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Inga(R)

03.04.2011, 15:56
 

Kaninchen schlachten: (Tiere)

damals haben die Kinder vom Dorf noch zugeschaut und eventuell mit geholfen!

Und Kinder von Kaninchenbesitz4er haben es genauso erlebt!



das wollten die Lehrer von Schule in Norddeutschland den Kindern auch vermitteln, denke ich mir.

Denn die Kinder heutzutage bekommen das ja nicht mehr geboten!

damals haben die Kinder noch zugeschaut und eventuell mit geholfen!

das wollten die Lehrer von Schule in Norddeutschland den Kindern auch vermitteln.

Denn die Kinder heutzutage bekommen das ja nicht mehr geboten!

Das war so, als wenn die Dorfkinder früher am Abend vorher von jemand erwachsenen gezeigt bekommen, dieses Schwein in diesem Stall wird morgen geschlachtet!
Verabschiede dich schon mal davon!


Nur wenn viele Schweine im Stall sind dann ist das eine was unpersönliches und wenn nur 1 oder 2 Schweine im Stall sind, dann hat man eine Beziehung zu den Tier aufgebaut und dann ist es schwerer.
Da baut man keine persönliche Beziehung zu auf!

Wir früher hatten eben mehrere, da wurde für uns Kinder irgendein Schwein aus dem Stall geholt!

aber vielleicht gab es auf dem Dorf welche die 1 oder 2 Schweine im Stall hatten!
Und die mußten dann individuell abschied nehmen.
Und das Gefühl haben die Pädagogen den Kindern vielleicht auch beibringen wollen!
Und wenn man das hinter sich hat, dann kann man urteilen, auch über die Massentierhaltung!

Es geht heutzutage nicht mehr, dass sich jeder Haushalt ein Schweinchen in den Keller stellt.

Meine Schwester (4)und ich würden jeden Morgen nach dem Stalldienst von Eltern und Großeltern aus dem Bett geholt, damit wir beim morgendlichen Frühstück der Familie dabei sind!

Eines Tages im Winter haben die uns vergessen.
Da sind wir eben im Schlafanzug in die Küche gelaufen, haben uns auf das Sofa begeben, das vor dem Fenster zum Hof stand.


die holten das Schwein aus dem Stall, der Metzger in einer Gummischürze den Schußapparat in der Hand.

Wir haben auf dem Sofa hockend aus dem Fenster gelinst
dann wieder nach unten geschaut, denn wir wollten nicht sehen, wie das Schwein getötet wird.

Dann haben wir uns die Ohren zugehalten, weil wir dachten, der Schußapparat macht einen höllischen Lärm.

Aber dann war ich sehr froh,

dass das im Brühtrog brühen und Borsten abschrabben Männerarbeit war.

Danach wurde es an so eine Art an der Wand stehenden Doppelbrett gehängt, ausgenommen und in die Waschküche gebracht und weiterverarbeitet.
Und weil Männer auch erfinderisch sind,
wurde dann später, als wir einen Frontlader am Schlepper hatten, das Schwein zum Ausnehmen an den Frontlader gehängt!
Und weil das alle machten, denke ich mir, dass es Frontlader hängend praktischer war!

Da waren auch mehr Männer beteiligt als Frauen,
eben das selbe Phänomen wie beim Grillen!

die Frauen mußten nur Wasser zum Brühen heiß machen,
später nochmal welchen für die Blut- und Leberwürste, auch Schwartenmagen, denn die mußten ja 2 Stunden kochen.

Und da mußten die Frauen dann auch aufpassen, dass die nicht platzten.
Später auch das Fleisch einkochen oder einfrieren.

Kinder waren in der Waschküche beim Schlachten unerwünscht!

Am Abend bereiteten die Frauen das Schlachtessen vor, mit Wellfleisch aus dem Wurstekessel und frischen Hackfleisch aus der Mule.


Ich lade zum Schlachtessen ein?
Vielleicht durften die Kinder dazu den Tisch decken!


Vielleicht waren die Frauen dann auch für die Wurstpflege (Salami) verantwortlich!



Trocknen, tägl. mit Salzwasser abwaschen räuchern!

auf die Wurstkammer hängen.

Und vorgestern hat das Schwein noch gelebt!

Also wir sind langsam herangeführt worden.

LG
Inga

sucher(R)

E-Mail

03.04.2011, 16:38

@ Inga

Kaninchen schlachten:

»
» das wollten die Lehrer von Schule in Norddeutschland den Kindern auch
» vermitteln, denke ich mir.
»
» Denn die Kinder heutzutage bekommen das ja nicht mehr geboten!
»
» damals haben die Kinder noch zugeschaut und eventuell mit geholfen!
»
» das wollten die Lehrer von Schule in Norddeutschland den Kindern auch
» vermitteln.
»
» Denn die Kinder heutzutage bekommen das ja nicht mehr geboten!
»
Hallo Inga,

Deine Einschätzung kann ich nicht teilen und finde es schlimm was da "gelehrt" wurde.
Man tötet doch kein Lebewesen zu Anschauungszwecken !

Das Töten von Tieren ist für uns Fleischesser zwar unumgänglich wenn wir uns nicht eines Besseren (?) besinnen,und ich finde es richtig auch mit dem Töten dann konfrontiert zu werden wenn ich das Tier dann essen will,aber dieser Feldversuch war schon etwas grenzwertig.

Die Geschichte von Eurem Schlachttag hingegen ist unverkrampft und entspricht auch meinen Erinnerungen.Auch schlachte ich selber,bzw. bin beim Schlachten dabei.:hungry:
Danke für diesen Beitrag,finde ich gut wie Du damit umgegangen bist.Meine Kinder waren auch schon beim Verarbeiten dabei,für's Zusehen beim töten sind Kinder m.M. nicht geeignet.Naturnah hin oder her,ist heute eine andere Zeit und ich möchte niemanden mit Dingen konfrontieren die meiner " Auffassung "von Erziehung entsprächen.Zumal es für mich nicht notwändig erscheint.Ich zeige Ihnen auch keine toten Soldaten wenn ich versuche ihnen den Irrsinn eines Krieges zu erklären.

LG sucher :-)

Clemens(R)

03.04.2011, 18:37

@ sucher

Kaninchen schlachten / Steinzeit-Projektwoche in einer Schule

» Deine Einschätzung kann ich nicht teilen und finde es schlimm was da
» "gelehrt" wurde.
» Man tötet doch kein Lebewesen zu Anschauungszwecken !





Hallo Sucher,

das wurde auch nicht gemacht.

Es ging in der Schule um ein Projekt, eine "Steinzeitwoche", in der die Schüler lernen sollten, wie die Menschen damals gelebt haben. Fleisch war damals nicht so allgegenwärtig wie heute (kaum eine Pizza ohne Wurst, die Nudelfüllung mit Fleisch, in der Dosensuppe, ...), sondern mußte mühsam erjagd werden. Fleisch war kostbar, und es war auch jedem klar, daß dafür ein Tier sterben mußte.

Dies sollte den Schülern in der Projektwoche klar werden. Es gibt andere Projekte, in denen Schüler oder ein Kindergarten zum Kartoffelernten zu einem Bauern gehen, um nach dem Ausbuddeln dann gemeinsam Kartoffeln ins Feuer zu legen und zu essen. Viele Schüler sind erstaunt, wie der Kartoffelbrei im Original aussieht :-) Diesen Bezug zur Herkunft finde ich wichtig und er wird auch oft gefordert: Fairer Handel, regionaler Anbau, glückliche Hühner, ... - nur bei der Herkunft des Fleischs, da tun wir uns schwer, die soll anscheinend lieber im Dunkeln bleiben?

In der Projektwoche kam also ein Landwirt (übrigens auch Sozialpädagoge) mit einem Hasen in die Schule, dieser Hase wurde dann noch in der Woche vom Landwirt geschlachtet, und für den Hasen ging es dabei den Berichten nach wesentlich besser zu als seinen Kollegen, die man in der Tiefkühltruhe der Supermärkte findet. Die Kinder konnten zuschauen, mußten es aber nicht (meines Wissens nach haben 50 von 100 Schülern zugesehen).

Es war keine Tötung zu Anschauungszwecken, sondern der Hase wurde danach ausgenommen und gegrillt! Nur war dieses Mal die Herkunft klar - und im Gegensatz zum Supermarkt war auch jedem der Preis klar, den das Tier für den Grillgenuß zahlen mußte. Und gegenüber einem normalen Grillfest war dies eigentlich der einzige Unterschied: Man wußte, wie der Braten entsteht, und dem Tier erging es vielleicht ein wenig besser dabei als seinen Kollegen.

> Naturnah hin oder her,ist heute eine andere Zeit und ich möchte niemanden
> mit Dingen konfrontieren die meiner "Auffassung "von Erziehung entsprächen.


Was ist denn Deine Auffassung von Erziehung? Sollen die Kinder etwas tun lernen (hier: Fleisch mit Genuß essen), das sie vielleicht nicht tun würden, wenn sie wüßten, um was es dabei geht?

Ich weiß, Du wirst jetzt natürlich protestieren. Gerne, mach das. Aber erkläre mir bitte mal, warum Kindern "fairer Handel" etc. beigebracht werden soll bzw. ihnen die Verantwortung für ihre Kaufentscheidungen gezeigt werden soll (Arbeitsbedingungen für den Bezug bestimmter Waren, Auswirkungen auf die Natur durch Monokulturen, ...), dies aber beim Fleisch nicht geschehen soll?

> Zumal es für mich nicht notwändig erscheint.Ich zeige Ihnen auch keine
> toten Soldaten wenn ich versuche ihnen den Irrsinn eines Krieges zu
> erklären.


Passend wäre das Beispiel eher dann, wenn Du Krieg rechtfertigen willst, es aber ablehnst, die Folgen zu zeigen, nämlich die toten Soldaten.

Du wirst es erraten haben: Ich esse kein Fleisch (Ausnahme: Fisch), weil ich weder möchte, daß die Tiere für mich getötet werden noch daß sie für mich in unerträglicher Massentierhaltung gehalten werden.

Allerdings sehe ich ein, daß zu einer konsequenten Selbstversorgung eigentlich Tiere gehören (auch wegen Dünger!), und ich habe kein Problem, wenn mir jemand sagt, er hält Tiere, weil er gern Fleisch essen müsse. Derjenige ist für sich konsequent: Er kennt den Preis, hat es abgewogen und sich für Fleisch entschieden. Für ihn wird das Fleisch aber vermutlich kein Billigartikel werden, sondern er weiß, daß Fleisch kostbar ist.

Etwas Schwierigkeiten habe ich allerdings damit, wenn der Preis möglichst verheimlicht werden soll. Warum eigentlich? Weil manche Kinder dann kein Fleisch mehr essen würden? Vielleicht wüßten sie es aber auch ein wenig mehr zu schätzen?

Für meine Frau war ihre Kindheit etwas problematisch, denn ihr Vater hatte Gefallen daran, sie durch das Schlachten zu quälen, und je weniger sie es wollte, desto mehr mußte sie mit dabei sein. So etwas lehne ich klar ab: Ein Kind, das nicht beim Töten dabei sein will, das soll auch nicht dabei sein (so waren auch in der Schule nicht alle dabei). Aber ein Kind sollte für meine Begriffe lernen, woher das Fleisch kommt, damit es sich vernünftig entscheiden kann.

Viele Grüße

Clemens

---
Altes Brot ist nicht hart - kein Brot, das ist hart

sucher(R)

E-Mail

04.04.2011, 00:38

@ Clemens

Kaninchen schlachten / Steinzeit-Projektwoche in einer Schule

» » Deine Einschätzung kann ich nicht teilen und finde es schlimm was da
» » "gelehrt" wurde.
» » Man tötet doch kein Lebewesen zu Anschauungszwecken !

»
»
»
»
» Hallo Sucher,
»
» das wurde auch nicht gemacht.
»
» Es ging in der Schule um ein Projekt, eine "Steinzeitwoche", in der die
» Schüler lernen sollten, wie die Menschen damals gelebt haben. Fleisch war
» damals nicht so allgegenwärtig wie heute (kaum eine Pizza ohne Wurst, die
» Nudelfüllung mit Fleisch, in der Dosensuppe, ...), sondern mußte mühsam
» erjagd werden. Fleisch war kostbar, und es war auch jedem klar, daß dafür
» ein Tier sterben mußte.
»
» Dies sollte den Schülern in der Projektwoche klar werden. Es gibt andere
» Projekte, in denen Schüler oder ein Kindergarten zum Kartoffelernten zu
» einem Bauern gehen, um nach dem Ausbuddeln dann gemeinsam Kartoffeln ins
» Feuer zu legen und zu essen. Viele Schüler sind erstaunt, wie der
» Kartoffelbrei im Original aussieht :-) Diesen Bezug zur Herkunft finde ich
» wichtig und er wird auch oft gefordert: Fairer Handel, regionaler Anbau,
» glückliche Hühner, ... - nur bei der Herkunft des Fleischs, da tun wir uns
» schwer, die soll anscheinend lieber im Dunkeln bleiben?

Den pädagogischen Anspruch stelle ich nichtmal in Frage,bin trotzdem gegen diese Art von " Vorführung" .Ich habe auch viel mit Kindern und Jugendlichen zu tun,meißt problembeladen und mit deutlichen sozialen Defiziten.
Einigen davon würde bei dieser Art von Pädagogik Einblick ins wahre Leben gezeigt,bei manchen wäre dies schlicht ein Schock !

» In der Projektwoche kam also ein Landwirt (übrigens auch Sozialpädagoge)
» mit einem Hasen in die Schule, dieser Hase wurde dann noch in der Woche
» vom Landwirt geschlachtet, und für den Hasen ging es dabei den Berichten
» nach wesentlich besser zu als seinen Kollegen, die man in der
» Tiefkühltruhe der Supermärkte findet. Die Kinder konnten zuschauen, mußten
» es aber nicht (meines Wissens nach haben 50 von 100 Schülern zugesehen).
»
» Es war keine Tötung zu Anschauungszwecken, sondern der Hase wurde danach
» ausgenommen und gegrillt! Nur war dieses Mal die Herkunft klar - und im
» Gegensatz zum Supermarkt war auch jedem der Preis klar, den das Tier für
» den Grillgenuß zahlen mußte. Und gegenüber einem normalen Grillfest war
» dies eigentlich der einzige Unterschied: Man wußte, wie der Braten
» entsteht, und dem Tier erging es vielleicht ein wenig besser dabei als
» seinen Kollegen.

Mir ging es zwar um das Töten eines Tieres zu Anschauungszwecken,aber nicht nur.Will mich da aber nicht festbeissen.Ich finde es unnötig,jedes Kind weiß daß die Wurst von einem getöteten Schwein stammt,das muß ich nicht vorführen und Pseudopädagogik ins Spiel bringen.


» > Naturnah hin oder her,ist heute eine andere Zeit und ich möchte
» niemanden
» > mit Dingen konfrontieren die meiner "Auffassung "von Erziehung
» entsprächen.

»
» Was ist denn Deine Auffassung von Erziehung? Sollen die Kinder etwas tun
» lernen (hier: Fleisch mit Genuß essen), das sie vielleicht nicht tun
» würden, wenn sie wüßten, um was es dabei geht?

Meine Auffassung ist,daß keiner das Recht hat vor den Augen eines Kindes ein Tier zu "töten" um diesem Kind das "Leben" beizubringen.
Ohne Nutzen in meinen Augen.Steinigt mich ;-)

» Ich weiß, Du wirst jetzt natürlich protestieren.

Aber nein.....es geht hier um Anschauungen,nicht um persönliche Dinge:-)


» erkläre mir bitte mal, warum Kindern "fairer Handel" etc. beigebracht
» werden soll bzw. ihnen die Verantwortung für ihre Kaufentscheidungen
» gezeigt werden soll (Arbeitsbedingungen für den Bezug bestimmter Waren,
» Auswirkungen auf die Natur durch Monokulturen, ...), dies aber beim
» Fleisch nicht geschehen soll?

Durchaus von mir stets angestrebt,aber ich käme nicht auf den Gedanken mit Kindern nach Lahore zu gehen um denen zu zeigen wie den Teppichfärbern das Fleisch von den Füßen geätzt wird...nach Manila um die minderjährigen Mädchen zu zeigen welche sich prostituieren um was zu essen zu haben....nach Norddeutschland um ein Karnickel zu schlachten damit jeder Pimpf weiß daß "Currywurst" erst getötet werden muß....
Ist doch eh alles eher eine akademische Frage ,kann jeder halten wie er möchte.Wenn ich Hasen halte um sie zu essen,sehe ich keinen Grund meiner Familie das Töten der Tiere zu ersparen,zumindest nicht den Anblick.
Was Schule anbelangt sehe ich das eben etwas anders ,muß ja nicht richtig sein.

» > Zumal es für mich nicht notwändig erscheint.Ich zeige Ihnen auch
» keine
» > toten Soldaten wenn ich versuche ihnen den Irrsinn eines Krieges zu
» > erklären.

»
» Passend wäre das Beispiel eher dann, wenn Du Krieg rechtfertigen willst,
» es aber ablehnst, die Folgen zu zeigen, nämlich die toten Soldaten.
»
» Du wirst es erraten haben: Ich esse kein Fleisch (Ausnahme: Fisch), weil
» ich weder möchte, daß die Tiere für mich getötet werden noch daß sie für
» mich in unerträglicher Massentierhaltung gehalten werden.
»
» Allerdings sehe ich ein, daß zu einer konsequenten Selbstversorgung
» eigentlich Tiere gehören (auch wegen Dünger!), und ich habe kein Problem,
» wenn mir jemand sagt, er hält Tiere, weil er gern Fleisch essen müsse.
» Derjenige ist für sich konsequent: Er kennt den Preis, hat es abgewogen
» und sich für Fleisch entschieden. Für ihn wird das Fleisch aber vermutlich
» kein Billigartikel werden, sondern er weiß, daß Fleisch kostbar ist.

Sehe ich auch so und in diesem Zusammenhang würde ich Kinder nicht fern halten wollen ,s.o.

» Etwas Schwierigkeiten habe ich allerdings damit, wenn der Preis möglichst
» verheimlicht werden soll. Warum eigentlich? Weil manche Kinder dann kein
» Fleisch mehr essen würden? Vielleicht wüßten sie es aber auch ein wenig
» mehr zu schätzen?

Nein ,meine Kinder wissen wo das Schnitzel herkommt .Und wenn es so ist daß die Kinder das schlachten von Tieren lernen sollen/müssen,dann durchaus.
Wieviele von den Großstadtkindern werden das tun müssen ?


»
» Für meine Frau war ihre Kindheit etwas problematisch, denn ihr Vater hatte
» Gefallen daran, sie durch das Schlachten zu quälen, und je weniger sie es
» wollte, desto mehr mußte sie mit dabei sein. So etwas lehne ich klar ab:
» Ein Kind, das nicht beim Töten dabei sein will, das soll auch nicht dabei
» sein (so waren auch in der Schule nicht alle dabei). Aber ein Kind sollte
» für meine Begriffe lernen, woher das Fleisch kommt, damit es sich
» vernünftig entscheiden kann.

Mein Onkel hat aus erzieherischen Gründen (er hat sich geärgert weil ich ihm entwischt bin) meine Brieftauben geköpft und mir von oben aus dem Schlag vor die Füße geworfen...ohne Kopf.Da war ich 11 und die Tiere waren alles für mich.Jetzt bin ich 50 und noch immer nicht drüber weg.

Du sagst oben daß von 100 Kindern etwa 50 nicht zusehen wollten...jetzt lass ich mal den Gruppenzwang ausser acht,die Vorlauten,und die Neugierigen....ich glaube wenn jeder einzeln ohne das Drumherum hätte wählen können ob sie zusehen wollten wie ein Hase getötet wird,wäre das Verhältnis sicher anders.
Deshalb für mich ungerechtfertigte Pseudopädagogik...tut mir leid,seh ich so.


» Viele Grüße
»
» Clemens

Ebenso...:-)

LG sucher

Saurier61(R)

Homepage E-Mail

NRW,
04.04.2011, 18:32

@ sucher

Kaninchen schlachten / Steinzeit-Projektwoche in einer Schule

Hallöle,

so etwas gehört meines Erachtens nicht in einen Unterricht.

Zig Kinder, die emotional ungeschützt durch die Familie so etwas anschauen ..sollen..müssen... können...

stehen alleine da wenn sie es emotional und psychisch doch nicht verdauen können..
Keine nahestehende Person die das Kind auffängt...

Wer trägt die Verantwortung für die Kinder die dabei ein Trauma erleiden...
Wenn Kinder dabei umkippen oder auch nur weinen hat man ihnen damit schon Schaden zugefügt.

Sorry aber wenn sogenannte Pädagogen meinem Kind so etwas antun würden... da würden Köpfe rollen.

Unter Anderem war da noch eine Unterschriftenaktion von Kindern, die die Tötung des Kaninchens verhindern wollten...
Das wurde anscheinend ignoriert...
welchen pädagogischen Wert soll das bitte haben? lernen dass Kinder nicht gehört werden...
.... man auch durch Prostest gegen eine Sache nichts erreichen kann...
schöne Vorbereitung auf das Erwachsenenleben, als Bürger...als Wähler.....

Früh lernt wer.....ein Mündel....des...

ne Leute... so nicht... auch nicht unter dem Mäntelchen des Steinzeit-Anschauungsunterichts...

Einige unserer Kinder/ Enkel haben schon mal miterlebt, wie Hühner oder Enten geschlachtet werden... Aber da war immer Jemand von uns da um sich im Falle eines Falles sofort um die Kiddys zu kümmern... Jemand der den Kindern nahesteht und zu dem sie absolutes Vertrauen haben....

Wenn Kinder beim Schlachten dabei, dann nur so und nicht anders. Wir sind für die Kinderseelen... zarte und robuste ... verantwortlich...


Und vergesst bei der ganzen Sache nicht... es sind Kinder... ihre Emotionen Tieren gegenüber sind ganz anders gestrickt als die Erwachsener.
Wenn ich so überlege... als Kind bei so einer Sache dabei, hätte ich wahrscheinlich nicht nur mit einer Unterschrift dagegen protestiert...
Der Lehrer hätte in diesem Fall sehr wahrscheinlich ne Furie vor sich gehabt, die ihm sehr weh getan hätte.

Heute als Erwachsene habe ich keine Probleme ein Huhn oder eine Ente zu schlachten oder ein totes Ninni auszuziehen. Nur ein Ninni schlachten kann ich nicht... ich weiß nicht wie ich es sicher ohne es zu quälen ins Nirwana schicken könnte. :surprised:

Lieben Gruß von
Helga

---
Wenn du etwas als richtig erkannt hast.... tu es.. und zwar sofort

Alle sehen nur Bäume und Probleme dicht an dicht...
ich seh die Zwischenräume und das Licht

Inga(R)

05.04.2011, 11:55

@ Clemens

Kaninchen schlachten / Steinzeit-Projektwoche in einer Schule

» » Deine Einschätzung kann ich nicht teilen und finde es schlimm was da
» » "gelehrt" wurde.
» » Man tötet doch kein Lebewesen zu Anschauungszwecken !

»


Hallo Clemens,

Danke für die Nachricht!



> Es ging in der Schule um ein Projekt, eine "Steinzeitwoche", in der die Schüler lernen sollten, wie die Menschen damals gelebt haben. Fleisch war damals nicht so allgegenwärtig wie heute (kaum eine Pizza ohne Wurst, die Nudelfüllung mit Fleisch, in >der Dosensuppe, ...), sondern mußte mühsam erjagt werden. Fleisch war kostbar, und es war auch jedem klar, daß dafür ein Tier sterben mußte.

Richtig uns so ging es uns Kindern auf dem Bauernhof auch,
hätte ich Eltern gehabt, die Vegetarier wären, wäre ich es vielleicht auch!

> Dies sollte den Schülern in der Projektwoche klar werden.
> Es gibt andere Projekte, in denen Schüler oder ein Kindergarten zum Kartoffelernten zu einem Bauern gehen, um nach dem Ausbuddeln dann gemeinsam Kartoffeln ins Feuer zu legen und zu essen. Viele Schüler sind erstaunt, wie der Kartoffelbrei im Original aussieht

> Diesen Bezug zur Herkunft finde ich wichtig und er wird auch oft gefordert: Fairer Handel, regionaler Anbau, glückliche Hühner, ... - nur bei der Herkunft des Fleischs, da tun wir uns schwer, die soll anscheinend lieber im Dunkeln bleiben?

Ja, das ist nicht ok!
Aber dann Protestieren wie in Schlachthöfen geschlachtet wird, wer hat denn überhaupt noch Ahnung davon?
Es kann ja noch nicht einmal einer zeigen, wie es besser gehen soll!
Woher wollen die denn das wissen?
Es merkt ja noch nicht einmal einer, wenn ein Rind im Schlachthof beim Schlachten gezeigt wird und dann ein Schweinegeräusch dazu gesendet wird!

> In der Projektwoche kam also ein Landwirt (übrigens auch Sozialpädagoge) mit einem Hasen in die Schule, dieser Hase wurde dann noch in der Woche vom Landwirt geschlachtet, und für den Hasen ging es dabei den Berichten nach wesentlich besser zu als seinen Kollegen, die man in der Tiefkühltruhe der Supermärkte findet. Die Kinder konnten zuschauen, mußten es aber nicht

Das habe ich mir nämlich gedacht!
Aber so etwas schreiben ja die sensationlüsternden Journalisten nicht!


> (meines Wissens nach haben 50 von 100 Schülern zugesehen).

> Es war keine Tötung zu Anschauungszwecken, sondern der Hase wurde danach ausgenommen und gegrillt!
Das ahbe ich mir gedacht und jedes Kind konnte entschieden, wie es sich danach fühlt und ob es soetwasy auch anderen Tieren antun will, durch Fleisch- und Wurstverzehr!

> Nur war dieses Mal die Herkunft klar - und im Gegensatz zum Supermarkt war auch jedem der Preis klar, den das Tier für den Grillgenuß zahlen mußte.
Richtig und dieses Wissen ist sehr wichtig!

> Und gegenüber einem normalen Grillfest war dies eigentlich der einzige Unterschied: Man wußte, wie der Braten entsteht, und dem Tier erging es vielleicht ein wenig besser dabei als seinen Kollegen.

Warum besser?

>> Naturnah hin oder her, ist heute eine andere Zeit und ich möchte niemanden
>> mit Dingen konfrontieren die meiner "Auffassung "von Erziehung entsprächen.

> Was ist denn Deine Auffassung von Erziehung? Sollen die Kinder etwas tun lernen (hier: Fleisch mit Genuß essen), das sie vielleicht nicht tun würden, wenn sie wüßten, um was es dabei geht?

Sehr richtig!

> Ich weiß, Du wirst jetzt natürlich protestieren.
> Gerne, mach das. Aber erkläre mir bitte mal, warum Kindern "fairer Handel" etc. beigebracht werden soll bzw. ihnen die Verantwortung für ihre Kaufentscheidungen gezeigt werden soll (Arbeitsbedingungen für den Bezug bestimmter Waren, Auswirkungen auf die Natur durch Monokulturen, ...), dies aber beim Fleisch nicht geschehen soll?

Ja, möchte ich auch mal wissen?

>> Zumal es für mich nicht notwändig erscheint.Ich zeige Ihnen auch keine
>> toten Soldaten wenn ich versuche ihnen den Irrsinn eines Krieges zu
>> erklären.

> Passend wäre das Beispiel eher dann, wenn Du Krieg rechtfertigen willst, es aber ablehnst, die Folgen zu zeigen, nämlich die toten Soldaten.

> Du wirst es erraten haben: Ich esse kein Fleisch (Ausnahme: Fisch), weil ich weder möchte, daß die Tiere für mich getötet werden noch daß sie für mich in unerträglicher Massentierhaltung gehalten werden.

> Allerdings sehe ich ein, daß zu einer konsequenten Selbstversorgung eigentlich Tiere gehören (auch wegen Dünger!), und ich habe kein Problem, wenn mir jemand sagt, er hält Tiere, weil er gern Fleisch essen müsse. Derjenige ist für sich konsequent: Er kennt den Preis, hat es abgewogen und sich für Fleisch entschieden. Für ihn wird das Fleisch aber vermutlich kein Billigartikel werden, sondern er weiß, daß Fleisch kostbar ist.

Richtig,
ich denke da an Marktschreier, die die langen Salamis wie Bananen oder Aale unters Volk schmeißen!
Ich denke da an die langen Wurstpeitschen, die es es wie Naschwerk zu kaufen gibt!
Massenware und billig billig billig,
dafür müssen Tiere ihr Leben lassen!


> Etwas Schwierigkeiten habe ich allerdings damit, wenn der Preis möglichst verheimlicht werden soll. Warum eigentlich? Weil manche Kinder dann kein Fleisch mehr essen würden? Vielleicht wüßten sie es aber auch ein wenig mehr zu schätzen?

Ja, Denke ich mir auch!

> Für meine Frau war ihre Kindheit etwas problematisch, denn ihr Vater hatte Gefallen daran, sie durch das Schlachten zu quälen, und je weniger sie es wollte, desto mehr mußte sie mit dabei sein.

War der Vater ein kleiner Psychopath?
Wie alt war sie denn da?



> So etwas lehne ich klar ab: Ein Kind, das nicht beim Töten dabei sein will, das soll auch nicht dabei sein (so waren auch in der Schule nicht alle dabei).

Eben nach Pädagogenhandwerk oder -art!

> Aber ein Kind sollte für meine Begriffe lernen, woher das Fleisch kommt, damit es sich vernünftig entscheiden kann.

Genau meine Meinung!!!

Viele Grüße

Inga

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