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Ralf

10.01.2008, 10:29
 

den ausstieg planen - erfahrungen teilen (Erfahrungsberichte)

guten morgen zusammen,

meine name ist ralf, ich lebe seit nunmehr fast 50 jahren im rhein/main gebiet, einem ballungsraum in dem es immer enger, immer schneller, immer lauter, immer unmenschlicher und immer weniger ursprüngliche lebensqualität gibt.

mit fast 50 habe ich auch ca 33 jahre lohn- bzw gehaltsabhängige arbeit hinter mir und damit auch die in einer solchen zeit üblichen krankheitserscheinungen einer permanenten büroarbeit - wirbelsäulenschäden, augen, herz kreislauf usw usw .. all die dinge, die sich einstellen, wenn man den grossen teil seines aktiven tages unter bedingungen arbeiten muss, die der gesundheit auf dauer nicht zuträglich sind.

nichts besonderes - fast jedem ergeht es so, wenn man so durch die reihen der kollegen schaut. das ist der preis der vermeintlichen sozialen sicherheit, den man eingeht, wenn man sich in dieser modernen gesellschaft etabliert.

dies nur als kurzes vorwort.

lieber spät als nie, plane ich, in den nächsten beiden jahren, meinen langen traum umzusetzen und den ausstieg zu wagen.
ausstieg von was und ausstieg wohin ?

vorrangig ausstieg aus der lohnabhängigen arbeit bzw aus der modernen sklavenhaltung
ausstieg aus dem konsumsystem unserer sozialen marktwirtschaft (soweit möglich)
ausstieg aus den fängen der energiemaffia - auch, soweit es möglich ist.

drei grosse und für mich wichtige punkte - arbeit, konsum, energie - die es gilt, anders zu realisieren.

geldbringende arbeit so wenig wie nötig
geldverbrauchender konsum so wenig wie möglich
energieverbrauch so wenig wie möglich und energieeinkauf - am liebsten garnicht !


wie will ich das realisieren ?

hier in meinem jetzigen sozialen umfeld und in dieser region, ist soetwas kaum machbar.
zu wenig freies land, zu wenig freiräume, zu viel konsum- und damit geldhbhängigkeiten.

der erste schritt muss sein, diese region zu verlassen, eine neue, ländliche region zu finden und dort ein anwesen zu kaufen mit ausreichend land um einen entsprechend grossen garten anlegen zu können, um evtl tiere halten zu können und um energie erzeugen zu können (wie auch immer, wasser, wind, sonne, bhkw...)

der zweite schritt ist die beschaffung der dann noch nötigen geldmittel

und der dritte schritt.. das ganze muss lebbar sein und funktionieren.


ich habe vieles gelesen - über all die vielen jahre die ich meinen traum schon träume - von john seymoure über die nearings hin zu allen möglichen beschreibungen eines einfachen lebens .

allesamt gute ansätze, gute gedanken, gute möglichkeiten, von denen man sich aber nicht verleiten lassen sollte, dass das auch alles so gehen kann, wie es in diesen büchern geschrieben ist.

diese bücher und die darin enthaltenen erfahrungen funktionierten dort, in dieser zeit, in diesem land und dieser region.

man wird sich beispielsweise hier in deutschland auf seinem eigenen land nicht ein einfach so ein steinhaus bauen können, wie scott und helen nearing es in den usa damals taten.

das wichtigste all dieser bücher, ist der grundgedanke und die grundlegende philosophie, eine autarke lebensweise anzustreben und weg von der stadt, hinaus aufs land.


ich möchte das jetzt in diesem ersten beitrag von mir nicht zu sehr ausweiten und all meine gedanken und planungen detailiert beschreiben.
ich denke, das ergibt sich über die zeit in der diskussion.

viel wichtiger ist mir, in diesem beitrag meinen *geistigen* start in den ausstieg bekannt zu machen, bei menschen, die es zum teil schon gewagt bzw umgesetzt haben oder die ebenso wie ich, ihren traum schon seit vielen jahren mit sich tragen und von den erfahrungen, dem wissen und können aller hier, einen teil mitzunehmen, um das rad nicht nochmal neu erfinden zu müssen.


ich will in diesem jahr auf die suche gehen, nach der region in der ich künftig leben möchte und dann in dieser region nach der entsprechenden immobilie.
im nächsten schritt soll dann im nächsten jahr das neue heim nach und nach entsprechend saniert, umgebaut und vorbereitet werden, sodass in ca 2 jahren dann die brücken hier abgebrochen werden können.
bis zu diesem zeitpunkt wird auch mein sohn soweit im leben sein, dass er meine finanzielle unterstützung nicht mehr braucht und somit auch für mich ein stück geldvolumen das es zu verdienen gilt, wegfällt.


es gibt einige regionen, die für mich interessant erscheinen und ich würde gerne von euch bzw von menschen hier im forum die in diesen regionen evtl leben, etwas erfahren.

so wäre die nächste für mich interessante region, das gebiet um den edersee oder besser gesagt, zwischen marburg und kassel

desweiteren das wendland bzw nördliches sachsen anhalt
aber auch thüringen im bereich der thüringer rhön.

diese gebiete deshalb, weil es dort noch sehr viel platz gibt, sehr ländliche regionen, die immobilienpreise z.t. sehr erschwinglich und was sehr wichtig ist, sehr waldreich und somit auch holz entsprechend günstig sein kann.


soviel fürs erste.
ich hab noch lange nicht alles gesagt und auch geschrieben

aber für einen start sollte es genügen.

ich lese schon einige zeit hier in diesem forum und mir ist sehr bewusst, dass ich eure hilfe, euer wissen und eure erfahrungen brauche.

in einer gesellschaft, in der es immer mehr einzelkämpfer gibt, ist es sehr wohltuend, hier zu einem teil die gemeinsamkeit zu erfahren und diese gemeinsamkeit und sei es nur die im geiste, zu teilen und erfahren

einen lieben gruss allen

ralf ...



http://www.atelier-rew.de

Powertiger

11.01.2008, 00:00

@ Ralf

Re: den ausstieg planen - erfahrungen teilen


Als Antwort auf: den ausstieg planen - erfahrungen teilen von Ralf am 10. Januar 2008 10:29:


Hallo Ralf,

von mir ein herzliches willkommen im Forum.

Deine Überlegungen klingen realistisch und auch machbar.

Ich wohne in Nord/Osthessen und bin auch dabei meinen Traum zu leben.
Hier in der Gegend sind Immobilien und Land relativ preiswert.
Wenn du Lust hast komme mal vorbei und sehe dich hier um.


Grüße Stefan

www.hof.rambach.de




Ralf

11.01.2008, 12:45

@ Powertiger

Re: den ausstieg planen - erfahrungen teilen


Als Antwort auf: Re: den ausstieg planen - erfahrungen teilen von Powertiger am 11. Januar 2008 00:00:19:


hallo stefan,

danke für deine antwort und den link zu deiner homepage.

ich bin beeindruckt - einen schönen hof hast du, in einer wunderschönen landschaft und was du bis jetzt an selbstversorgerischen zielen umgesetzt hast, ist ebenso beeindruckend.

ich war im letzten jahr schoneinmal in der gegend um bad hersfeld - dort sollte ein altes forsthaus versteigert werden, aber hessen-forst ist in seiner preisvorgabe so *unverschämt*, dass das objekt dann letztendlich uninteressant war.

wie ich auf der karte sah, bist du noch ein stück weiter östlich.

ich komme auf dein angebot und deine einladung, dich zu besuchen, gerne und auf jeden fall zurück, sobald ich mich auf den weg mache um regionen zu erkunden.

ich habe jetzt das forum noch nicht so durchstöbert - hattest du hier bereits erfahrungsberichte gepostet, über deinen anfang, die weitere entwicklung, die schwierigkeiten mit land und leuten usw ... ?

das wären punkte die mich sicherlich interessieren und die ich gerne nachlesen würden, wenn sie schon gepostet sind - ansonsten müssten wir das bei dem besuch bereden ;)

ich hoffe der winter beutelt euch nicht so hart im nordosten hessens - hier im südlichen teil beginnt gerade der frühling - könnte man meinen ;)

einen lieben gruss

ralf ...


achja - noch eine frage - wie hast du deinen hof gefunden ?
über einen regionalen makler oder über die dortige zeitung ?




Guerrero

13.01.2008, 18:26

@ Ralf

Re: den ausstieg planen - erfahrungen teilen


Als Antwort auf: den ausstieg planen - erfahrungen teilen von Ralf am 10. Januar 2008 10:29:



Buen día.

Ich wohne in Oberfranken.(nahe Kronach)

Hier gibt es viel Landwirtschaft und Wald, Bäche, Seen, und wenig Industrie.
In den kleineren Dörfern gibt es auch ehemalige Bauernhöfe
die leerstehen und gekauft werden können.

Bei mir im Dorf zum Beispiel.


Saludo
Guerrero



Ralf

14.01.2008, 20:13

@ Guerrero

Re: den ausstieg planen - erfahrungen teilen


Als Antwort auf: Re: den ausstieg planen - erfahrungen teilen von Guerrero am 13. Januar 2008 18:26:59:


hallo guerrero,

danke für deine antwort ...

>Ich wohne in Oberfranken.(nahe Kronach)
>Hier gibt es viel Landwirtschaft und Wald, Bäche, Seen, und wenig Industrie.
>In den kleineren Dörfern gibt es auch ehemalige Bauernhöfe
>die leerstehen und gekauft werden können.
>Bei mir im Dorf zum Beispiel.
>

kannst du mir mehr zu diesem hof in deinem dorf sagen ?

einen lieben gruss

ralf



Guerrero

17.01.2008, 16:09

@ Ralf

Alter Hof


Als Antwort auf: Re: den ausstieg planen - erfahrungen teilen von Ralf am 14. Januar 2008 20:13:


>hallo guerrero,
>danke für deine antwort ...
>>Ich wohne in Oberfranken.(nahe Kronach)
>>Hier gibt es viel Landwirtschaft und Wald, Bäche, Seen, und wenig Industrie.
>>In den kleineren Dörfern gibt es auch ehemalige Bauernhöfe
>>die leerstehen und gekauft werden können.
>>Bei mir im Dorf zum Beispiel.
>>
>kannst du mir mehr zu diesem hof in deinem dorf sagen ?
>einen lieben gruss
>ralf
---------------------------------------------------------------------------

Buen día Ralf.

Der Hof besteht aus einem alten Wohnhaus, an dem ein neuerer Teil
angebaut wurde. Dann hat er noch eine große Scheune und ein Nebengebäute wo Kleintiere gehalten wurden.
Hinter der Scheune ist ein jetzt verwilderter Garten.
Und es hat auch noch einen Garten am Dorf.
Wenn du mehr Land willst, dann kannst du leicht etwas (Acker oder Wiese) pachten.


Das Ganze ist schon alt und sieht nicht so gut aus,
aber man kann etwas gutes daraus machen.
Ich schätze den Preis (gewollt) auf etwa 50 000 Euro.
Den kann man aber sicher noch runterhandeln.
Mit Eigenarbeit und weiteren 50 000 Euro kann man alles
soweit in Ordnung bringen.

So ein älteres Bauernhaus hat den Vorteil, dass da mit Holz (Ofen) die Räume geheizt werden können.

Ich kann ein paar Fotos machen wenn es dich interessiert
und dir auch die Tel. Nr.: geben vom Besitzer.(ist angeschrieben am Haus)
Die "Alten" sind gestorben und es gehört jetzt den Kindern,
die nicht im Dorf leben.

Saludos
Guerrero






Ralf

18.01.2008, 12:16

@ Guerrero

Re: Alter Hof


Als Antwort auf: Alter Hof von Guerrero am 17. Januar 2008 16:09:24:



hallo guerrero,

danke für deinen bemühungen :)




>Der Hof besteht aus einem alten Wohnhaus, an dem ein neuerer Teil
>angebaut wurde. Dann hat er noch eine große Scheune und ein Nebengebäute wo Kleintiere gehalten wurden.
>Hinter der Scheune ist ein jetzt verwilderter Garten.
>Und es hat auch noch einen Garten am Dorf.
>Wenn du mehr Land willst, dann kannst du leicht etwas (Acker oder Wiese) pachten.


das klingt schonmal nicht schlecht. die optik eines gebäudes ist nicht so sehr wichtig, wenn die grundsubstanz eine solide ist. das kann man alles wieder *anschönen*

weisst du, wie gross das grundstück ist ?

>
>Das Ganze ist schon alt und sieht nicht so gut aus,
>aber man kann etwas gutes daraus machen.
>Ich schätze den Preis (gewollt) auf etwa 50 000 Euro.
>Den kann man aber sicher noch runterhandeln.

sicher, die preise werden ja erfahrungsgemäss immer etwas höher angesetzt, weil man davon ausgeht, dass gehandelt wird. wer also gleich kauft, ohne zu handeln - ist mit verlaub, selbst dran schuld


>Mit Eigenarbeit und weiteren 50 000 Euro kann man alles
>soweit in Ordnung bringen.
>So ein älteres Bauernhaus hat den Vorteil, dass da mit Holz (Ofen) die Räume geheizt werden können.
>Ich kann ein paar Fotos machen wenn es dich interessiert
>und dir auch die Tel. Nr.: geben vom Besitzer.(ist angeschrieben am Haus)
>Die "Alten" sind gestorben und es gehört jetzt den Kindern,
>die nicht im Dorf leben.


wenn du das machen würdest, fände ich das wirklich prima. meine mailadresse ist oben in meinem namen hinterlegt. dort könntest du die fotos hinschicken und auch die tel nr usw .

vorab vielen dank für deine mühe
ich bin echt gespannt :)

lieben gruss

ralf ...



Guerrero

21.01.2008, 16:51

@ Ralf

Re: Alter Hof


Als Antwort auf: Re: Alter Hof von Ralf am 18. Januar 2008 12:16:


Hola Ralf!

Habe gestern bemerkt,
dass die Tafel wegen Verkauf und Tel. Nr.: des alten Hofes nicht
mehr angebracht ist.
Vielleicht ist der Hof schon verkauft.
Ich befrage mich.

Saludos
Guerrero



Guerrero

24.01.2008, 16:07

@ Ralf

Re: Alter Hof


Als Antwort auf: Re: Alter Hof von Ralf am 18. Januar 2008 12:16:



Buen día Ralf.

Der Hof wird wieder bewohnt
von einem der Besitzer (Familie).

Saludos
Guerrero


lustamdasein

26.01.2008, 02:08

@ Ralf

Re: den ausstieg planen - erfahrungen teilen


Als Antwort auf: den ausstieg planen - erfahrungen teilen von Ralf am 10. Januar 2008 10:29:


Hallo Ralf,
ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Haussuche. Ich will Dir mal kurz erzählen, wie wir es gemacht haben, nachdem wir uns entschlossen hatten, auf dem Land zu wohnen (für mich ist das ja nichts neues , für meine Frau als Hamburgerin war es das schon). Wir haben uns zuerst ein Haus gemietet, in einer Gegend von der wir meinten, das isses. (großzügige DHH, 800m Fußweg zum Strand, nur Insider am Strand, wohnen mit 13 weiteren Familien in einer Sackgasse, vorm Haus die Sackgasse, dahinter 800m Feld dann die Lübecker Bucht, hinterm Haus nur Feld. Klingt idyllisch, nicht? Wir waren so froh , das wir ein Vorkaufsrecht hatten. Nach 18 Monaten sind wir gerne wieder ausgezogen, weil:
uns die Gartenarbeit zuwenig war,
die Nachbarn viel zu dicht dran waren ( in Hamburg hatten wir nicht mal Gardinen oder Rollos, und die nächsten Fenster waren nur knapp 10 m entfernt, da störte es nicht , wenn man uns in jeder Lebenslage beobachten konnte, in jenem haus war uns die Nähe zum Nachbarn beim Postholen schon zuviel.),
der Strand absolut uninteressant war.

Schlicht, einfach alles, was wir uns in Hamburg erträumten, wollten wir nicht mehr , als wir es hatten.
Heute sind wir glücklich darüber, das wir erst auf Probe aus Hamburg weggezogen sind
Wir standen dann vor der Wahl diese DHH zu kaufen oder auszuziehen. war auch nicht so problematisch, wir hatten ja immer noch unsere Wohnung in Hamburg (, die wir in jenen 18 Monaten genau zweimal nutzten), aber zurück in die Stadt wollten wir nicht. Eine Stunde nachdem wir erfahren hatten, das wir uns innerhalb weniger Tage entscheiden mussten, saßen wir im Auto und sind die Dörfer abgefahren. Es regnete und nach 4 spontanen Hausbesichtigungen standen wir vor unserm jetzigen. Das Dach war teilweise eingefallen, das Grundstück nicht nur ungepflegt, sondern aufgegeben, ein besoffener Nachbar hat uns außen rumgeführt.Aber wir wussten, hier wollen wir alt werden, noch bevor wir den Preis wussten oder mit den Verkäufern gesprochen hatten. Nun nach zwei Jahren nimmt vieles Formen an, wir haben uns damit abgefunden, dass Gummistiefel und Arbeitsschuhe mit Stahlsohle das optimale Schuhwerk ist und gelernt, dass Freizeit in Sinne von Müßiggang mit ohne ohne Partner etwas ist, das man sich gönnen muss, weil es nie da ist. Aber wir wollen nichts anderes mehr, das wissen wir aber erst jetzt.

Ralf, warum schreibe ich all diesen blabla...
Ich meine aus Deinem Eingangspost eine gewisse romantische Verklärung herausgelesen zu haben und will aufgrunddessen Dir bewusst machen, daß es eben keine Romantik ist, aufs Land zu ziehen. Es ist schon gar nicht billiger, im Gegenteil, es verschlingt Unmassen an Lebenszeit und Geld, sich auf dem Land neu einzurichten und der Abhängigkeit von Vielem zu entziehen.
Ich habe all diese Bücher auch gelesen, realistisch betrachtet sind sie nur Tipgeber für punktuelle Lösungen.

Ich empfehle Dir : setz Dich mit Deinem Partner im nächsten Urlaub in ein Campingbus und such Dir Deinen neuen Lebensmittelpunkt. Solltest Du ihn finden, brauchst Du nie wieder über das ob zu grübeln, solltest Du ihn nicht finden, such im nächsten Urlaub weiter. Alles andere ist Theorie. Immobilienbörsen oder Tips helfen da nicht.

mfg









lustamdasein

26.01.2008, 02:35

@ lustamdasein

Re: den ausstieg planen - erfahrungen teilen


Als Antwort auf: Re: den ausstieg planen - erfahrungen teilen von lustamdasein am 26. Januar 2008 02:08:44:


Ralf, wenn Du hier bei uns vorbeikommst, halt doch an, wir würden uns freuen. Du kannst natürlich auch gezielt fahren, frag hier einfach nach dern Adresse.
mfg


Steffi

06.02.2008, 21:17

@ Ralf

Re: den ausstieg planen - erfahrungen teilen


Als Antwort auf: den ausstieg planen - erfahrungen teilen von Ralf am 10. Januar 2008 10:29:


Hallo Ralf
Wir haben deinen Text mit Interesse gelesen.
Nun unsere Gedanken dazu.
Es ist schön so etwas zu lesen, aber ohne dir den Mut zu nehmen,die Realität ist hart.Der Ausstieg ist ein Einstieg in einen Sumpf von Unwissen und Ratlosigkeit.Du mußt wissen,die ersten Jahre heißt es lernen,lernen,lernen und die restlichen Jahre geht das soweiter.Alles was du machst,nimmst du auf deine Kappe und es gehört ne große Portion Mut und Durchhalten dazu,nicht alles in die Ecke zu schmeisen und wieder zurückzugehen,weils da vielleicht nicht schöner aber einfacher war.
Wenn die Schnecken dir über Nacht den Salat weggefressen haben ,auf den du dich heute wie irre gefreut hast,weil die Mäuse deine Kartoffeln eher als du entdeckt haben.Dann isst du eben was anderes,oder du fährst in den nächsten Supermarkt und kaufst was du brauchst(muß ja keiner wissen).Es gibt am Anfang so viele Mißerfolge und sowenig Erfolge(aber letztere werden häufiger).
Du weist die Kuh hat da 5Liter Milch unterm Bauch hängen und du willst sie haben.Du wirst im siebenten Himmel schweben den ganzen Tag,wenn du es schaffst den Eimer voll zu kriegen.Man(oder Frau)wird mit der Zeit ruhiger und gelassener.Ob der Käse super lecker ist,oder es ist Radiergummi geworden,Flüche und Beschwörungen helfen kaum ,machen aber Luft.Schenkst du den Ollen Käse eben deinen Hühnern,die fressen den in der vollen Überzeugung du hast den nur für sie gemacht und schenken dir am nächsten Morgen jede ein Ei.Mein Motto"Alles Schlechte hat was Gutes"
Zum Zweiten.Mit Technik hab ich es nicht so,dafür ist mein Mann zuständig,aber eines weiß ich auch,sie kostet vieeeeel Geld und Zeit.Man kann auch Strom,Wasser und Sprit sparen,man darf nur nicht zu faul sein sich zu bewegen.
Zum dritten was ich dir noch sagen wollte.Eine Immobilie zu kaufen und einen ICH VERSORG MICH SELBST Hof aus dem Boden zu stampfen ist schlicht weg unmöglich,das dauert Jahre und ganz unabhängig wirst du nie,dafür sorgt Vater Staat. Der will nämlich von allem ein Stück abhaben,ein möglichst Großes.
Bsp.Du machst dir einen Brunnen,Wasse bezahlst du trotzdem.Du hast nen Faulhaufen im Garten,Biotonne bezahlst du.Grundsteuer Krankenvers.Altersvorsorge usw usw.
Noch ein Bsp.Deine Hunde kommen nie in die Stadt(sind Landeier)Hundesteuer bezahlst du.Aber anderer Leute Hunde sch.. auf deine Futterwiese.Deine Viecher fressen nicht oder werden krank davon,du bezahlst den Tierarzt.Das alles darf dich nicht enmutigen,sonst hälst du nicht lange durch. Du mußt dich an den Sachen freuen die geworden sind,die im Keller sind,die dich satt machen(und zufrieden weil sie noch dazu gesund und sauber sind)An dem Holz was dich mindestens Viermal gewärmt hat ehe es im Ofen liegt.
Zufriedenheit kommt von Frieden,deinem Frieden in dir drin.Den gibst du dann weiter,manchmal auch ohne es zu merken,an deine Familie, deine Tiere und letztendlich der Natur,der du damit viel mehr gibst,als du ihr nimmst.Und wenn du manchmal abens nicht mehr weißt was dir alles weh tut,liegst du auf der wiese und denkst die ganze Welt kann mich mal,dann ja dann geht es dir gut.
Wir wünschen dir alles was du dir selber wünschst.Wenn du denkst es geht gar nichts mehr,dann hilft dir immer der Herrgott(an den ich nicht glaube,aber er hilft,auch mir)
Viele Grüße Steffi und Klaus aus der Eifel


Misanthrop(R)

20.01.2011, 19:53

@ Ralf

den ausstieg planen - erfahrungen teilen

Hallo alle zusammen,
ich möchte mich kurz vorstellen und meine kleine Geschichte erzählen.

Kurz zu mir:

Mein Name ist Marc. Ich bin 37 Jahre alt, in zweiter Ehe verheiratet und wohne noch am Niederrhein.

Schon früh wurde ich mit den gängigen Kapitalistischen Methoden konfrontiert. Mein Vater ist Alleininhaber eines mittelständigen Handwerksbetriebes und so war mein Weg eigentlich schon vorgezeichnet.
Nach meiner handwerklichen Ausbildung den Meister und den Betriebswirt gemacht,die Erwartungen meiner Eltern waren groß und sie waren maßlos enttäuscht als ich Ihnen mitteilte das dieses Arbeitgeberleben ( Karl Marx lässt grüßen ) nichts für mich ist.
Nach dem Bruch mit meinen Eltern arbeitete ich in diversen Betrieben, und merkte schnell das wenn man selbst viel verdienen will, andere auf der Strecke bleiben müssen.
Ich lebte um zu arbeiten und nicht um zu leben.Hauptsache man hatte einen gut bezahlten Job, machte Überstunden und war immer für die Firma da.

Oft träumte man von einem Leben fernab der Zivilisation ohne Zwänge und Vorschriften.Man befasste sich immer mehr mit dem Sinn und Unsinn der Gesellschaft und wartete eigentlich nur auf die Möglichkeit "auszubrechen".

Diese Möglichkeit kam dann sehr unfreiwillig, überraschend und auch hart. Ich wurde nach langer Krankheit von meinem Arbeitgeber gekündigt.

Dies war anfänglich ein harter Schlag für mich, da ich so eine Situation nicht kannte.

Auch seelisch fing ich an abzubauen, und war deswegen in Behandlung.

Mein Arzt riet mir, machen sie etwas was Ihnen Freude macht.

Ich fing an mich in der arbeitsfreien Zeit um sogenannte Gnadenhunde zu kümmern. Angefangen habe ich mit einem 14 Jahre alten Dackel, den man einschläfern wollte weil sein alter Herr gestorben ist, dann kam eine kleine Prinzessin aus einer Tötungsstation in Griechenland dazu. Und es gibt noch so viele Hunde die auf ihre Rettung warten.

Aufgrund dieser Situation kam absolute Wille zu sagen: Fange an DEIN Leben zu leben und tue was dich glücklich macht.

Mein Frau war sofort begeistert. Und so schauten wir was finanziell machbar ist um uns ein Haus und ein großes Grundstück zu kaufen.

Auch wenn wir den Vertrag noch nicht unterschrieben haben, so wird es doch höchstwahrscheinlich ein Bauernhaus mit 14000 qm in Sachsen Anhalt.

Sollte dies nicht klappen, so werden wir weitersuchen und wir werden etwas finden was unseren Vorstellungen entspricht.

Und auch wenn es gegen die Norm der Gesellschaft verstößt, so werden wir dort versuchen so autark wie nur eben möglich zu leben und den Zwang der Gesellschaft zu entgehen.

Kuddel(R)

25.01.2011, 21:43

@ Ralf

den ausstieg planen - erfahrungen teilen

Hallo Ralf

Ich möchte Dich zu diesem Schritt ermutigen.
Das es nicht leicht wird, ist logisch, aber das willst du ja auch nicht
wirklich.
Ich stehe mit meiner kleinen Firma noch voll im Erwerbsleben.
1 Ha Land ist von der Familie aus vorhanden.
Vor 10 jahren fing ich an, unsere Quelle neu zu erschließen.
Dann kam ein Backhäuschen dazu und ein großer Vorrat an Getreidekörnern
mitsamt Handmühle und Elektromühle.
Darüber konnte ich mich sehr freuen, da nun das wichtigste Lebensmittel
jederzeit hergestellt werden kann. Gemeinsame Backfeste machen großen Spaß.
Auf dem ha Land und weiterer Fläche wurden 45 Obstbäume gepflanzt,
aus deren Früchten ich auch Dörrobst mache.
Auch das Schnapsmachen habe ich gelernt, jedoch gehe ich die Zwetschgen
bei einem Obstbauern pflücken, der meist mit der Ernte, oder dem Schnitt nicht nachkommt und ganze Plantagen unbeerntet stehen lassen muss.
Rund um die Obstbäume und einem weiteren ha weiden meine 7 Ziegen, die mir
Fleisch für Wurst geben.
Seit 3 Jahren erlerne ich das Imkern und habe schon 1 mal Honig geschleudert.
Auf Hochbeeten wächst unser Gemüse.
Man kann das alles bewältigen, wenn man in beruflich arbeitsreichen Zeiten
das Hobby auf Sparflamme hält und in ruhigen Zeiten in den Ausbau des Hobbies investiert. Wobei das für mich eigentlich eher Lebenshaltung denn hobby ist.
Viel Glück Dir.

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