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Clemens(R)

10.02.2015, 08:54
 

Insel-Anlagen, AC/AC-Systeme (Energieversorgung)

(aus einem anderen Thread, von Autarkie-oldie)

» Noch mehr fragen mich dann später nach einer "sinnvollen"
» Erweiterung und ich setze in meine Antwort dann diesen Link:

»
» Erweiterung
» von Insel-Anlagen



Hallo,

ich habe mal etwas weitergelesen, da geht es dann um AC/AC-Systeme. Vielleicht stehe ich ja irgendwie auf dem Schlauch, aber ich habe es nicht verstanden.

Zum Hintergrund: Wir haben eine relativ große PV-Anlage (16,5 kWp, 15 KW Wechselrichter von SMA). Baujahr 2010, also mit Vergütung auch für selbst genutzten Strom und extra Bonus, wenn man mehr als 30% des erzeugten Stroms selbst verbraucht.

[image]

Ursprünglich hatte ich gehofft, die 30% zu überschreiten, aber das ist selbst bei unserem Verbrauch nicht möglich. Seitdem der Onkel meiner Frau, der mit im Haus wohnt, seinen Strom über unseren Zähler bezieht, und wir sehr konsequent Wasch-/Spülmaschine (leider ohne Warmwasseranschluß) bei Sonnenschein laufen lassen, haben wir 2014 gerade mal 29,5% selbst verbrauchen können.

Okay, zu meiner Frage, ich träume von einem Inselsystem. Denn derzeit haben wir zwar eine große Anlage, aber dennoch keinen Strom, wenn das Netz mal Probleme hat.

Unser Wechselrichter hat zwei Eingänge (17 Zellen unten, 56 Zellen oben). Falls sinnvoll, könnten wir einen Teil der oberen Zellen neu verdrahten (evtl. auch weitere Module auf anderem Dach) und einen Teil der Zellen für einen Inselwechselrichter nutzen (und natürlich passende Batterien besorgen).

Mit dieser Idee hätte ich alles, was im Text steht: Netz-WR, Insel-WR, Batterien, Schaltung der Module nach Belieben. Aber irgendwie stehe ich noch auf dem Schlauch, wie das genau funktionieren soll: Vom wem wird wie die Batterie geladen? Wenn der Insel-WR an den (oder einigen) Modulen hängt, wie wird bei Dunkelheit auf Batterie umgeschaltet?

Wäre schön, wenn Du dazu nochmal etwas sagen könntest.

Viele Grüße

Clemens

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Clemens(R)

10.02.2015, 08:58

@ Clemens

Insel-Anlagen, AC/AC-Systeme / Antwort von Autarkie-Oldie

[Anmerkung von Clemens: Direktes Verschieben geht nicht, ich muß Beiträge neu ins Forum stellen.]




Beitrag Autarkie-Oldie, 10.02.15, 08:43 Uhr

Vielleicht könnte man das in einen Extra-Thread verschieben, denn hier war ja die Frage nach einem DC-System...

Mir ist aufgefallen, dass es häufig gleiche Themen in unterschiedlichen Threads gibt, das macht die Übersichtlichkeit und den KORREKTEN Info-Fluß für die vielen Vorbeischauenden nicht einfacher.

Vielleicht gibt es auch deshalb relativ wenig Mitglieder.



So, also, wenn eine PV-Anlage so groß ist, dann ist es natürlich schwieriger einen Großteil direkt zu verbrauchen, als wenn sie nur 3 oder 5 kWp hätte.

Man kann mit Zeitschaltuhren, Überlegung oder eben den modernen SMA-Regelgeräten einiges optimieren, wenn aber kein Strom verbraucht wird, lässt sich kaum etwas steigern. Waren die 30% der Ansatz, hätte die Anlage kleiner werden sollen. Hat das der Anbieter damals nicht erklärt?

Gibt es keine Thermie, könnte man den sommerlichen Warmwasser-Bedarf per Heizstab decken.

Warmwasser mit Solarstrom


Soll die PV-Anlage bei Stromausfall weiter arbeiten, bedarf es einer Batteriebank und eines Kombi-Wechselrichters, der Netz- und Inselfähig ist. Will man diese Anschaffung sich sparen, benötigt man wenigstens einen Insel-WR mit eingebautem Lader (Kombi-WR), dessen Ladeleistung der PV-Leistung entspricht.

Soll nur die PV-Anlage laufen und keine Batterien laden, kann der Insel-WR eigentlich kleiner bleiben, wenn der Netz-WR direkt ins Haus einspeist. Hatten wir aber noch nicht.

Netz-Anlage mit Backup

Geht es um eine ECHTE Inselanlage, bzw. den Not-Betrieb, ohne ins Netz einspeisen zu wollen, dann benötigt man entweder, neben der passend dimensionierten Batteriebank, den typischen Solarladeregler und einen Insel-WR nach Leistungsbedarf der angeschlossenen Verbraucher. Oder eben anstelle des Reglers einen Insel-WR als Lader.

Das ist z.B. Studer Xtender oder Victron Multi Plus

Meine Kunden schalten manuell um, meist auch nur für einen bestimmten Stromkreis. Die o.g. Version macht das automatisch, die u.g. Geräte kann man z.B. mit Studer Solsafe automatisieren. Kostet aber viel und ist meiner Meinung nach, eigentlich nicht nötig.

Richtig geplant ist das alles natürlich immer günstiger, als wenn man nach und nach ersetzen muss.

Notstrom-Betrieb

Geht es um den optimalen Direktbetrieb am Tag, hat die Netz-WR-Variante leichte Wirkungsgrad-Vorteile, geht es ums optimale Batterieladen, ist ein guter Solarladeregler besser.

Um den Eigenverbrauch zu erhöhen, kann man ja auch ganz einfach - ohne Umklemmen - tagsüber die Batterien mit dem Kombi-WR laden. Wie aber bekannt, ist die kWh Batteriestrom immer teurer, als der aus der Steckdose...

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