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sucher(R)

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10.04.2011, 10:11
(editiert von sucher, 10.04.2011, 10:25)
 

Grubenkraut -Fehlversuch (Lagerung)

Hallo,

Grubenkraut, für viele von Euch sicher ein Begriff.Letzes Jahr war in mehreren Foren davon die Rede und aufgrund der Haltbarkeit,der vollwertigen Nahrung hatte ich das probiert.
Heute morgen in aller Frühe,erste Öffnung der Grube......WÜÜÜÜRRG.....bestialischer Gestank,eine schwarze Pampe ohne Konsistenz.Reingestiegen bin ich nicht,das hätte ich wohl nicht überlebt,bzw. mein Magen nicht.Mit der Schaufel bißchen drin rumgestochert,nicht ein einziger fester Kohl,alles Matsch.:-(

Meine Vorgehensweise im letzten Herbst :
Betonrohr ca. 1m Durchmesser,1,60m lang senkrecht eingegraben.Unten etwas Kies als Drainage,darauf Haferstroh.Die Wände mit unbehandelten Brettern ringsum .
Den Kohl nach Vorschrift blanchiert und fest in diese Grube gepackt.Deckel drauf und Folie gegen Sickerwasser.Darauf 40cm Erde gepackt und ganz normal als Beet angelegt,war deshalb unsichtbar und ich dachte ich hätte damit das Nonplusultra an Vorsorge,Lagerung erreicht.

Kennt das jemand aus eigenem Versuch? Was habe ich falsch gemacht?
Hier ein paar links :

http://steiermark.orf.at/magazin/immergutdrauf/kulinarium/stories/430533/

http://shop.feentau.at/grubenkraut

muß dazusagen,daß ich "meine" Bauanleitung aus einem anderen link hatte und bei denen hat das Generationen geklappt.

LG sucher

......der die Suppe morgen auslöffeln muß :crying:

Nachtrag,so in etwa habe ich das gemacht,ist aber nicht der Original-Link

http://shop.feentau.at/WebRoot/Store2/Shops/es123961_Feen-Tau/MediaGallery/grubenkraut_folder.pdf

Saurier61(R)

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NRW,
10.04.2011, 11:47

@ sucher

Grubenkraut -Fehlversuch

Hallöle Sucher,

hast du den Kohl nach dem Blanchieren in der Sonne getrocknet?
Wenn ja, vielleicht nicht lange genug...
(Ich habs noch nicht selbst gemacht, kenne das aber von einem Nachbarn...)

Waähhh... Geruch von vergammeltem Kohl... du Ärmster...

Kleine Überlebenshilfe.... hol dir Kalk und Torf, misch das 1:1 und kipp das in die Grube. Das machst nach 3-4 Wochen, wenn es abgesackt ist noch mal.
(wegen Kalkstaub bitte Feinstaubfiltermaske benutzen)

Grube beim 2. Mal... den Deckel so auflegen, dass Luft dran kommt.
So trocknet das langsam aus... Kalk bindet den Geruch.

evt. noch ein drittes Mal das Gemisch rein... dann kannst du drei Wo. später ohne Magenentleerung arbeiten...:-D

Ist deine Grube sehr tief, dann musst du evt. teilentleeren, bis zur Geruchs-Schmerzgrenze... und dann noch mal Torf:Kalk
___________________________________________________________________________
Nachtrag... ein Grund mehr für mich, den Kohl doch besser weiter im Keller oder auf dem Dachboden zu lagern... zumal ich ja eh nur für 3 Personen Kohl brauche. Der ist dann ohne zu vergammeln bis zum Frühjahr aufgegessen.


Lieben Gruß von
Helga

---
Wenn du etwas als richtig erkannt hast.... tu es.. und zwar sofort

Alle sehen nur Bäume und Probleme dicht an dicht...
ich seh die Zwischenräume und das Licht

sucher(R)

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11.04.2011, 09:29
(editiert von sucher, 11.04.2011, 10:28)

@ Saurier61

Grubenkraut -Fehlversuch

Hallo,

@Helga,danke für den Tip,werde ich wohl so machen müssen.
Meine Geruchs-und Würgschwelle ist relativ hoch und ich dachte ich hätte in meinem Leben schon alles gerochen.......aber das war wirklich ein Magenstülper.
Ich lasse es noch paar Tage lüften,heute morgen war's schon nicht mehr ganz so extrem,habe todesmutig gleich nochmals durchgerührt.
Meine ganze Vorgehensweise habe ich mal zusammen gefasst und an gute Bekannte nach Österreich gemailt,die kennen noch alte Bauern welche das noch bis in die letzten Jahre praktizierten.Mal sehen ob die 'ne Erklärung haben.
Ich bin nämlich überzeugt daß diese Methode einer der besten ist,große Mengen an Erntegut z.T. jahrelang haltbar zu machen.Ideal also zur Vorsorge.

Nur muß das aber auch klappen,sonst steht man, wenn hier alles zusammenbricht,da wie Hinz und Kunz und hat auch nichts zu essen.
Deshalb ja auch meine diversen Versuche schon jetzt diese Dinge zu beherrschen.Wenns jetzt schief geht kann ich zu Aldi.In und nach dem Crash würde ich verhungern müssen.
Wie sagte "Basey" immer so treffend ? Im Crash selbst ist es zu spät zu lernen und sich vorzubereiten.

LG sucher

.....gibt's den Basey noch ?

Saurier61(R)

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NRW,
11.04.2011, 18:25

@ sucher

Grubenkraut -Fehlversuch

Hallöle Sucher,

klar gibt es den Basey noch... im ZF schreibt er wohl mal ab und an... hat mir Lisa am Telefon erzählt.

Genau das mit dem Weisskohl.... solche Überlegungen...was daraus werden kann, wenn man es falsch macht... halten mich davon ab, solche Sachen lange lagern zu wollen. Ausgenommen eingekocht... das ist wenigstens eine Sache, die ich sicher beherrsche:-D

Das Eingekochte hat noch einen Vorteil... ich bin nicht auf Energie angewiesen, das Zeug ist schon gar und kann man zur Not auch kalt essen.
Garantiert auch noch nach 10 Jahren ok.

Ausserdem plädiere ich für getrocknete Hülsenfrüchte... Als Vorrat zum Essen und Saatgut für die weitere Selbstversorgung.

Hier auch mal ein Nährwertvergleich....

Weißkohl mit 19kcal und 1,2g Protein pro 100g....
gegen weiße Bohnen 111kcal und 9g Protein
oder Linsen mit 121 kcal und 8,9g Protein (jeweils gegart..)
schneidet Weißkohl wesentlich schlechter ab bei den Nährwerten.

Weizen mit 102kcal und 4,5g Protein (gegart) ist zwar auch nicht schlecht, aber der Arbeitsaufwand ohne Maschinen kaum zu bewältigen. Auch ist hier der Platzbedarf zu hoch. Von 1 m² ernte ich noch nicht mal so viel, wie ich für ein Brot brauche.

Viel besser noch schneiden Süßlupinen ab... 288 kcal/100 g Proteingehalt : mind. 41% Fettgehalt : 8% (davon 2 % Lecithine) Asche : 3% Wasser : 6-7% Ballaststoffe : 2-3% Kohlenhydrate : 40%

Diese werde ich dieses Jahr aussäen... hab mir 1 Kg gekauft...
Und es weiss keiner, dass die essbar sind:-D weil alle Welt erzählt, dass Lupinen giftig sind. Aber selbst die wildwachsenden kann man .... wenn man weiss wie... essbar machen...

Für wichtig erachte ich auch Kartoffelsamen... die isst keiner in Notzeiten, und die werden nicht schlecht.

ups, ich könnte ein Buch mit den ganzen Dingen füllen....
Auch mit den Pflanzen, die draussen in Wald Feld und Wasser wachsen, wo kaum einer weiss, dass die essbar sind.

Unsere Garantie in ganz schlechten Zeiten zum Überleben....


Lieben Gruß von
Helga

---
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Alle sehen nur Bäume und Probleme dicht an dicht...
ich seh die Zwischenräume und das Licht

sucher(R)

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12.04.2011, 04:25

@ Saurier61

Grubenkraut -Fehlversuch

»
» Das Eingekochte hat noch einen Vorteil... ich bin nicht auf Energie
» angewiesen, das Zeug ist schon gar und kann man zur Not auch kalt essen.
» Garantiert auch noch nach 10 Jahren ok.


Bin ich auch Fan von und mittlerweile beherschen wir das auch ganz gut.Die Mengen sind das Problem.Also wenn's nicht zum crash kommt,dann mach ich 'ne Tafel auf,ist alleine nicht zu bewältigen.

» Ausserdem plädiere ich für getrocknete Hülsenfrüchte... Als Vorrat zum
» Essen und Saatgut für die weitere Selbstversorgung.
»

Absolut.Vor allem Getreide.Da ich schon Jahre preppe,bewegen sich meine diversen Vorräte immer im Tonnenbereich.Wir backen viel,aber ich kann an keiner Mühle vorbei und nicht mindestens ein,zwei Säcke einzuladen.
Bis auf ein Fass ist mir auch noch nichts kaputt gegangen.Lag wohl daran daß der Dinkel schon vor der Lagerung Motten hatte.Nicht aufgepasst.
Jetzt habe ich aber eine Mühle die super Ware hat.

» Diese werde ich dieses Jahr aussäen... hab mir 1 Kg gekauft...
» Und es weiss keiner, dass die essbar sind:-D weil alle Welt erzählt, dass
» Lupinen giftig sind. Aber selbst die wildwachsenden kann man .... wenn man
» weiss wie... essbar machen...


Das kenne ich jetzt noch nicht.Wie verarbeitest Du die denn?Fällt mir jetzt nur als Zutat ein und größere Mengen kann man wohl nur trocknen.


»
» Für wichtig erachte ich auch Kartoffelsamen... die isst keiner in
» Notzeiten, und die werden nicht schlecht.


Auch das ist mir neu,habe gerade gegoogelt und nicht viel gefunden.
Aber auch interessant....

http://www.garten.gd/forum/showthread.php?8-Saat-Pflanzkartoffeln-Kartoffelsamen-zchten-vermehren-lagern

werde ich versuchen.


»
» ups, ich könnte ein Buch mit den ganzen Dingen füllen....
» Auch mit den Pflanzen, die draussen in Wald Feld und Wasser wachsen, wo
» kaum einer weiss, dass die essbar sind.


Ja :-) mach mal....konnte schon viel von Dir lernen.


»
» Unsere Garantie in ganz schlechten Zeiten zum Überleben....

Yepp......


LG sucher

Saurier61(R)

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NRW,
12.04.2011, 22:21

@ sucher

Lupinen

Hallöle,
nun hat es doch etwas länger gedauert mit der Antwort....

Aus Süßlupinensamen kann man Lupinenmilch oder eine Art Tofu herstellen.
Das Süß-Lupinenmehl / Brei aus den eingeweichten Samen kann man zu 15% / 30-40% anderen Mehlen zufügen... es verbessert es die Backeigenschaften von Mehlen ohne (Weizen)Kleber wie Roggen, Mais, Hirse, Erbsen/Bohnen, Buchweizen....

Der Rest der Pflanze dient noch als Futter für Hühner.... als Gründünger oder für Komposterde... Wie alle anderen Leguminosen erhöht die Lupine den Stickstoffgehalt im Boden. Darum ist sie auch gut geeignet um sie neben Kartoffeln oder andere Pflanzen mit hohem Stickstoffbedarf zu setzen...
1 Kartoffel, daneben 1 Lupinensamen... Wenn die Lupinensamen geerntet werden... Lupinen-Pflanzen abschneiden, Wurzeln im Boden lassen.

Süßlupinen sind nicht süß... sie enthalten nur sehr viel weniger Bitterstoffe und sind daher für den menschlichen Verzehr geeignet.


Normale Lupinensamen... eigentlich nicht essbar... doch wenn man sie ausgiebig wässert mit mehrmaligem Wasserwechsel, werden die Bitterstoffe ausgeschwemmt.
Im Prinzip wie bei Eicheln, die man ja auch wässern muss, bevor man sie zu Mehl verarbeitet....

Die Schalen enthalten die meisten Bitterstoffe und sollten entfernt werden bevor der Samen dann nach dem Wässern weiter verarbeitet wird.
Man merkt es am Geschmack... bitter... weiter wässern.

Da sich beide Lupinensorten wieder kreuzen können, sollte man vor Verarbeitung sowieso testen, wie bitter die Samen schmecken.

Im Gegensatz zu Soja sind Lupinen garantiert gentech frei.

Lieben Gruß von
Helga

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sucher(R)

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19.04.2011, 10:24

@ Saurier61

Fehlversuch

» Aus Süßlupinensamen kann man Lupinenmilch oder eine Art Tofu herstellen.
» Das Süß-Lupinenmehl / Brei aus den eingeweichten Samen kann man zu 15% /
» 30-40% anderen Mehlen zufügen... es verbessert es die Backeigenschaften
» von Mehlen ohne (Weizen)Kleber wie Roggen, Mais, Hirse, Erbsen/Bohnen,
» Buchweizen....
» Lieben Gruß von
» Helga


Hallo,

danke für die Tip's,werde ich mich sicher drum kümmern.Solche Dinge suche ich immer und bin da sehr experimentierfreudig.:-)

Zum Grubenkraut.
Wie zu erwarten ,teils widersprüchliche Einschätzung meines Fehlversuches aus österreichischen Quellen.
Einig waren sich aber alle,daß ich den Schacht wohl "zu dicht" gemacht hätte.Es ist durchaus erwünscht daß der Kohl Regenwasser abbekommt,einer hat sogar gemeint,ohne ginge es nicht.
Hatte in einer der vielen Anweisungen zwar schon ähnliches gelesen ,konnte mir aber nicht so richtig vorstellen,daß dies auch funktioniert.
Zumal der ganze Dreck aus der Luft mit eingeschwemmt würde.
Kann mir also nach wie vor keinen Reim darauf machen,warum das so dermaßen schief ging.Mit bißchen Verlust hatte ich gerechnet aber daß mir der ganze Schacht umkippt war doch eine Enttäuschung.
Ich versuche immer so zu wirtschaften wie es unsere Vorfahren,deren Existenz davon abhing,auch getan haben.Deshalb muß ich an dieser genialen Methode dran bleiben und hoffen daß ich den letzten Kniff auch noch gebacken kriege.

@Helga,der Dreh mit Kalk war prima,hat einwandfrei gebunden und auf zwei Anläufen habe ich jetzt leer,war auszuhalten:-) .

Werde noch etwas tüfteln und ggf. wieder berichten.

LG sucher

Saurier61(R)

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NRW,
21.04.2011, 14:16

@ sucher

Fehlversuch

Hallöle Sucher,

ist mir gerade eingefallen....
Könnte auch noch wichtig sein....


Kohlköpfe falsch gedüngt... aus dem Handel? auf schnell groß gedüngt...
Kunstdünger...

Bei solchen Kohlköpfen vergeht mir z.B alles beim Sauerkraut machen.
Da nehm ich nur noch Eigene, die mäßig gedüngt sind, aber genügend Wasser bekommen haben... sonst ist mir das für nen Fehlversuch echt zu viel Arbeit.

Bei den gekaufen Kohlköpfen hatte ich es schon so oft, dass mir mitten in der Gärung das Kraut umgeschlagen ist.

Ich mach aus Kohl auch nur noch Sauerkraut, wenn ich einen davon kochen konnte ohne dass die ganze Küche penetrant nach Kohl riecht.....

Ah... und dann schau mal....hier:
http://www.selbstversorgerforum.de/viewtopic.php?f=9&t=6367&sid=8c077682e423ac727c4d646d3d031a0d&start=15

Lieben Gruß von
Helga

---
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sucher(R)

E-Mail

21.04.2011, 22:34

@ Saurier61

Fehlversuch

» Hallöle Sucher,
»
» ist mir gerade eingefallen....
» Könnte auch noch wichtig sein....
»
»
» Kohlköpfe falsch gedüngt... aus dem Handel? auf schnell groß gedüngt...
» Kunstdünger...
»
» Bei solchen Kohlköpfen vergeht mir z.B alles beim Sauerkraut machen.
» Da nehm ich nur noch Eigene, die mäßig gedüngt sind, aber genügend Wasser
» bekommen haben... sonst ist mir das für nen Fehlversuch echt zu viel
» Arbeit.
»
» Bei den gekaufen Kohlköpfen hatte ich es schon so oft, dass mir mitten in
» der Gärung das Kraut umgeschlagen ist.
»
» Ich mach aus Kohl auch nur noch Sauerkraut, wenn ich einen davon kochen
» konnte ohne dass die ganze Küche penetrant nach Kohl riecht.....
»
» Ah... und dann schau mal....hier:
» http://www.selbstversorgerforum.de/viewtopic.php?f=9&t=6367&sid=8c077682e423ac727c4d646d3d031a0d&start=15
»
» Lieben Gruß von
» Helga

Hallo Helga,

danke für den link ,Asche auf mein Haupt,bin dort selbst angemeldet und hab's nicht gesehen :-) .

Die Kohlköpfe waren eigene,nicht übermässig gedüngt.
Vielleicht zuwenige für den Schachtdurchmesser.Mit ca 80 Köpfen bin ich auf knapp einen Meter gekommen,hätte vielleicht bis zum Rand füllen sollen.
Nächstens muß ich eh nach Österreich und meine Bekannten leiten eine Besichtigung in die Wege.Auch ein Freilichtmuseum steht auf dem Programm,wo auch ein bestückter Schacht zu sehen ist.Vielleicht klärt sich das dann auf,ich frage so lange bis ich es kann ;-)

LG sucher

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