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TigerAuge(R)

26.02.2015, 19:01
 

Mal eine komische Frage zur Sonnenfinsternis (Energieversorgung)

Aloha

Am 20. März ist eine Sonnenfinsternis.

Könnte sie die Stromversorgung beeinträchtigen oder sogar lahmlegen?
Wie wirkt sie sich auf PV-Anlagen aus?

An die letzte Sonnenfinsternis (?) kann ich mich noch gut erinnern.
Da wurde es kühler und die Tiere waren etwas verstört.
Wann war das?

Wirkliche Gedanken brauchen wir uns wohl nicht machen?!

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/02/25/eu-haelt-blackout-wegen-sonnen-finsternis-fuer-moeglich/

Von Herzen
TigerAuge

---
Aller Zwiespalt und Irrtum kommt davon her, daß die Menschen das Gemeinsame IN sich, statt in den Dingen HINTER sich, im Licht, in der Landschaft im Beginn und im Tode, suchen.
(Rainer Maria Rilke)

Autarkie-Oldie(R)

27.02.2015, 09:01

@ TigerAuge

Mal eine komische Frage zur Sonnenfinsternis

Zunächst haben wir Hierzulande diesmal ja keine Totale.

Weiterhin wird es jeden Tag und Nacht, bzw. gibt es jedes Frühjahr Aprilwetter, wo eine Wolke vor die Sonne zieht und wieder aufreisst innerhalb Sekunden. Da springt jede Anlage von evtl. 70% auf knapp Null und wieder zurück - ganz ohne dass etwas passiert.

Früher natürlich überhaupt kein Problem, aber auch in 2013 und 2014 hatten wir ein ähnlich hohe Solar-Power in Deutschland, wie jetzt. Gerade in den letzten beiden Jahren ist ja, Merkel sei Dank, nicht mehr viel dazu gekommen.

Da es am Vormittag (vor 10:00) erfolgt, schrittweise geht und eben nicht sofort flächendeckend, sondern wie das Sonnenlicht wandernd, ist es kein plötzliches An und Aus, wie beim typischen April-Wetter.

Und sollte es, wie damals, sogar noch stark bewölkt sein, merkt man kaum etwas - die Solaranlagen auch nicht.

Und selbst es wenn in der breiten Masse den plötzlichen Effekt gäbe. Die EVU´s sind garantiert vorbereitet und schalten in diesen Momenten notfalls zu oder weg, so wie sie dies auch sonst immer tun.

Es wird genauso "gefährlich" wie am 1.1.2000 und anderen Verschwörungs-Daten.

http://www.sofi2015.de/#ueberblick

Clemens(R)

27.02.2015, 21:04

@ Autarkie-Oldie

Folgen der Sonnenfinsternis

» Weiterhin wird es jeden Tag und Nacht, bzw. gibt es jedes Frühjahr
» Aprilwetter, wo eine Wolke vor die Sonne zieht und wieder aufreisst
» innerhalb Sekunden. Da springt jede Anlage von evtl. 70% auf knapp Null
» und wieder zurück - ganz ohne dass etwas passiert.




Hallo,

ich sehe das etwas kritischer.

Was Du mit dem April-Wetter beschreibst, betrifft den Wechsel bei den einzelnen Anlagen. Die wechseln, jede einzelne, zwischen vollem und gar keinem Ertrag.

In der Gesamtheit der Anlagen eines Großraums gibt es aber eine statistische Wahrscheinlichkeit, wieviel die Sonne scheint, wieviel Löcher es in den Wolken gibt. Die einzelne Anlage wird spontan und unplanbar durch Löcher hindurch angestrahlt oder von Wolken verdunkelt. Die Anzahl der Löcher insgesamt verändert sich jedoch nur langsam, so daß es einen sehr konstanten Gesamtertrag gibt. Der ist bekannt und planbar.

» Früher natürlich überhaupt kein Problem, aber auch in 2013 und 2014 hatten
» wir ein ähnlich hohe Solar-Power in Deutschland, wie jetzt.


Aber es war bewölkt, und da gab es nur den Unterschied zwischen Wolken und Dunkelheit. Wenn wir jetzt volle Sonne haben sollten, dann wird der Unterschied viel größer sein.

» Da es am Vormittag (vor 10:00) erfolgt, schrittweise geht und eben nicht
» sofort flächendeckend, sondern wie das Sonnenlicht wandernd, ist es kein
» plötzliches An und Aus, wie beim typischen April-Wetter.


Es ist schon ein ziemlich plötzlichen An und Aus, auch wenn der Übergang im Minutenbereich liegt. Daß der Schatten nicht sofort flächendeckung über Deutschland (und anderen Ländern mit viel PV) liegt, ist hilfreich, denn dann liegen nicht alle Anlagen auf einmal im Dunkeln, sondern immer nur ein Teil. Der Ausfall der PV-Energie dauert länger, ist aber nicht so stark, als wenn Deutschland flächendeckend betroffen wäre.

» Und selbst es wenn in der breiten Masse den plötzlichen Effekt gäbe. Die
» EVU´s sind garantiert vorbereitet und schalten in diesen Momenten notfalls
» zu oder weg, so wie sie dies auch sonst immer tun.


"Wie sonst auch" - nicht ganz, denn das durchschnittliche Wetter einer Region ist SEHR gut vorhersehbar, da lassen sich Kraftwerke rechtzeitig hochfahren.

Die Sonnenfinsternis ist natürlich genauso gut vorhersehbar, der Unterschied vorher/nachher ist aber größer als bei allmählich aufziehender Bewölkung oder bei Einbruch der Dunkelheit. Ich meine den leistungsunterschied innerhalb 5 Minuten, bezogen auf eine Region. Da ist die Sonnenfinsternis eine große Herausforderung.

Wahrscheinlich werden die EVUs versuchen, um den zeitpunkt herum weitgehend ohne PV auszukommen. Also vorher alles hochfahren, die großen PV-Anlagen schalten sich dann selbständig ab (Überspannung). Und in der Dunkelheit kommt es vorübergehend dann zu Unterspannung - bis die PV-Anlagen wieder hochfahren und die Zusatzkraftwerke abgeschaltet werden können.

enn sehr viel Sonne scheint, wird es durchaus spannend werden, denke ich (10% für Blackout bei voller Sonne?)

Viele Grüße

Clemens

---
Altes Brot ist nicht hart - kein Brot, das ist hart

Autarkie-Oldie(R)

28.02.2015, 08:18

@ Clemens

Folgen der Sonnenfinsternis

Was ich mit einfachen Worten versucht habe zu vermitteln, wird hier etwas genauer und mit Zahlen, bestätigt:

http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/auswirkungen-der-sonnenfinsternis-auf-photovoltaik-erzeugung-beherrschbar_100017123/

Und hier ganz ausführlich mit Zahlen, Bildern und Beispielen.

http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/auswirkungen-der-sonnenfinsternis-auf-photovoltaik-erzeugung-beherrschbar_100017123/


Nochmals, da dies eine lange vorhersehbare Sache ist und auch sonst tagtäglich "geregelt" wird, ist das (nicht völlig selbstverständlich) beherrschbar.

Man muss (und kann auch nicht) mit einem Knopf alle PV-Anlagen an/abschalten - sondern in den Gebieten der jeweiligen Energieversorger große Freiflächen-Anlagen (die ja teilweise über 100 MW haben) kurz vorher und kurz danach runter- und hochfahren. Lücken gleichen Pumpspeicher & Co. aus - wenn überhaupt nötig.

Also, keine Panik auf der Titanic!

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