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Autarkes Leben / Selbstversorgung


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TigerAuge

12.11.2006, 01:38
 

@ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?) (Erfahrungsberichte)

Aloha

Schön und gut was da ALLES gemacht wird und so...
"Wer hat was und Wer kann was und Wer vielleicht und Wer wann...etc."!
Bitte ohne Wertung!

Ich meine, dass da sehr viele brauchbare "Anregungen" für das Wiki vorhanden wären.
Gibt es d a s noch?


Mich beschäftigt bei diesem Thema folgendes:
Einige sind dabei "Etwas" aufzubauen.
Einige haben wohl ihr Ziel erreicht.
Einige "suchen" noch...etc.!

Was ich in den Beiträgen bisher suchte war, was ist mit den Menschen,
die wir "versorgen" sollten/müssen?
- Unsere Eltern, Großeltern, Freunde...
- Kranke in unserer Nähe...
- Kranke in unserer Familie...

Klar, dass wir bei diesem Thema erstmal an das Denken was Wir haben und
können. Daher erlaube ich es mir, den Bogen etwas weiter zu spannen.

-Was ist mit den Menschen, die auf ärztliche Hilfe "laufend" angewiesen sind?
-Wie gehen wir damit um?
-Was ist unser Ziel?

All dies erscheint mir wichtiger zu sein *sorry*, als zu erfahren was
X kann und hat, und Y braucht und dafür Z vielleicht hat?


Helga hat da etwas gepostet, was ich sehr *grübelhaft* finde:
[/link]wenn du wüßtest, wie ich die Zukunft sehe, würdest du dich auch vorbereiten/vorsorgen und dann wenn du alles kannst und hast was du brauchst, fünfe gerade sein lassen und die restliche angenehme Zeit genießen.
>Übrigens autarke Stromversorgung ist nie für mich ein Thema gewesen. Eher, wie man ohne Strom, Gas und Öl klar kommen kann."

Hmm...
Wie sehen wir "unsere" Zukunft?
(ohne hier ein ProphForum aufzumachen!)!!

Was ist mit der inneren "Harmonie"?
Mit der inneren "Einstellung"?
Mit der inneren "Vorbereitung"?


Hierzu:
""wer kann sowas durchziehen, werden jetzt einige fragen.
richtig. wenige.
doch jeder sollte das tun was ihm möglich ist.
und da kann dieses forum hoffentlich helfen, durch gute
ratschläge.
jedoch das wichtigste.
bereitet euch bewusst auf eine harte, schwere zeit vor,
psychisch,und körperlich,
damit ihr nicht völlig überrascht und unfähig seid,
diese schwere zeit zu "überstehen".
fangt an jetzt schon auf möglichst viele dinge zu verzichten oder sie
abzubauen, die es dann nicht mehr gibt.
fernsehen. rauchen. alkohol. fleischspeisen. medikamente.
kaffee.
saludos
guerrero""


Von Herzen
TigerAuge

Michael

12.11.2006, 11:14

@ TigerAuge

Re: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?)


Als Antwort auf: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?) von TigerAuge am 12. November 2006 01:38:27:


Hallo @tigerauge, @alle,
da sprichst Du einige wesentliche Aspekte an, die oftmals gerne übersehen werden und dann, wenn man damit konfrontiert wird, den Traum vom autarken Leben meist wie eine Seifenblase platzen lassen.

Um direkt auf den Punkt zu kommen: So ein Selbstversorgervorhaben alleine zu stemmen, ist mittel- oder gar langfristig nicht möglich. Das liegt einfach daran, daß wir als Menschen begrenzt sind, in unserem Wissen, in unseren Fähigkeiten, in unserer Kraft und letztendlich auch darin, daß der Tag nur 24 Stunden hat. Unter diesen Voraussetzungen ist Selbstversorgung nur sehr begrenzt und unter unverhältnismäßigem Aufwand von Kraft möglich. Vielleicht hält man das in *guten Zeiten* eine Weile durch, doch irgendwann einmal gehen die Kräfte zuneige und dann war es das. In *schlechten Zeiten* indessen sind die Überlebenschancen unter diesen Voraussetzungen nahezu gleich Null.

So gesehen ist der Mensch auch gar nicht dazu bestimmt, sich alleine durchzuschlagen und solange es Menschen gibt, fanden und finden sich diese mindestens zu kleinen Gruppen zusammen, in denen die Arbeiten so verteilt sind, daß die Gemeinschaft als solche nachhaltig existieren kann. Man sagt ja gerne, daß es die Intelligenz war, welche als evolutionärer Vorteil das Überleben der Menschheit gesichert hat, was zum Teil auch richtig ist. Wesentlich indessen ist die sogenannte *soziale Intelligenz*, die den Menschen dazu befähigt, dauerhaft mit anderen Menschen zusammenzuleben, ohne daß man sich auf Dauer die Köpfe einschlägt.

Im Idealfall wäre ein autarkes Leben innerhalb einer arbeitsteiligen Gemeinschaft, in welcher alle Aufgabengebiete abgedeckt sind und die zudem über genug bebaubares Land verfügt, durchaus möglich. Doch auch hier gibt es wieder ein "aber", denn ein solcher *Ausbruch* wird von der Gesellschaft nicht toleriert und es ist dann auch nur eine Frage der Zeit, bis eine solche funktionierende Gemeinschaft, im schlimmsten Falle sogar mit Gewalt, zerschlagen wird. Abgesehen davon halten Staat und Gesellschaft auf weiterhin immer schön die Hand auf - soll heißen, sie wollen Geld in Form von Steuern, Abgaben usw. Also muß man dann doch wieder Arbeitskraft außerhalb der Gemeinschaft investieren, um diese Abgaben bezahlen zu können. Diese Arbeitskraft fehlt dann freilich wieder, was ebenfalls zu berücksichtigen ist.

Die Folge aus dem ist, daß konventionelle Modelle, wie sie in Aussteigerkreisen immer wieder diskutiert werden, nicht mehr funktionieren. Das soll indessen nicht bedeuten, daß Selbstversorgung gänzlich unmöglich ist. Es bedarf allerdings einer gewissen Gewitztheit, um sich um die gesteckten (engen) gesellschaftlichen Grenzen *herumzumogeln*. Hier müssen unkonventionelle Modelle her.

Das Wissen allein, was zu tun ist, wenn es die *Vorzüge* unserer *Zivilisation* einmal nicht mehr gibt, halte ich für unzureichend. Der Königsweg wäre doch, wenn man es schafft, den sogenannten *Vorzügen* unserer Zivilisation zu entsagen und zudem auch noch die Lebensqualität zu steigern. Das soll allerdings nicht bedeuten, daß man die technischen Errungenschaften und Helferlein nun verteufelt, um quasi wieder ein Höhlendasein zu fristen, sondern daß man sich ernsthaft Gedanken macht, was davon sinnvoll ist und was nicht und, wie man sich diese sinnvollen technischen Helfer auch in Zeiten der Not erhält. Auch da gibt es eine ganze Reihe interessanter Lösungsansätze.


LG

Michael



beowulf

12.11.2006, 11:46

@ TigerAuge

Es ruft nach einer neuen Art zu leben !


Als Antwort auf: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?) von TigerAuge am 12. November 2006 01:38:27:


Hallo Ihr,
schön daß dieses Thema Selbstversorgung ist möglich in Eurem Forum so eine Diskussion auslöst. Wir sind der Auffassung, daß Selbstversorgung möglich ist, wenn es in einer Gemeinschaft also Dorfgemeinschaft auf einem gepachteten Land in der Größe von 35 Hektar für 120 Personen in etwa 35 Häusern geschieht.
Jeder macht was ihm liegt.
Der eine schmiedet, einige andere weben und spinnen. Das gemeinsam gepachtete Feld wird in Parzellen aufgeteilt.
Die sanitären Einrichtungen bestehen aus Komposttoiletten.
Ansonsten das volle Programm. Biogasanlage, Tiefengeothermie mit verbundener Hypocaustheizung mit integriertem Wärmetauscher im Sommer zur Netzeinspeisung,
Gemeinschaft, Stichwort Tauschring, eigene Währung mit Gold und Silberdeckung, dadurch jederzeit kompatibel mit der Außenwährung,( im übrigen wertbeständiger, da sie nicht der Inflation unterliegt)
eigenes Gesundheitszentrum
durch mehrere Ärzte die mit in die Gemeinschaft kommen, Naturheilverfahren, sanfte Therapie, ursächliche Krankheitsbehandlung steht im Vordergrund,

Stichwort Altersvorsorge
10 % des Wirkens wird durch einen Umrechnungskurs in Geldwert in eine Dachstiftung übertragen ( befindet sich bereits in Gründung )
diese steht für Altersvorsorge und Krankenversicherung auch wichtige Absicherungen wie Haftplicht Unfall Berufsunfähigkeit als Kollektivversicherung ein. Hier ist Mitteleinwerbung gefragt, ( findet bereits statt)
Für den Anschluß an die Moderne gibt es ein Haupthaus wo Internet, etc vorhanden ist. Hier ist Sogwirkung entscheidend.
Es gäbe noch so viel mehr zu schreiben. Das Konzept ist von Anfang bis Ende durchdacht. Fragt nur , ich gebe Euch den derzeitigen Stand unseres Projektes gerne weiter.

Grüße Wolfram








Guerrero

12.11.2006, 12:06

@ TigerAuge

Innere und Äußere Vorbereitung.


Als Antwort auf: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?) von TigerAuge am 12. November 2006 01:38:27:



Buen domingo `mano.

Warum nehmen einige Menschen an,
daß es eine „Schwere Zeit“ geben wird,
in der unser jetziger Wohlstand und unsere heutige materielle Sicherheit
nicht mehr existieren wird?

Einige erkennen, daß wir unsere Erde (Natur) zerstören,
indem wir sie brutal ausbeuten, missbrauchen, vergiften.
Sie erkennen, daß wir von der Natur abhängen (leben) und
die Folgen der Zerstörung des natürlichen Gleichgewichtes
der Natur schlimmste Folgen für uns Menschen haben wird.

Die Folgen werden immer sichtbarer und es ist nicht zu erwarten,
daß der Mensch im Allgemeinen (die Menschheit) ihre selbstsüchtige
Ausplünderung der Erde beendet um zu einem „Gleichberechtigten Miteinander“
von Mensch und Natur zu kommen.

Negative Handlungen erzeugt negative Folgen.
Was wir säen das ernten wir.

Wer sagt uns, welche Handlungen negativ sind?
Gehe ich dieser Frage auf den Grund, so komme ich zum Thema „Gott“.
Ein anderer kommt auf „Gesetze der Natur“, wobei für mich dann die Frage erscheint, wer hat die Gesetze der Natur, die Gesetze unserer Zeit-Raum-Realität geschaffen.

Um zu erkennen, welche Handlungen negativ sind, brauchen wir nur die entsprechenden Folgen zu betrachten. Wenn z.B. Machthunger und Herrschsucht zu Kriegen führt, dann wissen wir, dass das Streben nach Macht über andere Menschen und Völker, das Herrschen wollen über Andere, negativ ist.
Man kann aber auch über Aussagen von „Großen Menschen“ erfahren, was negativ ist und was positiv.
Mir persönlich haben die Worte und Taten Jesus von Nazareth aus dem NT geholfen
zu erkennen, welche Eigenschaften und Handlungen positiv und negativ sind.

Da mir schon länger bewusst ist, dass eine “Schwere Zeit“ auf uns zukommt, bereite ich mich seit Jahren darauf vor. Äußerlich und innerlich.
Innerlich in der Hinsicht, daß ich erkenne, warum dies alles so geschehen wird
und deshalb auch akzeptiere. (Denn es ist Not – Wendig, um die Not zu wenden.)
Daß ich erkenne, was auf uns zu kommt (die Schwere der Geschehen).
Daß mir bewusst ist, dass alle Vorbereitungen nicht garantieren, dass ich
überlebe oder ohne größere Schwierigkeiten davonkomme.
Daß ich innerlich so gefestigt bin, daß mich möglichst nichts „umwerfen“ kann.
Das geht soweit, dass ich keinerlei Angst vor der Zukunft habe, so schlimm sie auch sein könnte,
dass ich auch keine Furcht vor dem Tod habe, falls dies die Folge sein sollte.
Diese innerliche Vorbereitung hat nicht wenige Jahre gedauert und ging nur über
Fragen zum Sinn unseres Lebens. Über Fragen vom „Woher und Wohin“ des Menschen.

Die äußere Vorbereitung ist bald abgeschlossen.
Wobei es mir primär darum ging, für möglichst viele Menschen vorzusorgen.

Saludo
Guerrero








beowulf

12.11.2006, 18:56

@ Michael

Re: @ll-- Selbstversorgung als Totale Autarkie ist möglich


Als Antwort auf: Re: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?) von Michael am 12. November 2006 11:14:10:


Hallo Michael,

schön, daß Du es ansprichst. Wir sind dabei genau so ein Dorf zu gründen. dabei sind wir alle Überlegungen, die du angestellt hast auch durchgegangen. Und noch viel mehr, wie z.B.
-Altersvorsorge
-Überleben, Leben, Erleben, Lebensstandard
-Arbeitsteilung
-Energie, Heizung, Wärme, Wasser
-Form des Zusammenlebens, Urdemokratie nach Muster von Alexander dem Großen
-Kompatibilität nach außen, Finanzamt, Staat
-Gesundheit, Vorsorge
-Absicherung
-Alternativ-Währung
-Tauschgeschäft als Subsistenzwirtschaft
-Studium aller Selbstversorgerbücher z. B. von John Seymour
-Religion
-Verhältnis zur Verwandtschaft
-Tod, Erben und Vererben
-Rechtliche Absicherung
-Würde

und vieles mehr..

Es wird funktionieren. Eine neue Art zu leben ist geboren. Sie heißt ..Midgard

Wolfram



>Hallo @tigerauge, @alle,
>da sprichst Du einige wesentliche Aspekte an, die oftmals gerne übersehen werden und dann, wenn man damit konfrontiert wird, den Traum vom autarken Leben meist wie eine Seifenblase platzen lassen.
>Um direkt auf den Punkt zu kommen: So ein Selbstversorgervorhaben alleine zu stemmen, ist mittel- oder gar langfristig nicht möglich. Das liegt einfach daran, daß wir als Menschen begrenzt sind, in unserem Wissen, in unseren Fähigkeiten, in unserer Kraft und letztendlich auch darin, daß der Tag nur 24 Stunden hat. Unter diesen Voraussetzungen ist Selbstversorgung nur sehr begrenzt und unter unverhältnismäßigem Aufwand von Kraft möglich. Vielleicht hält man das in *guten Zeiten* eine Weile durch, doch irgendwann einmal gehen die Kräfte zuneige und dann war es das. In *schlechten Zeiten* indessen sind die Überlebenschancen unter diesen Voraussetzungen nahezu gleich Null.
>So gesehen ist der Mensch auch gar nicht dazu bestimmt, sich alleine durchzuschlagen und solange es Menschen gibt, fanden und finden sich diese mindestens zu kleinen Gruppen zusammen, in denen die Arbeiten so verteilt sind, daß die Gemeinschaft als solche nachhaltig existieren kann. Man sagt ja gerne, daß es die Intelligenz war, welche als evolutionärer Vorteil das Überleben der Menschheit gesichert hat, was zum Teil auch richtig ist. Wesentlich indessen ist die sogenannte *soziale Intelligenz*, die den Menschen dazu befähigt, dauerhaft mit anderen Menschen zusammenzuleben, ohne daß man sich auf Dauer die Köpfe einschlägt.
>Im Idealfall wäre ein autarkes Leben innerhalb einer arbeitsteiligen Gemeinschaft, in welcher alle Aufgabengebiete abgedeckt sind und die zudem über genug bebaubares Land verfügt, durchaus möglich. Doch auch hier gibt es wieder ein "aber", denn ein solcher *Ausbruch* wird von der Gesellschaft nicht toleriert und es ist dann auch nur eine Frage der Zeit, bis eine solche funktionierende Gemeinschaft, im schlimmsten Falle sogar mit Gewalt, zerschlagen wird. Abgesehen davon halten Staat und Gesellschaft auf weiterhin immer schön die Hand auf - soll heißen, sie wollen Geld in Form von Steuern, Abgaben usw. Also muß man dann doch wieder Arbeitskraft außerhalb der Gemeinschaft investieren, um diese Abgaben bezahlen zu können. Diese Arbeitskraft fehlt dann freilich wieder, was ebenfalls zu berücksichtigen ist.
>Die Folge aus dem ist, daß konventionelle Modelle, wie sie in Aussteigerkreisen immer wieder diskutiert werden, nicht mehr funktionieren. Das soll indessen nicht bedeuten, daß Selbstversorgung gänzlich unmöglich ist. Es bedarf allerdings einer gewissen Gewitztheit, um sich um die gesteckten (engen) gesellschaftlichen Grenzen *herumzumogeln*. Hier müssen unkonventionelle Modelle her.
>Das Wissen allein, was zu tun ist, wenn es die *Vorzüge* unserer *Zivilisation* einmal nicht mehr gibt, halte ich für unzureichend. Der Königsweg wäre doch, wenn man es schafft, den sogenannten *Vorzügen* unserer Zivilisation zu entsagen und zudem auch noch die Lebensqualität zu steigern. Das soll allerdings nicht bedeuten, daß man die technischen Errungenschaften und Helferlein nun verteufelt, um quasi wieder ein Höhlendasein zu fristen, sondern daß man sich ernsthaft Gedanken macht, was davon sinnvoll ist und was nicht und, wie man sich diese sinnvollen technischen Helfer auch in Zeiten der Not erhält. Auch da gibt es eine ganze Reihe interessanter Lösungsansätze.
>
>LG
>Michael



Tahca Ushte

12.11.2006, 21:57

@ TigerAuge

Re: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?)


Als Antwort auf: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?) von TigerAuge am 12. November 2006 01:38:27:


Hallo TigerAuge

Du sprichst mal ganz locker das Hauptproblem an.

Weißt, ich habe absichtlich auf den Beitrag von Johannes nicht geantwortet, Was soll ich sagen, was sich mache und was ich kann? Mit Selbstversorgung hat das nichts zu tun, oder doch? Irgendwo doch, aber nicht im Sinne des Forums. Ich mache mit 120kg Bankdrücken. Wen interessiert es? Keinen. Das ist doch auch „Selbst“versorgung für mich körperlich selbst zu sorgen. Ich schwimme 80 Bahnen im Schwimmbad. Wen interessiert meine „Vorsorge“ auf körperlichem Gebiet. Doch niemand. Ich kann mit Werkzeug ein Haus bauen, ohne Scheiß. Ich kann das. Interessiert auch niemanden. Ich arbeite wie ein Ochse, 12-14 Stunden am Tag, jedoch nicht im eigentlichen Sinne des Forums. Völlig irrelevant. (Übrigens quäle ich mir zeitlich diesen Beitrag auch ab, denn mein Wecker schalt um 4:15) Ich habe dieses Jahr lediglich ein paar Karotten, Zwiebeln, Schnittlauch und andere Gewürze angebaut. Damit kann ich nicht glänzen. Gib mir aber eine Kenne oder Hammer in die Hand und ich zeige Euch was. Ich arbeite hauptberuflich in der abstrusen Welt und arbeite noch in einem Nebenjob. Sich versorgen, weniger sich „selbst“versorgen, im Sinne des Forums. Oder doch? Wo wird die Messlatte gesetzt was man unter „Selbst“versorgung versteht?

Wo Du jedoch jenes anspricht, hast Du auch mich angesprochen:

>Was ich in den Beiträgen bisher suchte war, was ist mit den Menschen,
> die wir "versorgen" sollten/müssen?
> - Unsere Eltern, Großeltern, Freunde...
> - Kranke in unserer Nähe...
> - Kranke in unserer Familie...

Das kommt zum Kern! Inwieweit kann ich meine Fähigkeiten für andere nutzen? Sind sie offen dafür meine „Stärken“ anzunehmen? Riesiges Problem, sei es bei Partnerin oder dem Rest der Familie. Was sind Freunde? Leute, die meine Stärken nutzen, aber selbst nicht bereit sind zu geben? Oder sind Freunde, die sich gegenseitig helfen, bestärken, Mut und Kraft geben, ganz selbstlos?!

>-Was ist mit den Menschen, die auf ärztliche Hilfe "laufend" angewiesen sind?
> -Wie gehen wir damit um?
> -Was ist unser Ziel?

Eine Freundin von mir ist auf ärztliche Hilfe und deren Medikamenten angewiesen. Es gibt KEINE Ersatzstoffe in der Natur. Wie man damit umgeht... das ist eines der Hauptprobleme, denn eine Lösung gibt es bei der Selbstversorgung nicht, völlig ausgeschlossen. Da stößt das „System“ der Selbstversorgung an ihre Grenzen, oder überschreitet diese. System „Darwin“? Wer wirft den ersten Stein? Ich kann nicht von mir ausgehen. Wenn ich will, kann ich 1 Morgan Land bestellen, wenn ich genug Zeit hätte. Ich kann es vom Wissen und Können und Möglichkeiten her, habe es in der Vergangenheit schon gemacht und bin erfahrender, schlauer und stärker als jemals zuvor. Ich bin stark, gesund und wissend. Was hilft das meiner Freundin? Nichts. Sie wird ohne Medikamente sterben, ob morgen oder übermorgen. Spielt jetzt keine Rolle. Ich kann noch so stark sein, ich kann noch so viel wissen und können, ich kann ihr nicht helfen, wenn es hart auf hart geht, wenn es darauf ankommt. Sag, wie geht man damit um, oder gehört das nicht zur „Selbst“versorgung? „Selbst“... passt so schön. Das ist der Punkt, den ich aus Deinem Ansatz heraus lese.

>Was ist mit der inneren "Harmonie"?
> Mit der inneren "Einstellung"?
>Mit der inneren "Vorbereitung"?

Harmonie ist so lange harmonisch, wie das Umfeld und die Gegebenheiten harmonisch sind. In einem KZ war/ist es nicht harmonisch. Da kann man den besten „Draht“ haben, Nur als Beispiel. Die Umstände müssen stimmen, sonst geht alles über die Wupper, auch die besten Vorsätze.

Schwieriges Thema. Aber lasse Dich nicht von meinen Zeilen irritieren, der Ansatz passt. Ich kämpfe und arbeite für mich. Wenn ich anderen auch damit helfen kann, tue ich es! Wenn das nicht reicht, soll es so sein. Dann werde ich nichts daran ändern können.

Liebe Grüße
T.U.



AlexP

12.11.2006, 22:48

@ Tahca Ushte

Medikamente und 100% Selbstversorgung


Als Antwort auf: Re: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?) von Tahca Ushte am 12. November 2006 21:57:20:


<i>Eine Freundin von mir ist auf ärztliche Hilfe und deren Medikamenten angewiesen. Es gibt KEINE Ersatzstoffe in der Natur.</i>

Im Prinzip könnte man fast alle Medikamente mit einem relativ kleinen Labor aus einfachen Grundstoffen herstellen. Das ist weniger ein Problem des Schwierigkeitsgrades als die von Patenten und Herstellungs-Zeit. Wenn man einen Herzinfarkt hat und erst Lyse/PTCA herstellen muss hat man verloren.

Bleiben die echten Herausforderungen wie Organtransplantation und andere schwierige Operationen. Aber langfristig bin ich davon überzeugt, dass das auch geht, wenn man die nötigen Roboter sowieso im Haushalt hat.

Am Ende braucht man nur ein einziges Gerät um zu 100% ein Selbstversorger auch der kompliziertesten Dinge zu sein:

<A href="http://en.wikipedia.org/wiki/Santa_Claus_machine" target="_top[/link]http://en.wikipedia.org/wiki/Santa_Claus_machine</A>
<A href="http://en.wikipedia.org/wiki/Post_scarcity" target="_top[/link]http://en.wikipedia.org/wiki/Post_scarcity</A>

Das ist zwar etwas anderes als das klassische Selbstversorgerbild aber in meinen Augen die einzig mögliche Lösung. Mit so einer Lösung braucht man ein 1000 m² Grundstück nicht mehr verlassen.

cu AlexP






Johannes

13.11.2006, 00:03

@ TigerAuge

Re: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?)


Als Antwort auf: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?) von TigerAuge am 12. November 2006 01:38:27:


Hallo Tigerauge,

ich habe Deinen Beitrag mal in einen extra Thread gestellt, damit er genügend auffällt.

><i> Schön und gut was da ALLES gemacht wird und so...
> "Wer hat was und Wer kann was und Wer vielleicht und Wer wann...etc."!
> ...
> Mich beschäftigt bei diesem Thema folgendes:
> Einige sind dabei "Etwas" aufzubauen.
> Einige haben wohl ihr Ziel erreicht.
> Einige "suchen" noch...etc.!
> Was ich in den Beiträgen bisher suchte war, was ist mit den Menschen,
> die wir "versorgen" sollten/müssen?
> ...</i>

Das sehr SEHR wichtige Fragen. Aber, auch wenn Du es nicht so sagst, es klingt ein wenig so, als gäbe es wichtigeres, als sich selbst versorgen zu können. Aber das kann ich so nicht sehen, beide Themen sind wichtig.

"Selbstversorgung" gibt es aus verschiedenen Gründen. Wenn Du Dir die Antworten unten durchliest, dann hast Du überwiegend den Punkt, daß es Spaß macht, daß selbst angebautes Obst/Gemüse gesünder ist, aber auch, daß dieser Lebensstil dauerhafter ist. Andere Menschen jagen dem Geld und dem Erfolg nach, während der durchschnittliche Fori eher mit weniger zufrieden ist.

Ich möchte an dieser Stelle keinen Roman über Gründe für Selbstversorgung schreiben, sondern fasse es nur pauschal zusammen. Selbstversorgung (und sei es auch nur teilweise bzw. die generelle Fähigkeit dazu) ist ein Lebensstil, bei dem man von der Wirtschaftslage nicht mehr so abhängig ist. Sprich, es wird einem leichter fallen, mit Arbeitslosigkeit zurechtzukommen, und auch die weiter steigenden Heizkosten werden die meisten von uns nicht in den Ruin treiben. Abgesehen von der Freude, Dinge selbst tun zu können, sind wir auch dauerhaft (mehr oder weniger) selbstversorgt - und haben genau dadurch schon eine bessere Basis, sich um die Dinge zu kümmern, die Du angesprochen hast.

Für mich stellt sich also nicht die Frage, welches Thema (Selbstversorgung oder soziales Handeln) wichtiger ist, sondern "Selbstversorgung" ist in gewissem Sinne auch ein "Beruf". Und wenn wir nicht gerade von Sozialhilfe leben wollen oder müssen, dann ist eine Arbeit, die uns ernährt, wichtig. Wenn wir die nicht hätten, müßten sich andere um uns kümmern - so können wir anderen helfen.

><i>- Unsere Eltern, Großeltern, Freunde...
>- Kranke in unserer Nähe...
>- Kranke in unserer Familie...</i>

Für uns in der Familie war es normal, daß niemand ins Alters- oder Pflegeheim kommt. Als meine Oma starb, lebte der Opa noch einige Jahre bei uns, und für meinen Bruder und mich (wir waren damals noch in der Schule) war es keine Frage, daß wir dafür auf unser eigenes Zimmer verzichten. Es war nicht immer leicht, aber es war gut und richtig.

Mein Vater starb vor drei Jahren, er hatte zum Schluß Pflegestufe 3, war aber bis auf Krankenhausaufenthalte zu Hause. Die Pflege zu Hause, die zunächst hauptsächlich meine Mutter übernommen hatte, war später nur noch mit ein bis zwei Hilfen möglich. Die Pflegeversicherung zahlt das nicht (bzw. nur einen winzigen Teil), wir konnten das aber zum Glück privat organisieren (Bekanntenkreis, Zeittauschring, ...).

Wie ich das gleiche schaffen soll, was meine Mutter damals geleistet hat - ich weiß es, ehrlich gesagt, noch nicht. Aber ich glaube, daß die Kraft und die Mögliochkeiten dann da sein werden. Jedenfalls habe ich es vor.

><i> All dies erscheint mir wichtiger zu sein *sorry*, als zu erfahren was
> X kann und hat, und Y braucht und dafür Z vielleicht hat?</i>

Okay, Du magst das als wichtiger sehen. Für mich sind das einfach zwei Bereiche, die beide wichtig sind und von denen der eine den anderen nicht ersetzt. Umgekehr gedacht: Wenn Du Dich mit anderen darüber austauschst, wie man mit Pflege, Krankheit und Tod zurecht kommt, dann ersetzt das nicht das Brot, das wir verdienen müssen. Und bei "Selbstversorgung" geht es um eine (mehr oder weniger ausgeprägte) Alternative, seine Grundversorgung zu decken.

><i> Helga hat da etwas gepostet, was ich sehr *grübelhaft* finde:
>> wenn du wüßtest, wie ich die Zukunft sehe, würdest du dich auch
>> vorbereiten/vorsorgen und dann wenn du alles kannst und hast was du
>> brauchst, fünfe gerade sein lassen und die restliche angenehme Zeit
>> genießen.</i>

So grübelhaft finde ich das gar nicht. Hast Du den Stromausfall letzte Woche beachtet? Nach einer nach ersten Meldungen rätselhaften Störung im deutschen Netz fiel der Strom sogar in einigen Vororten von Paris bzw. in Italien und Spanien aus. Und das in der Nacht von Samstag auf Sonntag, ohne Wetterextreme oder besonders großen oder schwankenden Stromverbrauch. Sabotage (was mir denkbar erscheint) oder marodes Netz? Egal wie - ich reche damit, daß diese Situationen zunehmen werden, und wenn das in der Woche passiert, dann liegt die Wirtschaft lahm und Du kannst weder tanken noch im Supermarkt bezahlen. Wann beginnt unser System zu kippen? Ab wann ist unser Lebensstandard in Deutschland ernsthaft gefährdet? Und was ist dann die Alternative? Dann sind Fähigkeiten gefragt, wie sie T. U. hat oder wie sie andere hier versuchen zu erlernen und umzusetzen (ich erst in relativ bescheidenem Maß).

><i> Was ist mit der inneren "Harmonie"?
> Mit der inneren "Einstellung"?
> Mit der inneren "Vorbereitung"?</i>

Die ist bei mir gegeben, mein Weg hat mich in eine lebendige Kirche geführt. Das ist etwas, was durch meine lange Zeit in den Foren eigentlich jeder von mir weiß, aber was ich in der Regel doch eher direkt bespreche. Denn ein Wettstreit im Forum, wer nun den besseren Weg gefunden hat, der gefällt mir nicht so (aber Dein Punkt ist wichtig - jeder sollte sich darüber Gedanken machen).

>><i> fangt an jetzt schon auf möglichst viele dinge zu verzichten oder sie
>> abzubauen, die es dann nicht mehr gibt.
>> fernsehen. rauchen. alkohol. fleischspeisen. medikamente.
>> kaffee. </i>

Bei Medikamten könnte es (je nach Krankheit) schwierig werden, ansonsten stimme ich voll zu. Naja, beim Kaffee nur mit Einschränkung ;-)

Gruß

Johannes


Ruhrgebietler

13.11.2006, 07:43

@ TigerAuge

Re: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?)


Als Antwort auf: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?) von TigerAuge am 12. November 2006 01:38:27:



>Helga hat da etwas gepostet, was ich sehr *grübelhaft* finde:
>[/link]wenn du wüßtest, wie ich die Zukunft sehe, würdest du dich auch vorbereiten/vorsorgen und dann wenn du alles kannst und hast was du brauchst, fünfe gerade sein lassen und die restliche angenehme Zeit genießen.
>>Übrigens autarke Stromversorgung ist nie für mich ein Thema gewesen. Eher, wie man ohne Strom, Gas und Öl klar kommen kann."

Helga hat es aus meiner Sicht gut erkannt! Niemand weiß, ob er jemals an seinem JETZIGE ORT bleiben kann/wird! Was hilft es also volle Speicher zu haben! Der einzige volle speicher sollte unser Kopf sein - mit Ideen und Wissen! Mit Gebet und Gottvertrauen erledigt sich der Rest fast von alleine! Körperliche Disposition vorausgesetzt.
Medikamente wird es keine geben außer jenen, die sich durch Kräuter aus der Natur herstellen lassen. Ich gehen auch davon aus, daß es keine chemische Industrie mehr geben wird. D.h. auch keine Pharmaindustrie in derzeit bekannten Stil.
Also genieße Deine Zeit - in Gebet und Arbeit


volker

13.11.2006, 09:11

@ Tahca Ushte

Re: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?)


Als Antwort auf: Re: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?) von Tahca Ushte am 12. November 2006 21:57:20:


dem ist nicht mehr allzuviel hinzuzufügen
auch wenn es es eigentlich dem forumsthema wiederspricht

ich bin deshalb teilautark
weil ich zu hause bin und die zeit hab
weil ich kein geld ausgeben will/kann für handwerker
weil die qualität der kaufnahrung bescheiden ist
weil ich mich nicht zu sehr abhängig machen will von anderen bzw. der gesellschaft
etc. - also weil ich muß

ich würde lieber eine sache/arbeit richtig machen, die mir freude und erfüllung bringt und alles andere kaufen
arbeitsteilung ist nicht umsonst entstanden, den jeder ist sicher mit anderen talenten geboren
ich bin zwar nicht mozart, aber ich nehm mal an, der hätte einen äußerst bescheidenen selbstversorger abgegeben

volker



Tahca Ushte

13.11.2006, 11:05

@ volker

Re: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?)


Als Antwort auf: Re: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?) von volker am 13. November 2006 09:11:


>dem ist nicht mehr allzuviel hinzuzufügen
>auch wenn es es eigentlich dem forumsthema wiederspricht
>ich bin deshalb teilautark
>weil ich zu hause bin und die zeit hab
>weil ich kein geld ausgeben will/kann für handwerker
>weil die qualität der kaufnahrung bescheiden ist
>weil ich mich nicht zu sehr abhängig machen will von anderen bzw. der gesellschaft
>etc. - also weil ich muß
>ich würde lieber eine sache/arbeit richtig machen, die mir freude und erfüllung bringt und alles andere kaufen
>arbeitsteilung ist nicht umsonst entstanden, den jeder ist sicher mit anderen talenten geboren
>ich bin zwar nicht mozart, aber ich nehm mal an, der hätte einen äußerst bescheidenen selbstversorger abgegeben

Hallo Volker

So ist es! Bei mir ist es genau anders herum. Ich muss "Geld" verdienen
und habe glücklicher Weise die Möglichkeit dazu. Deshalb habe ich für
Garten und Selbstversorgung nicht mehr wirklich Zeit, oder ich müsste
Flutlichtmasten installieren:-)

Du bist recht ehrlich bei Deiner Antwort. Wenn ich nicht mehr die Chance
auf dem Arbeitsmarkt hätte, oder eine Durststrecke überstehen müsste,
dann würde ich auch den Spaten rausholen und den Rasen umgraben.

Das Stichwort "Arbeitsteilung" ist gut! Nicht jeder kann alles.

LG
T.U.


Ismael

13.11.2006, 21:26

@ TigerAuge

Re: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?)


Als Antwort auf: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?) von TigerAuge am 12. November 2006 01:38:27:


>Aloha
>Schön und gut was da ALLES gemacht wird und so...
>"Wer hat was und Wer kann was und Wer vielleicht und Wer wann...etc."!
>Bitte ohne Wertung!
>Ich meine, dass da sehr viele brauchbare "Anregungen" für das Wiki vorhanden wären.
>Gibt es d a s noch?
>
>Mich beschäftigt bei diesem Thema folgendes:
>Einige sind dabei "Etwas" aufzubauen.
>Einige haben wohl ihr Ziel erreicht.
>Einige "suchen" noch...etc.!
>Was ich in den Beiträgen bisher suchte war, was ist mit den Menschen,
>die wir "versorgen" sollten/müssen?
>- Unsere Eltern, Großeltern, Freunde...
>- Kranke in unserer Nähe...
>- Kranke in unserer Familie...
>Klar, dass wir bei diesem Thema erstmal an das Denken was Wir haben und
>können. Daher erlaube ich es mir, den Bogen etwas weiter zu spannen.
>-Was ist mit den Menschen, die auf ärztliche Hilfe "laufend" angewiesen sind?
>-Wie gehen wir damit um?
>-Was ist unser Ziel?
>All dies erscheint mir wichtiger zu sein *sorry*, als zu erfahren was
>X kann und hat, und Y braucht und dafür Z vielleicht hat?
>
>Helga hat da etwas gepostet, was ich sehr *grübelhaft* finde:
>[/link]wenn du wüßtest, wie ich die Zukunft sehe, würdest du dich auch vorbereiten/vorsorgen und dann wenn du alles kannst und hast was du brauchst, fünfe gerade sein lassen und die restliche angenehme Zeit genießen.
>>Übrigens autarke Stromversorgung ist nie für mich ein Thema gewesen. Eher, wie man ohne Strom, Gas und Öl klar kommen kann."
>Hmm...
>Wie sehen wir "unsere" Zukunft?
>(ohne hier ein ProphForum aufzumachen!)!!
>Was ist mit der inneren "Harmonie"?
>Mit der inneren "Einstellung"?
>Mit der inneren "Vorbereitung"?
>
>Hierzu:
>""wer kann sowas durchziehen, werden jetzt einige fragen.
>richtig. wenige.
>doch jeder sollte das tun was ihm möglich ist.
>und da kann dieses forum hoffentlich helfen, durch gute
>ratschläge.
>jedoch das wichtigste.
>bereitet euch bewusst auf eine harte, schwere zeit vor,
>psychisch,und körperlich,
>damit ihr nicht völlig überrascht und unfähig seid,
>diese schwere zeit zu "überstehen".
>fangt an jetzt schon auf möglichst viele dinge zu verzichten oder sie
>abzubauen, die es dann nicht mehr gibt.
>fernsehen. rauchen. alkohol. fleischspeisen. medikamente.
>kaffee.
>saludos
>guerrero""
>
>Von Herzen
>TigerAuge


Hallo TigerAuge,

es reicht nicht zu behaupten man wolle nicht werten. Mir scheint du vermutest daß eine adäquate innere Einstellung an körperlicher Arbeit ernsthaften schaden nehmen würde. Johannes hat gefragt, was Leute die hier im Forum aktiv sind tatsächlich in punkto Selbstversorgung unternehmen. Das Spektrum der Aktivitäten scheint mir dabei recht breit zu sein und umfasst Einzelkämpfer, ebenso wie Projekte die ein ganzes Dorf umfassen. Häuserbau, Land- und Forstwirtschaft, Energieversorgung, alternative Medizin usw.

Ich werde das Gefühl nicht los, daß ein Mangel an geistiger Reife hier im Forum allenthalben befürchtet wird. Man sollte seine Mitmenschen jedoch nicht unterschätzen! Ich erachte es nicht für notwendig ungefragt auch noch mein Innerstes nach außen zu kehren, wenn mich jemand nach meinen Aktivitäten fragt. Eher betrachte ich es als eine Zumutung, wenn mir auf eine einfache Frage hin gleich noch mein Seelenheil verkündet wird! Meine innere Harmonie wird nur dadurch gestört, daß sich allenthalben jemand berufen fühlt, mir innere Disharmonie zu attestieren!

Ob nun Verheerungen befürchtet werden oder selbstgeerntetes Gemüse schlicht bevorzugt wird ist den Karotten ziemlich egal. Es soll sogar Gemüse geben, welches auch bei Subjekten mit zweifelhafter innerer Einstellung gedeiht! Ganz und garnichts hat physische Selbstversorgung mit dem Thema zu tun, wie man mit Kranken und Versehrten umzugehen gedenkt, mal abgesehen davon, daß Medizin oder der behindertengerechte Umbau eines Hauses z.B. hier durchaus ein Thema wären!
Allenthalben werden ja auch Beiträge zum Thema Medizin gepostet. Der Umgang mit Alten, Kranken und sonstwie Bedürftigen ist jedoch ein gesellschaftliches Thema! Im Badezimmerselbstbauforum mögen Behindertengerechte umbauten eine Rolle spielen. Glaubst Du dort würde jemand die innere Einstellung hinterfragen?

Man kann durchaus mal auch die geistigen Komponenten von Selbstversorgung hinterfragen, aber dann doch in einem eigenen Thread. Das dieß einer ist, ist ja wohl eher Johannes' verdienst und so nicht von Dir geplant.

Ich vermute mal keine böse Absicht, aber Du unterstellst denen, die über ihre physischen Aktivitäten berichtet haben schlich grobes Klotztum! Mahner im Sturm sollen sich aber besser mit den 'Wachturm' in der Hand in die Fußgängerzone begeben! Ich persönlich bin mir meiner Verantwortung für diejenigen die meine Hilfe brauchen durchaus bewußt. Ich muß das nicht nach jedem Hammerschlag extra betonen! Letztlich ist den Hilfsbedürftigen durch ein warmes Plätzchen am Ofen mehr gedient als durch einen evangelischen Leidenshund der 'Du' sagen kann!

Im Prinzip war es nicht nötig, daß Johannes in die Runde gefragt hat, da wohl ein großer Teil der Foris durchaus im Bilde darüber ist, wer zu welchem Thema besonders bewandert ist. Trotzdem ist es wichtig, ab und an mal etwas in den Ring zu werfen, sonst schläft das Forum ein oder verliert sich in Unwichtigem. Es wird ja allenthalben etwas gemacht und so bietet sich die Gelegenheit die Fortschritte oder auch Rückschläge mal zu posten. Kaum jemand wird nach getaner arbeit seinen Erfolg oder Mißerfolg postwendend ins Forum tragen. Ab und zu mal nachgefragt mag man sich auch selbst mal umsehen um zu schauen, was in der letzten Zeit so gewesen ist. Daraufhin gleich die abkehr von weltlichen Belangen anzumahnen halte ich für verfehlt! Dafür sollte man einen eigenen Thread eröffnen. Interesse besteht ja durchaus an diesem Thema, aber es ist eben nicht das "wirklich wichtige" Thema, sondern schlicht "ein" wichtiges Thema!

Ismael


Gänseblümchen

13.11.2006, 21:39

@ Ismael

Re: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?)


Als Antwort auf: Re: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?) von Ismael am 13. November 2006 21:26:35:


Hallo,

>Im Badezimmerselbstbauforum mögen Behindertengerechte umbauten eine Rolle spielen. Glaubst Du dort würde jemand die innere Einstellung hinterfragen?

hmm...Die innerliche Einstellung sollte vor allem eine pragmatische sein.

<A href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pragmatisch" target="_top[/link]http://de.wikipedia.org/wiki/Pragmatisch</A>

oder ganz kurz erklärt:
<A href="http://www.socioweb.de/lexikon/lex_geb/begriffe/pragmati.htm" target="_top[/link]http://www.socioweb.de/lexikon/lex_geb/begriffe/pragmati.htm</A>

MfG
Gänseblümchen


Johannes

13.11.2006, 22:17

@ Ismael

Warum ich wissen wollte, wer was macht


Als Antwort auf: Re: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?) von Ismael am 13. November 2006 21:26:35:


><i> Im Prinzip war es nicht nötig, daß Johannes in die Runde gefragt hat, da
> wohl ein großer Teil der Foris durchaus im Bilde darüber ist, wer zu welchem
> Thema besonders bewandert ist. Trotzdem ist es wichtig, ab und an mal etwas
> in den Ring zu werfen, sonst schläft das Forum ein oder verliert sich in
> Unwichtigem. </i>




Hallo Ismael,

yep, auch das ist richtig. Ansonsten sehe ich die Beiträge, die kamen, als Ermutigung <u>für alle</u> an (und genau das wollte ich damit erreichen): Manch einer sieht, was andere alles machen, und wird ermutigt, dass das erreichbar ist. Und ein anderer, der an seine Grenzen gekommen ist, der sieht, dass er sich nicht zu schämen braucht, denn kaum jemand hier ist ein Alleskönner. Es geht nicht darum, etwas bestimmtes erreichen zu sollen, sondern es geht darum, Hilfe und Ermutigung zu bekommen für das, was man als wichtig ansieht.

Gruß

Johannes




P.S.: Du kommst doch ab und zu in der Republik rum. Wenn Du wieder im Raum Frankfurt/Main bist, dann melde Dich ruhig mal, hier treffen sich immer noch ein paar Foris.


Jörg

14.11.2006, 22:08

@ beowulf

Re: Wo denn bitte


Als Antwort auf: Es ruft nach einer neuen Art zu leben ! von beowulf am 12. November 2006 11:46:


Hallo Wolfram ! Interesante Sache die du da schilderst ...wo findet das denn statt?
Grüße Jörg



TigerAuge

19.11.2006, 20:05

@ TigerAuge

Antworten und Fragen


Als Antwort auf: @ll + ein bescheidener Beitrag (Was ist wirklich wichtig ?) von TigerAuge am 12. November 2006 01:38:27:


!!!
Bevor in meine Beiträge Vermutungen, Unterstellungen und mehr hineininterpretiert werden, wäre ein kurzes Hinterfragen wohl besser.
Ein bescheidener Vorschlag.




Aloha

Was mir auffällt ist, dass ausschließlich Männer geantwortet haben.
Offensichtlich haben Frauen keine Probleme mit den Themen (innere und soziale Vorbereitung etc.).
An was mag das liegen? Dies aber nur am Rande.

Aus dem Thema "Wer von uns macht was?" wurde wohl "Komplette Selbstversorgung ist möglich"? Dem Letzteren habe ich meinen bescheidenen Beitrag gewidmet.
Größtenteils kamen sehr interessante Antworten. Auf einige davon möchte ich kurz eingehen.


Dass selbst angebautes Obst/Gemüse gesünder ist, als die Produkte aus dem Supermarkt, ist bekannt.
Selbstversorgung besteht aber nicht n u r aus anpflanzen, hegen, pflegen und ernten. Dazu gehört wohl auch Wohnen, Gebrauchsgegenstände, Kleidung, Energie, Lebensführung, Umweltschutz, Survival, Kochen, Einmachen und Vieles mehr.

Die Frage: "Was ist wirklich wichtig?", stellt(e) sich mir nicht.
Der Punkt "Vorbereitung/Soziales" ist m i r halt wichtiger, als zu wissen was Herr Mustermann anbaut und hat.
Was Frau Mustermann allerdings anpflanzt, welche Erfahrungen sie dabei gemacht hat, ist für mich hingegen durchaus wichtig.
Lediglich meine bescheidene Meinung.
"Vorbereitung/Soziales" ist ein Punkt, der zur Selbstversorgung gehört.
Für mich!

Zu den "Ermutigungen für alle" gehört aber auch, dass die andere Seite der Medaille gezeigt wird. Und zwar die Seite, die von Entbehrungen, Rück- und Fehlschlägen etc. berichtet. Es gehört auch dazu, dass man keine "Seifenblasen" entstehen lässt, die dann platzen.
So geschehen bei zwei Foris, die noch vor gut einem halben Jahr hier mitgeschrieben haben und deren "Aufwachen" ich wohl kenne.

In die Selbstversorgung zu gehen, egal ob nun teilweise oder ganz, hat mit harter Arbeit zu tun und weniger mit Spaß. Sicher gibt es Momente, in denen man "Freude" in sich fühlt und spürt. Wohl eher seltner?!
@Johannes ich hoffe, dass das jetzt klarer geworden ist.


@Ruhrgebietler
Deinen Beitrag verstehe ich insofern nicht ganz, als Du schreibst, es gäbe wichtigeres als volle Speicher zu haben. Vielleicht kannst/magst Du dies näher erläutern?
Und was nützt mir ein Kopf voller Wissen und Ideen? Theorie schön und gut, aber erst durch die Praxis lernen wir doch.
Learning by doing… **der Begriff wurde von Baden-Powell geprägt**
…oder?


@beowulf
Ihr habt da ja ein ganz großes Projekt vor. Wünsche Euch, dass es gelingen mag.
Welche "Staatsform" nehmt ihr? Du hast mal kurz etwas von "Alexander den Großen" erwähnt, so ich nicht irre.
Könntest Du mir dazu mehr schreiben? Das interessiert mich.


@Tahca Ushte
Ich spreche mal ganz locker (warum sollte ich mich auch verspannen... :-) folgendes an:
Du musst Dir doch "keinen abquälen" und Du "glänzt" durch Dich und Dein *Dasein*…*fg*
Ich habe das Gefühl, dass wir uns kennen. Kann das sein? Nicht persönlich, aber…*nachdenk*.
Mal egal.

Die Messlatte hinsichtlich SelbstVersorgung setzt jeder für sich. Mal mehr und mal weniger.
Egal. Wichtig ist das Überhaupt!

Soll ich Dir wirklich erklären, was Freunde sind? Ich denke nicht! Oder?

Was Deine Freundin betrifft. Da kommt bei mir von Dir so ein Ohnmachtsgefühl an. Ich habe derlei Gefühle auch schon durchlebt und möchte sie nicht missen!
Näher möchte ich darauf nicht eingehen – nicht im Forum!

Deine Zeilen haben mich sehr wohl etwas irritiert. Und was ist mit dem "der Ansatz" passt?
Und weiter...? *g*

Du bringst ein sehr drastisches Beispiel mit dem KZ.
Bist Du sicher, dass in derlei "Orten" keine "Harmonie" war oder ist?
Wobei für mich HARMONIE in mir *abläuft* und wohl auch etwas mit "stabil" und…
Wahrlich - kein lockeres Thema mehr!

Google mal nach: *Kunst im KZ*
Sind nicht in den Bildern, Theaterstücken, Komödien (!), Musik…etc.
…auch "Harmonien" enthalten?


**Zur Erniedrigung der Angeklagten und Belustigung des SS-Personals mussten sich alle zur Hinrichtung Bestimmten zuvor völlig entkleiden und nackt zum Galgen gehen. Der Lagerarzt beobachtete die Szene und berichtete später, Bonhoeffer habe völlig ruhig und gesammelt gewirkt, sich von allen Mithäftlingen verabschiedet und ein kurzes Gebet gesprochen.
Dietrich Bonhoeffer wurde in der Morgendämmerung des 9. April 1945 erhängt.

<A href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_Bonhoeffer" target="_top[/link]http://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_Bonhoeffer</A>



Lest Alles und behaltet das BESTE…

Von Herzen
TigerAuge




TigerAuge

19.11.2006, 20:51

@ Guerrero

Innere und Äußere Vorbereitung.


Als Antwort auf: Innere und Äußere Vorbereitung. von Guerrero am 12. November 2006 12:06:23:


Aloha ;)

Querido amigo,

gracias por tu contribucio´n.
Parece que eres uno de los pocos
que entienden de lo que se trada.
Te abraza
Tigres oder so *g*




Inge

20.11.2006, 10:17

@ TigerAuge

Re: Antworten und Fragen


Als Antwort auf: Antworten und Fragen von TigerAuge am 19. November 2006 20:05:51:


<i>Was mir auffällt ist, dass ausschließlich Männer geantwortet haben.
Offensichtlich haben Frauen keine Probleme mit den Themen (innere und soziale Vorbereitung etc.).
An was mag das liegen? </i>


Guten Morgen,
bei <i>mir</i> lag's am chronischen Zeitmangel und einer ziemlichen Erschöpfung in den letzten Wochen (hat weniger mit der Selbstversorgung zu tun, sondern mehr mit dem Kampf gegen den behördlichen Reglementierungswahn der heutigen Zeit....).
Für mich selbst kann ich es mir zur Zeit nicht vorstellen, in einer größeren Gemeinschaft zu leben. Ich bin einfach nur froh, dass das Zusammenleben in unserem kleinen Rahmen gut gelingt, und dass sich hier eine tiefe Zufriedenheit mit dem Leben eingestellt hat.
Ich kann auch nicht glauben, dass es funktioniert, schwer behinderte und pflegebedürftige Menschen in eine solche Gemeinschaft <u>auf Dauer</u> aufzunehmen (ich gehe hier von Menschen aus, die 24 Stunden am Tag Hilfe benötigen). In dieser Richtung bin ich sehr skeptisch - muss wohl an meinen langjährigen Erfahrungen mit meiner Herkunftsfamilie und diversen Institutionen liegen :-/
Um's kurz zu machen: Selbstversorgung ist für mich derzeit wirklich nur die Versorgung von unserer Kleinfamilie mit selbst erzeugten Lebensmitteln, so weit dies mit unseren Fähigekiten möglich ist. Alleine dieser Teilbereich der Selbstversorgung erfordert unsere ganze Kraft - was in den nächsten Jahren wird... abwarten...
Grüße
Inge




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