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Clemens(R)

01.06.2010, 10:08
 

Planung (m)einer Photovoltaikanlage (Energieversorgung)

Hallo,

wer von Euch nutzt bereits Photovoltaik oder hat sich damit beschäftigt?

Ich war bisher zwar immer begeistert von der Idee, meinen eigenen Strom zu erzeugen, dachte aber, unser Dach sei dafür zu ungünstig ausgerichtet. Nach dem Angebot einer Firma scheint es aber doch interessant zu sein.

Unser Dach ist nicht direkt nach Süden ausgerichtet, sondern fast nach Osten (70 Grad Fehlstellung gegenüber Süden). Da das Dach aber 45 Grad hat, scheint die Sonne zumindest im Sommer auch noch am Nachmittag auf das Dach.

Ich habe jetzt, während ich den Beitrag schreibe, das Angebot der Firma leider nicht zur Hand. Der Gesamtbetrag inkl. Montage beträgt jedoch etwa 65.000 Euro, der Betrag wird innerhalb von 11-12 Jahren durch die Einspeisevergütung eingespielt (bei Fertigstellung bis zum 30.06., was wir allerdings nicht mehr schaffen). Angeboten wurden Solarzellen aus deutscher Fertigung, für die Musterrechnung wurde die Meßwerte der Sonneneinstrahlung der letzten 20 Jahre in Osnabrück zugrunde gelegt, was realistisch klingt.

Hat jemand Erfahrungen, was diese Musterrechnungen angeht? Habt Ihr im Schnitt den Strom erzeugen können, der vorhergesagt wurde?

Den Bau der Anlage haben wir noch etwas zurückgestellt, da uns der Stichtag zu knapp war. Wir verlieren dadurch zwar einen Teil der Einspeisevergütung (Senkung zum 01.07.2010), wir erwarten jedoch eine Preissenkung der Solarzellen nach diesem Stichtag (der Preisdruck auf die Händler ist größer, außerdem scheinen gute Solarzellen vor dem Stichtag knapp zu sein). Für uns bieten sich nun also zwei generelle Möglichkeiten:

- Konkurrenzangebote einholen und dann eine der Firmen beauftragen

- Planung und Kauf z.B. mit Hilfe von oeko-energie.de, Aufbau selbst.

Was würdet Ihr empfehlen?

Viele Grüße

Clemens

---
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Armin(R)

E-Mail

01.06.2010, 11:21

@ Clemens

Planung (m)einer Photovoltaikanlage

Hallo Clemens,
» Unser Dach ist nicht direkt nach Süden ausgerichtet, sondern fast nach
» Osten (70 Grad Fehlstellung gegenüber Süden). Da das Dach aber 45 Grad
» hat, scheint die Sonne zumindest im Sommer auch noch am Nachmittag auf das
» Dach.

durch die nicht gerade optimale Dachausrichtung verliertst Du etwa ein Achtel bis ein Siebtel. Ungefähr 87% vom Optimum (ganz grob) sind zu schaffen. Außerdem hast Du im hohen Norden natürlich nicht gerade Allgäuer Einstrahlungswerte.

Um so wichtiger sind
- realistische Modellierung
- Module, die halten, was sie versprechen
- gute Abstimmung der Komponenten

sonst wird das immer weniger lukrativ.

Man hat als Interessent gern mal völlig abweichende (oft haltlose) Versprechungen vorliegen. Wer (als Verkäufer) konservativ rechnet, bekommt oft deshalb den Zuschlag nicht - die Konkurrenz bietet ja mehr Sonne an :confused:
Unter anderen deshalb tummeln sich in diesem Markt so viele Gauner.

Was ich an Deiner Stelle machen würde?

- Bei Öko-Energie kaufen, nehme ich an (ernstzunehmende Leute dort)
- selbst montieren, bei so einer Riesenanlage kommt schon was an Ersparnis zusammen (Fühlst Du Dich auf einem Dach wohl genug? Hast Du Helfer? Bekommst Du günstig ein Gerüst?)
- Vorschriften einhalten, sonst zahlt im Schadensfall (Sturm etc.) die Versicherung keinen cent, u.a. auch deshalb auf die Erfahrung und Vorsicht von z.B. oekeoenergie bauen: Randabstände (zu First/Ortgang), Abstand der Dachhaken, Blitzschutz, etc.

Du hast nicht danach gefragt, aber da wir im Autarkieforum sind...
Was die Eigenversorgung im Notfall angeht: Das einfachste ist m.E. parallel ein kleines Inselsystem zu montieren.
Module auf ein Vordach/den Carport/Wintergarten/Schuppen/an die Fassade etc.

Für wirklich wichtige Verbraucher kommt man mit ein paar hundert Watt (peak) weit, zumindest einige Zeit. Und auch ein einskomma-kW-Inselsystem kostet nicht mehr die Welt (auch von oekoenergie).

Ich bekomme natürlich keine Prozente von denen, bin aber zufriedener Kunde.

Grüße

Armin

Bederich(R)

E-Mail

01.06.2010, 20:17

@ Armin

Planung (m)einer Photovoltaikanlage

» Was die Eigenversorgung im Notfall angeht: Das einfachste ist m.E.
» parallel ein kleines Inselsystem zu montieren.

Hallo Armin,
das ist absolut richtig.
Größere Investitionen werden normalerweise, jedenfalls bei uns, in der Familie besprochen und dann eine gemeinsame Entscheidung gefällt.

Viele Menschen entscheiden sich eher für eine PV-Anlage für Netzeinspeisung weil diese sich nach einigen Jahren rentiert (oder auch nicht) als für eine Inselanlage die sich nur rentiert wenn tatsächlich Stromausfälle stattfinden die wenigsten 48 Stunden dauern.

Ein ehemaliger Klassenkamerad ist Landwirt(mit Milchvieh) und ich habe einige male mit ihm über die Folgen von Stromausfällen gesprochen. Und was macht er?
Er lässt eine 60Kw PV-Anlage installieren.
Nicht einmal eine Einspeisung für Notstrom ist vorgesehen!

Schönen Gruß
Bederich

---
Du hast keine Chance, aber nutze sie!

Guerrero(R)

03.06.2010, 08:06

@ Clemens

Planung (m)einer Photovoltaikanlage

Buen día Festivo hombre.

Für wieviel KW ist die Anlage ausgelegt?
Nicht mehr als 5000 Euro pro KWp sollte man akzeptieren.

Du brauchst auch die Modultechnik, die noch bei weniger "Licht"
Strom erzeugt als die normalen Module.(du brauchst monokristalline
Siliziumzellen)Um beste Flächenausnutzun zu bekommen sollten die Siliziumzellen nicht rund sondern nahezu quadratisch sein. Das ist aber dann etwas teurer.

Einen Betrieb für Inselstrom solltest du auch vorsehen.

Saludo
Guerrero






» Hallo,
»
» wer von Euch nutzt bereits Photovoltaik oder hat sich damit beschäftigt?
»
» Ich war bisher zwar immer begeistert von der Idee, meinen eigenen Strom zu
» erzeugen, dachte aber, unser Dach sei dafür zu ungünstig ausgerichtet. Nach
» dem Angebot einer Firma scheint es aber doch interessant zu sein.
»
» Unser Dach ist nicht direkt nach Süden ausgerichtet, sondern fast nach
» Osten (70 Grad Fehlstellung gegenüber Süden). Da das Dach aber 45 Grad
» hat, scheint die Sonne zumindest im Sommer auch noch am Nachmittag auf das
» Dach.
»
» Ich habe jetzt, während ich den Beitrag schreibe, das Angebot der Firma
» leider nicht zur Hand. Der Gesamtbetrag inkl. Montage beträgt jedoch etwa
» 65.000 Euro, der Betrag wird innerhalb von 11-12 Jahren durch die
» Einspeisevergütung eingespielt (bei Fertigstellung bis zum 30.06., was wir
» allerdings nicht mehr schaffen). Angeboten wurden Solarzellen aus deutscher
» Fertigung, für die Musterrechnung wurde die Meßwerte der Sonneneinstrahlung
» der letzten 20 Jahre in Osnabrück zugrunde gelegt, was realistisch klingt.
»
» Hat jemand Erfahrungen, was diese Musterrechnungen angeht? Habt Ihr im
» Schnitt den Strom erzeugen können, der vorhergesagt wurde?
»
» Den Bau der Anlage haben wir noch etwas zurückgestellt, da uns der
» Stichtag zu knapp war. Wir verlieren dadurch zwar einen Teil der
» Einspeisevergütung (Senkung zum 01.07.2010), wir erwarten jedoch eine
» Preissenkung der Solarzellen nach diesem Stichtag (der Preisdruck auf die
» Händler ist größer, außerdem scheinen gute Solarzellen vor dem Stichtag
» knapp zu sein). Für uns bieten sich nun also zwei generelle
» Möglichkeiten:
»
» - Konkurrenzangebote einholen und dann eine der Firmen beauftragen
»
» - Planung und Kauf z.B. mit Hilfe von
» oeko-energie.de, Aufbau selbst.
»
» Was würdet Ihr empfehlen?
»
» Viele Grüße
»
» Clemens

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