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Gänseblümchen

16.10.2007, 16:35
 

Walnuß- und Haselnußschwemme (Lagerung)

Hallo,

nachdem uns unser Walnußbaum und unsere Haselsträucher schier mit Nüssen erschossen haben (soviel hingen noch niemals dran bzw. lagen drunter; bin mal gespannt, wie denn diesmal der Winter wird), weiß ich nicht mehr, wohin damit, was die richtige Lagerung betrifft.
Ins Kühle damit oder ins Warme? In Körben oder in Dosen, in einen alten Bettbezug und aufgehängt? Oder geknackt und eingefroren (bin ich nicht so der Fan und will die Truhe sowieso jetzt bald wieder abschalten) oder gar eingeweckt???
Sie lagen bereits ca. 14 Tage...3 Wochen ausgebreitet im Warmen zum Trocknen.
Ich will sie auch alle selber behalten, weil ich sie vielseitigst verwende.

MfG
Gänseblümchen

Michael

16.10.2007, 17:23

@ Gänseblümchen

Re: Walnuß- und Haselnußschwemme


Als Antwort auf: Walnuß- und Haselnußschwemme von Gänseblümchen am 16. Oktober 2007 16:35:41:


>Hallo,
>nachdem uns unser Walnußbaum und unsere Haselsträucher schier mit Nüssen erschossen haben (soviel hingen noch niemals dran bzw. lagen drunter; bin mal gespannt, wie denn diesmal der Winter wird), weiß ich nicht mehr, wohin damit, was die richtige Lagerung betrifft.
>Ins Kühle damit oder ins Warme? In Körben oder in Dosen, in einen alten Bettbezug und aufgehängt? Oder geknackt und eingefroren (bin ich nicht so der Fan und will die Truhe sowieso jetzt bald wieder abschalten) oder gar eingeweckt???
>Sie lagen bereits ca. 14 Tage...3 Wochen ausgebreitet im Warmen zum Trocknen.
>Ich will sie auch alle selber behalten, weil ich sie vielseitigst verwende.
>MfG
>Gänseblümchen

Hallo Gänseblümchen,
die Walnußernte in diesem Jahr war wirklich nicht schlecht gewesen. Da habe ich auch gut und gerne noch einmal einen Zentner Nüsse geerntet.

Bei Walnüssen ist es wichtig, daß man die sofort und schnellstmöglich trocknet, weil die sonst schnell anfangen zu schimmeln. Die Ernte vom letzten Jahr habe ich danach kühl und dunkel (aber trocken) gelagert und die Nüsse sind immer noch "wie neu". Im Grunde reicht das, um die Nüsse ewig zu lagern, denn die halten sich so lange, wie der Kern selber noch lebt und das kann lange sein.

Wenn die Walnüsse mal zu trocken geworden sind, gibt es einen Trick, diese wieder frisch zu machen: Man legt die Nüsse, die man essen möchte über Nacht in Wasser und sie sind dann wieder so, als wären sie frisch gepflückt. Allerdings sollte man sie dann auch schnellstmöglich essen, weil sie nach diese Behandlung sofort zum Keimen neigen.

Zu Haselnüssen kann ich leider nicht so viel sagen, doch ich vermute, daß es sich bei ihnen recht ähnlich verhält.


LG

Michael


Bederich

16.10.2007, 17:39

@ Gänseblümchen

Re: Walnuß- und Haselnußschwemme


Als Antwort auf: Walnuß- und Haselnußschwemme von Gänseblümchen am 16. Oktober 2007 16:35:41:


http://www.bilder-hochladen.net/files/wsf-f.jpg" alt="Bilder Upload


Hallo,
unsere Nussernte haben wir auf dem mit Papier abgedeckten Hallenboden getrocknet und dann in Pappkartons gefüllt, die von Zeit zu Zeit geöffnet und kräftig durchgerüttelt werden.

<i>bin mal gespannt, wie denn diesmal der Winter wird</i>
HJH und Astradamus sind sich einig: Kalt!

Schönen Gruß
Bederich



Gänseblümchen

16.10.2007, 18:12

@ Bederich

Re: Walnuß- und Haselnußschwemme


Als Antwort auf: Re: Walnuß- und Haselnußschwemme von Bederich am 16. Oktober 2007 17:39:42:


Hallo Bederich,

bist Du etxra knipsen gegangen? Das ist nett;-)

>unsere Nussernte haben wir auf dem mit Papier abgedeckten Hallenboden getrocknet und dann in Pappkartons gefüllt, die von Zeit zu Zeit geöffnet und kräftig durchgerüttelt werden.

Ihr macht die Kartons zu!? Ist aber ne gute Idee mit den Kartons. Stehen die Kartons kalt? Wie oft rüttelt Ihr die Kartons durch?

><i>bin mal gespannt, wie denn diesmal der Winter wird</i>
>HJH und Astradamus sind sich einig: Kalt!

Hab ich letzten Herbst angesichts der vielen Pilze auch gedacht:-)

MfG
Gänseblümchen


Gänseblümchen

16.10.2007, 18:15

@ Michael

Re: Walnuß- und Haselnußschwemme


Als Antwort auf: Re: Walnuß- und Haselnußschwemme von Michael am 16. Oktober 2007 17:23:43:


Hallo Michael,

>Die Ernte vom letzten Jahr habe ich danach kühl und dunkel (aber trocken) gelagert und die Nüsse sind immer noch "wie neu".

Welche Behälter hast Du genommen?

MfG
Gänseblümchen


Michael

16.10.2007, 18:30

@ Gänseblümchen

Re: Walnuß- und Haselnußschwemme


Als Antwort auf: Re: Walnuß- und Haselnußschwemme von Gänseblümchen am 16. Oktober 2007 18:15:59:


>Hallo Michael,
>>Die Ernte vom letzten Jahr habe ich danach kühl und dunkel (aber trocken) gelagert und die Nüsse sind immer noch "wie neu".
>Welche Behälter hast Du genommen?
>MfG
>Gänseblümchen

Hallo Gänseblümchen,
ich habe mir im letzten Jahr eine Reihe von Obststiegen besorgt. Die eignen sich recht gut, weil da von allen Seiten Luft an das Lagergut kommt (wegen Schimmel usw.)


LG

Michael


Bederich

16.10.2007, 20:12

@ Gänseblümchen

Re: Walnuß- und Haselnußschwemme


Als Antwort auf: Re: Walnuß- und Haselnußschwemme von Gänseblümchen am 16. Oktober 2007 18:12:23:


Hallo,
die Kartons machen wir zu. Die Deckel lassen wir jeweils an den Enden überschlagen. Also ganz dicht ist das nicht. Gerüttelt wird alle 4 bis 5 Tage. In der Halle ist es trocken und kühl, im Winter zwischen 4°C und 15°C.
Pappe wie auch Holz puffern Luftfeuchtigkeit und Temperatur.

Schönen Gruß
Bederich



Helene

17.10.2007, 09:41

@ Gänseblümchen

Re: Walnuß- und Haselnußschwemme


Als Antwort auf: Walnuß- und Haselnußschwemme von Gänseblümchen am 16. Oktober 2007 16:35:41:


Hallo, Gänseblümchen!

Das Wichtigste bei Walnüssen ist, sie gut zu trocknen, bevor man sie einlagert. Wir verwenden noch Nüsse vom vorletzten Jahr, und die sind einwandfrei. Lagerung: in Körben im Keller, im Winter 10° im Sommer 20°, Luftfeuchtigkeit bei 60%.

lG Helene

>Hallo,
>nachdem uns unser Walnußbaum und unsere Haselsträucher schier mit Nüssen erschossen haben (soviel hingen noch niemals dran bzw. lagen drunter; bin mal gespannt, wie denn diesmal der Winter wird), weiß ich nicht mehr, wohin damit, was die richtige Lagerung betrifft.
>Ins Kühle damit oder ins Warme? In Körben oder in Dosen, in einen alten Bettbezug und aufgehängt? Oder geknackt und eingefroren (bin ich nicht so der Fan und will die Truhe sowieso jetzt bald wieder abschalten) oder gar eingeweckt???
>Sie lagen bereits ca. 14 Tage...3 Wochen ausgebreitet im Warmen zum Trocknen.
>Ich will sie auch alle selber behalten, weil ich sie vielseitigst verwende.
>MfG
>Gänseblümchen



Gänseblümchen

17.10.2007, 10:53

@ Helene

Re: Walnuß- und Haselnußschwemme


Als Antwort auf: Re: Walnuß- und Haselnußschwemme von Helene am 17. Oktober 2007 09:41:17:


Hallo Helene,

>Das Wichtigste bei Walnüssen ist, sie gut zu trocknen, bevor man sie einlagert.

Ca. 3 Wochen ausgebreitet im Warmen dürften doch ausgereicht haben, oder?

>Wir verwenden noch Nüsse vom vorletzten Jahr, und die sind einwandfrei.

Mit den alten habe ich auch gute Erfahrungen gemacht. Die waren noch okay bis auf ein paar, die Insekten zum Opfer gefallen sind; offenbar nehmen Lebensmittelmotten die gerne zum Brüten:-(. Nur standen eben bisher die Körbchen nebenbei mit irgendwo in der Küche oder so. Und diesmal bei den Massen will ich sie gern richtig lagern.

@all
Danke für alle Hinweise.


Wurdarborn

18.10.2007, 11:38

@ Gänseblümchen

Re: Walnuß- und Haselnußschwemme


Als Antwort auf: Walnuß- und Haselnußschwemme von Gänseblümchen am 16. Oktober 2007 16:35:41:


Hallo!

Werde gerade etwas neidisch wenn ich das mit der Walnußschwemme lese, habe hier noch keine bewußt gesehen und der Blick auf die Verbreitungskarte sagt ebenfalls aus, das die erst südlich vom Osnabrücker Land vorkommen. Schade!
Wünsche aber dennoch viel Freude an den Nüssen.

Grüße

Wurdarborn



P.S.: Falls jemand was anderes über meine Region in Bezug auf Walnüsse weiß, bitte melden!



Wurdarborns Netzseite

Bederich

18.10.2007, 15:04

@ Wurdarborn

Re: Walnuß- und Haselnußschwemme


Als Antwort auf: Re: Walnuß- und Haselnußschwemme von Wurdarborn am 18. Oktober 2007 11:38:


[link=http://www.bilder-hochladen.net/files/wsf-g-jpg.html]http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/wsf-g.jpg" border=0>

Hallo Wurdarborn,
also 1° 20’ nördlich von Osnabrück wachsen die prächtig. Und das nicht erst seit kurzer Zeit.
Die Eichhörnchen verstecken die Nüsse als Vorrat. Und die, die sie nicht wieder finden wachsen dann zu neuen Bäumen heran, so man sie lässt.

Schönen Gruß
Bederich



Jochen

19.10.2007, 16:06

@ Gänseblümchen

..und jetzt ich noch


Als Antwort auf: Walnuß- und Haselnußschwemme von Gänseblümchen am 16. Oktober 2007 16:35:41:



Ich bab noch Walnüsse von vor 3 oder 4 Jahren. Damals hatten wir über 70 kg in der Wildnis zusammengesammelt. Sehr zum Erstaunen der Mitbürger, die ihre Hunde ausführten und sich wunderten. Schließlich gab es so was doch ausgepuhlt im Laden. Getrocknet wurden die in diesen ganz flachen Kartons, in denen man manchmal zerlegte Möbel bekommt. Kann man Ober- und Unterteil verwenden. Nach ein paar Wochen Trocknung in ungeheiztem Raum haben wir die in Zwiebelnetze (Kartoffelnetze gehen bestimmt auch) umgefüllt und auf dem Boden an die Balken gehängt. Da hängen sie heute noch und werden wechselweise entleert und neu aufgefüllt.

Bei kleineren Mengen kann man sie auch gleich in die Netze tun und z.B. im Heizungsraum trocknen. Muss man dann immer mal durchknuddeln, damit sie sich duchmischen. Das macht aber dann immer Dreck, weil Krümel abrieseln :-)

BTW: Alterungserscheinungen im Geschmack sind bisher nicht festzustellen. Die Befüchtung, sie würden ranzig werden, ist nicht eingetroffen.

LG Jochen


Gänseblümchen

19.10.2007, 19:46

@ Jochen

Re: ..und jetzt ich noch


Als Antwort auf: ..und jetzt ich noch von Jochen am 19. Oktober 2007 16:06:31:


Hallo Jochen,

gibt´s Dich auch noch? :-)

>Sehr zum Erstaunen der Mitbürger, die ihre Hunde ausführten und sich wunderten. Schließlich gab es so was doch ausgepuhlt im Laden.

Ja:-)
Manche gucken, als sei man asoz...:-))).

>haben wir die in Zwiebelnetze (Kartoffelnetze gehen bestimmt auch) umgefüllt und auf dem Boden an die Balken gehängt.

Das ist <i>die </i> Idee! Gefällt mir noch besser als mit den Kartons.

>BTW: Alterungserscheinungen im Geschmack sind bisher nicht festzustellen. Die Befüchtung, sie würden ranzig werden, ist nicht eingetroffen.

Kann ich von den Vorjahresnüssen bestätigen (die älteren sind wirklich mal alle geworden). Ranzig werden sie erst, wenn sie aus der Schale sind.

MfG
Gänseblümchen



Jochen

19.10.2007, 20:24

@ Gänseblümchen

asozial und kein Problem damit


Als Antwort auf: Re: ..und jetzt ich noch von Gänseblümchen am 19. Oktober 2007 19:46:17:


>Manche gucken, als sei man asoz...:-))).

Ich prahle schon seit Längerem damit, asozial zu sein und begründe damit meinen Widerwillen vor Familienfeiern (...und jetzt kommt unser Jubilar mal hier zu uns auf die Bühne und singt uns ein lustiges Lied und wir alle schunkeln mit...)und anderem mehr oder weniger kulturellen Pflichtprogrammen.

Zitat Wikipedia: „Asozial“ bezeichnet an sich ein von der geforderten oder anerkannten gesellschaftlichen Norm abweichendes Individual-Verhalten (...)

Prima, hab ich keine Not damit. Wenn die anderen Polonaise tanzen, geh ich Nüsse sammeln. Wenn das Publikum mit weinselig geröteten Bäckchen "an Hallemarsch" trötet, denk ich an den Wortsinn vom Hallimasch und hau ab in'n Wald.

So verschieden sind die Menschen :-)

LG der asoziale Jochen


Hallimasch

Gänseblümchen

19.10.2007, 21:12

@ Jochen

Re: asozial und kein Problem damit


Als Antwort auf: asozial und kein Problem damit von Jochen am 19. Oktober 2007 20:24:20:


Hallo,

>begründe damit meinen Widerwillen vor Familienfeiern

ja die bucklige Sippschaft kann mir auch den Buckel runterrutschen:-)
Wie war das nochmal mit den Einsiedlerkrebsen;-); da sind wir uns absolut einig.

>Zitat Wikipedia: „Asozial“ bezeichnet an sich ein von der geforderten oder anerkannten gesellschaftlichen Norm abweichendes Individual-Verhalten (...)

Damit kann ich auch prima leben.

>denk ich an den Wortsinn vom Hallimasch und hau ab in'n Wald.

Noch vor einer Woche war alles voller Hallimasch, so weit man gucken konnte. Heute nachmittag hab ich nur noch einen einzigen trostlosen Parasol finden können.
Alles andere weg, zu trocken gewesen und jetzt zu kalt.

MfG
Gänseblümchen


Inge

20.10.2007, 10:51

@ Gänseblümchen

Familie...


Als Antwort auf: Re: asozial und kein Problem damit von Gänseblümchen am 19. Oktober 2007 21:12:23:


Hallo zusammen,

<i>>>begründe damit meinen Widerwillen vor Familienfeiern
>ja die bucklige Sippschaft kann mir auch den Buckel runterrutschen:-)</i>

bei uns heißt es "Familie - ist das was zum Essen? Nein - zum K*tzen"

LG Inge


Wesemichshof

Gänseblümchen

20.10.2007, 11:16

@ Inge

Re: Familie... :-))))) (owT)


Als Antwort auf: Familie... von Inge am 20. Oktober 2007 10:51:43:





Andrea

20.10.2007, 11:21

@ Jochen

Miesmacher bin


Als Antwort auf: ..und jetzt ich noch von Jochen am 19. Oktober 2007 16:06:31:


Hallo Jochen,

>Ich bab noch Walnüsse von vor 3 oder 4 Jahren. Damals hatten wir über 70 kg in der Wildnis zusammengesammelt. Sehr zum Erstaunen der Mitbürger, die ihre Hunde ausführten und sich wunderten.

Dafür würdest du hier bei uns in der Gegend massiv Ärger bekommen. Denn die Walnussbäume die hier am Waldrand, oder Straßenrand stehen gehören IMMER jemandem. Und die Bauern hier in der Gegend sind auch auf die Einkünfte der Walnußernte angewiesen. Denn es sind keine Großunternehmener, sondern in der Regel kleine Nebenerwerbslandwirte.

Daher......

Ich will nicht den Miesmacher geben, nur möchte ich eben anmerken, dass es u.U. als Diebstahl ausgelegt werden kann, oder auch sogar ist.

Lieber Gruß
Andrea

PS: wir rechnen grade wie blöd herum, lohnt sich der Kauf einer Immobilie in einer abgelegenen Gegend die nur die Hälfte von dem kostet, was es hier in BW kosten würde? Oder macht es einfach mehr Sinn auf die Infrastruktur doch mehr zu achten (vor allem wegen der Kinder), sich ein weiteres Auto zu sparen, doch fast den doppelten Kaufpreis in die Hand zu nehmen?
Denn es gibt einige "Bruchbuden" mit den von uns gewünschten 2-3 Hektar für 30.000-60.000 Euro zzgl. der Kaufnebenkosten und natürlich der Ausbau/Umbaukosten, oder hier für fast haargenau dem selben Objekt aber gleich mal im 140.000 Euro Bereich *seufz*
Zudem ist BW als Land für Kinder einfach viel besser ausgestattet und auch finanzierbar. Es ist im Vergleich mit den anderen Bundesländern abgesehen von Bayern noch das finanziell am besten abgesichertste Land. Und Bayern kommt für uns auf keinen Fall in Frage.


Jochen

20.10.2007, 13:01

@ Andrea

war kein Problem,


Als Antwort auf: Miesmacher bin von Andrea am 20. Oktober 2007 11:21:04:


um diese Bäume scherte und schert sich definitv kein Mensch. Das waren offenbar Wildlinge am öffentlichen Straßenrand. Kannst sicher sein, dass ein evtl. Eigentümer in unserer Gegend sich umgehend artikuliert hätte, selbst dann wenn die Eigentumsverhältnisse gar nicht sooo geklärt sind :-)

Heute, wo wir nen eigenen Nussbaum geerbt haben und dadurch versorgt sind, liegen die Nüsse (die allerdings zugegebener Maßen kein Gardemaß haben) dort wie eh und je rum und werden nur von den Krähen rumgeschleppt.

Das ist in der Stadt ganz anders. Da bleibt nix liegen und es wird um jede Nuss gekämpft :-)


LG Jochen


Jochen

20.10.2007, 13:14

@ Inge

Au weia ! Wenn da die Verwandschaft mitliest...


Als Antwort auf: Familie... von Inge am 20. Oktober 2007 10:51:43:


>bei uns heißt es "Familie - ist das was zum Essen? Nein - zum K*tzen"

..dann wird die Stimmung beim nächsten Fest gedrückt.

Na ja, öhm, hmm, ja, so schlecht ist das vielleicht gar nicht :-)

LG Jochen


Inge

20.10.2007, 15:28

@ Jochen

Re: Au weia ! Wenn da die Verwandschaft mitliest...


Als Antwort auf: Au weia ! Wenn da die Verwandschaft mitliest... von Jochen am 20. Oktober 2007 13:14:52:


<i>..dann wird die Stimmung beim nächsten Fest gedrückt.
>Na ja, öhm, hmm, ja, so schlecht ist das vielleicht gar nicht :-)
</i>

noch schöner ist's, wenn man die Feste mit der Wahl- und Seelenverwandtschaft feiern kann....

;o) Inge



Wesemichshof

Andrea

29.10.2007, 22:08

@ Andrea

Entscheidung getroffen, vorsicht langer Text


Als Antwort auf: Miesmacher bin von Andrea am 20. Oktober 2007 11:21:04:


Hallo,

also auf meine unten angedeutete Frage, die wir uns stellten haben wir nun eine Antwort gefunden.

>PS: wir rechnen grade wie blöd herum, lohnt sich der Kauf einer Immobilie in einer abgelegenen Gegend die nur die Hälfte von dem kostet, was es hier in BW kosten würde? Oder macht es einfach mehr Sinn auf die Infrastruktur doch mehr zu achten (vor allem wegen der Kinder), sich ein weiteres Auto zu sparen, doch fast den doppelten Kaufpreis in die Hand zu nehmen?
>Denn es gibt einige "Bruchbuden" mit den von uns gewünschten 2-3 Hektar für 30.000-60.000 Euro zzgl. der Kaufnebenkosten und natürlich der Ausbau/Umbaukosten, oder hier für fast haargenau dem selben Objekt aber gleich mal im 140.000 Euro Bereich *seufz*
>Zudem ist BW als Land für Kinder einfach viel besser ausgestattet und auch finanzierbar. Es ist im Vergleich mit den anderen Bundesländern abgesehen von Bayern noch das finanziell am besten abgesichertste Land. Und Bayern kommt für uns auf keinen Fall in Frage.

Wir werden auf jeden Fall nochmals zwei bis drei Jahre warten. Einfach weil wir keine großartigen Schulden machen wollen, wenn wir uns was kaufen.
Es soll schlicht quasi nur zu 1/5 belastet sein. Und das auch nicht über eine Hypothek sondern über eine private Finazierung vermutlich im Familien/Freundeskreis. Das würde dann auch den "Mitfinanziers" eine Altersabsicherung geben. Sowas wie eine private Rente. Sie stecken ungefähr 20.000Euro ins Haus/Projekt und bekommen dafür eine monatliche Abzahlung zzgl. der Zinsen (auf Fairer Basis) bis zur Tilgung. Über den Zeitraum von fünf Jahren.
Ärgerlich ist, dass sollte mein Gatte doch noch arbeitslos werden, uns das Gesparte weggerechnet werden. Obwohl es im Prinzip als Altersvorsorge angelegt werden soll. Denn mit einer selbtsversorgten und relativen autark arbeitenden Hof/Heimstätte sind wir vom sozialen Netz nicht mehr so abhängig.
Zudem würden wir unseren Kindern auch eine gesicherte Grundlage bieten können. Also stecken wir nun unser Geld in den Strumpf? Wohl eher nicht.
Es ist nur so ärgerlich, da will man möglichst schuldenarm eine Altersabsicherung aufbauen. Der Staat aber unterstützt nur das kapitalistische und schuldenfinanzierte Projekt *seufz*.
Na ja, wir werden uns nun von einem Fachmann für solche Dinge beraten lassen. Denn wenn wir weiterhin so sparen wie bisher, ohne dieses ausbeuterische System zu unterstützen, das auf Zinswirtschaft und Kreditwirtschaft aufbaut, werden wir in drei Jahren etwas über 120.000 Euro zusammenhaben. Damit sollten wir dann bei bescheidener Planung und viel Eigenverantwortung zurecht kommen.
Wir investieren im Augenblick auch in Projekte die uns vielversprechen erscheinen.
Auf Vereinsbasis, das funktioniert nur wenn man selbst einziehen will. Aber auf GmbH mit minimaler Einlage und frei verfügbarem Kreditgewährung? Nun das werden wir nun doch nochmal durchrechnen lassen. Dadurch würden wir uns an alternativen Projekten beteiligen die auch aus finanzieller Sicht eine gute Anlage für unser Gespartes wären. Wir werden sehen.

Um es einfach mal zusammenzufassen. Wir werden eine "Bruchbude" mit 2-3 Hektar Land kaufen. Diese selbst wieder aufbauen. Mit Windkraft und Solar arbeiten, dafür sind ein paar Freunde von uns zuständig. Die machen das schon seit Jahren und sind damit sogar mittlerweile beruflich erfolgreich. Ein befreundeter Architekt ist nun meinem Mann einiges "schuldig", denn dadurch dass mein Mann für diesen immer quasi in Lohnzeit arbeitet, wird dieser unserer Pläne und die Statik etc. dann abarbeiten.
Das geht halt alles nur wenn man in Menschen investiert. Diese auf einer Zeitbörse bzw. Lohnzeit gesellschaftern *lach*.
Dadurch dass mein Mann als Techniker und Elektroniker einiges bewegen kann, haben wir auch ein hohes Sparpotential an für uns interessanten Diensten. Diese lassen wir uns auch regelmässig gutschreiben. Dadurch sparen die Einzahler nicht nur Geld und Zinsen und "Mehrwert" sondern wir auch später vieles an finanzieller Belastung. Und es läuft eben nicht über Schwarzarbeit sondern noch immer unter dem Zeitböres bzw. Nachbarschaftsprinip. Welches auch in unser verstaatlichten Gesellschaft noch erlaubt ist.
Dazu lernen wir gerade eine Menge über Tierhaltung und Hauswirtschaft in einem Landwirtschaftlichen Betrieb.
Das kann man nämlich auf den Landwirtschaftsschulen belegen.
Zudem Kinderpflege und Phytotherapie.
Ich weiß es klingt alles nach generalstabsmäßiger Planung, und manch einer meint es ginge dann doch erst recht schief. Man solle einfach beginnen und dann würde der Rest sich von selbst ergeben.
Aber bei der Verantwortung die wir als Eltern haben. Mit Kindern im Alter von 16 bis 0 Jahren? Das können und wollen wir einfach nicht.
Zudem wäre ein Auswandern nur dann von Interesse wenn wir hier unser Geld nicht mehr verdienen könnten. Ansonsten finden wir sollte man in dem Land in dem man groß geworden ist, auch versuchen andere Lebenformen zu gestalten. Eben Alternativen zum ausbeuterischen kapitalistischen System leben.
Das heißt eben nicht nur als Müslis und Wollsockens zu leben, wie mein werter Herr Papa immer zu sagen pflegte. Sondern als ernsthafter und nicht technikfeindlicher Mensch in unsererm System auch Veränderungen bewirken.
Nicht mit Räucherstäbchen und Meditation (bitte, nicht als Angriff werten) sondern mit kritischem Hinterfragen des Geld ist Macht Systems. Und mit alternativen Handlungen für Menschen, die sich nicht an dieser geldgeilen Werteorientierung messen wollen.
Die aber auch nicht zu irgendwelchen Schenkern oder gar faulen "Gesellschaftsparasiten" gehören möchten. Jeder kann bei uns durchs System fallen, doch es liegt am Einzelnen ob er wieder aufsteht. Oder ob er sich auf dem Boden liegend einrichtet. Und ich kenne genug Menschen, denen man einfach auch helfen mußte wieder aufzustehen. Aber, diese sind dann durchaus in der Lage für die Gemeinschaft ein produktives und nützliches Mitglied zu sein. Obwohl das Produkt nicht in Geld zu messen ist, sondern in Zuwendung, Zeit und liebevollem Miteinander. Und sein Nutzen sich nicht dran messen läßt wie viel "Einkommen" er dem Mitmenschen bringt. Sondern in Denkanstössen, Kinderbetreung, Geschichtenerzählen und Biographie.

Ist ein langer Text geworden. Ich weiß, doch heute hatte ich mal bischen mehr Zeit für solche Dinge. Und je weiter wir auf den Winter zugehen, desto mehr Arbeit und Muße werde ich im Haus finden.

Liebe Grüße
Andrea






Andrea

29.10.2007, 22:12

@ Andrea

PS


Als Antwort auf: Entscheidung getroffen, vorsicht langer Text von Andrea am 29. Oktober 2007 22:08:37:


Ein Zusatz noch, der geschluckt wurde.

Wir hängen keiner kommunistischen Ideologie an. Denn das die nicht funktioniert hat, das hat die Geschichte ebenso gezeigt, wie dass römische Reich und andere, dass das kapitalistische System nicht funktioniert.

Wir sind eher auf der Suche nach einer Gesellschaftsform die die Individuatliät des Einzelnen berücksichtig, ohne dass sich dieser auf dem Rücken der Mehrheit ausbreiten/beuten kann.

LG
Andrea




Johannes

29.10.2007, 23:21

@ Andrea

Re: Entscheidung getroffen, vorsicht langer Text


Als Antwort auf: Entscheidung getroffen, vorsicht langer Text von Andrea am 29. Oktober 2007 22:08:37:


><i> Wir hängen keiner kommunistischen Ideologie an. </i>




Hallo Andrea,

hätte ich mir jetzt auch nicht vorstellen können.

>> <i>Denn es gibt einige "Bruchbuden" mit den von uns gewünschten 2-3 Hektar für
>> 30.000-60.000 Euro zzgl. der Kaufnebenkosten und natürlich der Ausbau/Umbau-
>> kosten, oder hier für fast haargenau dem selben Objekt aber gleich mal im
>> 140.000 Euro Bereich *seufz*

> Wir werden auf jeden Fall nochmals zwei bis drei Jahre warten. Einfach weil
> wir keine großartigen Schulden machen wollen, wenn wir uns was kaufen. </i>

Wäre die "Bruchbude" nicht vielleicht doch die bessere Lösung gewesen?

Okay, ein Argument ist natürlich, daß man nicht ewig auf einer Baustelle leben möchte, während die finanziellen Reserven dennoch aufgezehrt sind (man also auch nicht richtig loslegen kann mit der Sanierung).

Aber: Was wird die Zukunft bringen?

><i> Ärgerlich ist, dass sollte mein Gatte doch noch arbeitslos werden, uns das
> Gesparte weggerechnet werden. Obwohl es im Prinzip als Altersvorsorge ange-
> legt werden soll. Denn mit einer selbtsversorgten und relativen autark
> arbeitenden Hof/Heimstätte sind wir vom sozialen Netz nicht mehr so abhängig.</i>

Das ist die eine Schwierigkeit. Geld, das man zur Bank bringt, ist im Fall der Arbeitslosigkeit zu einem guten Teil weg. Und auch eventuell gesammelte Silber- und Goldmünzen mußt Du angeben. Der, der jetzt sparsam war, um später ohne Hilfe leben zu können, wird diese Möglichkeit verlieren und sein Erspartes erst aufzehren müssen, während der, der jetzt sein Geld für eine Weltreise o.ä. ausgibt, im Ernstfall sofort Unterstützung erhalten wird.

Ich sehe aber nicht nur die persönliche Arbeitslosigkeit. Wie wird sich unsere Gesellschaft und die Wirtschaft überhaupt entwickeln? Drastisch formuliert: Wo möchtest Du leben, wenn in Deutschland Zustände kommen sollten, wie wir sie vor einigen Monaten in Paris erleben konnten? Und werden dann, wenn dies großflächig geschehen sollte, Lebensmittel noch erschwinglich und immer verfügbar sein oder ist da die Möglichkeit der Selbstversorgung nicht noch viel wichtiger? Sehr viel hängt also auch von der Einschätzung der Zukunft ab.

Ich sage das jetzt übrigens nicht zu Dir, sondern eigentlich mehr zu mir selbst. Es ist eine Frage, die mich ja auch selbst betrifft.

><i> Ist ein langer Text geworden. Ich weiß, doch heute hatte ich mal bischen
> mehr Zeit für solche Dinge. Und je weiter wir auf den Winter zugehen, desto
> mehr Arbeit und Muße werde ich im Haus finden.</i>

Und falls Du mal gwieder etwas Muße hat: Ich bin immer noch neugierig, was aus Eurem gemeinschaftlichen Acker geworden ist, denn das Projekt klang sehr interessant.

Viele Grüße

Clemens



Andrea

01.11.2007, 14:39

@ Johannes

Ein paar Dinge zu uns..


Als Antwort auf: Re: Entscheidung getroffen, vorsicht langer Text von Johannes am 29. Oktober 2007 23:21:54:


Hallo Clemens,

nun das mit der preiswerteren "Bruchbude" würde uns nach Ostdeutschland führen. Da wir dort aber keine wirkliche Erholung des Arbeitsmarktes sehen, zumindest nicht in den Gegenden in denen die Preise dermaßen niedrig sind?

Zudem scheint bei unseren diversen Besuchen in den Gegenden um Thüringen und Vorpommern, ein gemeischaftliches Denken nicht wirklich vorhanden zu sein.
Ob dies ein Vorurteil oder nur schlechte Erfahrungen sind? Ich habe zumindest nichts in den Bereichen Tauschbörse, Zeitteilung und kooperatives Arbeiten gefunden.
Auch wenn man den Schwarzwäldern bzw Badenern eine sehr eigene Art nachsagt. Und diese definitiv vorhanden ist. Scheinen doch die Menschen die wir hier in der Umgebung kennengelernt haben, und die Projekte die hier laufen, eindeutig ein höheres Gemeinschaftsverständnis zu zeigen.

Wie gesagt mag einfach aus den schlechten Erfahrungen hergeleitet sein. Doch einige Rückkehrer aus der Ecke haben sich traurig wieder Richtung Wiesental oder Hotzenwald sortiert.

Auch unterhalb vom Belchen oder in Schönau sind die Menschen verschlossen und zunächst mal auf sich selbst konzentriert. Dennoch sind dort Projekte machbar, die eindeutig in ein Gemeinschaftswesen münden.

Und ein alleine herumwurschteln *lach*, kommt für uns nur bedingt in Frage. Denn wir erleben hier doch schon eine gute Zusammenarbeit.

Ob es mit unserem Acker zu tun hat. Der im Turnus und nach Neigung bzw. nach Eignung bearbeitet wird.
Oder in den auf Gegenseitigkeit beruhenden Hilfswerken.

Zunächst wollten wir an einem Generationenprojekt mitarbeiten. Doch da wir wissen, dass auch in unserer Familie, BEIDE Seiten auf uns als Kinder zählen müssen.....war klar, dass dort eine unserer Grenzen sein werden.
Doch gerade der Tausch macht, finden wir sehr viel aus.
Wenn ich an die Schangerschft denke, ohne das Tauschwerk wären wir genötigt gewesen ordentlich in die Tasche zu greifen und Geld auszugeben.

So werden Kinderkleidung und Bett und Wagen etc. einfach weitergereicht. Und wenn von uns nicht mehr benötigt quasi in die "Kammer" retouniert und dann vom nächsten genutzt werden.
Dafür hilft mein Mann vielen anderen im technischen Bereich und repariert und baut einiges mit.
Auch das hat den Vorteil, dass man selbst lernt. Gerade das Lernen scheint heutzugtag so sehr auf eine einseitig Nützlichkeit hin überprüft und ausgeführt zu werden. Und wir finden halt, dass ein reines Knöpfebedienen und die Fähigkeit mit Maschinen umzugehen reicht halt nicht.

Unsere Kinder erlernen den Umgang mit allen Materialien. Und dazu braucht es keine Steinersche Philosophie oder gar einen Waldorfschulbesuch. Das finden wir zu teuer und auch teilweise etwas schwierig.

Aber mein Sohn kann ebenso mit Stricknadeln umgehen wie mit dem Beil. Und er kennt einen Kartoffelschäler nicht nur vom einräumen in die Schublade.
Zur Zeit, wir sind mit der Weihnachtsmarktcharge fertig. Lernen meine Töchter das Spinnen mit der Spindel. Es ist lustig und macht riesig Spaß.
Laufen wir deswegen nur in Wolle herum? Nein.
Denn sie würden im Gymnasium schon recht dämlich angemacht werden, wenn sie nicht "normal" angezogen wären. ABER sie wissen wie es funktioniert. Und einen selbstgestrickten dicken Pullover mit Pferdemotiv und gesticktem Glitter, das finden sogar ihre Klassenkamaradinnen toll (ist überigens die einzige Konzession die wir bewußt an uns selbst machten, unsere Töchter gehen auf eine Mädchenschule)

Um auf den Acker zurückzukommen. Wir haben die Kartoffeln mit einem Pferd ausgemacht. Lach nicht. Aber da meine ältesten Mädels Mitglied in einem Reit/Fahrverein sind, hatten wir die Gelegenheit das ganze zu einem Event zu gestalten. Es war ein toller Spaß. Und mit Kartoffelfeuer und Glühwein/Kinderpunsch auch ein richtiges Erlebnis.
Zudem dürfen wir hier in der Gegend bei verschiedenen Bauern "nachlesen". Daher haben wir nun Kartoffeln für X Monate.
Da wir hier bei uns in der Stadt keine Möglichkeit der ordentlichen Lagerung haben, konnten wir den Keller von Freunden benutzen.
Dafür hab ich dann das Pflaumenmus und die Apfelbutter eingekocht.
Zudem haben wir dieses Jahr das erstemal Dicksäfte hergestellt. Immer mit der Befürchtung es könne schief gehen. ABER es war ein voller Erfolg.
Drei Tage lang hats gedampft und gestunken (mit der Zeit mag man den Geruch wirklich nicht mehr), dann waren die Dicksäfte fertig.

Eine andere Familie hat dafür die Apfelringe gemacht und das andere Trockenobst. Sie haben die Möglichkeit über dem Ofen die Ketten zu hängen. Da dies einer der neuen Generation ist, schmeckt auch nix nach Rauch.

Gemüse haben wir gemeinschaftlich geputzt und geschnitten. Eingekocht wurde dann aber zuhause. Sauerkraut und Salzbohnen wiederrum haben wir gemeinschaftlich gemacht. Die Kürbisse lagern in einer Erdmiete, das machen wir das Erstemal. Wir wollen schauen ob das geht.
Karotten und anderes Wurzelgemüse haben wir in Sandkisten verpackt und gut mit Stroh und Brettern vernagelt. Obs hebt? Wir wissen es noch nicht so genau. Aber es war eine sehr gute Ernte und den Überschuss haben wir versucht so zu lagern. Denn unsere Einmachgläser sind voll. Und nochmals Strom ausgeben zum Einfrieren? Na ja, das tun wir nur bei wirklich seltenem bzw. mageren Ernteerträgen.

Dafür haben die anderen Überschüsse gegen Obstsäfte etc. getauscht.

Wir sind im Moment fünf Familien mit insgesammt 15 Kindern. Und die Kooperation klappt eigentlich sehr gut. Natürlich gibt es auch bei uns immer wieder Diskussionen. Da wir uns aber nur für den Acker organisieren und ansonsten jeder seinem eigenen Zeug nachgeht klappt das hervorragend. Ich vermute wären wir enger organisiert, dann hätten wir alleine aufgrund der unterschiedlichen Kindererziehungsstile schon richtige Schwierigkeiten. So aber trägt der Unterschied zur Bereicherung bei. Und lehrt uns Toleranz und Geduld.

Denn wir sind wirklich sehr verschieden.
Zwei christliche Familien,
zwei antroposophen Familien
und eine total atheististische Familie

Sprich, das was ich mal meinte über die gleiche Grundlage, zählt hier eben nicht.

Und bei aller Toleranz, ich mag immer noch keine antiautoritäte Kindererziehung, bin immer noch gegen Schläge als Erziehungsmassnahme. Und erkläre meinen Kindern bestimmt nicht viermal dass Feuer heiß ist, sondern demonstiere es lieber mit einer Kerze.
Daher werden wir wohl niemals in ein Wohnprojekt einziehen, welches den Menschen eine einzelne Ideologie überstülpt. Dazu mögen wir die Vielfalt zu gerne und um ehrlich zu sein, unserer Individualtiät schätzen wir da einfach viel höher ein.

Lieber Gruß
zum Feiertag
Andrea





Armin(R)

E-Mail

09.10.2008, 17:46

@ Johannes

Gold und Silber...

Hallo alle,


» Das ist die eine Schwierigkeit. Geld, das man zur Bank bringt, ist im Fall
» der Arbeitslosigkeit zu einem guten Teil weg. Und auch eventuell gesammelte
» Silber- und Goldmünzen mußt Du angeben. Der, der jetzt sparsam war, um
» später ohne Hilfe leben zu können, wird diese Möglichkeit verlieren und
» sein Erspartes erst aufzehren müssen, während der, der jetzt sein Geld für
» eine Weltreise o.ä. ausgibt, im Ernstfall sofort Unterstützung erhalten
» wird.

ich bin grad über diesen etwas älteren Beitrag gestolpert und mußte gleich lachen. Natürlich hat Clemens recht: Gold und Silbermünzen muß man angeben.

Wieso mußte ich also lachen? Naja, auf die Frage nach dem Verbleib des einst gekauften Edelmetalls antwortete ein weiser Mensch einmal: "Alles mit Crack und Nutten durchgebracht" :-D

Wie heißt es doch so schön: Pflücke den Tag.

Und genau so, wie die Herrschenden die Vergangenheit konsumieren und die Zukunft verfrühstücken, genau so bringen halt manche Schäflein ihren Spargroschen mit liederlichem Volk und starken Substanzen durch. Oder wie sagte schon Konfuzius:

"Strebt der Herrscher aufrichtig nach Gutem, wird auch das Volk gut sein. Die Tugend des Herrschers ist wie der Wind, die Tugend des Herrschers wie das Gras. Unter der Kraft des Windes beugt sich das Gras"

Schönen Tag wünscht

Armin

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