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Armin(R)

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26.02.2015, 08:59
 

Erdäpfelpyramide (Projekte)

Hallo Forum,
vielleicht ist der eine oder andere ja schon drüber gestolpert:

In Österreich haben sie die sog. Erdäpfelpyramide in Schulen etc. als Projekt behandelt. Sieht lustig aus und könnte was taugen.

[image]

Bei youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=Pg1ueCY6vBw

Downloadlink für die Schulprojekte, mit Anleitung etc.
http://sanktmagdalena.at/uploads/media/FolderErdaepfelpyramide.pdf

Ich möchte das in diesem Jahr mal probieren. Ich hoffe, mein Holzlager gibt genug breite Bretter her, weil wegen sowas werfe ich sicher nicht das Sägewerk an ;-)

Benötigt werden je 4 Bretter à 100, 72, 52 und 38 cm. Also gute 2 qm Holz, bei 20 cm Breite.
Wobei das sooo genau nicht sein muß. 2 Stück 12er Bretter nebeneinander werden auch okay sein.

Mit guter Erde und genug Kompost - und zur Abwechslung mal ohne blöde Nematoden - könnte das pro qm beeindruckend aussehen. Und überhaupt ... die Kinners werden es lieben. Letztes Jahr haben sie in einer alten Holzwanne Karotten gezogen. Sind Mordsdinger geworden. :-D

Sieht besser aus als ein Stapel Autoreifen :lol:

Macht jemand mit? :clap:

Grüße

Armin

TigerAuge(R)

03.03.2015, 20:41

@ Armin

Erdäpfelpyramide und für mehr...

Aloha Armin

Eine lustige und gute Idee :-)

Schau mer mol (o;

Von Herzen
TigerAuge

---
Aller Zwiespalt und Irrtum kommt davon her, daß die Menschen das Gemeinsame IN sich, statt in den Dingen HINTER sich, im Licht, in der Landschaft im Beginn und im Tode, suchen.
(Rainer Maria Rilke)

Armin(R)

E-Mail

07.07.2015, 12:02

@ Armin

Erdäpfelpyramide

Hallo alle,
ich habe Anfang Mai 3 Pyramiden gebaut, mit je 1 qm Grundfläche, und 4-stöckig. Jede Pyramide hat 4 Etagen, also 16 Saatkartoffeln (Lagersorte Agria)

Zum Vergleich habe ich 4 eckige Mörtelwannen daneben stehen, mit jeweils 6 Saatkartoffeln.

Außerdem ein Hochbeet mit Frühkartoffeln (Frieslander) im 30x30 cm Raster, und ein normales Gartenbeet mit Frühkartoffeln im 30er Abstand, Reihenabstand 60 cm.

Ich bin schon gespannt, was rauskommt.

Die Pyramidenkartoffeln sehen z.Zt. mit Abstand am gesündesten und stärksten aus, gefolgt von Mörtelwanne, Hochbeet, Freiland.

Die Frühkaroffeln ersetze ich Ende Juli/Anfang August durch Kohlrabi, Grünkohl und vielleicht noch Buschbohnen.

Die Pyramiden und Wannen lasse ich in Ruhe, bis das Kraut abstirbt. Dann wandert die enstandene "Kartoffelerde" in ein neu zu bauendes Hochbeet. So richtig mit Betonstreifen drunter, Maschendraht gegen die #%$*!! Wühlmäuse , Kasten aus Douglasienleimholz wetterfest, und Teichfolie.
125 cm x 400 cm.

Jedes Jahr ein neues Hochbeet, mit Kartoffelerde gefüllt.

Soweit der Plan :-D

Grüße,
Armin

Clemens(R)

12.07.2015, 21:42

@ Armin

Erdäpfelpyramide

» Die Pyramidenkartoffeln sehen z.Zt. mit Abstand am gesündesten und
» stärksten aus, gefolgt von Mörtelwanne, Hochbeet, Freiland.





Hallo Armin,

schön, daß es mit den Pyramiden so gut geklappt hat - werde ich nächstes Jahr wohl auch ausprobieren. Ich habe dieses Jahr nur wenige Kartoffel, und die hauptsächlich zur Giersch-Unterdrückung (erst gründlich per Hand entfernt, dicht gelegte Kartoffeln sollen Giersch unterdrücken).

» Die Frühkaroffeln ersetze ich Ende Juli/Anfang August durch Kohlrabi,
» Grünkohl und vielleicht noch Buschbohnen.


Welche Buschbohnen kann man so spät noch nehmen?

» Die Pyramiden und Wannen lasse ich in Ruhe, bis das Kraut abstirbt. Dann
» wandert die enstandene "Kartoffelerde" in ein neu zu bauendes Hochbeet. So
» richtig mit Betonstreifen drunter, Maschendraht gegen die #%$*!! Wühlmäuse
» , Kasten aus Douglasienleimholz wetterfest, und Teichfolie.
» 125 cm x 400 cm.
»
» Jedes Jahr ein neues Hochbeet, mit Kartoffelerde gefüllt.


Kartoffelerde für das Hochbeet? Die ist sicherlich sehr locker, aber leider auch ausgelaugt. Normal nimmt man ja nach Starkzehrern eher einen Schwachzehrer. Macht es Sinn, ein Hochbeet mit Erde eines Starkzehrers zu beginnen?

Viele Grüße

Clemens

---
Altes Brot ist nicht hart - kein Brot, das ist hart

Armin(R)

E-Mail

13.07.2015, 08:50

@ Clemens

Erdäpfelpyramide

Hallo Clemens,

» » Die Frühkaroffeln ersetze ich Ende Juli/Anfang August durch
» Kohlrabi,
» » Grünkohl und vielleicht noch Buschbohnen.

»
» Welche Buschbohnen kann man so spät noch nehmen?

Ich nehme einfach irgendwelche - falls ich noch Saatgut bekomme. Ob's klappt hängt von vielem ab, und Gründüngung bekomme ich auf jeden Fall :-)


» Kartoffelerde für das Hochbeet? Die ist sicherlich sehr locker, aber
» leider auch ausgelaugt. Normal nimmt man ja nach Starkzehrern eher einen
» Schwachzehrer. Macht es Sinn, ein Hochbeet mit Erde eines Starkzehrers zu
» beginnen?

Hochbeet oder nicht - bei einer Neuanlage bevorzuge ich im ersten Jahr Kartoffeln. Und ob ich jetzt ein normales Beet nehme oder ein in Bretter gefaßtes Tiefkulturbeet ist mir da einerlei. Hügelbeet-Hochbeete mache ich eh' nie - ob's da problematisch wäre weiß ich nicht.

Außerdem habe ich die Kartoffelkisten/-pyramiden mit Erde, Rasenschnitt und massenhaft Brennnesseln gefüllt, was halt gerade so anfiel beim Anlegen von Blumenrabatten. Dazu Algenkalk, Hornspäne, Urgesteinsmehl und Bodenaktivator. Die Erde dürfte also nicht gerade völlig platt sein hinterher.

Nach dem Anlegen des Hochbeets säe ich im Spätherbst und im Folgejahr evtl. erst mal diverse Gründünger, v.a. "biologische Spaten", also sehr tief wurzelnde Pflanzen.

Außer natürlich ich habe ein Platzproblem mit dem Kohl, dann kommt halt im nächsten Jahr Kohl rein und wir werden sehen wie das klappt. Mit genug Pferdemist etc. wahrscheinlich ganz gut.

Giersch haben wir übrigens keinen hier. Wir haben mal welchen eingeschleppt, aber er ist eingegangen. Im Ernst. Vielleicht weiß er daß ihm hier der Kochtopf blühen würde, da geht er lieber die Leutchen oben im Dorf ärgern.

Grüße

Armin

Armin(R)

E-Mail

18.10.2015, 22:08

@ Armin

Kartoffelerträge im "Survival"-Beet, unter üblen Bedingungen

» Hallo alle,

» Außerdem ein Hochbeet mit Frühkartoffeln (Frieslander) im 30x30 cm Raster,
» und ein normales Gartenbeet mit Frühkartoffeln im 30er Abstand,
» Reihenabstand 60 cm.
»
» Ich bin schon gespannt, was rauskommt.

Inzwischen weiß ich, was rausgekommen ist. Unter den gegebenen Umständen ein ansehnlicher Ertrag, der Mut macht :-)

Im Detail:

Das "normale Gartenbeet" das ich oben erwähnt habe war alles andere als normal: es liegt im (Teil-)Schatten einer riesigen Linde, und das Beet ist von dicken Lindenwurzeln durchzogen. Nordhang.
Ausgangszustand war ein heillos von Queckengras bewachsenes Stück Wiese, schwerer Lehmboden mit Steinen
. Im Ernst :-|
Ich habe das Beet (sprich: die Quecken) ein paar Wochen vor der Pflanzung mit allem möglichem Kehricht gemulcht, vor allem Pappkarton und Fehlbodenschüttung aus einer abgebrochenen Zwischendecke. Stellt euch einfach altes Heu vermischt mit Straßendreck vor ;-)

Als es an die Pflanzung ging, habe ich das Stück Land 1x grob umgestochen (Grabgabel) und alle noch lebend aussehenden Queckenbüschel sowie große Steine rausgeworfen. Den Kehrricht habe ich untergegraben, zusammen mit etwas altem Pferdemist und jeweils ein wenig von diversen Bodenverbesserern/Düngern: Urgesteinsmehl, Hornspäne, Hornmehl, Oscorna Bodenaktivator und Algenkalk. Ach ja, Holzasche noch. Danach habe ich Frieslander Frühkartoffeln gesetzt, und zwar etwa 15 cm tief. Reihenabstand nur 60 cm, Abstand in der Reihe nur 30 cm.

Danach habe ich bis zur Ernte 1x dünn mit Rasenschnitt gemulcht und 1x etwas gegossen. Ich habe nicht gehackt oder gejätet und auch NICHT angehäufelt, weil bemerkt habe daß das geschlossene Kartoffellaub extrem unauffällig aussieht. Das Beet ist nicht nur halb unter einer Linde, sondern auch noch eingequetscht zwischen halbwilden Stachelbeerbüschen und einem wilden Sanddorn. Also wollte ich wissen, was ein solches "heimliches" Beet ohne sichtbare Kartoffelreihen am üblen Standort so abwirft...

Praktische ein Beet, wie man es irgendwo in einer Lichtung, neben einem Schnellstraßenzubringer oder irgendwo am Waldrand anlegen könnte.

Das Wetter war katastrophal: Wir hatten 6 Wochen tropische Hitze ohne auch nur einen einzigen Tropfen Regen. Wir haben jetzt noch derart breite Risse in den Wiesen, daß herumrennende Kinder ab und zu hinfallen einfach weil ihre kleinen Füße in den Spalten stecken bleiben. In der ganzen Gegend waren die Kartoffenerträge unterirdisch schlecht.:-(

Und was hat das halb versteckte Survival-Faulenzer-Beet so gebracht?

2,65 kg/m² Frühkartoffeln in ziemlich guter Qualität.

Zugegeben, ich habe gute Bodenverbesserer investiert. Aber der Standort war sch*****, das Wetter auch, und ich hatte kaum Arbeit damit.

Und dafür war das Ergebnis geradezu grandios. Finde ich jedenfalls.

Vielleicht bringt das ja jemanden auf Gedanken...

Grüße

Armin

Armin(R)

E-Mail

18.10.2015, 22:32

@ Armin

Frühkartoffeln im Hochbeet (lockere Erde im Kasten) ohne Wühlmaussperre

» Hallo alle,

» Außerdem ein Hochbeet mit Frühkartoffeln (Frieslander) im 30x30 cm Raster,
» und ein normales Gartenbeet mit Frühkartoffeln im 30er Abstand,
» Reihenabstand 60 cm.
»
» Ich bin schon gespannt, was rauskommt.

Das Hochbeet ist ein einfaches Ding aus Abbruchholz mit Silofolie innnen drin, schon 10 Jahre alt und allmählich am Zusammenbrechen. Keine Sachen wie Zweige, Mist etc. drin, einfach nur tief lockere Erde. (Also eigentlich ein mit Brettern begrenztes Tiefkulturbeet)
Standort: Nordhang, im Schatten der riesigen Linde, die genau an der Südseite von unserem Grundstück steht.

Beim letzten Umzug des Beetes haben wir kein Wühlmausgitter installiert, und das hat sich schon gelegentlich gerächt. Zum Beispiel dieses Jahr...


Das Beet ist etwa 40 cm über der Erdgleiche, also etwa 55 cm Humusschicht (wir haben sonst nur etwa 15 cm). Ich habe wie auch beim "Survival"-Beet Hornspäne/-mehl, Urgesteinsmehl, Asche, Bodenaktivator und Algenkalk drübergestreut, plus ein wenig alten Pferdemist, aber wirklich wenig.
Frühkartoffeln "Frieslander" im Raster 30x30 cm, etwa 20-25 cm tief.
1x grob von Hand gejätet (Unkraut einfach rausgezogen mitsamt Wurzel), ein paar mal gegossen. Das Laub ist schnell sehr dicht.

Ernte: Bei mehr als 50% der Pflanzstellen war keine einzige Kartoffel drin. Nix. Dafür Nagetiergänge. Wir haben recht viel Ärger mit Wühlmäusen, aber manchmal auch mit anderen Mäusen, die in Maulwurfgängen auch Nahrungssuche gehen.
Mein Tip: Hochbeet IMMER mit Wühlmausgeflecht unten drin!

Ernte: Das Beet war 2,40m x 1,20m, also 2,88 m². Insgesamt 32 Setzkartoffeln. Trotz Gießen war der Boden nach dem Sahara-Wetter am Ende betonhart - deutet auf zuwenig Gehalt an organischer Substanz (Kompost z.B.) hin. Riesige Ernteausfälle durch Tierfraß.
Ergebnis: 10,325 kg von 2,88 m², also 3,6 kg/m². Mit Wühlmausgitter wären das locker 8 kg/m² gewesen. Mit höherem Kompostgehalt wären das weit über 10 kg/m² gewesen.
Das wären übrigens selbst für ertragsschwache Frühkartoffeln keineswegs Rekordernten. Die liegen bei Lagerkartoffeln in Tiefkultur bei etwa 40 kg/m². Im Ernst :-D

Und so habe ich nun durch eigene Faul-/Dummheit nur 3,6 kg/m². Immerhin sehr leckere Kartoffeln.

Die Kartoffelpyramiden habe ich noch nicht geerntet. Die gesetzten Kartoffelaugen auch nicht :-D Ich habe nämlich mal irgendwo auf der Spüle ein paar abgegnubbelte Kartoffelaustriebe gefunden, die schon 2 Tage im Schlamassel lagen. Ich habe sie in ein Blumenbeet reingedrückt und siehe da ... Kartoffeln :-P

Die grabe ich ein anderes Mal aus. Für heute: Gute Nacht

Grüße

Armin

Autarkie-Oldie(R)

21.10.2015, 07:35

@ Armin

Frühkartoffeln im Hochbeet (lockere Erde im Kasten) ohne Wühlmaussperre

Danke schön,

nächstes Jahr werde ich es auch noch einmal versuchen.

Wichtig ist mir ebenfalls das Verhältnis Ertrag/Arbeit. Lieber wenig, aber ohne Zeitaufwand, denn ich habe keine Zeit...

Rechteckige Maurerkübel habe ich auch schon für Zier-Pflanzen verwendet. Für Essbares würde ich sie aber nicht nehmen. Da nehme ich lieber ein Holzgestell mit "sauberer" PE-Folie. Der Geruch der schwarzen Dinger und die baldige Verfärbung des darein stehenden Wassers machen mich ein wenig skeptisch. Im Notfall kein Thema, aber wenn man eigentlich sich selbst 1A-Biogemüse anbaut, dann passt das nicht so ganz. Ähnliches denke ich über Auto-Reifen.

Dabei denke ich nicht an die Kunststoffe, sondern den zugefügten Ruß.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ru%C3%9F

Armin(R)

E-Mail

21.10.2015, 11:33

@ Autarkie-Oldie

Frühkartoffeln im Hochbeet (lockere Erde im Kasten) ohne Wühlmaussperre

» Rechteckige Maurerkübel habe ich auch schon für Zier-Pflanzen verwendet.
» Für Essbares würde ich sie aber nicht nehmen. Da nehme ich lieber ein
» Holzgestell mit "sauberer" PE-Folie. Der Geruch der schwarzen Dinger und
» die baldige Verfärbung des darein stehenden Wassers machen mich ein wenig
» skeptisch.

Sowohl die Baueimer als auch die Mörtelwannen haben bei uns nur kurz nach dem Kauf gerochen. Verfärbung von Wasser ist mir bisher noch nie aufgefallen.

Das könnte aber daran liegen daß meine Mörtelwannen inzwischen 8 Jahre bei Wind und Wetter im Freien unterwegs sind. Zuerst meist als Mörtelwannen, danach abwechselnd als Lagergefäß, Transportgefäß und Pflanzgefäß. In den ersten 2 Jahren waren sie im Baueinsatz, da könnte mir die Wasserverfärbung entgangen sein.

Sobald einige Zeit Wasser drin steht, bildet sich übrigens ein ganz interessantes Biotop heraus mit Viechern, die ich noch nie gesehen habe. Ich kippe die Biotope immer in den Teich, wenn ich die Wannen brauche :-)

Was ich eher beunruhigend finde ist der anhaltende Geruch bei (PVC)Gartenschläuchen, und die Tatsache daß die erste Ladung Wasser die aus einem Gartenschlauch rausfließt immer schäumt, auch nach Jahren.

Das mit dem Ruß hätte mich jetzt nicht beunruhigt. Welches Schadprinzip befürchtest Du? Karzinogene PAKs die sich in der Ernte ansammeln?
In den sauteuren schwarz-gelben Gummischläuchen müßte auch Ruß drin sein, bin ich mir aber nicht sicher.

Langfristig interessiert mich beim Mörtelwannenversuch vor allem, ob das wiederholte Anhäufeln (wie bei der Autoreifenmethode, nur halt mit einfachen Holzrahmen aus Abfallbrettern, ggf. mit PE drin) wirklich viel Mehrnutzen bringt.
Und natürlich die Frage, ob Kartoffeln tiefgründigen Boden brauchen oder mit flachen Gefäßen klarkommen.
Anwenden würde ich die gewonnenen Erkenntnisse dann in Hochbeeten, die mit Firestone Pondguard ausgeschlagen sind.
Dieses Jahr hat's aber nicht mal geklappt mit dem Erde auffüllen, weil ich nach der Dürre nicht mehr genügend losen Boden auftreiben konnte. Alles betonhart.
Ich habe die Wannen dann statt dessen mit Rasenschnitt und abgemähten Brennesseln gemulcht.
Die Pyramiden konnte ich allerdings auffüllen (Setzung ausgleichen), dafür hat die lose Erde gerade noch gereicht. Wenigstens dieser Versuch hat geklappt.:-)

Der Boden ist immer noch hart und trocken:
Ich habe gestern versucht ein neues Tiefkulturbeet zu rigolen. Ich mußte den Boden ab 15 cm Tiefe mit der Spitzhacke aufbrechen :-|

Nächstes Jahr wird der Mörtelwannenversuch wahrscheinlich mit Anhäufeln wiederholt.

Grüße

Armin

Autarkie-Oldie(R)

22.10.2015, 17:37

@ Armin

Frühkartoffeln im Hochbeet (lockere Erde im Kasten) ohne Wühlmaussperre

Naja, schau mal in den Wiki-Text.

Meine Behälter riechen und färben ab, genauso wie meine Dachfolie.

Harten Boden haben wir nach den Oktober-Regenfällen (über 500 l!) hier nicht mehr... - aber auch keinen Fahrweg mehr

Armin(R)

E-Mail

23.10.2015, 09:24

@ Autarkie-Oldie

Krebsgefahr?

» Naja, schau mal in den Wiki-Text.
»
Ich habe den Wiki Text gleich gelesen, als Du ihn verlinkt hast. Ich konnte mir keinen Reim drauf machen, wie der Schadmechanismus bei der Verwendung als Pflanzgefäß sein könnte.

Im Augenblick scheint nicht mal gesichert, daß die Inhalation von Industrie"ruß" (sprich: aus Ruß industriell hersgestelltem Schwarzpigment) im Tierversuch ( sprich: absurde Mengen) oder bei hauptberuflichen Arbeitern in der Industrierußproduktion krebserregend ist oder nicht.

Ich bin mir sicher, daß ich weder teerhaltigen Kaminruß inhalieren möchte (das aber tue beim Ofenputzen) noch teerfreies Industrie"ruß"-Pigment inhalieren möchte (das aber täglich tue: Reifenabrieb).

Wie aber das möglicherweise noch in Spuren im Pigment enthaltene PAK über die Wurzeln in die Ernte kommen kann und mir dann mein Essen gefährden kann ( wie es meine Rauchwürstchen möglicherweise tun), war mir nicht ganz klar.
Da würde mich eher das Stinkezeug im Kunststoff stören, aber ich rieche da bei meinen Wannen nix mehr, und ich schnuppere sonst sehr gut.

Aber letzten Endes ist es eine Diskussion um Kaisers Bart ;-) : Es gibt sympathischere Lösungen. Seien es Hochbeete aus frostfesten Kalksandsteinen, seien es die auch von Dir angesprochenen Holzbehälter mit PE-Folie.

Eine Frage noch: Was für eine Art Dachfolie benutzt Du? Ich habe bisher Firestone Pondguard benutzt, weil's für die Fischzucht zugelassen ist. Das war mir sympathisch.:-)




Aus dem Wiki-Text:
"Grundsätzliche Schadenswirkungen sind erstens aufgrund der Chemie des Herstellverfahrens und zweitens aufgrund seiner Eigenschaft als Feinstaub bzw. Nanomaterial denkbar.
Bei der Herstellung wird PAK-haltiges (Polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) und somit hochgradig carcinogenes Ausgangsmaterial in ein anorganisches Pigment umgewandelt. Hier stellt sich die Frage, ob Spuren von Rückständen des Ausgangsmaterials auf dem hergestellten Industrieruß verbleiben können.
Dies ist je nach den Prozessbedingungen der Herstellung der Fall. Das Gefahrenpotenzial wird begrenzt von der Tatsache, dass diese Rückstände durch die hohe Oberflächenaktivität (van-der-Waals-Kräfte) des Industrierußes fest adsorbiert sind.
Industrieruß wird als für Menschen möglicherweise karzinogen angesehen und als Group 2B-Karzinogen klassifiziert, weil es ausreichend aussagekräftige Untersuchungen mit Tieren, aber keine entsprechenden Studien mit Menschen gibt.[8] Die wesentlichen Aussagen zur Karzinogenität in Tierstudien rühren von Studien an Ratten, zwei davon zur chronischen Inhalation und zwei zur direkten Einflößung in die Luftröhre. Diese Studien zeigten signifikant erhöhtes Auftreten von Lungenkrebs an den untersuchten Ratten.[8] Eine weitere Inhalationsstudie, diesmal an Mäusen, zeigte keine Zunahme des Lungenkrebses.[8] Epidemiologische Daten gibt es über drei verschiedene Kohorten von Produktionsarbeitern. Zwei Studien, eine aus Großbritannien und eine aus Deutschland (Produktionswerk Kalscheuren bei Köln), mit jeweils mehr als 1000 Arbeitern in jeder untersuchten Gruppe, zeigten eine erhöhte Mortalität an Lungenkrebs.[8] Eine weitere Studie an über 5000 Industrierußarbeitern aus den USA zeigte diese erhöhte Mortalität nicht.[8]"


Diese Studien sind natürlich ein undankbares Geschäft, weil es schwierig ist, die Effekte von Tabakrauchen bei Industriearbeitern herauszurechen.


Abgesehen von den üblichen unerschrockenen Leutchen, die normales Benzin mit bis zu 1% Benzol (und einer Menge weiterer Aromaten) in ihrem Zweitaktgemisch verwenden, oder hinter ihrem Rasenmäher (ohne Katalysator) herlaufen, oder ein Stromaggregat neben sich laufen haben, das mit Fahrbenzin statt Alkylatbezin betrieben wird. Und so weiter.:-(

Grüße und alles Gute

Armin

Autarkie-Oldie(R)

23.10.2015, 10:53

@ Armin

Krebsgefahr?

Klar kann es über die Erde, Wurzeln, Gemüse beim Essen nicht zu einer mechanischen Belastung der Lunge kommen, die dann irgendwann Krebs auslösen könnte, wie beim einatmen - ähnlich Asbest & Co.

Aber wenn andererseits Verbrennungsrückstände (z.B. auch beim Grillen) nicht so super gesund sein sollen, dann könnte es schon Zusammenhänge geben.

Und das eben Erde, Wasser, Mineralien oder was auch immer das Gemüse inhaltlich beeinflussen, ist für viele Gärtner eine Tatsache - warum nicht auch negativ durch "verseuchte" Erde.

Ich trinke auch mal einen Schluck aus dem Bach oder lass die Hunde frisches Wasser aus so einem Kübel trinken.Selbst würde ich aber nicht Brunnenwasser, das längere Zeit darin stand, zu mir nehmen. Wenn´s geht, versuche ich ja auch nicht aus PET-Flaschen zu trinken.

Die sardischen Nachbarn reden von "Bio" und verbrennen unmittelbar neben dem Gemüsebeet ihren Plastikmüll - da kann ich nur den Kopf schütteln.




Direkt auf dem Dach habe ich (leider) Bitumen, weil das hier damals erst einmal nicht anders ging. Darüber liegt aber so eine typische Noppenlage (die auch gerußt wurde - dennoch im IV-Licht schnell zerbröselt). Obwohl mittlerweile gut mit Erde, bzw. Lava-Granulat und Pflanzen bedeckt, kommt das Wasser fast immer noch genauso eingefärbt herunter, wie damals als nur die Bahn lag. Ich gieße damit zeitweise Zierpflanzen, aber keine Lebensmittel.

Hätte ich es nochmals zu tun, wäre eine gute Teichfolie drauf gekommen. Die 10 Jahre Garantie gingen schneller rum, als gedacht. Da aber eben durch den Aufbau vor der Witterung geschützt und die Ränder mit einer weißen Spezialfarbe gestrichen sind, hoffe ich darauf, dass das ewig hält.

Mein deutscher Badeteich ist ja nun auch schon 15 Jahre alt - ohne eine einzige Schwachstelle, obwohl es manchmal zu direkter UV-Einstrahlung kommt.

Armin(R)

E-Mail

25.10.2015, 17:18

@ Armin

Mörtelwannen: 4,25 kg/Wanne, oder 14,2 kg/m² im Durchschnitt

» Hallo alle,
» ich habe Anfang Mai 3 Pyramiden gebaut [...]

» Zum Vergleich habe ich 4 eckige Mörtelwannen daneben stehen, mit jeweils 6
» Saatkartoffeln.

Okay,

heute habe ich mal die Mörtelwannen ausgeräumt.

Grobe Zusammenfassung für eilige Leser: im Durchschnitt 14,2 kg/m² Erdoberfläche, oder fast 4,25 kg/Wanne.

Details für Wißbegierige:

Ich hatte sie damals im Mai mit Erde gefüllt, die ich von einem der Mutterboden-Haufen weggeschippt habe, die der Baggerfahrer beim Fundamentaushub zusammengeschoben hat hat.

Ich habe noch etwas von verschiedenen Bodenverbesserern beigemischt (Hornspäne/Urgesteinsmehl/Bodenaktivator/Asche/Algenkalk).
Die Mörtelwannen haben unten Ablauflöcher für überschüssiges Wasser.
Die Erde habe ich beim Einfüllen mit Rasenschnitt gemischt.
Erdschichtdicke war nur so etwa 23-25 cm.

Obenauf wollte ich ursprünglich mit Holzrahmen aufstocken, konnte das aber nicht mehr mangels brauchbarer Erde. Statt dessen habe ich mit etwas Rasenschnitt und später noch mit ausgerissenen Brennnesseln gemulcht.
Ich mußte nicht ein einziges Mal jäten!
Ich habe im Sommer gelegentlich gegossen, aber wohl nicht genug (s.u.)
Die Mörtelwannen haben oben ein Innenmaß von 71x42cm, also ziemlich genau 0,3 m².
In jede Wanne habe ich etwa 8-10 cm über dem Boden 6 Saatkartoffel Agria (Lagersorte) gelegt, also Pflanzabstand etwa 24 x 21 cm.

Die 4 Wannen haben ergeben:
4,83 kg
5,19 kg
2,50 (!) kg
4,42 kg

Die Kartoffeln waren im recht gleichmäßig, im Durchschnitt mittelgroß, wenig kleine und 1 riesige mit 606 g.

Die Wanne mit dem geringsten Ertrag war die Wanne mit der größten Füllhöhe an Erde, aber die Erde war grobscholliger und härter als in den anderen Wannen. Das mögen Kartoffeln nicht. Wie gesagt: Bei uns fehlt es noch an organischer Substanz (z.B. Kompost) im Boden.

Die Wannen sind an einem Hang mit rund 20% Steigung gestanden, längs bergab. Im unteren (feuchteren) Teil der Wanne waren immer mehr Kartoffeln als im oberen Teil. Kartoffeln brauchen für hohe Erträge eine gute Wasserversorgung!

Bis auf den einen Ausreißer haben die meisten Wannen zwischen 14,8 und 17,5 kg/m² gebracht. Ziemlich gut. Geht aber noch besser.:-D

Fazit: Die Tiefkulturmethode, bei der man Kartoffeln sehr dicht (normalerweise im Abstand von 9 Zoll / 22,5 cm) setzt, bringt ohne Anhäufeln sehr hohe Flächenerträge.

Bei mir hat jede Saatkartoffel (durschnittlich 67 g) in der Mörtelwanne im Mittel 706 g Kartoffeln ergeben.

Und das ist der Nachteil dieser Methode:
Wenn man in größeren Abständen setzt, bekommt man pro Saatkartoffel mehr Ertrag.
Wenn man dichter setzt, bekommt man pro m² mehr Ertrag. Plus: Viel weniger Arbeit.

Ich bin zufrieden.

Grüße

Armin

Armin(R)

E-Mail

28.11.2015, 18:57

@ Armin

4 stöckige Pyramide: 12,32 kg/m²

» Hallo alle,
» ich habe Anfang Mai 3 Pyramiden gebaut, mit je 1 qm Grundfläche, und
» 4-stöckig. Jede Pyramide hat 4 Etagen, also 16 Saatkartoffeln (Lagersorte
» Agria)

Okay, jetzt bin ich endlich mal zum Ernten gekommen.

Die Erträge:

1. Pyramide 8,89 kg
2. Pyramide 13,50 kg
3. Pyramide 14,57 kg

Zusammen also 36,96 kg, oder pro Pyramide durchschnittlich 12,32 kg.
Die Pyramiden hatten innen auf der ersten Ebene genau 100x100cm, also 1 m².

Damit waren's also 12,32 kg/m².

Aus 16 Setzkartoffeln Agria pro Pyramide bzw Quadratmeter sind also jeweils durchschnittlich 12.320g /16 = 770 g Kartoffeln geworden.

Auf den oberen Etagen war die Erde eher trocken und klumpig, unten drin eher mal feucht und locker. Aufgefallen ist wie auch schon bei den Mörtelwannen, daß die besten Erträge dort waren, wo die Erde krümelig und feucht war.

Oben waren viele kleine bis sehr kleine, unten fast nur große bis sehr große (teils 400 g) Kartoffeln.

Das Wetter war halt extrem warm und trocken, was Kartoffeln nun mal nicht mögen. Ich habe die Pyramiden zwar ordentlich gegossen, aber offensichtlich immer noch nicht ausreichend.

Fazit: Gegenüber der einstöckigen Variante kein Vorteil.

In den Mörtelwannen habe ich je Setz-Kartoffel 700g und je Quadratmeter über 14 kg geerntet.
In den 4-stöckigen Pyramiden habe ich je Setz-Kartoffel 770 g und pro Quadratmeter über 12 kg geerntet.

Mörtelwannen (bzw. einstöckige Holzrahmen oder Hochbeete mit Mäusegitter unten drin) machen viel weniger Arbeit als Pyramiden und haben in diesem Jahr sogar mehr pro m² abgeworfen.

Nächstes Jahr wiederhole ich den Versuch.

Mit ausreichend garem Boden und weniger Sahara-Wetter müßten in mäusedichten Beeten 15-20 kg/m² locker drin sein.
Im Mörtelwannenversuch hatte ich ja 20 Setzkartoffeln pro m² benutzt.
In den Pyramiden waren es 16 Kartoffeln pro m².

Bei garem Boden und stets ausreichend Feuchtigkeit erwarte ich 1 kg/Setzkartoffel.

Grüße

Armin

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