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Saurier61(R)

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NRW,
07.07.2010, 11:05
 

Fette... für Selbermacher (Kochen/Rezepte)

Hallöle,

wenn es keine Margarine/Öl mehr gibt......
Selbstherstellung ist nicht/ nur unter viel Arbeitsauffwand(Öl) möglich....

Selbst Butter.... viel Arbeit xxxL Milch für 1kg Butter (Luxus)
Tierische Fette dagegen sind viel einfacher herzustellen.

Z.B. Schweineschmalz zum Braten, auf Brot, für Rotkohl, zum Konservieren

Man nehme von Schwein das Bindegewebe und etwas fetten weißen Speck, drehe alles durch den Fleischwolf, dann in einen Topf auf kleinster Flamme schmelzen lassen.

Dann einmal kurz auf großer Flamme, bis sich viel Bläschen bilden. Man kann es dann heiß in Marmeladengläser füllen. Deckel drauf, umdrehen fertig und lst so lange haltbar. Weit über ein Jahr.
Oder für den Verbrauch in den nächsten Wochen in eine feuerfeste Glasschale oder Metallschüssel. Hält sich auch ungekühlt. (Topflappen!!!!!!!)
Diese kleinen grauen/braunen Stückchen (Grieben) schmecken mit dem Schmalz auf Brot sehr gut. Zum Braten braucht man aber das Schmalz ohne Grieben.

Schmalz mit Apfel und Zwiebeln schmeckt auch sehr gut, ist jedoch nicht so lange haltbar. Das selbstgemachte Schmalz ist nicht zu vergleichen mit dem industriell hergestellten, welches tranig un schmierig schmeckt.

Gänseschmalz stellt man auf die gleiche Art her.
Man kann auch das Fett von gegrilltem Fleisch auffangen und in den nächsten Tagen verbrauchen. Allerdings ist dieses nicht lange haltbar, weil darin dann noch Eiweißstoffe vom Fleisch sind.

Z.B. über Kartoffeln oder für Brot.... Bratkartoffeln
zum Konservieren mit Schweineschmalz.

Gebratenes Fleisch wird mit heißem Schmalz übergossen und ist dadurch ungekühlt mindestens 1 Woche haltbar. Es muß ganz vom Schmalz eingeschlossen sein. Das Schmalz kann man danach immer noch weiter verwenden. Einfach noch mal heiß werden lassen.

In Schmalz kann man auch Teig ausbacken.


Butter....
Buttern ist eine langwierige Arbeit, für 1kg Butter ca 6-8 Stunden in Handarbeit.
Beachten muß man hierbei, dass die Kühe mindestens 2 Wochen lang kein Kraftfutter bekommen haben sondern Gras und Heu! Denn durch das Kraftfutter bilden sich in der Milch unerwünsche Essigbakterien, welche die Milchsäurebakterien verdrängen.

Da wir keine Möglichkeit haben Milchsäurebakterien zuzugeben, ist die Butter dann von schlechter Qualität und nur kurz haltbar. Bei der Fütterung von Gras und Heu haben die Kühe dann wieder die natürlichen Milchsäurebakterien in der MIlch, die auch dafür sorgen, dass die Milch zu Dickmilch werden kann und nicht ungenießbar/gammlig wird.
Wenn die Sahne dann mal sauer geworden ist, kann man sie immer noch zu Sauerrahmbutter verarbeiten.

Aber wie voher geschrieben.... Butter ist dann echter Luxus.

Und.... man muß auch noch lernen, wie man die Milch aus der Kuh bekommt... das ist nämlich nicht ganz so einfach. Und die Kuh bedankt sich auf ihre Weise, wenn sie von unerfahrenen Händen misshandelt wird.
Auch Öl mit einer Ölpresse aus Ölfrüchten zu bekommen ist langwierig und kraftaufwendig. Wenn man unbedingt dieses Fett in seiner Ernährung haben will, kann man auch die Ölfrüchte komplett essen, also den ganzen Sonnenblumenkern... Nuss, Leinsamen.... wobei man dann auch noch die anderen Wirkstoffe dieser Ölsfrüchte mit aufnimmt, was bestimmt nicht schaden kann.

Wer das mit dem Schmalz mal ausprobieren will, kann sich beim Metzger Flomen bestellen. Das ist dann schon fertig durchgedreht für den Topf.

Bei der Gans liegt das meiste Fett unter der Haut.

Rinderfett (Talg) taugt nur für Rinddfleischsuppen. Und dafür kann man es direkt am Fleisch lassen. Als Bratfett hat es einen zu hohen Schmelzpukt.

Rindernierenfett ( in Ö Kernfett) dagegen kann man zum frittieren braten und backen nehmen.. zerkeinern, gründlich wässern und dann auslassen und filtirieren. (Haarsieb) Pommes in Belgien werden fast immer in Rindernierenfett frittiert... und schmecken irre gut.

So das wars erst mal, was mir dazu eingefallen ist
Lieben Gruß von Helga

---
Wenn du etwas als richtig erkannt hast.... tu es.. und zwar sofort

Alle sehen nur Bäume und Probleme dicht an dicht...
ich seh die Zwischenräume und das Licht

Gänseblümchen(R)

11.08.2010, 08:04

@ Saurier61

Fette... für Selbermacher

Hallo Helga,

gute Anregung.
In Frankreich gibt es ganz traditionelle Rezepte dazu, z.B. Confit de Canard oder Confit de Oie. Einfach mal danach googeln. Statt Ente oder Gans kann man auch Schweinefleisch so haltbar machen. Wenn man etwas vom Fleisch braucht, durchstößt man die Fettschicht, angelt sich ein Entenbein, macht das Fett etwas ab und brät das Bein etwas auf. Man kann es aber auch kalt essen. Um das Loch wieder zu verschließen, erhitztes und wieder abgekühltes Fett drübergießen und fest werden lassen.
Für das Griebenschmalz mit Apfel und Zwiebel brate ich die beiden letzteren mitsamt den Gewürzen (Salz, Pfeffer, Thymian oder Majoran) gut durch, lasse abkühlen und gebe es dann in das noch halbflüssige Fett. So behandelt hält es im Kühlschrank oder einem kalten Raum auch sehr lange.

MfG
Gänseblümchen

» Hallöle,
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» wenn es keine Margarine/Öl mehr gibt......
» Selbstherstellung ist nicht/ nur unter viel Arbeitsauffwand(Öl)
» möglich....
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» Selbst Butter.... viel Arbeit xxxL Milch für 1kg Butter (Luxus)
» Tierische Fette dagegen sind viel einfacher herzustellen.
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» Z.B. Schweineschmalz zum Braten, auf Brot, für Rotkohl, zum Konservieren
»
» Man nehme von Schwein das Bindegewebe und etwas fetten weißen Speck, drehe
» alles durch den Fleischwolf, dann in einen Topf auf kleinster Flamme
» schmelzen lassen.
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» Dann einmal kurz auf großer Flamme, bis sich viel Bläschen bilden. Man
» kann es dann heiß in Marmeladengläser füllen. Deckel drauf, umdrehen
» fertig und lst so lange haltbar. Weit über ein Jahr.
» Oder für den Verbrauch in den nächsten Wochen in eine feuerfeste
» Glasschale oder Metallschüssel. Hält sich auch ungekühlt.
» (Topflappen!!!!!!!)
» Diese kleinen grauen/braunen Stückchen (Grieben) schmecken mit dem Schmalz
» auf Brot sehr gut. Zum Braten braucht man aber das Schmalz ohne Grieben.
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» Schmalz mit Apfel und Zwiebeln schmeckt auch sehr gut, ist jedoch nicht so
» lange haltbar. Das selbstgemachte Schmalz ist nicht zu vergleichen mit dem
» industriell hergestellten, welches tranig un schmierig schmeckt.
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» Gänseschmalz stellt man auf die gleiche Art her.
» Man kann auch das Fett von gegrilltem Fleisch auffangen und in den
» nächsten Tagen verbrauchen. Allerdings ist dieses nicht lange haltbar,
» weil darin dann noch Eiweißstoffe vom Fleisch sind.
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» Z.B. über Kartoffeln oder für Brot.... Bratkartoffeln
» zum Konservieren mit Schweineschmalz.
»
» Gebratenes Fleisch wird mit heißem Schmalz übergossen und ist dadurch
» ungekühlt mindestens 1 Woche haltbar. Es muß ganz vom Schmalz
» eingeschlossen sein. Das Schmalz kann man danach immer noch weiter
» verwenden. Einfach noch mal heiß werden lassen.
»
» In Schmalz kann man auch Teig ausbacken.
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» Butter....
» Buttern ist eine langwierige Arbeit, für 1kg Butter ca 6-8 Stunden in
» Handarbeit.
» Beachten muß man hierbei, dass die Kühe mindestens 2 Wochen lang kein
» Kraftfutter bekommen haben sondern Gras und Heu! Denn durch das
» Kraftfutter bilden sich in der Milch unerwünsche Essigbakterien, welche
» die Milchsäurebakterien verdrängen.
»
» Da wir keine Möglichkeit haben Milchsäurebakterien zuzugeben, ist die
» Butter dann von schlechter Qualität und nur kurz haltbar. Bei der
» Fütterung von Gras und Heu haben die Kühe dann wieder die natürlichen
» Milchsäurebakterien in der MIlch, die auch dafür sorgen, dass die Milch zu
» Dickmilch werden kann und nicht ungenießbar/gammlig wird.
» Wenn die Sahne dann mal sauer geworden ist, kann man sie immer noch zu
» Sauerrahmbutter verarbeiten.
»
» Aber wie voher geschrieben.... Butter ist dann echter Luxus.
»
» Und.... man muß auch noch lernen, wie man die Milch aus der Kuh bekommt...
» das ist nämlich nicht ganz so einfach. Und die Kuh bedankt sich auf ihre
» Weise, wenn sie von unerfahrenen Händen misshandelt wird.
» Auch Öl mit einer Ölpresse aus Ölfrüchten zu bekommen ist langwierig und
» kraftaufwendig. Wenn man unbedingt dieses Fett in seiner Ernährung haben
» will, kann man auch die Ölfrüchte komplett essen, also den ganzen
» Sonnenblumenkern... Nuss, Leinsamen.... wobei man dann auch noch die
» anderen Wirkstoffe dieser Ölsfrüchte mit aufnimmt, was bestimmt nicht
» schaden kann.
»
» Wer das mit dem Schmalz mal ausprobieren will, kann sich beim Metzger
» Flomen bestellen. Das ist dann schon fertig durchgedreht für den Topf.
»
» Bei der Gans liegt das meiste Fett unter der Haut.
»
» Rinderfett (Talg) taugt nur für Rinddfleischsuppen. Und dafür kann man es
» direkt am Fleisch lassen. Als Bratfett hat es einen zu hohen Schmelzpukt.
»
» Rindernierenfett ( in Ö Kernfett) dagegen kann man zum frittieren braten
» und backen nehmen.. zerkeinern, gründlich wässern und dann auslassen und
» filtirieren. (Haarsieb) Pommes in Belgien werden fast immer in
» Rindernierenfett frittiert... und schmecken irre gut.
»
» So das wars erst mal, was mir dazu eingefallen ist
» Lieben Gruß von Helga

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