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Clemens(R)

02.08.2015, 22:42
 

Zusätzliche Photovoltaikanlage (Energieversorgung)

Wir haben noch ein Dach, das wir evtl. für Photovoltaik nutzen möchten. Oder, anders herum, ich möchte für die Inselanlage, die ich mir vorstelle, nicht in die vorhandene Anlage (16,5 kWp) eingreifen, sondern dort lieber alles lassen, wie es ist. Also kommt das zusätzliche Dach in Frage.

Zum Dach: Gleiche Ausrichtung wie das bisherige Dach, d.h. leider 60 Grad nach Osten. Nur die frühe Morgensonne wird durch ein gegenüberliegendes Dach etwas verschattet. Das Dach ist zur Zeit nicht ausreichend tragfähig - da es aber ohnehin undicht ist (und das darunter lagernde Holz schon naß wird) hätte eine Reparatur/Neubau einen doppelten Nutzen.

Das Dach, um das es geht, ist die Verlängerung zu einem normalen Hausdach. Das Dach dient nur dazu, Lagerfläche zu haben, und es ist immer gut erreichbar, die Module könnte ich darunter selbst anschließen.

Das Dach ist gut 12m breit und gut 4m tief, Neigung zur Zeit ca. 19 Grad. Ein etwas größerer Winkel wäre möglich, ich müßte mich dann aber bücken, wenn ich durchgehen will.

Habt Ihr Vorschläge und Ideen, was ich beachten sollte? Lohnt sich eine Aufständerung, um die ungünstige Ausrichtung des Dachs etwas auszugleichen?

Jetzt noch etwas zur Berechnung. Unsere bisherige Anlage wurde 10/2010 errichtet, d.h. wir erhalten 33,03 Cent/kWh für eingespeisten Strom bzw. 16,65 Cent/kWh für selbst verbrauchten Strom (den Bonus, wenn wir mehr als 30% selbst verbrauchen, erreichen wir nicht). Der Eigenverbrauch lohnt sich, da wir für unseren zugekauften Strom 18,8 Cent (netto) zahlen. 18,8 + 16,65 = 35,45 Cent/kWh, wir bekommen also gut 2 Cent mehr für den Strom, den wir selbst verbrauchen, anstatt erst alles einzuspeisen und dann allen Strom zu kaufen.

Jetzt wird es schwierig: Mit der neuen Anlage einzuspeisen, lohnt sich eigentlich kaum. Wirklich rechnen wird sie sich wegen ungünstiger Ausrichtung und Dachrenovierung kaum, zumal die aktuelle Einspeisevergütung sehr gering ist. Es könnte also sein, daß es sinnvoll ist, den Strom nur zum Eigenverbrauch zu nehmen (Überangebot ggf. puffern). Um das nutzen zu können, müßten wir dann aber die erste Anlage ändern lassen und auf die Eigenstromnutzung verzichten.

Unser Gesamtstromverbrauch (inkl. Einliegerwohnung) ist 6000-7000 kWh/Jahr. Im Zuge der Heizungserneuerung (20 Jahre alt) könnte aber mittelfristig ein höherer Strombedarf entstehen, falls wir eine Wärmepumpe einsetzen sollten.

Wie würdet Ihr an meiner Stelle das Dach nutzen?

@Autarkie Oldie: Noch bin ich dabei, Ideen zu sammeln, ich werde Dich dann aber auch wegen einem konkreten Angebot anschreiben.

Viele Grüße

Clemens

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Altes Brot ist nicht hart - kein Brot, das ist hart

Autarkie-Oldie(R)

05.08.2015, 12:03

@ Clemens

Zusätzliche Photovoltaikanlage

Hallo,

ich finde es zwar toll, wenn man mehr machen will, als man braucht, wenn Ihr aber schon mit der Großen auf Erstverbrauchs-Basis nicht mal 30% schafft, bringt die Inselanlage nur über großzügige Batterie (für die Nacht) etwas. Und das kostet im Verhältnis dann noch mehr, zumal Batteriestrom immer teurer ist.

Ansonsten ist aufständern oft sinnvoll (zwar nicht wirtschaftlicher, aber ertragssteigernder). Hat man aber eine starke Südabweichung, sind schwache Neigungen besser.

http://www.oeko-energie.de/solare-fakten/index.php#04a2089b8e0ce5602

Am besten, gerade wegen des Heizens, Solarthermie...........

http://www.oeko-energie.de/produkte/solarwaerme-solarthermie/index.php

Clemens(R)

11.08.2015, 12:08

@ Autarkie-Oldie

Zusätzliche Photovoltaikanlage

» ich finde es zwar toll, wenn man mehr machen will, als man braucht, wenn
» Ihr aber schon mit der Großen auf Erstverbrauchs-Basis nicht mal 30%
» schafft, bringt die Inselanlage nur über großzügige Batterie (für die
» Nacht) etwas. Und das kostet im Verhältnis dann noch mehr, zumal
» Batteriestrom immer teurer ist.


Hallo,

vielleicht habe ich mich auch etwas kompliziert ausgedrückt, weil mir dabei so viele Gedanken auf einmal durch den Kopf gehen.

Im Kern geht es mir darum, daß wir zwar eine große PV-Anlage haben, die uns aber nur dann etwas nützt, so lange wir Netzstrom haben. Ich denke zwar nicht, daß wir einmal selbst erzeugten Strom wirklich brauchen, aber wenn wir schon so viel in PV investiert haben, dann möchte ich auch den Schritt gehen, eigenen Strom zu haben oder bei Bedarf haben zu können.

Hier könnte ich nun entweder die vorhandene PV-Anlage ändern und einen Teil der Zellen an einen neuen Wechselrichter (dann für Inselbetrieb) anschließen. Oder eine kleinere zusätzliche Anlage bauen, deren Strom ich weitgehend selbst verbrauche bzw. die ich auch für echten Inselbetrieb nutzen könnte.

(Der Hinweis zu den nicht erreichten 30% Eigenverbrauch war nur zur Vollständigkeit - mit Baujahr 2010 dürfen wir noch alles einspeisen und müsen nichts selbst verbrauchen)

Wir würdet Ihr in meinem Fall eine kleine Inselanlage aufbauen? Sie muß auch nicht rein im Inselbetrieb laufen, ich suche einfach noch Ideen.

» Am besten, gerade wegen des Heizens, Solarthermie...........
»
» http://www.oeko-energie.de/produkte/solarwaerme-solarthermie/index.php

Daran bin ich sehr interessiert, aber es könnte an unseren Heizkörpern scheitern, die noch für hohe Temperaturen ausgelegt sind. Nachdem der Onkel, der mit im haus lebte, leider gestorben ist, renovieren wir im Moment viel, deshalb ist auch PV/Inselbetrieb wieder ein Thema. Ich werde jetzt im Winter einen Test machen und die Heizungstemperatur auf 55 Grad runterregeln, dann werde ich sehen, ob das ausreichen würde. Die Heizungsfirma hat uns da allerdings wenig Hoffnungen gemacht. Allerdings arbeitet sie auch überwiegend im konventionellen Bereich, nächste Woche wird noch eine andere Firma kommen (mir geht es auch um Erdwärme oder Luft-Wärmepumpe).

Unsere Gas-Heizung ist übrigens 20 Jahre alt (noch keine Brennwert-Anlage), so daß mittelfristig eine neue Heizung ansteht.

Viele Grüße

Clemens

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Altes Brot ist nicht hart - kein Brot, das ist hart

Clemens(R)

11.08.2015, 22:16

@ Clemens

Speicher

Was haltet Ihr von Speichersystemen?

Aktuell z.B. E3DC oder zukünftig Tesla (bisher noch nicht angeboten)

Viele Grüße

Clemens

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Autarkie-Oldie(R)

12.08.2015, 08:39

@ Clemens

Speicher

Naja, wenn Du sozusagen mehr für den NOTFALL gerüstet sein möchtest, dann bedarf es einer Solarbatterie (ganz neudeutsch Speicher).

Aber je größer und langlebiger, umso teurer. Gerade aktuell werden meine Favoriten (Blei-Gel) wegen des MTZ wieder einiges teurer. Da können die Lithium-Modelle ein wenig aufholen, man muss aber sehr viel mehr Geld in die Hand nehmen.

Aus der Batterie alleine könnte man sich dann mit einem Insel-WR, der zur Verbraucher-Leistung passen muss, zeitweise selbst versorgen und dann wieder über den Solarstrom im Haus nachladen.

Soll der PR-Generator aber auch laufen, wenn kein Netz da ist, dann benötigt man entweder einen Solarladeregler oder der Insel-WR ist größer als der vorhandene Netz-WR und gaukelt Diesem dann das Netz vor und die PV-Anlage läuft weiter. Hierfür bedarf es dann aber einer zusätzlichen Umschaltung, damit der Strom im Haus bleibt. Ganz neue WR haben so etwas integriert.

Siehe dazu

http://www.oeko-energie.de/produkte/solarstrom-photovoltaik/insel-wechselrichter/index.php#6043659f380bb4c01

Es kommt halt darauf an, welche Energiemengen, bzw. Leistungen man abdecken möchte und für wie lange....

Ich selbst habe meine 10 Jahre alten Insel-Komponenten (2000 W WR und 230/48V-Bank) von Sardinien mit nach Deutschland genommen, wo ich im Notfall, mit abgespecktem Betrieb 3 Tage durchkommen würde. Ginge das länger, würde ich aufs Dach klettern, ein paar Module umklemmen und mittels Solarladeregler nachladen.

Ich rechne aber nicht mit solchen endzeitlichen Entwicklungen. Gleichwohl gibt es solche, etwas desinformierten, Leute immer häufiger, die (z.B. im Juni) schon panisch nach Batteriebanken fragten und teilweise auch kauften. Häufig laufen sie dann Gefahr von unseriösen Verkäufern gewaltig über den Euro-Griechenland-Zusammenbruch-Stromausfall-Tisch gezogen zu werden...

Im Winter, wenn dicker Schnee auf den Solarmodulen liegt, nutzt aber auch das nichts mehr. Dann ist der KLEINE, aber feine Notstromer, der mit separetem GUTEN Ladegerät die Batterien vollmacht, im Ernstfall besser bedient. Optimal, wenn mit Diesel- noch besser wenn ein "Allesfresser".

http://www.oeko-energie.de/produkte/solarstrom-photovoltaik/solarstrom-zubehoer/index.php#04a2089a380a37107

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