat.
Auf dem Bild ist eine Walliser Schwarzhaalsziege, jedoch als Beispiel aus dem Netz, weil ich gerade am falschen PC sitze.
Das Forsthaus im Naturschutzgebiet hört sich klasse an. Wieviel Abstand habt ihr denn zum Wald? (wegen Insektengefahr)
In welcher Regio wohnt ihr?

Kuddel

<IMG src="http://fc1.parsimony.net/user492/schembachhof8_ziegen_gr.jpg" alt="http://fc1.parsimony.net/user492/schembachhof8_ziegen_gr.jpg[/link]


Holger73

12.01.2007, 09:50

@ Stephanie

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Re: Wer von uns macht was ? von Stephanie am 11. Januar 2007 10:27:


Hallo Stephanie,

schau mal ins Archiv rein. Da gabe es ungefähr Anfang Dezember schon mal eine solche Frage mit einer ganzen Menge Antworten und "Vorstellungen".

Holger



Stephanie

17.01.2007, 12:19

@ Kuddel

Re: Wer von uns macht was ?


Als Antwort auf: Re: Wer von uns macht was ? von Kuddel am 11. Januar 2007 23:05:38:


Hallo Kuddel,

wir wohnen in der Nähe von Erlangen: http://www.wildpferde-tennenlohe.de - wenn man die Karte vergrössert sieht man Turmberg 327 m, da wohnen wir, also wirklich im Wald, also das Forstamt steht auf einer parkähnlichen Lichtung. Im sommer gibt es je nach Witterung schon mal Mücken, aber wir haben Sandboden, also ist es meist zu trocken für eine richtige Mückenplage. Zum Glück haben wir eine eigene Wasserversorgung, sonst wäre das Bewässern im Sommer sehr teuer.
P.S. Die Wallieser Ziege ist toll - hätte ja sooo gerne auch welche, nur wer melkt sie, wenn ich mal weg muss? (habe das selbst schon als Kind auf einem Hof von Freunden gelernt)



Stephanie

17.01.2007, 13:58

@ Guerrero

Re: Hühner.


Als Antwort auf: Hühner. von Guerrero am 11. Januar 2007 19:14:03:




Hallo Guerrero,

ja, 3-4 Eier ist der Durchschnitt, im Sommer mehr, im Winter weniger. ( im 1. Legejahr). Es gibt wenige, aber gute Bruthennen - eine wollte bei mir wegen der Wärme im November brüten, das musste ich ihr leider ausreden. Einen Hahn bekommen sie sowieso erst im Frühling. Sehr brutlustige Rassen wie Seidenhühner können ein Problem sein, da man während der Brut keine Eier hat und eigentlich jede brütende Henne besondere Aufmerksamkeit braucht, am besten noch einen eigenen Brutstall.Ich füttere eine eigene Mischung aus: ganzem und geschrotetem Weizen, Maisschrot, Ackerbohnenschrot, etwas Ölsaat, z.B. eigene Sonnenblumenkerne oder Futterhanf oder ins Futter gerührtes Pflanzenöl, vor allem zur Mauser etwas Milchpulver, einen Mineral/Vitaminzusatz von der BayWa (ginge vielleicht auch ohne, will aber im Frühling Küken haben, da wäre ein Mangel für die Hennen fatal). Zerstossene Muscheln vom Ostseeurlaub für den Kalk und etwas zerstossene Holzkohle als Durchfallprophylaxe.
Ich kaufe Getreide und Futterbohnen zentnerweise vom Biobauern - und schrote alles selbt frisch etwa jeden 2. Tag. Futterweizen ist so sauber, dass man auch selbst Mehl davon mahlen kann. Die eigene Mischung ist erheblich günstiger als das Legekorn und ausserdem frei von Raubbausoja oder Palmöl
und ich weiss genau,was ich füttere.

Schöne Grüsse von Stephanie



Stephanie

17.01.2007, 14:00

@ Guerrero

Re: Hühner.


Als Antwort auf: Hühner. von Guerrero am 11. Januar 2007 19:14:03:



P.S. ich füttere dazu Grünfutter (im Winter Vogelmiere aus dem Frühbeet, etwasbWeizenkeime und manchmal Grünzeug aus der Supermarktgrüntonne - man glaubt gar nicht was alles weggeworfen wird)



Clemens(R)

19.04.2008, 20:32

@ Johannes

@Klara, @swidger und die anderen Neuen

Hallo an alle Neuen im Forum,

herzlich willkommen, und ich hoffe, Ihr fühlt Euch wohl hier.

Habt Ihr Lust, Euch kurz etwas vorstellen? Was macht Ihr, was wollt Ihr machen?

Viele Grüße

Clemens

---
Altes Brot ist nicht hart - kein Brot, das ist hart

Tawa(R)

20.04.2008, 14:07

@ Johannes

Tawa-Land 2008

Mahlzeit!

Ob´s Sinn macht, aus der Versenkung wieder aufzutauchen? Jedenfalls mag ich heute nichts von Arbeit hören, so daß ein wenig Zeit für ein paar Zeilen ist. :-D

Nach einem halben Jahr Vorbereitungszeit sind wir nun seit über neun Monate fest im neuen Domizil. Werde einfach mal die wichtigsten Aktivitäten der vergangenen Monate sowie der Umgebungsparameter beschreiben.

Gartentechnisch sieht es hier nicht sonderlich gut aus, da wir keine direkte Südlage für den Anbau von Pflanzen haben. Hohe Stallgebäude grenzen den Sonneneinfall doch erheblich ein.

Ferner müssen große Anstrengungen unternommen werden, nach und nach großflächig Humus auf den Boden zu bringen. Dazu haben wir die ersten provisorischen Hochbeetanlagen mit anfallendem "Abfall" befüllt. Nach dem Aufbringen einer kleinen Deckschicht werden dort erst einmal Kürbisse ausgebracht. Unseren Erfahrungen zufolge erfolgt die Umsetzung in Erdreich dann binnen Jahresfrist. Bisher sind etwa 15 Kubikmeter Material aufgesetzt - ein Bruchteil dessen, was wir benötigen.

Gepflanzt haben wir bisher eine Ligusterhecke zur Ablösung des "wunderschönen" Jägerzauns, bisher auf eine Länge von etwa 40 Metern. Ebenfalls auf der Wiese (Nord- und Straßenseite des Hauses) setzte ich einen Walnuß- und einen Maronenbaum. Diese kommen nun zum Altbestand an ausgewachsenen Kastanien und mickrigen Birken hinzu. In Seitenbereichen kam Haselnuß sowie schwarzer Holunder zu den bestehenden Koniferen und unseren mitgebrachten, unkaputtbaren, Himbeeren. Im künftigen Hühnerauslauf (ca. 300 qm im Eck zweier großer Stallgebäude) auf dem Innenhof stehen nun rund 15 Ableger von Sträuchern und Bäumen (z.B. Vogelbeere, Mehlbeere, Wildapfel, Felsenbirne, etc. pp.). Dazu kommen dann noch weitere Koniferen und Hecken. Gegenüberliegend unseres Stalles auf der Grundstücksaußenseite wurden nach niedermachen der dortigen Bäume (direkt aus Mauerwerk wachsend) die bestehenden Pflaumenbäume beschnitten und ca. 10 weitere Ableger (bis zwei Meter hoch) verpflanzt. Ansonsten geht es zunächst einmal darum, die diversen Grünbereiche für die verschiedenen Anforderungen zu kultivieren.

Im Tierbereich geht es ebenso schleppend einher. Nach dem Bau einer bald fünf Quadratmeter großen Einzelbucht für eine künftige Muttersau laufen dort derzeit fünf nimmersatte Läufer herum. Für Anfang Mai sind die nächsten sieben Schweinchen bestellt. Dafür arbeiten wir derzeit mit Hochdruck an der ersten der größeren Schweinebuchten. Diese bestehen jeweils aus dem Futterbereich, dem Schlafbereich sowie dem dazwischen verlaufenden Fahrweg und Güllebereich. Außerdem steht der Getreide- und Wasservorratsraum vor der Fertigstellung der ersten Ausbaustufe (halbhoch aufgemauert). Der Lagerraum für Kartoffeln, Rüben, etc. wird noch etwas länger auf sich warten lassen.

Die Schweineställe werden mit den künftigen Geflügelställen (geplant für Herbst/Winter 2008/09 ca. 1/3 des Hauptstallgebäudes ausmachen (ca. 200 qm). Das zweite Drittel ist reserviert für alle Heufresser. Die Umbauarbeiten hier sind bisher weitestgehend auf Aufräumarbeiten und provisorische Stallungen ausgerichtet. Hier sind derzeit auch nur zwei Kaninchen und unser trächtiges Highlandrind provisorisch untergebracht. Schafe müssen mangels Zaunmaterials noch ein bis zwei Jahre auf sich warten lassen. Im Obergeschoß sind die ersten Streu- und Heuvorräte eingelagert. Zur Stallwasserversorgung haben wir hier einen von zwei Tiefbrunnen gebohrt - die Förderung erfolgt parallel per Hauswasserwerk bzw. von Hand.

Im letzten Drittel des Hauptstallgebäudes arbeiten wir ebenfalls mit Hochdruck. Vergangenes Wochenende setzten wir die ersten sechs selbst gefertigten Fenster. An dieser Stelle sind noch gröbere Abbrucharbeiten, Betonierungsarbeiten und der Neuaufbau der Zwischendecke, des oberen Fachwerks sowie des Dachstuhles nötig. Sollte bis zum Herbst abgeschlossen sein, so daß wir im Winter an die Einrichtung dieses Bereiches zur Fahrzeugschlosserei herangehen können.

Dem Hauptstallgebäude vorgelagert ist ein ca. 20 qm großer Vorbau, in welchem auch in diesem Jahr mit dem Ausbau eines kleinen Schlachthauses begonnen werden soll.

Die große Scheune wird derzeit nur als LKW-Garage genutzt. Bisher haben wir etwa 20 cbm Bauschutt abgefahren - weitestgehend an die Bauern zu Auffüllzwecken. Ein Ende des Bauschuttes ist auf Jahre hinaus nicht abzusehen.

Das zentrale Nebengebäude wird vielfältig genutzt: Zehn Räume als Werkstatt, Lagerräume für Garten, Geräte, Öl, Müll, Baumaterial, etc. Zusätzlich noch zwei Garagen.

Im Haus sind die weitestgehenden Arbeiten erfolgt - hier sieht man bisher auch am wenigsten davon!

Im Strombereich ist bisher nur ein Bruchteil neu verkabelt - in manchen Bereichen existiert überhaupt kein Strom mehr, in anderen Hausbereichen fahren wir z.Zt. noch parallel mit alter und neuer Stromanlage.

Im Fenster-Tür-Bereich haben wir bisher 11 Fenster und eine Terrassentüre erneuert (knapp 1/4 aller erforderlichen Fenster). Innenmauern und Fachwerk sind gefallen, wurden versetzt bzw. erneuert. Die fünf Kamine wurden saniert. Derzeit heizen wir mit Holz, Öl und Gas.

30 cbm Keller sind ausgeschachtet, das Fundament in diesem Bereich saniert und eine Kellerdecke - höher gesetzt - komplett neu eingezogen. Das alte zugeschüttete Gewölbe wurde zuvor entfernt. Hier im neu geschaffenen Keller befindet sich jetzt auch der zweite Tiefbrunnen zur Brauchwasserversorgung des Hauses. Bis zum Sommer soll die Anlage teilweise in Betrieb gehen. Auch hier gilt die doppelte Bedienung: Hauswasserwerk und Doppelkolbenhandpumpe. Ferner ist - zumindest gedanklich - der evtl. Einsatz eines Wärmetauschers zwischen den beiden Brunnen geplant.

Im Bereich der Einliegerwohnung ist ein weiterer Zwischendeckenabriß fortgeschritten - auch hier muß eine neue Decke (Holzbalkendecke) eingezogen werden. Dazu muß noch ein Treppenhaus und eine tragende Zwischenwand weichen. Natürlich erst nach dem Setzen eines neuen Fundamentes und der Errichtung einer neuen Wand. Die Einliegerwohnung soll im Jahre 2009 fertiggestellt und bezogen werden.

Auch das Haupttreppenhaus sowie der Eingangsbereich werden verlegt und zentralisiert im mittleren Teil des Hauses neu errichtet. Dies verschafft uns vor allem eine Einsparung der Energiekosten, aber auch einen Platzgewinn. Der zweite Hauseingang ist - wie an anderer Stelle bereits erwähnt - einer Terrassentüre gewichen.

Kleinere Maßnahmen wie Außendämmung, neue Fußböden oder Ähnliches habe ich nicht extra aufgeführt, da dies wohl eh selbstverständlich ist.

Abschließend ist zu sagen, daß wir in der vergangenen Bauphase viele Fehler machten - im Gegenzug bautechnisch natürlich auch viel hinzugelernt haben. Sicherlich geht es schleppend voran - Nebenkosten wie auch Lebensmittelpreise sind ja beträchtlich gestiegen. In Anbetracht der Umstände sowie teurer Baumaßnahmen möchte ich jedoch behaupten, daß es hätte schlimmer kommen können. Die Entscheidung, das in letzten Jahren Erprobte zu erweitern, war völlig richtig. Sicherlich ist es in Anbetracht der Kosten nicht leicht... doch hoffen wir, das Gröbste bis in etwa zwei Jahren überstanden zu haben.

Gruß
Tawa

19267 Postings in 3073 Threads, 335 registrierte User, 28 User online (0 reg., 28 Gäste)
Autarkes Leben / Selbstversorgung | Kontakt




RSS Feed
powered by my little forum