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KiReCki(R)

21.05.2016, 23:14
 

Ab in ein naturnäheres Leben (allgemein)

Hallo, ich bin KiReCki.

Seit einer geraumen Zeit beschäftige ich mit einigen speziellen Themen. Lange lebte ich wie jeder "Otto-Normal-Mensch". Krippe, Kita, Schule. Doch schon bei der Auswahl meiner Lehre war erkennbar, dass mein Weg ein anderer wird, als der der meisten Mitschüler. Von Kindesbeinen an war ich (trotz dem ich Stadtbürger war), eher auf dem Lande zu Hause. Geprägt von der Familie, die im Dorf lebte. Stets umgeben von Tieren, Feldern, Wald und Bauernhof mit Werkstatt, Pferden und Wagen und sogar noch Plumsklo.

Wenn andere Stadtkinder, am Wochenende oder in den Ferien, im Kinderzimmer oder im Treppenaufgang der Neubauten, an der Bushaltestelle oder auf dem Spielplatz, Gameboy spielten und die Erwachsenen ärgerten, saß ich mit meinem Bruder, den Cousins und Cousinen auf dem Hühnerhof und wir bauten Hühnerunterschlupfe, in der Werkstatt und bauten Nistkästen, gingen mit unserer Kaukasenhündin in den Wald, wir untersuchten Tierbauten und ~hölen, liefen durch Moorgebiete, spionierten Reh und Fuchs hinterher. Kurz um, ... eigendlich war bei uns die Natur unser zu Hause.
Naja, wenigstens an Wochenenden und in den Ferien. Und wenn wir wirklich mal bei unseren Erwachsenen bleiben mussten, haben wir Tiere gefüttert (Hühner, Enten, Ochsen, Schweine, Hasen, Pferde, Hunde und Katzen). Wir ritten auf den Pferden über den Hühnerhof (die Pferde waren eigentlich nur Wagenpferde) oder fuhren mit Opa und dem Pferdefuhrwerk in die Wiesen um Futter für die ganzen Tiere zu holen. Futter was mein Opa noch mit der Sense mähte. Wir machten Heu, fuhren Runkeln und Rübenblatt, holten Holz für die Öfen und für den Küchenherd. Sammelten Kastanien als Futter und als Kastanienbeutel, so wie heut zu Tage diese kleinen Kirschkernsäckchen, nur eben in Großformat und wir buddelten Kartoffeln, schleppten Kohlen und gingen Angeln, Baden und im Winter Skifahren. Opa hatte sogar noch einen großen Pferdeschlitten. Selbst damit konnte ich noch mit durch die Schneelandschaft fahren. Und gefrohren hat dabei nie einer, warm eingepackt in Steppjacken und die Hände in Handschuhe und in einer Muff, die Füße hatten drei Par selbstgestrickte Socken an, aus Wolle, die die Uroma von Opas Wollschaf selbstgesponnen hat. Nötig dazu waren natürlich Techniken, die heute kaum noch beherrscht werden, und wenn, dann nur von einigen Wenigen.

Ach was für ein tolles Leben, was für eine Tolle Zeit. Schön war´s!!!

Aber halt! ... War´s??? Warum "War´s"? Und warum ist es jetzt nicht mehr so???
Früher waren wir doch auch alle nur Menschen. Kinder die in Kita uns Schule gingen, Erwachsene die arbeiteten. Menschen wie du und ich, mit Tieren ähnlich wie ich sie jetzt habe und wie ich, auch viele andere Leute. Ob jung oder alt! Aber...? Doch ist es anders. Aber warum?

Tja, ist aber doch so, aus der heutigen Sicht kann man nur noch sagen,... "Es war einmal...". Oder etwa nicht?!

Glücklicherweise führte mein damaliges schönes naturnahes Leben dazu, dass ich Landwirtin geworden bin, statt irgendeine Friseurin oder Bürofrau! Das soll aber diese Berufszweige keinesfalls geringschätzen oder herabwürdigen. Keines Falls!!! Nicht dass jemand das falsch versteht. Oft hätte ich auch deren Fertigkeiten gerne gehabt, wirklich. Aber, das große Aber..., ich bin froh, mich für Landwirtschaft entschieden zu haben. Hatte ich doch die Möglichkeit die Lehre in einem, wie kanns anders sein, ... in einem Familienbetrieb zu machen.
Ich lernte also alle notwendigen Grundlagen um Lebensmittel zu produzieren. Ich kann melken, züchten, pflanzen, pflegen, ernten, lagern, aufbereiten und verkaufen. Alles gelernt! Und darauf bin ich selbst jetzt, 20 Jahre nach der Lehre noch stolz. Ich schloss sogar ein weiterführendes Studium sehr erfolgreich ab. Aber hat mir das seit dem wirklich was gebracht???

Die meisten Familienbetriebe existieren nicht mehr, unserer auch nicht. Die die noch sind, sind wie sagt man so schön, EXPANDIERT!
Die Traktoren werden hauptsächlich vom Bordcomputer bedient, wenn es rechtlich gestattet wäre, könnten Traktoren und LKW komplett ohne Menschen betrieben werden.
Die Kühe melken sich mit Hilfe von Melkrobottern quasi alleine, so dass selbst die Milchproduktion vollkommen ohne Menschen geschehen könnte.
Große landwirtschaftliche Betriebe, verlassen sich immer mehr auf die Zweige der Erneuerbaren Energien, Windenergie und Weitere, die mit der ursprünglichen Landwirtschaft nur noch selten zu tun haben.
Kühe werden als Brennstofflieferanten für Biogasanlagen gehalten, die Felder mit Mais und Raps bestellt um ebenfalls für "Grüne Energie" zu sorgen. Aber wie grün ist diese Art der Energieproduktion und der Landwirtschaft an sich denn überhaupt noch?
Wer produziert noch wirklich ausschließlich Lebensmittel?
Wo kommt das Essen her, was wir Werktätigen im Discounter und Supermärkten kaufen.
Wie viele Kinder in den heutigen Kindergärten und Grundschulen denken, die Kühe wären lila, oder tragen Sonnenbrillen a la "Paula"?
Wieviel wissen die heutigen deutschen Menschen denn noch vom Kochen, Einwecken, Pöckeln und Einlegen, oder gar von der normalen ursprünglichen Ernährung überhaupt.

Diese Fragen stellte ich mir eh schon seit Jahren.
Aber, um dem entgegenwirken zu können, bin ich ja mal Landwirtin geworden. Mit der eigenen entstehenden Familie damals, machte ich aber auch Ausflüge in die Arbeitswelt einer Discountverkäuferin. Bald aber merkte ich, dass bei all meinem positiven Auftreten, meiner vermittelten Frölichkeit und meinem Verkaufstalent eins gewaltig auf der Strecke blieb. Meine eigene Ursprünglichkeit, mein ureigenster Freiheitssinn und meine geliebte Natur. Gefangen in der Kaufhalle, bei Kunstlicht von morgens bis abends, zugeklebte Fensterscheiben, gepiepse der Kassen, unfröliche Menschen, weil der Einkauf wieder mal zu teuer war, weil das Brot was sonst 0,69 € kostete nun 0,79 € kostet (heut zutage sogar 1,29 €)....!
Nein, glücklich mit/durch meine Arbeit war ich nicht...! Als mein Vertrag nicht zum 4. Mal verlängert wurde (dann hätte ich nämlich unbefristet eingestellt werden müssen), war ich insgeheim sogar froh darüber.

Aber was tun? Nach nun doch schon 8 Jahren Kaufhallenleben, Familiengründung und wieder Kaufhallenleben hatte ich es im Grunde satt. Ich wollte wieder mehr nach draußen! Aber in der Landwirtschaft hat sich, wie bereits beschrieben, soviel verändert. Das ginge ohne einen neuen Familienbetrieb auch nicht mehr. Aber die Familienbetriebe waren alle "voll"... hm, also wurde ich Landschaftsgärtnerin im GaLaBau, bis auch dort die Aufträge zurückgingen und die nicht unbefristet eingestellten Gärtner alle entlassen wurden. Wieder Pech für mich..., nach einer Weile fand ich aber eine Stelle als Gärtnerin in einem Park, gemeinsam mit einem kleinen Team von 5 fest- eingestellten Leuten und einem Dauerpraktikanten. Leider hat nach 1 1/2 Jahren auch diese Firma dicht gemacht.

Was waren nun meine Möglichkeiten? Weiter auf Stellen bewerben, wo man eh nie unbefristet eingestellt wird, erst Recht wo nun der Mindestlohn zum Thema wurde (Mindestlohn muss nur an unbefristet eingestellte Mitarbeiter gezahlt werden), also werden nur noch so wenig wie möglich unbefristet eingestellt, besonders in Saisonabhängigen Berufszweigen wie z.B. Landschaftsgärtner, Gerüstbauer, Landwirte, Maurer und Co.!?
Oder wieder umschulen? Da hätte das Jobcenter wohl nicht mitgemacht. Oder ich würde den Weg der Selbstständigkeit einschlagen!!!!

Hm. Naja, natürlich entschied ich mich für Letzteres. Aber es ist schwer! Zugegeben! Zum Leben zu wenig zum Sterben zu viel (Geld)! Aber ich bleibe drann. Was soll ich auch anderes tun?

Und nun kam noch die Flüchtlingswelle dazu...

Ich überlegte mir, wie haben die Flüchtlinge das geschafft? Monate lang zufuß, mit Kind und Kegel?
Ich überlegte, naja .... könnte ich das als ... ja... eigentlich doch sehr naturverbundene, sich in vielen Gebieten auskennende UrLandwirtin eigentlich auch noch???

Weitere Gedanken folgten wie z.B.: Um auf der "Flucht" überleben zu können, müsste man ja erstmal einige lebenswichtige Dinge mitnehmen. Diese Dinge müsste man ja erstens erst mal haben, zweitens so schnell wie möglich packen und dann drittens auch noch schleppen und viertens in richtiger Art und Weise anwenden und verwenden können.!!!!

Und dann kamen auch noch die Großfeuer, erst in Australien und Afrika und nun auch in Amerika, wo ganze Landkreise evakuiert wurden...


Und so stieg ich, Gedanke für Gedanke ein, in Themenwelten, an denen ich vorher ja eigentlich kaum gedacht habe. Von der Frage meiner Berufswahl, über Flucht wegen Krieg bis hin zur Flucht vor Naturkatastrphen, bis hin, wo ich nun am Ende vor der Entscheidung stehe, allmälig in ein halbwegs "Autarkes Leben" zu wachsen. Warum auf einmal dieses?

Naja, passt auf, ich berichte.

Ich fing an Fluchtrucksäcke für mich und meine beiden Kinder zu packen, als das Thema mit den Flüchtlingen am stärksten war. Dabei fiehl mir das erste mal so richtig auf, wie wenige überlebenswichtige Dinge man im normalen Alltag so um sich herum hat und wie abhängig wir inzwischen vom Discounter sind. Vieles musste ich zukaufen. Besonders getrocknete langhaltbare Lebensmittel, Hilfsmittel wie starkes Band, Draht, Notangelzubehör, Panzertape und so, ja sogar die passenden Taschen musste ich erstmal suchen und teils neukaufen (und der billigste geeignettete Rucksack hat 59,99 € gekostet!). Auf jeden Fall habe ich nach Anleitung alles besorgt und gepackt. Zur Sicherheit in jeden unserer drei Rucksäcke das selbe Utensil, da man ja schließlich getrennt werden könte. Und ich habe sie alle Probe-getragen. Aber was für ein Gewicht! Da ist gewichtstechnisch auf jeden Fall noch Verbesserung fällig.

Nur um halbwegs fertige Fluchtrucksäcke zu organisieren, habe ich über eine Woche gebraucht!
In einer echten Notsituation, hätte ich das unter Zeitdruck und Stress keinesfalls geschafft! Das ist mir dabei klar geworden.
Alleine die ganzen Kopien anzufertigen... (Personalausweis und Krankenkarten der Kinder und von mir, Eigentumsnachweis vom Haus, Infoblätter über meine Eltern und und und.)
Aber zumindest sind die Rucksäcke fertig. Natürlich stehen sie griffbereit und somit auch oft im Weg. Aber egal.

Dann kamen die nächsten Gedanken.
So die Rucksäcke sind fertig, ein Garant dafür schnell loszukommen wenn es nötig wird, aber ... bin ich auch fit genug für den Praxisfall?
Was z.B. wenn meine Feuerzeuge, Streichhölzer und Kohlenanzünder die ich bei habe, trotz wasserdichter Verpackung doch nass werden oder kaputt gehen.
Wüsste ich, wie ich mich im Zweifel aufwärmen könnte, wo ich sauberes Wasser herbekomme, wo ich Essen herbekommen könnte wenn die Notsituation länger anhält als meine Vorräte reichen?
Könnte ich mich in fremder Umgebung in sicheres Gebiet begeben, mich durchschlagen?
Könnte ich mich gegen Übergriffe fremder Menschen wehren?
Hm.
So dolle wäre wohl alles nicht.

Also besorgte ich weitere Lektüre und abonierte Survivel~ und Outdoorkanäle auf YouTube.
Mein Interesse ist weiter gewachsen und ich wollte mehr wissen.
Mehr Techniken, mehr Praktiken, mehr Möglichkeiten und natürlich auch mehrer Situationen die ich kennenlernen wollte.
Lernen heißt die Deviese.
Nicht nur um für Flucht- und Notsituationen sicherer zu werden, sondern auch allgemein, fernab der Hilfe und der guten Möglichkeiten einer Zivilisation mit Strom und Wasser.
Einfach leben lernen interessierte mich plötzlich.
Lernen was man in der Schule und im normalen Lebensalltag nicht (-mehr) gelehrt bekommt, weil die Menschen es einfach für unwichtig halte!?
... weil keine Zeit dafür zwischen Adjecktiv und Substantiv, Präsens und Perfect, Präteritum und Prefix oder wie das ganze Zeug heißt mehr ist.? Keine Zeit und kein Bedarf mehr zwischen Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division???

Klar sind diese Dinge auch wichtig.

Aber was nützt einem die Kenntnis über Präteritum und Perfekt, wenn man vor Kälte nicht die Nacht überlebt, weil niemand einem beigebracht hat, wie man Feuer macht!
Was nützen diese Dinge, wenn man verhungert oder sich vor Hunger mit Giftpflanzenessen vergiftet und stirbt???

Warum werden die natürlichen lebenserhaltenden und ~rettenden Techniken nicht mehr gelehrt?
Weil davon ausgegangen wird, dass ja nie etwas geschieht, was dieses Wissen erforderlich macht?
Oder weil davon ausgegangen wird, dass Kinder, die diese Dinge lernen sollen, dies auch nebenbei von der Familie beigebracht bekommt?
Aber ist das denn so?
Kann wirklich nichts dergleichen geschehen? Trotz all der bereits geschehenen Unglücke, Katastrophen und Beispielsituationen!?
Können die heutigen modernen Familien diese alten Techniken überhaupt weitergeben oder zumindest selber noch selber anwenden?
Und wieviele dieser (in meinem Sinne "Reichen";)) Menschen gibt es noch, die dies noch könnten?
Wenn doch was passiert, wer wird dann wohl überleben?

Klar, meine größte Angst wäre, dass ich draußen erfriere oder nicht genug Techniken beherrsche um draußen, bei schlechten Bedingungen, zu überleben.
Es fehl an innere/seelische Sicherheit, an eigene Erfahrung und an Übung.

Also verbrachten wir die Pfingsttage, probehalber und aus Neugier, in einem von uns vorbereiteten Lager (Wildschutz) im Wald. Einfach so, aber mit Zelt und mit Verpflegung und einiges an Ausrüstung.

Es kam mir auf das Feeling an.
Wie fühlt sich echte Nachtkälte an, wie nass wird es im Zelt, wie hören sich nächtliche Waldgeräusche an.
Was kommt auf einen zu.
Und es wurde auch tatsächlich richtig kalt! 7 Grad Celsius im Zelt. Zwar nur 2-3 Stunden lang, aber dafür waren diese Stunden gefühlt auch die längsten.
Ich probierte aus, wie lange ein Feuer braucht um so warm zu werden, dass man sich allmälig aufwärmen kann und bis man heißes Wasser für Kaffe bekommt.
Die Sachen im Zelt waren wirklich komplett nass vom Kondenzwasser und es dauerte bestimmt 2 Stunden, bis alles wieder getrocknet war und wir zur Erkundung der Umgebung aufbrechen konnten.

Alles in einem, ist mir in dieser Situation aufgefallen, um wirklich unabhängig von der Zivilisation in der "Wildnis" zu überleben, bedarf es viel viel Training, ständiges Weiterlernen und seelisch und moralisch drann bleiben und das möchte ich in Angriff nehmen.

Dazu muss man "Überleben" aber auch trainieren, nur wie, immer nur am Wochenende und im Wald??? Genaugenommen wäre das ja elegal!!!!!!!!!
Und da gibt es auch noch ein winziges Problem, ich bin alleinerziehend, habe Haus und Hof, Tiere zu versorgen und bin nebenbei Selbstständige Garten- und Grünanlagenpflegerin, irgend wann muss ich die Hauswirtschaft machen und irgend wann muss ich mich auch ausruhen.

Hm, also bleibt eigentlich ja nur eins,... das komplette Leben umstellen auf das aller Notwendigste, so dass man wärend des "Neuen Normalen Alltagsleben" seine urischen Überlebenstechniken trainieren kann.

Aber was für eine Herausforderung ist das denn???
Wie soll man das denn schaffen, und das in Deutschland?

Nach vielem Hin-und Her-überlegen, bin ich zu dem Schluss gelangt, das funktioniert nur "Nach und Nach".
Wenn ich irgendwann mal als hauptsächlich autarker Mensch leben (können) will, um mich wärend der Entwicklungsphase im Überleben zu trainieren, dann muss ich dort regelrecht hineinwachsen.

Viele Leute sind ja nach dem "Alles oder Nichts Prinzip" eingestellt. Die wollen dann am liebsten sofort und gleich Alles ändern.
Aussteigen wie aus einem Auto, der Bahn oder irgendein Taxi, das sie bis zu einem bestimmten Ort gebracht hat.!? Fast so wie damals das Fernsehprojekt "Newtopia", was in meinen Augen vom ersten Moment an zum Scheitern verurteilt war, ab dem die Leute nicht von vornherein auf die "Zivilisierten luxuriösen Gewohnheiten" verzichtet haben.

Das ist bei mir nicht so.
Ich will dort hineinwachsen, wie damals in meine Mutterrolle.
Mein Ziel ist ja nicht, auf einen Schlag alle technische Weiterentwicklungen und allen Luxus auszubremsen, sondern mein Ziel ist es, irgendwann in der Lage zu sein, in möglichen Notsituationen auch langfristig überleben zu KÖNNEN und mich im Zweifel auch irgendwo neuansiedeln zu KÖNNEN.

Ich will ja nicht von Heute auf Morgen alles aufgeben! Meinen (Klein-)Betrieb, mein Haus, mein Hof, meine Family inklusive der Tiere.

Viel eher will ich aus dem, was ich bisher schon habe, zukünftig das Beste, das Gesündeste und das Biologischste/Natürlichste herausholen!

Ich habe so gute Voraussetzungen dafür.
3000 ²m eingezäunter Hof mit Haus, Stall, Werkstatt, Gerätehaus, Schuppen, Hühnerstall mit ein par Hühnern und Schafe. Für den Schutz sorgt unser großer Hund. Gegen Mäuse und Ratten helfen uns unsere Katzen (alles "Jägerkatzen";)). Um für den Notfall zu üben (also mal ohne Wasser aus der Leitung und Strom), sind die beiden Seen vor unserer Haustür und die doch schon (für norddeutsche Verhältnisse)sehr großen Wälder mit vielen selten genutzten Waldwegen doch ideal.
Was will ich also mehr?
Haus und Hof sind wenn man es umrechnet nur noch wie ein Kleinwagen (Preis) abzuzahlen, dann ist es meins und bleibt hoffentlich auch meins!
Bis dahin, so ist mein Plan, kann ich mit den kleinen Dingen expirimentieren.

Wie ich es früher schon mal hatte, wieder einen Gemüsegarten anlegen und davon zähren (Einwecken, Einlegen, Einfrieren, Trocknen und sofort verwenden), also Techniken wieder neu festigen und erhalten. Obstbäume haben wir ebenfalls schon so einige die wir nutzen können. Meine Schafe sind ja schon heute nicht nur Rasenmäher, sondern auch schon mal Nahrungsmittel. Von den Hühnern ganz zu schweigen, aber um jeden Monat Hähnchenbraten zu machen reicht es denn doch noch nicht, daher sind sie in erster Lienie nur Eierquelle.

Zweck dieser Umstellung ist lediglich, nach und nach zu lernen und zu akzeptieren, dass man auch ohne Discounter und Co. ganz gut leben KANN!
Wir müssen hinsichtlich unserer Ernährung gesehen, nicht unabdingbar abhängig sein, von unseren allgegenwärtigen Discountern!
Nur so kann man sich in Ruhe damit auseinandersetzen, dass man im Notfall, auch ausschließlich von Mutter Natur höchst persönlich versorgt werden kann. Ist der Körper aber nur an Fastfood, Fertiggericht und Überangebot gewöhnt, dann würde so ein Notfall natürlich stärkere und schlimmere Konsequenzen haben. Nicht nur wegen des Hungers des Körpers, sondern vor allem wegen der Kopfsachen die sich da abspielen.
Verzicht auf Discounterware kann sich äußern wie das "mit dem Rauchen aufhören"! Ich denke grob genommen, ist das ein sehr guter Vergleich.
Also frühzeitig und ohne Zwang, Druck und Stress versuchen seinen Körper an einer Ursprünglich Normalen Ernährung zu gewöhnen, fernab von Überangebot, Fastfood und Überkaloriertem.
Das ist auf jeden Fall schon mal ein gutes Training für den Verdauungstrakt.

Weiter hin möchte ich meine Tierzucht optimieren. Dafür benötige ich natürlich auch geeignetes Futter.
Zur Heuernte dient mir seit diesem Jahr auch der Nachbarhof (Wiesenfläche hinter der zweiten Hälfte unserer Doppelhaushälfte, wenigstens solange die Nachbarindort noch wohnt). Ich wünschte, ich könnte die zweite Hälfte des Doppelhauses auch noch käuflich erwerben um das Grundstück weiter zu nutzen. Aber dazu fehlt mir, solange meine Hälfte nicht restlos abbezahl ist, noch das Geld, und wenn diese Hürde dann geschaft wäre, wer weiß ob meine Nachbarin dann noch lebt und vor allem noch dort lebt, denn sie ist auch schon weit in den 70ern und hat vermehrt Probleme alleine zu leben. Hoffentlich bleibt sie noch lange lange dort leben!

Zweck der Sache der Tierhaltungsoptimierung ist es, Kenntnisse und Techniken zu bewahren, um im Notfall zu wissen wie es geht und im Zweifel neu anfangen zu KÖNNEN.

Da ist das magische Wort wieder! "... KÖNNEN... ", das ist das Allerwichtigste, was aber zunehmend nicht mehr sichergestellt werden kann, weil eben einfach kaum noch einer "KANN"... also erstens weiß wie es geht und zweitens auch sicher beherrscht. Doch genau das ist doch der nötige Schlüssel. Sonst ist es doch völlig egal wieviele "Türen man findet". Denn wenn man schon Türen findet, dann muss man sie ja auch öffnen können.

Doch ohne nötigen Schlüssel?



Für die nähere Zukunft plane ich eben, immer mehr von meinem Hof zu profitieren und erst mal,wieder mehr und mehr unabhängig vom Discounter zu werden, schon alleine um mein Selbstbewusstsein und meine eigenen, ureigensten Fähigkeiten zu trainieren und zu festigen.


Doch als Nächstes dann möchte ich mir zumindest einen Mobilen Wasserfilter kaufen und zumindest eine mittlere Mobile Solaranlage für ca. 350,00 €, sowie ein kleines mobiles Solarladegerät für Handy, PC und Tablet für ca. 65,00 €. Auch die Regenwasserproblematik möchte ich in Angriff nehmen. Das muss ich schon, um die Funktion meines Betriebes erst einmmal aufrecht zu halten und im Zweifel abzusichern, falls doch mal, auch nur Zeitweise, Unterbrechungen in der Versorgung von Strom und Wasser auftreten (so als Abschreckung und Warnung), das heißt aber nicht, dass ich die langfristigen Ziele vernachlässige, im Gegenteil, diese Filter und Notstromversorgung sehe ich nur als persönliche übergangsmäßige Absicherung, bis ich alles Nötige behersche.


Bei all meinen Ideen und Vorhaben, ist es mir auch wichtig, die ganze praktische Entwicklung vor meinen Dorfnachbarn weitestgehend geheim zu halten und alles unauffällig zu realisieren, um Neider, Schmarotzer und nichtswürdige Menschen, die einem nichts gönnen und "dummquatschen", die es ja auch genug gibt, fernzuhalten.

Da sieht man auch wieder wohin wir Menschen gekommen sind, selbst ich, einer der nettesten wohlwollensten Menschen wie möglich (So sehe ich mich wenigstens!)

Wäre es nicht toll wenn einer es vor machen würde und die Nachbaren es alle nach und nach, nachmachen würden?
Aber die Realität sieht ja anders aus. Da wird geklaut, zerstört und wie bereits beschrieben "dummgequatscht" und nieder gemacht. Man wird als Idiot und Schwarzseher hingestellt, für doof gehalten oder wie ein Aussätziger bzw. als ÖKi behandelt.
Obwohl das doch das vernünftigste, "Naturnaheste Lebensmodell in der Zivilisation" sein könnte. Umweltverträglich, ohne auf die Vorzüge des Luxuriösen Lebens komplett verzichten zu müssen, um die Umwelt zu schonen.
Also ...! -> alles heimlich-still-und-leise-und dann auch noch nebenbei. <-

Nur wie der Zufall es will, flattern gerade jetzt wieder die großen Rechnungen ins Haus. Strom, IMO-Versicherung, Wartung für die Biologische Kleinkläranlage und so weiter und sofort. Alles Dinge die du aus der Gesetzeslage heraus, so bedienen musst.

Nur soviel zum Versuch in unserer Region VÖLLIG AUTARK leben zu wollen.! ... Das geht hier gar nicht.
Selbst wenn du sagst, du meldest den Strom einfach ab. Bürger hier müssen: Grundsteuern, Abwasser, Persi, Wohngebäudeversicherung (IMO), Krankenversicherung und einen angemeldeten Wohnsitz haben.
Irgendwie muss man irgendwo, irgendetwas und an irgenwen bezahlen. Ob man nun will oder nicht.
Wenn man das nicht macht, wird man letztlich noch verhaftet.!!!!
Leben wie Lebewesen eben so leben sollten (also wie Reh und Wildschwein, Eichhörnchen, Vogel und Co.), eben urmenschenartig, das geht hier auf jeden Fall nicht mehr. So viel ist klar.

Daher sage ich ja, ich hier, kann nur versuchen, für den Ernstfall zu trainieren, indem ich mir auf meinem eigenen Grundstück eine Art Trainingsgebiet anlege, dann und wann auch mal (mehr oder weniger heimlich) in unseren heimischen Wäldern "Outdoore" und viel viel lerne, lese und ausprobiere, ohne die Gesetzgebung zu vernachlässigen oder jemanden auf den "Schlips zu treten".


Für die fernere Zukunft aber plane und versuche ich, mit den finanziellen Mitteln, die ich in/mit meinem Betrieb erwirtschafte, so viel Geld zurückzulegen, dass ich für dieses Grundstück irgendwann einmal eine richtige große Haus-Solarenergieanlage und eine richtige große Haus-Windenergieanlage zusammen bekomme. Günstigsten Falls ist es tatsächlich so, dass ich dann auch noch versuchen werde ein kleines Stück Wald zu kaufen (falls es irgendwann/irgendwie machbar ist). Aber davon bin ich finanziell noch weit weit weit entfernt. Naja, aber Villeicht kann ich ja früher oder später durch die Umstellung auf die Kleine Solarvariante ja schn einiges an Stromkosten und somit an Geld einsparen. Zahle ich für Strom doch schon genausoviel wie an Mietkaufraten. Das ist echt schon sehr heftig! Dazu kommen noch die Kosten für Holz und Kohle (dafür will ich viele viele Bäume zur Lebendholzernte anpflanzen. Meiner Meinung nach, die ökologischste und nachhaltigste Art selber an Brennholz zu kommen).


Soweit bin ich im Moment mit den Ideen, Planungen und Wünschen, für meinen langsammen Wandel des Lebens, vom "Blinden-Modernen-Otto-Normal-Leben" hin zu einem besseren, umweltverträglichen Leben, im Zweifel auch zu einem Leben, auf der Flucht und evtl. auch Neuansiedelung/Neuanfang einer besseren Zivilisation (falls es denn doch mal dazu kommen würde).

Wir wollen es ja nicht hoffen, aber...


... nun bin ich für den nächsten Schritt bereit.


Meine Saaten liegen schon bereit. Ich muss nur noch dafür sorgen, dass meine Schafe, die daraus hervorgehenden Lebensmittel nicht vorher auffressen, da meine allerliebsten Schäfilein, als Rasenmäher, frei auf unserem Grundstück herumlaufen dürfen, da ich wegen der Arbeit wenig Zeit hatte den eigenen Hof zu pflegen.
Irre nicht war.
Das alte Sprichwort trift eben doch voll zu!
>"Der Schuster trägt selber immer die schlechtesten Leisten"<;-)

Aber muss das denn wirklich so sein? Naja, wir werden sehen!!!!!!!!!!!!!!!!



Für Tipps und Tricks von Euch bin ich jetzt schon dankbar. Vielleicht habe ich ja andere zum Nachdenken bewegt, oder Ihr seid vielleicht schon weiter als ich und befandet Euch mal auf dem gleichen Gedankenstand wie ich jetzt?!.

Dann schreibt mir!


Herzlichst, Eure KiReCki

Dirk(R)

30.05.2016, 16:02

@ KiReCki

Ab in ein naturnäheres Leben

Hallo KiReCki,

Du hast hier fast Deine ganze Lebensgeschickt aufgeschrieben und viele Deiner Überlegungen preis gegeben, hast so viel und nett geschrieben, das es mir schwer fällt einen Anfang zu finden.
Der beste Anfang wird wohl sein, Danke zu sagen.

Danke!!!

Mir persönlich ist es noch passiert mich mit jemanden austauschen zu können, der einen so klaren Gedanken gefasst hat. Den Gedanken sich auf sich selbst verlassen zu können und auch noch umsetzt.

Ein Themengebiet, besser zwei sind mir jedoch sofort aufgefallen:

» Doch als Nächstes dann möchte ich mir zumindest einen Mobilen Wasserfilter
» kaufen und zumindest eine mittlere Mobile Solaranlage für ca. 350,00 €,
» sowie ein kleines mobiles Solarladegerät für Handy, PC und Tablet für ca.
» 65,00 €. Auch die Regenwasserproblematik möchte ich in Angriff nehmen. Das
» muss ich schon, um die Funktion meines Betriebes erst einmmal aufrecht zu
» halten und im Zweifel abzusichern, falls doch mal, auch nur Zeitweise,
» Unterbrechungen in der Versorgung von Strom und Wasser auftreten (so als
» Abschreckung und Warnung), das heißt aber nicht, dass ich die
» langfristigen Ziele vernachlässige, im Gegenteil, diese Filter und
» Notstromversorgung sehe ich nur als persönliche übergangsmäßige
» Absicherung, bis ich alles Nötige behersche.

Da stellen sich für mich gleich viele Fragen:
1. Einen Mobilen Wasserfilter für welchen Anwendungszweck?
- Für das "Outdoor" sein im Wald während der Freizeit?
- Für die Wasserversorgung mit Trinkwasser, wenn es nicht mehr aus der Leitung kommt?
- Für den Notfall unterwegs, wenn sonst nichts mehr verfügbar ist?

Ich habe mir diese Fragen auch selber gestellt und es mir selber so beantwortet, das ich verschiedene Geräte / Dinge benötige.

Ich habe ein "Selbstbaugerät", das eher im Häuslichen Umfeld Anwendung findet. Es ist billig in der Anschaffung und auch transportable, falls ich es in einer anderen Unterkunft nutzen muss. Es ist jedoch für den Outddor Einsatz nicht das richtige, da ich ein Gerät gebaut habe, das mich und auch andere über lange Zeit mit sehr viel (>30.000 l)Trinkwasser versorgen kann, es also nicht wirklich klein und leicht ist. Jedenfalls nicht unbedingt Rucksack tauglich.

Für den Outdoor (Alltag) habe ich mir ein Sawyer MINI Wasserfilter zugelegt.
Natürlich geht auch jeder anderer Hersteller, habe ich nur für dieses Produkt entschieden, das dieses bei meinem "Outoodladen" halt rum lag und ich nicht anders konnte als es mit zu nehmen.
Mann halt ;-)

Für den Notfall unterwegs, habe ich die berühmten Tabletten.
Ob nun von OASIS, AQUATABS oder Katadyn Micropur.
Kleiner und leichter geht halt nicht, also ein paar Tabletten mit in die leere Trinkflasche (PET 1l aus dem ALDI), dann weiß ich auch immer wo die sind und bis ich die brauche kommt da auch keine Feuchtigkeit ran.
Und wie das Wasser Vorfiltern?
Ich bin Kaffeetrinker und stehe dazu, also tut es auch ein Kaffeefilter.
Es muss kein Hightech sein, es muss unkompliziert sein, schnell gehen, leicht und auch noch billig sein.


2. mittlere Mobile Solaranlage und kleines mobiles Solarladegerät

Ich frage mich was Du denn mit einer mittlere Mobile Solaranlage meinst.
Was möchtest Du denn damit betreiben, wann willst Du es betreiben (Tags oder Nachts) und was nennst Du noch mobil?

Mit dem zweiten kann ich ganz gut etwas anfangen, so ein kleines faltbares Solarpanel mit einem Powerbank. So was habe ich auch, man sollte nur bei der Powerbank (finde ich) darauf achten, das diese auch ein angeschlossenes Gerät laden kann, während es selber vom Solarpanel geladen wird. Das nennt sich dann Pass-Through Funktion. Dann verschenkt man nicht so viel an Energie und viele der billigeren Solarpanel haben zudem das Problem mit dem Ladewandler, dass immer wieder die Ladeleistung abbricht und vielleicht auch nicht wieder automatisch hergestellt wird, wenn Wolken dazwischen kommen. Was ja nicht unüblich ist, besonders nicht bei uns im Norden ;-)

Wenn man dann neben den üblichen 5 Volt Verbrauchern auch eine Autobatterie oder Laptop usw. laden möchte, dann sollte das Panel nicht nur einen 5 Volt Anschluss haben sondern auch einen im Idealfall regelbaren Ausgang mit 12 - 18 Volt. Je nach Anwendungsfall.
Da dieses dann aber auch ins Geld geht (meist Solarpanel mit hohen Wattzahlen), sollten wir vielleicht mal die Frage stellen, für was wir dieses dann brauchen.

Eine Autobatterie laden?
Mache ich wohl eher zuhause.

Ein Laptop laden?
Mache ich auch eher Zuhause, oder bin nicht weit weg von Auto und nutze dann gleich ein Kfz-Ladegerät für das Notebook oder einen 12V/220V Adapter an dem ich alles laden oder betreiben kann, was mit 220V läuft und nicht so viel Watt verbraucht.
Achtung, hierbei die Wattzahlen beachten, zu viel bringt auch nichts, da sonst die Verkabelung im Auto dafür nicht ausgelegt ist und ein Kabelbrand sollte auch nicht das Ziel sein.

Ich habe mich lieber für ein 5 Volt Panel entschieden mit einer guten Powerbank für unterwegs. Auch denke ich für den Notfall, würde ich wohl kein Notebook mitschleppen wollen und beim Camping ist genau das Notebook das auf das ich verzichten will, da ich in der IT arbeite ;-)


3. als persönliche übergangsmäßige Absicherung
Nun, ich würde zuerst mit dem Anfangen, das mir Geld spart, das ich dann anders besser einsetzen kann und was mir auch im täglichen gebrauch die Arbeit erleichtert. Was auch in einer Bedarfs Situation das wichtigste sein würde.

Ich denke das ist bei Dir Wasser, oder nicht?
Du benötigst Wasser für deinen Garten, die Landwirtschaft.
Wasser das man nicht kaufen muss, zahlt man auch nicht beim Abwasser.
In einer Bedarfs Situation ist es ebenfalls das wichtigste, noch vor dem Essen.
Es ist kostenlos verfügbar, wenn man es nur schafft es sich zugänglich zu machen. Auffangbecken, Zisterne, Regentonnen... usw.
Da würde ich zuerst meine Zeit und Arbeit rein stecken, bevor ich mich um Strom kümmere.


Wozu brauchen wir Strom?
Im täglichen Leben für ALLES, kaum etwas funktioniert noch ohne.
Licht, kochen, backen, wärme und technischer "Schnickschnack".
Selbst den Vorrat kochen wir mit Strom ein.

Aber in einem Bedarfsfall?
Für Licht, gibt es Kerzen (ist sogar romantischer im täglichen Leben), Öl- oder Gaslampen und ganz einfach das Tageslicht.
Ja, aber was ist bei Nacht?
In einer Bedarfs Situation, werden wir alle sehr viel draußen sein in den Tagesstunden und uns um wirklich wichtige Dinge kümmern, Stunden, Tage, Wochen vielleicht Monate oder länger. Da sind wir froh, wenn es früh ins Bett geht, denn die Tage werden dann sehr früh (mit dem Sonnenlicht) beginnen. Wir werden dann kaum wie jetzt noch die Lust und Energie haben bis um 1 Uhr morgen zu sitzen und Fernsehen (sofern es so was noch gibt) zu schauen und alleine schon deswegen weniger Licht benötigen.

Kochen?
So viel Strom können wohl die wenigsten von uns erzeugen, das unserer 360 Volt betriebener 3KW Herd noch funktioniert. Also werden wir ohnehin auf andere Kochmöglichkeiten angewiesen sein... Solarofen, Holzofen, Gaskocher etc.

Wärme?
Im Winter ein muss, doch wie?
Strom für die Heizung, die Pumpen und die Steuerung vom Brenner... aber eigentlich brauchen wir diesen Strom dann in der Nacht, wenn wir auch wieder im Haus sind, besser noch rund um die Uhr, damit das Haus, die Wohnung nicht auskühlt. Also müssen wir den Strom speichern können und wir müssen viel speichern können. Aber gerade Solarenergie ist im Winter nicht wirklich ergiebig.
Also was tun? Die Solaranlage so groß machen, das der dafür benötigte Strom da ist... Leistungseinbußen von bis zu 80% im Winter... Also eine Anlage die 5 mal größer ist als das was wir im Sommer benötigen würden, aber da brauchen wir dann auch keine Heizung... hmmm...
Und die Frage wo kommt der Brennstoff für die Heizung her, haben wir auch noch nicht geklärt...

OK, auf Strom verzichten würde ich wohl auch nicht, kann auch kaum einer der die Vorteile kennt und damit aufgewachsen ist. Aber ist es das vorrangige Ziel? Ich bin mir da noch nicht sicher.

Mein vorrangiges Ziel ist es Licht zu haben und Wärme.
Wärme aus Holz und Licht von Kerzen und Öllampen.
Es ist viel billiger als Strom, denke ich jedenfalls und viel schneller zu besorgen und auch selbst herstellen oder zu tauschen. Auch und gerade in einer Situation die länger andauern würde. Ersatzteile wie Glühbirnen, Solarpanel, Laderegler und Batterien, Notstromaggregate oder die Ersatzteile dafür sind dann wohl nicht zu bekommen und wenn nur schwer und extrem teuer.
Aber wie sieht es mit Brennholz, Wachs und Öl aus, klar wird auch das teurer sein und man muss mehr Ware dagegen tauschen, aber es kann von sehr vielen selber hergestellt werden. Also vermute ich wird die Verfügbarkeit auch höher sein.

Noch habe ich selber nicht den "richtigen" Weg gefunden, was ich machen werde. Für Licht habe ich alles da um Wochen aus zu kommen, Kochen könnte ich auch mehrere Wochen ohne Probleme, aber auf Grund einer Mietwohnung, habe ich beim Thema Wärme ein echtes Problem :-(
Wobei das Thema "Hauskauf" was ja eigentlich der Anfang aller Themen ist, ist auch noch nicht vom Tisch :-)

MfG

Dirk

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