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freelanders(R)

23.02.2011, 15:43
 

Gemeinsam unabhängig bzw. selbständig arbeiten und leben (Projekte)

Wir sind eine Familie mit zwei Kindern 18 und 13 Jahren und leben in Dresden ich bin Landschaftgärtner, meine Frau ist Hebamme von Beruf. Unsere Kinder gehen noch zur Schule und besuchen die siebte und zwölfte Klasse.

Unser Ziel ist es, den ständigen Druck durch Leistungsorientierung, Geldvermehrung und steigende Abhängigkeit von Banken, Konzernen ( vor allem im Bereich Energie und Nahrungsmittelindustrie) sowie seitens der Politik loszuwerden.

Die konkrete Vorstellung besteht darin, auf einem großen Grundtsück, (ab ca. 5000 qm) evtl. mit Bauernhaus oder Scheune etc. ( möglichst mit großer Nutzfläche zwischen 300 - 1000 qm) einen Lebensraum zu schaffen. Dieser Lebensraum soll dann mehreren Familien ( bis zu 5 - 6 Familien eine Basis zur Selbstversorgung mit Nahrungsmittelproduktion bieten. Es ist unser erklärtes Ziel, die bereits erlangten bzw. bestehenden Fähigkeiten ( Berufe, Kenntnisse und Talente) in die Gemeinschaft ergänzend zum Wohl und Nutzen der anderen einzubringen. Diese Fähigkeiten sollen auch dahingehend genutzt werden, die Dinge, welche nicht selbst produziert werden können,zu beschaffen in dem man im Umfeld damit ensprechende Dienstleistungen erbringt ( Hofladen, Tischlerarbeiten,Serviceleistungen für Haus und Garten etc.

Wir beabsichtigen ein vielfältiges Miteinander, setzen auf Erfahrung und Motivation, auf den Austausch und die Gemeinschaft. Hierbei sollten Alter Herkunft und Religion etc. keine vordergründige Rolle spielen.

Nun an alle die sich ein solches Leben ebenfalls vorstellen können:

Meldet euch mit euren Ideen, Wünschen und Überlegungen.

Bis dahin

Wolfgang und Eva

Inga(R)

27.02.2011, 14:08

@ freelanders

Gemeinsam unabhängig bzw. selbständig arbeiten und leben

Hallo Familie aus Dresden!

Ihr habt ja eine tolle Idee1
Nur, ob die praktikabel ist, das ist fraglich!


» Wir sind eine Familie mit zwei Kindern 18 und 13 Jahren und leben in
» Dresden ich bin Landschaftsgärtner, meine Frau ist Hebamme von Beruf.
» Unsere Kinder gehen noch zur Schule und besuchen die siebte und zwölfte
» Klasse.

Machen die Kinder da mit?
Denn es kostet ja eine Menge Freizeit!

»
» Unser Ziel ist es, den ständigen Druck durch Leistungsorientierung,
» Geldvermehrung und steigende Abhängigkeit von Banken, Konzernen ( vor
» allem im Bereich Energie und Nahrungsmittelindustrie) sowie seitens der
» Politik loszuwerden.

Richtig das ist lobenswert!
aber wie?
Von der Politik?
die kann ja einfach enteignen und dann steht man da und hat nichts!


»
» Die konkrete Vorstellung besteht darin, auf einem großen Grundtsück, (ab
» ca. 5000 qm) evtl. mit Bauernhaus oder Scheune etc. ( möglichst mit großer
» Nutzfläche zwischen 300 - 1000 qm) einen Lebensraum zu schaffen.
Reicht diese Nutzfläche zum Anbau von Nahrungsmitteln, wenn men keine mehr aus dem Supermarkt kaufen will?
Ist auf dem Grundstück eventuell noch eine Stromquelle (Wasser-,Bio- oder Sonnenernergie?
ach KElidung sollte auch auf dem Acker wachsen in Form von Lein, Hanf oder so!



>Dieser
» Lebensraum soll dann mehreren Familien ( bis zu 5 - 6 Familien eine Basis
» zur Selbstversorgung mit Nahrungsmittelproduktion bieten. Es ist unser
» erklärtes Ziel, die bereits erlangten bzw. bestehenden Fähigkeiten (
» Berufe, Kenntnisse und Talente) in die Gemeinschaft ergänzend zum Wohl und
» Nutzen der anderen einzubringen. Diese

Ich hoffe das das gelingt!


> Diese Fähigkeiten sollen auch dahingehend
» genutzt werden, die Dinge, welche nicht selbst produziert werden können,zu
» beschaffen in dem man im Umfeld damit ensprechende Dienstleistungen
» erbringt ( Hofladen, Tischlerarbeiten, Serviceleistungen für Haus und
» Garten etc.

aber bitte kontinuierlich!

Und wie lange hält man das aus, wenn das soviel Freizeit kostet.
Ob es den Kindern dann an Lebensqualität mangelt?

aber wir westdeutschen Bauernkinder haben ja auch verzichtet und arbeiten müssen!
Nun können wir erst mal den Konsum und die Freizeit voll genießen!
Aber,wir können auch nachvollziehen, wie wir uns von der Industrialisierung abhängig machen und wie Sozialisation darunter leidet!

Das will alles reiflich überlegt sein!
»
» Wir beabsichtigen ein vielfältiges Miteinander, setzen auf Erfahrung und
» Motivation, auf den Austausch und die Gemeinschaft. Hierbei sollten Alter
» Herkunft und Religion etc. keine vordergründige Rolle spielen.
»
» Nun an alle die sich ein solches Leben ebenfalls vorstellen können:
»
» Meldet euch mit euren Ideen, Wünschen und Überlegungen.
»
» Bis dahin
»
» Wolfgang und Eva

Eine sehr interessante Idee!

LG
Inga

Inga(R)

27.02.2011, 15:07

@ freelanders

Gemeinsam unabhängig bzw. selbständig arbeiten und leben

» Wir sind eine Familie mit zwei Kindern 18 und 13 Jahren und leben in
» Dresden ich bin Landschaftgärtner, meine Frau ist Hebamme von Beruf.
» Unsere Kinder gehen noch zur Schule und besuchen die siebte und zwölfte
» Klasse.
»
» Unser Ziel ist es, den ständigen Druck durch Leistungsorientierung,
» Geldvermehrung und steigende Abhängigkeit von Banken, Konzernen ( vor
» allem im Bereich Energie und Nahrungsmittelindustrie) sowie seitens der
» Politik loszuwerden.
»
» Die konkrete Vorstellung besteht darin, auf einem großen Grundtsück, (ab
» ca. 5000 qm) evtl. mit Bauernhaus oder Scheune etc. ( möglichst mit großer
» Nutzfläche zwischen 300 - 1000 qm) einen Lebensraum zu schaffen. Dieser
» Lebensraum soll dann mehreren Familien ( bis zu 5 - 6 Familien eine Basis
» zur Selbstversorgung mit Nahrungsmittelproduktion bieten. Es ist unser
» erklärtes Ziel, die bereits erlangten bzw. bestehenden Fähigkeiten (
» Berufe, Kenntnisse und Talente) in die Gemeinschaft ergänzend zum Wohl und
» Nutzen der anderen einzubringen. Diese Fähigkeiten sollen auch dahingehend
» genutzt werden, die Dinge, welche nicht selbst produziert werden können,zu
» beschaffen in dem man im Umfeld damit ensprechende Dienstleistungen
» erbringt ( Hofladen, Tischlerarbeiten,Serviceleistungen für Haus und
» Garten etc.
»
» Wir beabsichtigen ein vielfältiges Miteinander, setzen auf Erfahrung und
» Motivation, auf den Austausch und die Gemeinschaft. Hierbei sollten Alter
» Herkunft und Religion etc. keine vordergründige Rolle spielen.
»
» Nun an alle die sich ein solches Leben ebenfalls vorstellen können:
»
» Meldet euch mit euren Ideen, Wünschen und Überlegungen.
»
» Bis dahin
»
» Wolfgang und Eva

aber das Leben:

http://www.3sat.de/programm/?viewlong&d=20110227&ucm=1#1430

ist zu anstrengend, oder????????????????

Talbewohner(R)

28.02.2011, 08:01

@ Inga

Gemeinsam unabhängig bzw. selbständig arbeiten und leben

Hallo Eva und Wolfgang,
ich habe euch ja bereits gepostet
und wollte nun nur etwas zu Ingas Text schreiben,

Hallo Inga.

Das die Träume der Beiden nicht so abwegig sind zeigen viele funktionierende Gemeinschaften.

Gerade der Wunsch etwas autarker und wenig angebunden ans System zu leben ist mehr als verständlich, auch wenn es in Mitteleuropa nie so richtig funktionieren wird. Das System ist überall ;o)

Der Irrglaube, den Viele haben ist, dass man mit Selbstversorgung kein Geld mehr benötigt. Das ist falsch. Vielleicht als Einsiedler.
Gerade am Anfang geht unheimlich viel Geld, Zeit und Kraft drauf.
Für die Ernährung geht prozemtual so wenig Geld weg.
Die Fixkosten werden mit SV eher höher (Grundsteuern, Berufsgenossenschaft, Tierseuchenkasse ...) Die Zwangskosten wie Müll, GEZ, Abwasser ... bleiben.
Selber machen ist toll, aber Grundmittel, Geräte, Materialen lohnen sich oft nur für den Eigenbedarf zu produzieren nicht. Überschussabsatz (Hofladen, Markt etc.) klingt immer gut, aber die gibst an jeder Ecke und das Bewußtsein der "Kunden" für hand- und herzgemachtes fehlt meist noch.

Von der Landwirtschaft , so glaube ich herausgelesen zu haben, verstehst du ja etwas. Die Schweizer in dem von dir benannten Film haben sicher mehr Zeit mit dem Finden der richtigen Blende, Beleuchtung und Kameraeinstellung zu tun gehabt als mit dem wahren Landleben (meine subjektive nicht wertende Meiniung)

Vieles auf dem Hof ist eine Frage der Arbeitseinteilung, eine kluge Auswahl der beheimateten Tiere, Aufteilung der Wege uuu.

Auch wir haben uns anfangs übernommen, weil wir zu viel wollten.
Das pegelt sich aber ein und der große Vorteil an dem Leben, wie wir es führen und wie die Vier es planen ist doch, dass die Arbeit selbstbestimmt ist.
Das ist jetzt wieder Zündstoff, weil ja trotzdem gewisse Arbeiten zwangsweise anfallen, Aber die Ursache oder das erwünschte Ergebniss setze dabei ja ich.
Wenn ich ein Gewächshaus möchte, und keine tausend Euro im Baumarkt löhnen will muss ich halt selbst Hand anlegen. Da macht nicht jedes Detail der Arbeit Spaß, aber es wachsen zu sehen macht Freude, Anders als bei vielen Lohnarbeiten. Wenn ich eigene Eier essen will - muss ich die Hühner fütter, pflegen, ausmisten etc. Ich kann wählen was zu welchem Preis ich tue.
Das meine ich mit selbstbestimmter Arbeit.

Zum Thema Freizeit noch kurz gesagt, wir trennen den Begriff Freizeit nicht ab. Das ganze Leben ist Freizeit, leider viel zu wenig und viel zu viel fremdbestimmt, geht schon im Kindesalter los.
Also, wenn ich mein Leben selbst einrichte, dann arbeite ich in meiner Freizeit oder lese, oder liebe oder oder oder.
Sollte jetzt nicht philosophisch werden.

Was ich noch ganz wichtig finde, in dem Leben, wie die Vier es planen ist auf jeden Fall mehr Raum für Achtsamkeit.
Achtsam gegenüber sich selbst, anderen Menschen, Lebewesen und der Erde allgemein.

ich wünsche euch eine angenehme Zeit
Liebe Grüße
vom Talbewohner

Clemens(R)

18.03.2011, 22:19

@ Talbewohner

Gemeinsam unabhängig bzw. selbständig arbeiten und leben

» Auch wir haben uns anfangs übernommen, weil wir zu viel wollten.
» Das pegelt sich aber ein und der große Vorteil an dem Leben, wie wir es
» führen und wie die Vier es planen ist doch, dass die Arbeit selbstbestimmt
» ist.
» Das ist jetzt wieder Zündstoff, weil ja trotzdem gewisse Arbeiten
» zwangsweise anfallen, Aber die Ursache oder das erwünschte Ergebniss setze
» dabei ja ich.
» Wenn ich ein Gewächshaus möchte, und keine tausend Euro im Baumarkt löhnen
» will muss ich halt selbst Hand anlegen. Da macht nicht jedes Detail der
» Arbeit Spaß, aber es wachsen zu sehen macht Freude, Anders als bei vielen
» Lohnarbeiten. Wenn ich eigene Eier essen will - muss ich die Hühner
» fütter, pflegen, ausmisten etc. Ich kann wählen was zu welchem Preis ich
» tue.
» Das meine ich mit selbstbestimmter Arbeit.





Hallo Talbewohner,

eine sehr schöne Zusammenfassung!

Magst Du noch ein wenig mehr erzählen, was Ihr so macjht und aus welcher Gegend Ihr seid?

Viele Grüße

Clemens (Kreis Minden-Lübbecke)

---
Altes Brot ist nicht hart - kein Brot, das ist hart

Talbewohner(R)

19.03.2011, 14:47

@ freelanders

Gemeinsam unabhängig bzw. selbständig arbeiten und leben

Ciao Clemens ,

sooo viel Interessantes gibt es da nicht zu berichten.
Wir haben uns eine ehem. Territorialabtei gekauft und noch etwas Land dazu, ein wenig Land von der Gemeinde gepachtet und freuen uns nun an der Entwicklung des Ganzen. Fast einen halben ha Streuobstwiese neu angelegt und einen Waldgarten, mit großer Sonnenfalle, versuchen einige Flächen nach Permakulturgedanken zu "bewirtschaften", ziehen vor allem Kräuter, Obst und Gemüse. Als Rasenmäher halten wir eine kleine Gruppe Ouessantschafe.
Nachdem wir zuerst von Produkten aus der gängigen Massentierhaltung Abstand nahmen und nur aus eigener "Produktion" essen wollten, kam bald die Erkenntnis, dass auch dies nicht gut ist, ein Tier eingesperrt zu halten und zu töten nur wegen des zweifelhaften Genusses Fleisch. (Also kann man uns nun in die Schublade Veggi stecken) Käse und Butter selbst herstellen haben wir versucht, nutzen nun aber lieber die Zeit für Wichtigeres und lassen dies die Spezialisten tun. Vielleicht wieder, wenn wir mehr Leute sind?
Die Milch holen wir in Kannen von einer befreundeten Bäuerin.

Jetzt, ohne "Nutztierhaltung" speziell die Wollschweine, ist es einfacher.
Der Aufwandt für die Futtererzeugung, Futterzukauf und das tägliche Fütter etc.
ist weggefallen. Die Wildenten und-Gänse leben zwar noch mit auf dem Hof, dienen aber nicht mehr der Weihnachtsbratengewinnung sondern bereichern einfach die ländliche Idylle. 7 Hühner liefern nicht immer genügend Eier, weshalb wir uns schon auf die neue Brut freuen.

Die freigewordenen Kapazitäten werden wir in unsere Wildtierauffangstation stecken, weil wir glauben, dass Diese eine Arche nötiger haben als "alte Nutztierrassen" welche ja auch (nur)ein Produkt menschlicher Züchtung sind.
Außerdem werden die Wildtiere überwiegend nach ihrer Geneesung ausgewildert.

Da unser Hof groß genug ist, können sich gern interessierte Mitstreiter melden, welche sich hier Räume für Träume schaffen wollen.
Jedoch müssen wir dazu sagen, dass wir erstens keine gewerblichen Interessen vertreten und auch kein vordergründiges Kommerzdenken bei unseren Weggefährten wünschen. Achtsamkeit gegenüber sich selbst, anderen Menschen, Lebewesen und der Erde allgemein ist uns wichtiger als die Hatz nach Wachs- und Reichtum.

OH, doch etwas länger geworden,

mehr Infos unter Gut Erdenpfad

LG vom Talbewohner
ach so, wir leben im Thüringer Vogtland

Clemens(R)

01.04.2013, 15:49

@ freelanders

Gemeinsam unabhängig bzw. selbständig arbeiten und leben

Hallo Wolfgang, hallo Eva,

ich weiß nicht, ob Ihr noch mitlest. Aber ich hole den Thread auch für alle anderen aus dem Raum Dresden hervor, die sich ernsthaft für Selbstversorgung interessieren.

Ich habe Euch auch per eMail angeschrieben, da ich einen Anruf hatte, jemand würde gern mit Euch in Kontakt kommen. Aber vielleicht gibt es auch andere Mitleser, die im Raum Dresden etwas planen?

Gesucht sind in diesem Fall nicht Hoffnungen und Wünsche für die ferne Zukunft, sondern eher Leute, die eine Vorstellung davon haben, wieviel Arbeit so ein Projekt bedeuten kann und die noch den richtigen Ort suchen.

Viele Grüße

Clemens

---
Altes Brot ist nicht hart - kein Brot, das ist hart

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