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200D(R)

16.12.2010, 21:05
 

Haus mit Dieselmotor versorgen (Energieversorgung)

Moin!
Ich hatte die Idee,meinen Strom und meine Wärme mit einem 200D Mercedes Motor
selbst zu erzeugen. Die Betriebstemperatur von 80 Grad sollte ja durchaus reichen,zudem könnte die Abgastemperatur nutzbar sein. Den Strom müßte man ja aus dem 53KW-Agregat doch auch erzeugen können.
Meine Fragen sind nun,hat jemand Erfahrungen mit der Umsetzung,wie hoch wäre der Verbrauch bei optimaler Drehzahl und welche gesetzlichen Probleme könnten entstehen?;-) :-| :-(

Bederich(R)

E-Mail

17.12.2010, 11:49
(editiert von Bederich, 17.12.2010, 14:24)

@ 200D

Haus mit Dieselmotor versorgen

Hallo,
mal ein paar Daten.

Bei einem Kraftstoffverbrauch von 5 Litern stehen ca. 50 Kw/h zur Verfügung.
Bei Teillast hat der Motor einen mechanischen Wirkungsgrad von etwa 15%.
Abzüglich der Generatorverluste stehen ca. 6 Kw/h elektrische Energie zu Verfügung,
die zeitgleich verbraucht werden müsste.
Mit hohem technischen Aufwand sind maximal 35 Kw/h nutzbare Wärmeenergie zu erwarten.

Mit Pufferspeicher für den Heizungsbetrieb und einer Gleichstrom-Inselanlage (beliebig zu erweitern) für die Stromversorgung wäre so etwas zu realisieren.
Eine Wärmepumpe würde die Bilanz wesendlich verbessern.

Man sollte jedoch bedenken, dass der Wartungsaufwand für einen Motor sehr hoch ist.

Hier sind die Vorschriften:
http://www.bhkw-info.de/einfuehrung/bhkw-vorschrift.html


Schönen Gruß
Bederich

---
Du hast keine Chance, aber nutze sie!

X(R)

21.12.2010, 02:47

@ Bederich

Haus mit Dieselmotor versorgen

Hallo.

>Eine Wärmepumpe würde die Bilanz wesendlich verbessern.

Möchtest Du die etwa mit Strom betreiben?!?

Wenn wir die nicht unerheblichen Verluste des Diesels mal ignorieren, würdest Du ca. 20% für die Umwandlung in Strom und natürlich weitere 20% um in der "Wärmepumpe" wieder mechanische Energie zu gewinnen.

Damit trittst Du mit ca. 36% mehr als ein Drittel der ohne hin schon teueren Energie inne Tonne!

Lustigerweise werden direkt angetriebene Kältekompressoren erst gar nicht angeboten, weil die wohl zu effizient sind. Da käme ich nämlich auf ca. 180%, was gemessen an den lausigen 110% einer Brennwertheizung schon bemerkenswert wäre.

Zudem sollte der Diesel schon nagelneu sein, weil sich die Bastelei sonst nicht lohnt.

Dumme Frage am Rande:

Kann mir jemand etwas zu "Chinadiesel" und Pöl erzählen?
Den würde ich dann direkt mit einem Kompressor verbinden und könnte so mit Frittenfett heizen.
LG.

Bederich(R)

E-Mail

21.12.2010, 16:48

@ X

Haus mit Dieselmotor versorgen

Hallo,

» Möchtest Du die etwa mit Strom betreiben?!?

Nein!

» Zudem sollte der Diesel schon nagelneu sein, weil sich die Bastelei sonst
» nicht lohnt.

Ja, und dann auch noch mit weniger Leistung.
Leistungsbedarf und Leistungsangebot sollten möglichst dicht beieinander liegen.
So lassen sich die Startzahlen senken und der Pufferspeicher kann kleiner ausfallen.

Plaudereien aus dem Nähkästchen
eines ehemaligen Heizkesselherstellers


Schönen Gruß
Bederich

---
Du hast keine Chance, aber nutze sie!

X(R)

21.12.2010, 23:59

@ Bederich

Haus mit Dieselmotor versorgen

Hallo,
danke für Deine Antwort.

>Leistungsbedarf und Leistungsangebot sollten möglichst dicht beieinander liegen.

Dies gilt für Heizungen allgemein.

>So lassen sich die Startzahlen senken und der Pufferspeicher kann kleiner ausfallen.

Dem kann ich leider nicht voll zustimmen.
So ein BHKW verschleisst bei Dauerbetrieb recht schnell und kleinere Maschinen arbeiten längst nicht so effizient.

LG.

kaifel(R)

14.02.2013, 11:14
(editiert von kaifel, 14.02.2013, 11:27)

@ 200D

Haus mit Dieselmotor versorgen

Hallo,

hatte auch mal so einen Gedanken. Allerdings mit einem Traktor. Man könnte den Kühler an einen Pufferspeicher anbinden und über die Zapfwelle einen Generator antreiben. Besser noch einen Kompressor, der mit dem gewonnen Druck einen Generator entsprechend der Stromleistungsspitzen antriebt. So hat man auch Strom wenn der Bulldog gerade bei der Feldarbeit ist. Außerdem darf man soviel ich weiss, im stationären Bereich auch Heizöl nutzen. Nutzt man aber eigens produziertes Rapsöl, hat sich der Kreis wieder geschlossen :-D
Allerdings ist das was Du vorhast nichts anderes als ein BHKW (ohne Netzeinspeisung). Hier gilt es wirklich die Wirkungsgrade zu beachten. Bei einem n el = 30 % und n therm. = 70 % produzierst Du bei einem Diesel- Literpreis von 1,50 Euro für über einen Euro davon Wärme. Wenn die Puffer voll sind und Du produzierst weiter Strom ist dies nur als Notlösung zu betrachten.
Gruß Kaifel

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