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Clemens(R)

13.10.2014, 23:40
 

Generator / Notstromversorgung (Energieversorgung)

Hallo Armin,

ich greife mal ein Thema aus Deinem letzten Beitrag in einem neuen Thread auf. Du schreibst:

> Wenn ich noch mal einen Generator kaufen würde, dann den Honda 10i aus'm
> BAUHAUS. 900 €, 5 Jahre Garantie. Sehr leise und sauber, startet ein
> Gefriergerät und läßt mehrere laufen. Hitzebeständigen Abgasschlauch nicht
> vergessen, falls er in einer Garage oder so laufen soll.

Was zeichnet den Honda 10i z.B. gegenüber dem Zipper ZI-STE2000IV aus?


Ich sehe, daß der Honda-Generator 7 dB leiser ist, außerdem wird die perfekte Spannungs- und Frequenzstabilität hervorgehoben. Dafür hat der Honda allerdings nur 1 kW, der Zipper 2 kW Leistung (und 12V-Ausgang).

Auf welche Punkte sollte man achten, wenn man in erster Linie die Kühltruhe und das Warmwasser-Aquarium versorgen möchte?

Schwer transportabel, aber preislich zwischen beiden Geräten, liegt der Diesel-Generator von Berlan, der in der ersten Rezension sehr gelobt wird:

http://www.amazon.de/Berlan-Diesel-Stromerzeuger-230-Volt/dp/B003H1I6I2/ref=sr_1_1?s=diy&ie=UTF8&qid=1413235254&sr=1-1&keywords=stromerzeuger+diesel

In der Einfach-Klasse, aber mit Drehstrom, liegt dieser hier:

http://www.amazon.de/Benzin-Strom-Generator-KRAFTHERTZ-Stromerzeuger-Stromaggregat/dp/B00IPKVCGI/ref=pd_cp_light_2

Wie gesagt, auf welche Kriterien sollte man achten? Würde mich über Tipps freuen.

Viele Grüße

Clemens

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Armin(R)

E-Mail

15.10.2014, 17:54

@ Clemens

Generator / Notstromversorgung

Hallo Clemens,
ich habe den Honda-Generator wegen der gnadenlosen Qualität vor allem der Motoren empfohlen. Die japanischen Kompaktgeneratoren ("Handys" ) von Kawasaki und Honda (die fallen mir grad ein) laufen bei Profis wie Monteuren, Bauarbeitern, Schaustellern etc. täglich. Erste Wahl für Wohnmobilisten, Yachtbesitzer etc.

In einer der Rezensionen vom Berlan deutet jemand an, daß laut eigener Erfahrung der Berlan ggü. Honda weniger taugt. Wer weiß...

Wenn ich was Billiges suchen würde, dann eher was in der 250€-Klasse von BAUHAUS. Bisher hatte ich noch nie Probleme mit Kulanzreparaturen, und ich nehme meine Geräte ran wie ein Profi. Dafür sind sie zwar nicht gebaut, aber das ist ja nicht mein Problem ;-)

Wenn's was Zuverlässiges für den Notfall sein soll, würde ich Qualität kaufen. Der Berlan scheint teilweise nicht benzinfeste/dauerstandfeste Dichtungen/Gummis verbaut zu haben. Das ist ein Unding.

Der Honda ist vor allem sehr leise und sparsam. Er hat übrigens auch einen 12-V-Ausgang (100W). Wenn Du 12-V-Akkus laden willst, ist allerdings fast immer ein extra Ladegerät sinnvoll.

Honda-Motoren: Wie haben einen 5-PS-Rasenmäher von Honda, ein Paradebeispiel. Stark genug um in Schrittgeschwindigkeit in eine 70 cm hoch bewachsene Wiese zu fahren (!), aber unser schmächtiger 8-jähriger kann ihn alleine anwerfen. Im Herbst stelle ich ihn in den Schuppen wie er vom letzten Mähen kommt. Im Frühjahr kippe ich altes Benzin aus dem Blechkanister auf das alte Restbenzin im Mähertank (das nix mehr taugt), schiebe ihn 10 m über die hoppelige Wiese um zu mischen. Dann je nach Tagesform muß ich 1 oder max. 2 x ziehen, dann läuft er rund.
Das ist Motorenqualität.

Die meisten Leute um mich rum bringen den Mäher jährlich zur Inspektion, sonst würde er im Frühjar nicht mal anlaufen. Teure Geräte übrigens :-|

Okay, zum Generator für Dich: Die meisten Deiner Beispiele waren vermutlich zu groß dimensioniert. Was braucht das Aquarium? Schau' mal auf dem Gefriergerät nach wieviel Watt der Motor hat. Meine Truhe hat 75W. Zum Anlaufen braucht sie max. das 12-fache (!), also reichen die 1000W vom Honda. Der Inverter hat für runde 3 Sekunden sogar noch mehr Reserve.

So oder so läuft der Generator wahrscheinlich im Teillastbereich und verschwendet in erster Linie Sprit. Ein 2kW oder gar 4kW Generator mehr noch als ein 1-kW-Gerät. Der Honda hat wenigstens eine recht sparsame Öko-Funktion.

Lautstärke ist im Notfall übrigens wichtig. 7 dB Unterschied sind riesig! Den Honda hört man kaum wenn man ein Stück weg steht. Wen willst Du im Notfall (lieber nicht) anlocken?

Mit einem sparsamen Gerät wie dem HONDA 10i und genug Benzin in Blechkanistern kommt man eine Weile klar.

Grundsätzlich:
Sinnvoller wäre ein System mit Generator plus Wechselrichter und Akkus, aber auch teurer. Damit laufen Gefriertruhe etc. effizient über den Wechselrichter der USV, und ein oder mehrmals pro Tag lädt der Generator nach. Damit kann man einen sparsamen Haushalt wochenlang betreiben. Unseren 4-Personen-Haushalt z.B. könnten wir mit Akkus /2-2,5kW Solar/Wechselrichter und einem kleinen Honda 10i völlig autark betreiben, im ganz normalen Alltag. Erst recht im Notfall. Paar hundert € Benzin pro Jahr und das wär's gewesen :-)

Was Bederich gemacht hat mit der gebrauchten USV und den externen Akkus ist eine super Sache. Gebrauchte Fahrzeugakkus taugen übrigens nix, wenn schon dann gebrauchte Akkus von einer richtigen großen USV (Serverzentrum, Hochhaus, Polizei, Krankenhaus, Funkmast,...). Einfach beim Fachhändler fragen.
Oder neue (!) Staplerakkus: Das kWh kann man für unter 150 € bekommen.
----------

Sinnvolle Sache m.E.:

- Honda 10i und Benzin in Blechkanistern
- ggf. zusätzlich USV mit min. 1000VA und externe Akkus mit mehreren kWh, alle in Reihe geschaltet, also z.B. 6 Stück 2V/250 Ah = 12V x 250 Ah = 3 kWh.
- oder halt einen richtigen Wechselrichter (z.B. Studer Xtender XTS 900-12 für 1000€, super Teil) plus Akkus

Clemens(R)

24.10.2014, 23:59

@ Armin

Generator / Notstromversorgung

» ich habe den Honda-Generator wegen der gnadenlosen Qualität vor allem der
» Motoren empfohlen.




Hallo Armin,

danke. Mir ging es bei meiner Frage ja darum, was Dich zu dieser Entscheidung gebracht hat. Es hätte ja auch die Spannungsstabilität oder überhaupt die Qualität des Stroms sein können.

Ich gebe zu, ich weiß noch nicht genau, was ich will. :-(

Als erstes mache ich mir Gedanken über die Gefriertruhe. Die ist nicht so groß wie Eure, wir haben hier nur 325 Liter, aber die sind komplett gefüllt. Und abgesehen von den fehlenden Einkochgläser gäbe es auch vieles, was man nicht spontan einkochen könnte (Eis, Eintöpfe, Gemüse, Fisch, ...)

» Wenn's was Zuverlässiges für den Notfall sein soll, würde ich Qualität
» kaufen. Der Berlan scheint teilweise nicht benzinfeste/dauerstandfeste
» Dichtungen/Gummis verbaut zu haben. Das ist ein Unding.


Das Honmda-Gerät klingt schon klasse, aber der Preis läßt mich zögern, da ich es ja derzeit nicht im Alltag brauche. Würden wir bauen (was passieren könnte - Neubau der Wochenendhütte), dann wäre das etwas anderes.

» Okay, zum Generator für Dich: Die meisten Deiner Beispiele waren
» vermutlich zu groß dimensioniert. Was braucht das Aquarium? Schau' mal auf
» dem Gefriergerät nach wieviel Watt der Motor hat. Meine Truhe hat 75W. Zum
» Anlaufen braucht sie max. das 12-fache (!), also reichen die 1000W vom
» Honda. Der Inverter hat für runde 3 Sekunden sogar noch mehr Reserve.


Ich weiß noch nicht, ob man 300 Watt Spannungswandler das schaffen würde, aber ich fürchte nicht. Und die alte Autobatterie, die noch rumliegt, würde mir auch nicht wirklich helfen.

Der Punkt, an dem meine Gedanken anfangen, ist eigentlich ein anderer.

Wir haben eine ordentliche PV-Anlage (16,5 kW Zellen, 15 kW SMA Wechselrichter), die auch sehr ordentlich läuft (allerdings ein Garantieaustausch des Wechselrichters). Nur, wenn es zum Stromausfall käme, dann hätten wir, trotz großer Anlage, kein bißchen Strom. Und bei dem gedanken wird mir deutlich, wie selbstverständlich wir den Strom erwarten, obwohl er gar nicht so völlig sicher ist.

Die Kühltruhe und das Warmwasser-Aquarium fallen mir als erstes ein. Aber wenn man sich vorstellt, der Strom fehlt, dann fällt einem ein, daß auch die Waschmaschine nicht mehr geht. Heizen könnten wir noch, denn wir heizen überwiegend mit einem Grundofen, der in eine Treppe eingebaut ist (= großes Speichervolumen). Warmwasser und die entfernteren Räume heizen wir mit Gas. Den Strombedarf der Hasheizung weiß ich nicht, aber wir könnten generell auch ohne auskommen. Gas (Kochen !) hätten wir im Moment allerdings nur eine Flasche da.

Solarzellen auf dem Dach und im Falle eines Falles doch kein Strom ! Da wir keinen Wechselrichter für ein Inselsystem haben, wäre meine theoretische Frage (praktisch traue ich mir das bei dieser Anlage nicht), ob man nicht das Netz durch einen kleinen Generator oder durch Batterie und Wechselrichter simulieren könnte: Der Solar-Wechselrichter "sieht" die Netzspannung, die der Generator erzeugt, und gibt soviel Leistung in mein Hausnetz, daß die Maximalspannung erreicht wird. Verbauche ich mehr, als mein Generator liefern kann, dann bricht die Spannung so lange nicht zusammen, wie die Sonne scheint. Ob das klappen könnte? Oder erwartet mein PV-Wechselrichter hier eine zu gro0e Frequenzstabilität, so daß es schon daran scheitern würde?

» - oder halt einen richtigen Wechselrichter (z.B. Studer Xtender XTS 900-12
» für 1000€, super Teil) plus Akkus


Gerade habe ich mir das Teil angesehen: Die Funktion "Smart Boost" beschreibt, was ich eben meinte.

Viele Grüße

Clemens

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Clemens(R)

08.12.2014, 23:22

@ Armin

Akkus für Notstromversorgung

» Was Bederich gemacht hat mit der gebrauchten USV und den externen Akkus
» ist eine super Sache. Gebrauchte Fahrzeugakkus taugen übrigens nix, wenn
» schon dann gebrauchte Akkus von einer richtigen großen USV (Serverzentrum,
» Hochhaus, Polizei, Krankenhaus, Funkmast,...). Einfach beim Fachhändler
» fragen.
» Oder neue (!) Staplerakkus: Das kWh kann man für unter 150 € bekommen.





Hallo Armin,

ja, Bederich hat da im Laufe der Zeit einige schöne Sachen zusammen bekommen. Da wir nicht sooo weit voneinander entfernt sind, habe ich sie schon sehen können. Allerdings wüßte ich im Moment nicht, wo ich gute Gebrauchtakkus bekommen könnte. Und gebrauchte Fahrzeug-Akkus hattest Du ja ausgeschlossen (wurden nicht früher alte LKW-Batterien für die Solaranlage in der Gartenhütte empfohlen?)

Staplerakkus klingen gut, da sie für Tiefentladung gedacht sind. Aber günstige Preise (und immer noch über 150 Euro/kWh) habe ich nur gefunden, wenn ich alte Akkus in Zahlung gebe (Blei). Weißt Du da eventuell eine Quelle, vielleicht sogar eher im Norden?

Wie sieht es mit neuen Auto-Batterien aus? Gilt da auch heute noch, daß man maximal 20% der Ladung entnehmen kann, wenn sie lange halten sollen?

Viele Grüße

Clemens



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» Sinnvolle Sache m.E.:
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» - Honda 10i und Benzin in Blechkanistern
» - ggf. zusätzlich USV mit min. 1000VA und externe Akkus mit mehreren kWh,
» alle in Reihe geschaltet, also z.B. 6 Stück 2V/250 Ah = 12V x 250 Ah = 3
» kWh.
» - oder halt einen richtigen Wechselrichter (z.B. Studer Xtender XTS 900-12
» für 1000€, super Teil) plus Akkus

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Clemens(R)

18.12.2014, 23:10

@ Clemens

Akkus für Notstromversorgung

Hallo Armin und die anderen,

ich habe mir jetzt den ersten Akku gekauft, einen Blei-Akku mit Kalzium/Silber-Legierung. Er soll, bei einem ähnlichen Preis wie eine normale Autobatterie, wesentlich zyklenfester sein und wird daher auch als Versorgungsbatterie für Wohnmobile etc. angeboten.

Das ist der Akku, den ich gekauft habe:

http://www.ebay.de/itm/251320324640?ru=http%3A%2F%2Fwww.ebay.de%2Fsch%2Fi.html%3F_from%3DR40%26_sacat%3D0%26_nkw%3D251320324640%26_rdc%3D1

Vermutlich identisch zum billigeren Angebot

http://www.ebay.de/itm/251322184657?ru=http%3A%2F%2Fwww.ebay.de%2Fsch%2Fi.html%3F_from%3DR40%26_sacat%3D0%26_nkw%3D251322184657%26_rdc%3D1

Beide Artikel haben die EAN 4028865113006 (auf dem ersten Akku als Kennzeichnung, beim zweiten Akku laut eBay-Angebot). Beide werden aber etwas anders beschrieben.

Weiß jemand, zu welchem Hersteller die EAN 4028865113006 gehört? Ich konnte die Akkus ansonsten nicht weiter identifizieren. SHG (Solar Handels Gesellschaft?) hat die Akkus nicht auf seiner Seite, der Begriff "Nanoech hat mich zu gelbatt.de geführt, aber die Akkus dort haben eine andere EAN.

Gelbatt hat übrigens einen sehr interessanten Vergleich von Akku-Eigenschaften:

http://gelbatt-outlet.de/pdf/Eigenschaften.pdf

Viele Grüße

Clemens

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Armin(R)

E-Mail

23.01.2015, 08:27

@ Clemens

Akkus für Notstromversorgung

Hallo Clemens,
tut mir leid daß ich erst jetzt antworte.
Ich hatte so ne Art Internetallergie ;-)

Was Fragen zur Elektrik angeht, wird es schlauer sein Bederich direkt zu fragen. Er kennt sich besser aus als ich.

Wegen Staplerakkus würde ich mir ggf. dort ein Angebot machen lassen:
http://www.oeko-energie.de/produkte/solarstrom-photovoltaik/solar-batterien/index.php

Einfach mal die Seite runterscrollen zu "EXIDE EPZS-Batterien aus dem Gabelstapler-Bereich"
Was man halt rechnen muß ist Batteriepfand, wenn man keine im Tausch abgeben kann. Ich habe noch nen Schwung kleiner Bleiakkus aus einer alten 380V-USV rumliegen, mich betrifft das also nicht.

» Wie sieht es mit neuen Auto-Batterien aus? Gilt da auch heute noch, daß
» man maximal 20% der Ladung entnehmen kann, wenn sie lange halten sollen?

Starterbatterien sind für so etwas nicht gemacht. Auch die neuen nicht.

Grüße

Armin

Erdenschiff(R)

06.02.2015, 01:41

@ Armin

Akkus für Notstromversorgung

Hört sich sinnig an...bin aber noch so ziemlich Laie was Strom angeht-
http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.dasgleichstromhaus.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2...bm=isch&iact=rc&uact=3&dur=401&page=1&start=0&ndsp=40&ved=0CEQQrQMwDA

Autarkie-Oldie(R)

07.02.2015, 09:31
(editiert von Autarkie-Oldie, 07.02.2015, 11:30)

@ Erdenschiff

Akkus für Notstromversorgung

Auch ich empfehle meinen Kunden seit vielen Jahren grundsätzlich hochwertige Handies von Honda & Co. -

weil zuverlässig, leise und vor allem wirkungsgradstark.

Selbst habe ich etwas "Billigeres", weil er wirklich nur, in Extremzeiten mal abends 30 minuten läuft, wenn schon tagelang keine Sonne war, um eine Tiefentladung der Batterien zu verhindern.

Natürlich nutze ich dann nicht den schwachen 12V-Standard-Ausgang, sondern ein leistungsstarkes Ladegerät, das im Insel-Wechselrichter schon eingebaut ist. Dann geht die verbrannte Energie relativ effektiv in die Batteriebank.

Ein Direktbetrieb von Geräten ist in den allermeisten Fällen ein nerviges, verschwenderisches Unterfangen (vor allem Kühlgeräte, u.s.w., die nur gelegentlich anspringen...). Man lädt also vorrangig Batterien (wenn Sonne und Wind fehlen) und über einen Wechselrichter laufen dann die möglichst sparsamen Geräte.



Wer aber wirklich eher an einen langanhaltenden Kollaps denkt und sich die Energie für den Notstromer bunkern will, sollte eher auf Diesel oder Flüssiggas setzen, da dieser Brennstoff dann nicht altert. Seit einiger Zeit nehmen unsere Kunden vermehrt einen Allesfresser, der auch Salatöl und gereinigtes Pommesfett verstromt.

Notstromer



Günstige, gebrauchte oder ungeeignete Akkus bringen einen dann nicht viel weiter. Kostbare Energie wird im Notstromer mit schlechtem Wirkungsgrad in Strom gewandelt, geht beim Ladeprozess weiter verloren und verpufft dann in der Batteriebank...

Je nach dem, welche Vorstellungen man bei Kapazität, Autonomie-Zeit und Lebensdauer hat, gibt es unterschiedliche Bauarten und Größen. Auch wenn man nichts pauschalieren sollte, so kann man deutlich sagen, dass billig, auf Dauer immer schlechter, bzw. teuer kommt!

OpzS oder V sollte für ortsfeste, langlebige Anwendungen immer die 1. Wahl sein. Wenn es auch etwas kleiner sein darf, kommt man unterm Strich mit Sonnenschein Dryfit immer am günstigsten (Preis für die kWh - dieser ergibt sich aus Inhalt, Entladetiefe, Zyklenzahl und Anschaffungspreis), denn hier haben wir nicht nur extrem hohe Zyklenzahlen und Nutzungszeiten (bis über 10 Jahre), sondern auch einen Ladefaktor von ca. 0,95! Andere gehen runter bis unter 0,8 = ca. 15% Energie, die einfach weg ist...!

Ich selbst hatte meine Sonnenschein-Bank 10 Jahre an der autarken Zweigstelle und jetzt weiterhin hier als Notstrom-Bank (mit ca. 90% Restkapazität). Ich lade sie 2 x im Jahr eine halbe Stunde, davor ist die Ruhespannung um ca. 0,5 V abgesunken. In 230/48 V habe ich im Notfall knapp 6 kWh entnehmbare Kapazität. Grundsätzlich wird aber nur um ca. 20% entladen.

Seit letztem Jahr ist die noch größere Block-Variante mit 330/48 V auf der Insel im Einsatz. Damit habe ich dann ca. 8 kWh für den Notfall, in der Regel liegt im Sommerhalbjahr die nächtliche Entladung aber nur um ca. 10%. Somit sollte die Bank auch wieder mind. 10 Jahre zuverlässig arbeiten.

Die oben erwähnte Gabelstapler-Batterie bringt nur etwas, beim täglichen Zyklen-Einsatz.


Solarbatterien

Armin(R)

E-Mail

07.02.2015, 21:55

@ Autarkie-Oldie

Akkus für Notstromversorgung

Hallo Thomas,

» OpzS oder V sollte für ortsfeste, langlebige Anwendungen immer die 1. Wahl
» sein. Wenn es auch etwas kleiner sein darf, kommt man unterm Strich mit
» Sonnenschein Dryfit immer am günstigsten (Preis für die kWh - dieser
» ergibt sich aus Inhalt, Entladetiefe, Zyklenzahl und Anschaffungspreis),
» denn hier haben wir nicht nur extrem hohe Zyklenzahlen und Nutzungszeiten
» (bis über 10 Jahre), sondern auch einen Ladefaktor von ca. 0,95! Andere
» gehen runter bis unter 0,8 = ca. 15% Energie, die einfach weg ist...!
»

Ich habe erst jetzt die aktuellen Preise für die Solar Block gesehen. Wenn ich da ein kWh für runde 180 € bekomme, kann ich das Wort "Staplerbatterien" glaube ich aus meinem Wortschatz streichen. Hätte ich nicht gedacht.
:ok:

Clemens, schau' dir einfach mal das an, was Deinen Wunsch nach Notstrom angeht:
http://www.oeko-energie.de/produkte/solarstrom-photovoltaik/eigenstrom-anlagen-back-up/index.php#526324a2db0fb1405

Grüße

Armin

Autarkie-Oldie(R)

08.02.2015, 08:55

@ Armin

Akkus für Notstromversorgung

Das muss man aber auch differenziert betrachten.

Mancher (vor allem die großen Versandhäuser) verkaufen Sonnenschein auch für den doppelten Preis (obwohl die sicherlich günstiger einkaufen können) und die neumodische Art Batterie-Größen in kWh anzugeben, ist grundsätzlich nicht richtig.

Zum Verständnis:

Habe ich ein 100 l Fass Wasser mit Deckel, dann ist es völlig egal, ob ich das langsam oder schnell fülle, halbvoll oder randvoll. Ich kann immer soviel rausholen, wie drin ist - der Nutzen verändert sich nicht. Und wenn es nicht gerade billigster Kunststoff ist und das Ding das ganze Jahr in der prallen Sonne steht oder im Winter durchfriert, kann das ewig halten. 100 l bleiben 100 l.


Bei einer Batterie spielt aber nicht nur die Menge der entnommenen Energie (Entladetiefe) eine große Rolle, die die Haltbarkeit stark beeinflusst, sondern auch, wie schnell diese entnommen oder geladen wurde. Ob (wie standardmäßig angegeben) in 100 Stunden oder nur 5 - 10, macht einen Unterschied von bis zu 50% aus. D.h. wenn sonst über mehrere Tage evtl. 1 kWh entnehmbar, ist die Batterie plötzlich schon nach 500 Wh leer...

Daher sollte man sehr genau überlegen, wieviel Energie täglich entnommen werden soll, für wieviel Tage und wie lange die Bank halten soll. Dementsprechend unterschiedlich fällt dann die Größe aus. Ca. 80% der Standard-Batterie-Sets erfüllen nicht die Kunden-Erwartungen, weil zu knapp kalkuliert. Zu groß bringt aber auch nichts, weil zu teuer und wenn die Ladung zu schwach, lebt der Akku auch nicht so lange...

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