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Clemens(R)

22.10.2010, 16:35
 

Holzlieferung (Energieversorgung)

Hallo,

nach langen Preisvergleichen (inkl. LKW-Ladungen aus dem Baltikum) haben wir dann doch noch einen guten deutschen Anbieter gefunden, wir bekamen eine LKW-Ladung mit reinem Buchenholz aus Sägewerksresten:

[image]

Hinter dem LKW hing noch ein zweiter Container, ebenfalls für uns. Sie fassen jeweils 45 m3, gefüllt waren sie mit jeweils 30 m3 Buchenholz:

[image]

Hier sieht man auch, daß der Container ordentlich gefüllt war - bei 30 m3 Ladung müßte er zu 2/3 gefüllt sein, und das war er bestimmt. Bei den bisherigen Lieferanten zahlten wir bisher nicht nur deutlich höhere Preise, sondern mehrfach wurden auch sehr zweifelhafte Mengen geliefert.

Wir sich für guts Buchenholz interessiert (muß aber noch gelagert werden), dem kann ich gern die Adresse geben.

Viele Grüße

Clemens

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Altes Brot ist nicht hart - kein Brot, das ist hart

sheeplady(R)

E-Mail

22.10.2010, 17:18

@ Clemens

Holzlieferung

» Wir sich für gutes Buchenholz interessiert (muß aber noch gelagert werden),
» dem kann ich gern die Adresse geben.
»
» Viele Grüße
»
» Clemens

Mich würde es interessieren, Clemens. Danke dir!

Liebe Grüße
S.

Helene(R)

E-Mail

Österreich,
28.10.2010, 20:47

@ Clemens

Holzlieferung

Hallo Clemens,
wie lange kommt ihr mit dieser Menge aus, bei welcher Wohnfläche? Wir haben für 150 m² 15 RM gerechnet - und 25 eingelagert, aber sogar das wird wahrscheinlich noch zu wenig sein :-(
lG Helene

» Hallo,
»
» nach langen Preisvergleichen (inkl. LKW-Ladungen aus dem Baltikum) haben
» wir dann doch noch einen guten deutschen Anbieter gefunden, wir bekamen
» eine LKW-Ladung mit reinem Buchenholz aus Sägewerksresten:
»
» [image]
»
» Hinter dem LKW hing noch ein zweiter Container, ebenfalls für uns. Sie
» fassen jeweils 45 m3, gefüllt waren sie mit jeweils 30 m3 Buchenholz:
»
» [image]
»
» Hier sieht man auch, daß der Container ordentlich gefüllt war - bei 30 m3
» Ladung müßte er zu 2/3 gefüllt sein, und das war er bestimmt. Bei den
» bisherigen Lieferanten zahlten wir bisher nicht nur deutlich höhere
» Preise, sondern mehrfach wurden auch sehr zweifelhafte Mengen geliefert.
»
» Wir sich für guts Buchenholz interessiert (muß aber noch gelagert werden),
» dem kann ich gern die Adresse geben.
»
» Viele Grüße
»
» Clemens

Clemens(R)

29.10.2010, 15:56

@ sheeplady

Holzlieferung

» Wir sich für gutes Buchenholz interessiert (muß aber noch gelagert
» werden), dem kann ich gern die Adresse geben.




Hallo S.,

wir haben beim Brennholzhandel Petershagen bstellt. hier der Link zu unserem Holz:

http://www.brennholzhandel-petershagen.de/1055619.htm

Das Sägewerk, von dem das Holz stammt, sitzt meines Wissens nach im Sauerland, wir haben es im Auftrag der Petershagener Firma direkt per Groß-LKW gebracht bekommen (normal liefert sie es im Klein-LKW, bis 10 SRM, selbst aus), in diesem Fall sollte daher auch eine überregionale Lieferung möglich sein.

Auf der Homepage werden max. 30 SRM angeboten, wir haben 60 SRM bestellt, daher konnten wir es noch eine Kleinigkeit günstiger bekommen.

Viele Grüße

Clemens

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Clemens(R)

29.10.2010, 16:36

@ Helene

Holzverbrauch

» wie lange kommt ihr mit dieser Menge aus, bei welcher Wohnfläche? Wir
» haben für 150 m² 15 RM gerechnet - und 25 eingelagert, aber sogar das wird
» wahrscheinlich noch zu wenig sein :-(





Hallo Helene,

wir sind 5-6 Personen und haben insgesamt ca. 200 m2, allerdings gemischt beheizt. Das große Wohnzimmer, die recht große Küche und den Arbeitsraum heizen wir über den Grundofen, der in die Treppe zu zwei Kinderzimmern im ersten Stock eingebaut ist. Die Wärme steigt gut nach oben, aber sie müssen zuheizen (Gas-Zentralheizung).

Weitere Zimmer im ersten Stock sind über eine andere Treppe erreichbar, dort wohnen unsere beiden Pflegekinder (erziehungsstellen) und ich habe mein Arbeitszimmer, außerdem ist dort noch ein Gästezimmer. Die Kinder spielen meist unten, heizen aber, wenn sie oben sind. Im Arbeitszimmer heize ich fast nie, meist reicht mir ein dicker Pullover.

Das als Hintergrund, unsere mit Holz beheizte Fläche ist ziemlich schwer einzuschätzen. Im letzten Winter haben wir, obwohl es teilweise ziemlich kalt war, nie mehr als einen vollen Schubkarren mit Buchenholz benötigt, das sind etwa 0,1 m3.

Wieviel wir insgesamt verbraucht haben, wissen wir gar nicht genau, da wir immer mal wieder Holz bekommen oder auch geholt haben, teilweise in unterschiedlicher Qualität. Insbesondere bei den Kleinlieferung sind wir dabei teilweise ziemlich schlecht weggekommen, daher weiß ich nicht, wieviel m3 es tatsächlich waren (wir haben auch erst vor knapp 2 Jahren geheiratet, der frühere Verbrauch meiner Frau ist etwas unklar. Das Lager war immer gut gefüllt, mal nachgekauft, mal gefällte Bäume von Bekannten, etc.

Die Abschätzung kann ich also eigentlich nur über volle Heiztage machen, und da komme ich auf vielleicht 6-8 SRM (plus Gas-Zentralheizung in den Kinderzimmern). Temperatur: Unser Schlafzimmer heizen wir fast gar nicht, unsere Wohlfühltemperatur in den Aufenthaltsräumen liegt derzeit bei 19 Grad, im Winter bei 17-18 Grad (die abgestrahlte Wärme des Grundofens läßt die Temperatur deutlich höher erscheinen !).

Wir haben dennoch so viel bestelt, weil wir zum einen mit Preissteigerungen rechnen und viel Platz haben (deshalb kann das Holz auch hier nachtrocknen), außerdem haben wir auch einen Teil (6 m3) an Bekannte abgegeben, vielleicht wollen die auch noch etwas mehr.

Viele Grüße

Clemens

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Helene(R)

E-Mail

Österreich,
02.11.2010, 20:27

@ Clemens

Holzverbrauch

Hallo, Clemens!

Danke für die ausführliche Antwort. Wir haben jetzt noch 10 RM dazugekauft (bekommen wir sehr günstig von einem Bauern im Ort). Wenn es zuviel ist, haben wir wenigstens im nächsten Jahr auch noch etwas davon.
Was mich etwas bedrückt: wir haben ja eigenen Wald, und wollen uns zukünftig unser Brennholz selbst machen. Aber wenn der Verbrauch wirklich doppelt so hoch ist, geht sich das mit unserer Planung natürlich nicht aus, und wir werden immer zukaufen müssen - adieu, Selbstversorgung :-(

lG Helene

Armin(R)

E-Mail

03.11.2010, 09:43

@ Helene

Holzverbrauch

Hallo Helene,

» Was mich etwas bedrückt: wir haben ja eigenen Wald, und wollen uns
» zukünftig unser Brennholz selbst machen. Aber wenn der Verbrauch wirklich
» doppelt so hoch ist, geht sich das mit unserer Planung natürlich nicht
» aus, und wir werden immer zukaufen müssen - adieu, Selbstversorgung :-(

den Holzverbrauch kann man natürlich beeinflussen, und unter Umständen sogar leichter als den Nachschub, je nach Preis.

Ausnutzung des Brennwerts:
Womit verheizt ihr das Holz eigentlich? Grundofen (auf einer Steinplatte), Kachelofeneinsatz (mit Rost), Einzelöfen (Schwedenofen, Holzherd,...), Zentralheizkessel? Mit oder ohne Pufferspeicher? Was für Holz (Buche, Fichte,...) ?

Verbrauch im Haus:
Da gibt's viel, was man u.U. verbessern kann - auch ohne z.B. zu dämmen. Auch kann man z.B. nur das lohnendste dämmen, z.B. den Fußboden im Speicher unterm Dach (so vorhanden). Selbst die Warmwasserversorgung bietet Spar-Potential.

Adieu Selbstversorgung muß also nicht sein, zumindest nicht ohne weiteres.

Eine Frage noch: Wieviel Wald habt ihr und welches Holz wächst da so?

Grüße und alles Gute

Armin

Helene(R)

E-Mail

Österreich,
03.11.2010, 21:10

@ Armin

Holzverbrauch

Hallo, Armin!

» den Holzverbrauch kann man natürlich beeinflussen

Ja, danke! In meiner ersten Studentenbude hatte ich auch so 8 bis 9 Grad im Winter :-( Ich brauch ja keine 25 Grad, aber so 17 bis 18 sollten es doch sein ...

» Womit verheizt ihr das Holz eigentlich? Grundofen (auf einer Steinplatte),
» Kachelofeneinsatz (mit Rost), Einzelöfen (Schwedenofen, Holzherd,...),
» Zentralheizkessel? Mit oder ohne Pufferspeicher? Was für Holz (Buche,
» Fichte,...) ?

Zentralheizung über Küchenherd ohne Pufferspeicher. Mischung aus Fichte und Buche. Wir haben schon ein bisschen herumexperimentiert, am effektivsten ist es, wenn man relativ kleine Scheiter mit einem Querschnitt von ca. 15 bis 20 cm² verwendet, und einen dicken Scheit dazu, damit man nicht alle 10 Minuten nachlegen muss. Wenn die Scheiter zu groß sind, bekommt man nicht genug Hitze zusammen für die Heiztasche, und dann schaltet sich der Heizkreis aus. Dann wird es in der Küche sehr warm (sehr zur Freude der Katze), aber die Heizkörper bleiben kalt (sehr zum Missfallen des Katers). Mein lieber Mann hat sich aber auch schon eine Programmiereinheit für die Steuerung besorgt, denn so wie die jetzt programmiert ist, sind wir auch nicht sehr glücklich damit.


» Verbrauch im Haus:
» Da gibt's viel, was man u.U. verbessern kann - auch ohne z.B. zu dämmen.
» Auch kann man z.B. nur das lohnendste dämmen, z.B. den Fußboden im
» Speicher unterm Dach (so vorhanden). Selbst die Warmwasserversorgung
» bietet Spar-Potential.

Die oberste Geschoßdecke wird _irgendwann_ gedämmt - zuerst müssen wir aber am Dachboden noch das Gerümpel von 1 1/2 Jahrhunderten entsorgen :-(

Warmwasser geht über Solar, sogar jetzt noch, wenn die Sonne scheint müssen wir nicht zuheizen.

» Eine Frage noch: Wieviel Wald habt ihr und welches Holz wächst da so?

Knappe 2 ha, davon 1/3 "Jungwald", ca. 15 bis 20 Jahre alt, der noch nie ausgelichtet wurde (sieht aus wie eine vergessene Christbaumkultur ...)
Ein Stück ist ein gut gepflegter Buchenwald, der Rest Fichte, wo dringend was gemacht werden muss (auf deutsch heisst das, dass wir die nächsten paar Jahre vorwiegend mit Fichte heizen werden). Dazwischen auch noch einige Föhren und Birken, wobei bei den Einheimischen die Föhren als Fichte und die Birken als Buche durchgehen ;-)

Wenn du noch weitere Tipps für mich hast zum Holzsparen, wäre ich dir sehr dankbar!

lG Helene

Armin(R)

E-Mail

04.11.2010, 10:22

@ Helene

Holzverbrauch senken

Hallo Helene,

» Ja, danke! In meiner ersten Studentenbude hatte ich auch so 8 bis 9 Grad
» im Winter :-( Ich brauch ja keine 25 Grad, aber so 17 bis 18 sollten es
» doch sein ...

find ich auch, Frieren ist nicht so die elegante Lösung, daran hatte ich auch nicht gedacht :-)

» Zentralheizung über Küchenherd ohne Pufferspeicher.

Ein Pufferspeicher würde bei euch nicht nur die Bequemlichkeit erhöhen, sondern auch Wirkungsgrad und Abgaswerte. Vielleicht läßt sich einer irgendwo unterbringen, im Nebenzimmer/einem Schrank/im Raum darüber? Direkt in der Wohnung ist er eh' sinnvoller als irgendwo im Keller.

Bei uns steht der Ofen im Wohnzimmer und ein 850 Liter Warmwasser/Heizwasserspeicher im Keller. Ich will aber noch oben in der Wohnung einen zusätzlichen 300-l-Heizwasserspeicher aufstellen, etwas erhöht in Ofennähe.

Vorteile:
- Bei Stromausfall/Heizkreispumpendefekt kühlt der 300-l-Speicher den Ofen per Naturumlauf
- mehr Speichervolumen
- Speicherverluste kommen der Wohnung direkt zugute

Ich nehme einfach einen alten 300-l-Elektroboiler, der hier eh' noch rumsteht. Vielleicht ginge das bei euch auch? Braucht kaum Platz und kost fast nix :-)

Was das Holz-Nachlegen angeht: Ich habe den Tip aus "Einfälle statt Abfälle" befolgt und lege immer (mindestens) 2 dickere Scheiter nebeneinander, also nicht nur ein paar kleine und 1 großes. Brennt ruhiger.
Meist lege ich sogar deutlich mehr auf einmal nach, auch Scheiter auf Scheiter, alle 20-30 Minuten, und bin dann an einem durchschnittlichen Wintertag nach 3 Stunden mit Nachlegen durch, das Feuer brennt noch eine Stunde runter, dann schalte ich die Pumpe ab. Ich verwende hauptsächlich Fichte, daher geht's auch so schnell, und viel Sekundärluft.

» Wenn du noch weitere Tipps für mich hast zum Holzsparen, wäre ich dir sehr
» dankbar!

Ich nehme mal an, bei euch ist ein Feuerungsrost in der Brennkammer. Ihr könnt ja mal versuchen, was dabei herauskommt, wenn ihr die hintere Hälfte (oder so) des Rostes abdeckt, mit Edelstahlblech oder z.B. einer Schamotteplatte. Für kurze Tests reicht auch mal ein Stück alter Dachziegel :-D
Viele Ofenbauer empfehlen das, um näher an einen Grundofen heranzukommen. Bei uns bewährt es sich super, aber jeder Ofen ist anders ;-)
Dabei darf allerdings die Aschelade nicht *rappelvoll* werden, sonst ändert sich der Abbrand zu sehr.
Technisch gesehen verringerst Du damit die Primärluft (durch den Rost) und generierst damit nicht soviel Qualm.
Vorsicht dabei: Kohle braucht offenen Feuer-Rost, Buche braucht mehr Rost als Fichte. Wenn ich von Fichte auf Buche schwenke, muß ich also mein Blech nach hinten schieben (mehr Primärluft)

Bei ALLEN Öfen, mit denen ich bisher zu tun hatte, war die Sekundärluft original zu knapp für Fichte. Wenn ich also z.B. die Tür einen winzigen Spalt weiter geöffnet habe (z.B. indem ich den Türgriff nicht ganz auf ZU geschwenkt habe), hat sich irgendwo hinten oben noch ein bislang unverbrannter Qualm entzündet.
Qualm ist unverbranntes Brenngas, also Sauerei UND Verschwendung.

» » Eine Frage noch: Wieviel Wald habt ihr und welches Holz wächst da so?
»
» Knappe 2 ha, davon 1/3 "Jungwald", ca. 15 bis 20 Jahre alt, der noch nie
» ausgelichtet wurde (sieht aus wie eine vergessene Christbaumkultur ...)
» Ein Stück ist ein gut gepflegter Buchenwald, der Rest Fichte, wo dringend
» was gemacht werden muss (auf deutsch heisst das, dass wir die nächsten
» paar Jahre vorwiegend mit Fichte heizen werden). Dazwischen auch noch
» einige Föhren und Birken, wobei bei den Einheimischen die Föhren als
» Fichte und die Birken als Buche durchgehen ;-)

Habt ihr schon mal euren lokalen Förster gefragt, wie viel Buche/Fichte in eurer Gegend pro Jahr und Hektar nachwächst? Die meisten Privatwaldbenutzer unterschätzen nämlich den Nach-Wuchs. Außerdem hat der in den letzten Jahrzehnten zugenommen. In vielen (nicht allen) Gegenden Österreichs wachsen z.B. 10 fm Fichte pro Jahr und ha nach. FESTmeter, wohlgemerkt.
Vielleicht wächst in eurem Wald ja genug für euch nach, also nix mit "adieu Selbstversorgung". Nur: Das weiß ich nicht und ihr vielleicht auch nicht, aber der Förster muß es wissen :ok:

Grüße

Armin

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