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KiReCki(R)

03.06.2016, 18:38
 

Von Mut, Elan und den Sinn vom Besinnen (allgemein)

Hallo Ihr Lieben,

erst mal ein Danke Schön an Dirk, der auf meinen erste Eintrag so freundlich antwortete. (Deine Aussagen ließen mich erneut überlegen, wofür ich mir eigentlich die ganzen Dinge/ bzw. das Erreichen meiner Ziele wünsche.) Zeitgleich geschahen die ganzen Hochwasserschäden bei unsere bedauernswerten Mitbürgern im Süden Deutschlands.
Und fast gleichzeitig stöberte ich in Dirk seine Komunikation mit Gänseblümchen, "das" ... sich fragte wie viel Sinn es noch macht sich mit seinen Dingen zu beschäftigen, Vorsorge zu betreiben und Vorräte anzulegen, wenn jeden Moment irgendwoher irgendjemand kommt und sich "selbstbedient", das Erreichte stielt oder einfach nur zerstört.
Heute nun wurde im Fernsehen über die ersten Plünderungen in den Hochwasserregionen berichtet. ... also, ... ja, ich kann Gänseblübchens Bedenke gut verstehen. Und auch ich grübelte über diesen Sachverhalt.

Aber erst einmal sollte es heute bei mir eigentlich um ein anderes Thema gehen. Es würde mich freuen wenn auch das eine oder ander Kommentar kommt, mir jemand Tips gibt oder mir einfach nur mal ein klein Wenig Mut zugesprochen wird.
Denn irgendwie komme ich nicht wirklich voran.

Bei meinem ersten Eintrag schrieb ich ja aus welcher Situation ich komme, und was ich mir wünsche, was ich alles anschaffen und machen möchte.
Also mein eigentlicher "Grober Weg" ist ja da, ....
nur...,
kennt Ihr das Gefühl auch? Wenn man sich selbst eingesteht, >Im Moment fühle ich mich so wie "Gewollt und nicht Gekonnt"?<
Wenn man sich wünscht, dass einer einem Mut zuspricht und sagt,... >"...hey es läuft nich immer alles nach Plan, aber die Hauptsache ist, du hast ein Ziel und einen Teil des Weges vor Augen?">

In dieser Woche ist viel drunter und drüber geraten.

In Punkto Arbeit und Nichtarbeit wegen Regen,
in Punkto Neukunden, die sich nun doch noch überlegen wollen ob sie meine Dienste in der Gartenpflege beanspruchen oder nicht,
in Punkto Beerdigung meines Exschwiegervaters, die mich wieder zweifeln ließ...>"Wieso quält man sich nur immer so, ... wofür?"<
Dann eben die erwähnten Hochwasserkatastrophe und Schwierigkeiten unserer Mitbürger...,
und zu guter Letzt der Blick auf das eigenes Konto....!

=> Da hat man im Internetshop schon den "Einkaufswagen" voll und will schon bezahlen,... guckt nur noch zur Sicherheit aufs Konto und dann sieht man,... >"oh es wird wieder mal ganz schön knapp! - die Stromrechnung von 260,00 € und die Versicherungsbeträge von 150,00 € sind auch schon ab und in ein paar Tagen ist die Hausrate, Telefonkosten, Müll, Schulgeld, Schulessensverpflegung, ein paar andere Raten und und und fällig, tanken müsste ich auch bald wieder und eigentlich wollte ich mir Geld weglegen um mit meinen Kindern in der ersten Sommerferienwoche Zelten (an einem legalen Zeltplatz am See) zu können.

Für mich heißt dass, die Dinge die ich mir für echte Notfälle kaufen wollte (Mobile Solarstromstation, Sweyer Wasserfilter, Wasseraufbereitungstabletten und so weiter), sind wieder mal nicht drinn. Und das im Angesicht der Dinge die gerade so geschehen.!?!!

In den Hochwassergebieten war lange und ist teilweise sogar immer noch kein Strom und sauberes Trinkwasser, auch bei uns waren sehr heftige Gewitter und Starkregenfälle...., wir hatten nur Glück!
Glück dass wir auf einem Berg wohnen, Glück dass die extremen Starkregenfälle nur immer eine kurze Zeit andauerten und dann wieder die Sonne schien ... und
Glück dass bei uns keiner der Blitze einschlug und auch die Böhen die hohen und auch schon recht morschen Pappeln (die gegenüber unseres Hauses stehen) verschont haben.

Auch bei mir verursachten diese Situationen ein äußerst unwohles Gefühl.
Was wäre wenn...? Was hätte ich dem entgegen zu setzen, wenn das Glück uns mal nicht mehr hold ist.

Neubrandenburg, eine nahe gelegene Größere Stadt, hatte in den Morgenstunden am Donnerstag, auch komplett keinen Strom mehr. Was das dort wohl
bewirkt hat? Glücklicher Weise war ich hier zu Hause und ich habe vorsorglich meinen Hauptsicherungsschalter ausgeschaltet weil das Gewitter so außerordentlich bedrohlich wirkte (und dabei ist bei uns selber und in der Nähe nicht mal was schlimmes geschehen!)
In Neubrandenburg ist nur wegen des Stromausfalls, zeitweise und zum größten Teil, das ganze Öffentliche Leben zum Stillstand gekommen. Nur wegen Gewitter, Regen und Stromausfall...!

Kaum vorstellbar wie es für die Flutopfer sein muss...! Oh, Oh, Oh!

Naja, ... auf jeden Fall, ... habe ich gemerkt, ... wie langsam es bei mir doch voran geht,... alles so unabhägig wie möglich zu gestalten.
Wasserversorgung und Notwassersystem, Solarstrom und Gartenbewirtschaftung.

Schuld daran ist wie bereits geschrieben das wenige zur Verfügung stehende Geld, Wetter und Zeit, ... und ich gestehe, ... auch ein wenig Verzweifelung im Angesicht der Menge und des Aufwandes für die Ziele, die ich mir setzte.

Wenn die Bedingungen gut sind, habe ich zu tun meine Kunden zu bedienen, wenn Feierabend ist hab ich mich um Kinder, Tiere und Haushalt zu kümmern. Hab ich das alles erledigt und fertig, dann bin ich selbst fix und fertig. In den Nächten schlafe ich dann so schlecht... weil ich mir Gedanken über die Dinge mache, die ich erledigen wollte, müsste und sollte, aber wieder nicht geschafft habe, dann ist es unerträglich heiß, und um überhaupt die Nacht irgendwie zu nutzen, dann schalte ich den Fernseher ein (N-tv, N 24 oder DMAX solche Sender) und wenn ich Glück habe, schlafe ich dann doch noch für ein paar Minuten ein. Aber dann geht der Tag wieder los... Kinder fertig machen zur Schule, zur Schule bringen, Arbeit vorbereiten, ab zu den Kunden, nach Hause, Büroarbeit, Kinder, Tiere, Haushalt.... und so weiter und so fort.

Wie soll man da noch was Gescheites zu Wege bringen?

Man muss dieses und jenes, man sollte dies und das und man will .... und man kann... nur das Nötigste.
Ist doch verrückt oder.

Und wenn dann noch die Ängste (wie bei Gänsblümchen) dazu kommen....?!


Wer kennt das auch? ... und was macht ihr dann? ... wie kann man dabei dafür sorgen nicht den Mut zu verlieren, drann zu bleiben und weiter zu machen.

Das es gut und erstrebenswert ist, sich so unabhängig wie möglich einzurichten, auszustatten und Kenntnisse und Fähigkeiten neu zu erlernen, auszubauen oder zu reaktivieren ist klar. Auch ich bin mir sicher.
Nur im Moment ist es wie beim abnehmen... den Rest könnt Ihr euch sicher selbst denken.
Aber was kann man dann tun? Soll man `ne Pause einlegen oder auf Gedei und Verderb weiter machen? Wie kann man einen Schlachtplan machen wo man dann eben zeitweise kleinere Dinge macht als das was man sich eigentlich vorgenommen hat, nur um nicht stehen zu bleiben ... und trotzdem guten Mutes bleiben.

Denn irgendwie denke ich, dass wir gar nicht mehr so viel Zeit hätten um alles abzuschließen, bevor wir das Ergebnis benötigen.

Ich war eigentlich nie ein Verschwörungstheoretiker, Panikmacher oder so.
Jedoch im Moment, ... im Moment weiß ich nicht ob man die gegenwertige Lage überhaupt noch halbwegs richtig einschätzen geschweige denn vorherprognostizieren kann!


Wie seht Ihr das, geht es nur mir so? Beruht es bei mir nur an der Vielfalt der vergangenen Erlebnisse der Letzten Wochen und Monate?

Dirk(R)

06.06.2016, 14:05

@ KiReCki

Von Mut, Elan und den Sinn vom Besinnen

Hallo KiReCki,

keine Panik, alles ist gut und wird immer besser!! :-)

»
» Wie seht Ihr das, geht es nur mir so? Beruht es bei mir nur an der
» Vielfalt der vergangenen Erlebnisse der Letzten Wochen und Monate?

Du bist da, wo ich vor einigen Monaten auch angekommen bin.
Bei mir war es auch so wie bei Dir, schlecht schlafen können, sich ständig Sorgen machen, regelrechte "Panik" haben, weil man ja noch so schlecht vorbereitet ist usw.

Ich denke das ist alles ganz normal!

Ich habe mich auch so gefühlt und wenn ich schlechte Nachrichten gehört habe, habe ich immer gaaaaanz großes Kino gefahren...

Aber warum ist das so?
Warum haben wir plötzlich diese Panik?

Bei mir war es ganz einfach der Umstand, das ich viel zu viele Informationen hatte. Ich wusste genau was mir noch alles fehlt um autark zu sein, ich wusste noch besser was alles fehlen würde, wenn plötzlich z.B. der Strom für Wochen nicht mehr zur Verfügung steht usw.

PANIK!!
Die hatte ich echt und habe deswegen auch schlecht geschlafen, manche Abende überhaupt nicht :-(

Aber das gibt sich mit der Zeit auch wieder, denn Du wirst bald anfangen dieses mit anderen Augen zu sehen. Du wirst dann nicht sagen "Oh, Mist, das fehlt mir noch alles" sondern zu dem Punkt kommen und sagen "schau mal, das habe ich schon und das weiß ich schon alles".

Mir hat es geholfen mich auf das Wissen zu besinnen, das ich all den anderen voraus habe und auf das was ich schon gemacht habe. Wenn ich Freunde besucht habe, die sich z.B. beschwert haben "Ich habe keine Zeit, muss noch ganz dringend einkaufen, mir fehlt noch so viel für das lange Wochenende". Dann habe ich plötzlich zu mir gesagt "So ein quatsch, habe doch alles für Wochen im Haus". Wenn jemand gesagt hat "Sorry, ich kann Dir kein Bier oder Wein anbieten, habe nichts im Haus" oder wenn man mal einkaufen war und so wie dieses Wochenende die gesamten Flaschen mit Sprudel beim ALDI ausverkauft waren und alle sagten "Schieße, nun muss ich noch mal wo anders hin fahren". Dann war ich gelassen und habe innerlich gefeiert.
"Ja, alles richtig gemacht!"

Ähnlich wie mit der Vorsorge, ist es auch mit dem Wissen. Ich habe in der Zeit wo ich diese Panik hatte, viele Bücher gekauft. Bücher über das Einmachen von Lebensmitteln, oder Räuchern, Pökeln, Schlachten, wie man einen Erdkeller anlegt und wie man Beete anlegt, wie man halt früher gelebt hat und wie man sich auch medizinisch selber versorgen kann, auch viele Informationen aus dem Internet, wie man selber Seife oder Deo herstellt, Waschmittel und Reiniger macht. Vieles davon habe ich dann mit einfachen und billigen Mitteln selbst gemacht und getestet ob ich es auch könnte. Klar, vieles ist auch in die Hose gegangen... Also das Duschgel, das ich gemacht habe... naja... also ich würde nicht mal einen Hund damit duschen wollen... ist halt so... aber seit dem habe ich halt mehr Seife im Haus :-)

Zudem habe ich mir überlegt, was denn gerade das wichtigste ist.
Ich habe eine Tabelle angefangen und schreibe da alles rein, was mir noch fehlt, immer wenn ich mir was neues einfällt kommt es in diese Tabelle und dann kommt das wichtigste immer nach oben.
Da stehen Dinge drin wie Stromversorgung - Solar, Stromversorgung Notstromaggregat, Betriebsstoffe - Benzin (Auto), Betriebsstoffe - Diesel (Notstrom) aber auch ganz banale Dinge wie Natron, Pökelsalz, Kerzendochte und Waschmittel usw. aktuell ist da z.B Natron ganz oben, da ich zwei Pakete verschenkt habe und meine Frau auch gleich noch mal und ich am Wochenende viel Natron verbraucht habe. Also ist Natron im Moment das wichtigste das ich kaufen muss. Auch kein Problem, da es ja sehr billig ist.
Die Liste ist noch immer irre lang und wenn ich auf die geschätzten Kosten schaue, kann einem schlecht werden...

ABER und das ist mir gerade das wichtigste, diese Liste macht mir keine Angst mehr, denn ich habe eine noch viel bessere Liste die "Was habe ich schon Liste".
Diese Liste ist viel einfacher und kleiner, da stehen Dinge drin wie: Notfall Gepäck, Lebensmittel für 3 Monate, Wasser, Medizin, Samen, Kerzen, Gaskocher usw.

Eine echt beruhigende Liste, denn alles das haben ich fast jedem den ich kenne voraus :-)
Auch kann ich in der Liste sehen, das wenn etwas schlimmes passieren würde ich nicht verhungern würde, nicht verdursten und sogar recht gut und bequem leben könnte. Sofern man tägliche Gartenarbeit, die man nicht gewohnt ist als bequem bezeichnet, also ich mache das, da ich daran Spaß habe und Lust dazu :-)

Daneben gibt es dann noch die "Was kann ich schon Liste", die gibt es zwar nur im Kopf, vielleicht sollte ich die auch mal aufschreiben um ein noch beruhigendes Gefühl zu haben.
Ebenfalls eine extrem beruhigende Liste :-)

Ich lasse mich von der Panik nicht mehr hetzen und zwar aus folgenden Punkten:
a. ich bin schon sehr viel besser vorbereitet als so viele andere.
b. ich kann so vieles mehr als so viele andere.
c. irgendwie habe ich die letzten Jahre auch überlebt, ohne das was schlimmes passiert ist und vermutlich wird es auch noch eine gewisse Zeit so weiter gehen.
d. welches Vorbild will ich meinen Kindern sein?

Ja, genau, der für mich wichtigste Punkt.
Welches Vorbild will ich meinen Kindern sein!

Ok, ich könnte diesen Monat (hatte auch mehr als die geplanten Ausgaben) etwas für 150€ im Bereich Vorsorge kaufen, oder mit der Familie essen gehen und dann ins Kino... klar gewinnt das Kino! :-)
Und vielleicht ist dann ja noch was über um Natron zu kaufen... ;-)
Keiner geht los und kauft für x Tausender das Rundumsorglospacket.
Für jeden ist es etwas anderes und eine andere Situation, bei keinem sind es wohl die gleichen Dinge in der gleichen Reinfolge. Es geht nur Stück für Stück und wenn auch mal Monate pause sind, dann ist auch das nicht schlimm.

Es ist ja nicht so, das es überhaupt nicht voran geht und eines Tages kommt auch das Notstromaggregat. Naja, wenn ich meine Frau überzeugt habe. Aber es geht voran. Alles kann man eh nicht kaufen, so viel Geld habe ich nicht und das mir aller wichtigste habe ich schon. Essen, Wasser und durch Samen auch langfristig Essen. Also bewege ich mich im Grunde genommen im Bereich des "Luxus".

Klar könnte nun jemand sagen, du hast ja noch das Problem mit der Wärme. Ja und Nein, in meiner Wohnung schon, aber im Haus meiner Mutter nicht. Klar habe ich nicht genügend Einweckgläser wenn ich nur diese Lebensmittel zur Verfügung hätte, bei meiner Mutter liegt aber noch der ganze Boden damit voll. Klar habe ich nur einen kleinen Vorrat an Benzin für mein Auto, aber bei meiner Schwester stehen 70l Fässer mit Diesel und Benzin.

Klar, es könnte eine Sonneneruption geben und dann fährt Dein Auto nicht mehr und wie willst du dann zu deiner Mutter oder Schwester kommen?
Ok, man kann es auch übertreiben....
Oder Dein Auto ist defekt!
OK, es sind bloß 30km... zu Fuß oder mit dem Rad.
Nein, habe doch mal Kfz-Mechaniker gelernt, also zum nächsten Schrottplatz und ein Auto fahrtüchtig gemacht, bzw. mein eigenes.

Hast Du denn ein BOB.. Bring my home Bag.. oder was man auch immer dazu sagen will?
Na, so ein Schwachsinn, Hallo nur 30 km, da bin ich in ein paar Stunden.
Aber was wenn...
Hallo 30 km, die bin ich auch jeden Tag auf der Arbeit von meiner Wohnung entfernt und wenn nix mehr geht, dann gehen noch immer die Schuhe und NEIN, für 30 km, muss man nicht übernachten, nicht warm essen, nicht trinken und wenn man Glück hat nicht mal Pipi machen... nicht im Sommer und nicht im Winter! Der See vor meiner Haustür hat ein Wanderweg von ca. 10km länge, den geht man einfach mal so spazieren aus guter Launen und um mal frische Luft zu tanken. Das mal drei dafür muss man keinen Rucksack schleppen um nicht verdurstet und übernächtigt, abgemagert ankommen zu können. Das macht man einfach so und muss nicht mal trainieren dafür.

Also solche Fragen habe ich echt schon gehört und dann frage ich mich immer wo ist denn der eigene Verstand geblieben? Wir sollten besser nachdenken, bevor wir in Panik verfallen und uns auf das besinnen, das wir beherrschen und das wir schon erarbeitet haben. Die Menschen vor 200 Jahren haben auch überlebt und nein die haben kein Notfall-Survival-Bootcamp besucht und nicht tausende dafür ausgegeben. Keinen HighTech-Wasserfilter gehabt und kein Strom und doch waren die vielleicht glücklicher als wir, ich oder Du im Moment.

Auch wenn ich sehe, das es an der Zeit ist sich wieder auf das grundlegendste Wissen zu besinnen, sich selber versorgen zu können, so darf ich doch nicht aufhören zu leben und mein Leben zu genießen.

Das was mir gerade noch etwas Sorgen macht, ist es zu wissen, das die Kinder noch so viel zu lernen haben und wenn sich eine Gelegenheit auftut, versuche ich auch dieses Wissen zu vermitteln.
Aber all zu oft gewinnt doch die xbox... :-) und doch bekommen Sie mehr mit, als man denkt... wann genau ich wusste wie man Lebensmittel einkocht, kann ich heute auch nicht mehr sagen... irgendwann konnte ich es halt als ich Mutti zugeschaut hatte... wie man Tomaten pikiert... wusste ich auch irgendwann... usw... usw...

Ich denke Kinder sind einfach so und wir sollten es dabei belassen, Kinder auch Kinder sein zu lassen. Wenn es wirklich mal hart auf hart kommt, dann haben Sie noch immer genügend Zeit vor den "Alten" das zu lernen, was Sie wissen müssen.
Und bis dahin bekommen Sie das Wissen vermittelt, das Sie selber interessiert und bei dem Sie mitmachen :-)

Viel mehr hatte ich auch nicht, bevor ich anfing...

Klar, habe Fähigkeiten, die ich entweder durch den Beruf, das Elternhaus, die Armee oder durch die Zeit (Lebensweisheit) vermittelt bekommen habe, doch als ich zu der Erkenntnis gekommen bin ich müsste mich und meine Familie besser absichern, stand ich im Grunde genommen auch bei Null. Vielleicht mal ein Päckchen Nudeln mehr als man gerade benötigt, doch sonst....

Und heute, heute bin ich beruhigter.
Ich mache weiter mit der Vorsorge.
Eigne mir wissen an, das ich benötige.
Und schaue mich nach einem passenden Haus um.
Es geht Stück für Stück voran, ein sehr beruhigendes Gefühl.


Du schreibst, was wenn die Pappeln vor Deinem Haus umkippen...
Na, sehe es positive. Das Dach kann man reparieren und ansonsten hast Du mehr Licht im Haus und genügend Brennholz ;-)

Sehe nicht in allem ein Problem, auf das Du jetzt nicht vorbereitet bist, sondern frage Dich was würdest Du dann machen...
Genau der umgefallenen Baum muss erst mal aus dem Weg und dann das Dach wieder repariert werden.
Und wo ist nun das Problem?
In guten Zeiten kommt die Feuerwehr und die Versicherung lässt Dich das Dach von deinem Dachdecker reparieren. Ja, ist nervig und man hat viele "Laufereien", aber Euch ist nichts passiert, also alles gut!
Dafür hast Du Vorgesorgt und eine Versicherung abgeschlossen!

Und was wenn das der Auftakt von einer Katastrophe ist?
Ok, dann müssen ein paar Männer her die kräftig helfen... also ein Kasten Bier und ein gutes Essen und schon kommen die Helfer (zumidest würde ich so handeln) :-)
Vielleicht noch etwas flirten und "schwups" liegt das Holz im Hof und das Dach wird wieder dicht gemacht. Ok, vielleicht bist Du dann nicht die erste, die Hilfe benötigt, vielleicht sind andere noch schlimmer dran, doch gerade dann wird man mehr zusammen rücken und wieder mehr für einander da sein.

Denkst Du das nicht auch?
Und was denkst Du nun, ist es wirklich ein Problem, das Dich nicht schlafen lassen sollte?

Schaue auf das was Du hast, Deinen Job, Deine Familie und das was Du schon an Vorsorge betreibst und an Wissen aufgebaut hast. Schaue Dir die Probleme an die Du befürchtest und zwar ohne Angst, frage Dich was Du machen würdest.

Dann sind die meisten "Probleme" nicht mehr so zum ängstigen.
Du kannst anpacken und bist nicht auf dem Kopf gefallen, nutze Dein Wissen!

Du musst keine Panik oder Angst haben.
Du bist schon jetzt besser vorbereitet als Du im Moment selber denkst.
Schaue auf das was Du hast und kannst und dann frage Dich noch mal ob Du wirklich Panik oder Angst haben musst.

Ich glaube nicht ,wenn ich Deine Beiträge bis jetzt richtig gelesen habe.
Du hast ein Haus, viel Garten, Viehzeug, Werkzeuge, Pflanzen, Saat und das Wissen was man damit macht, sowie gesunde Kinder.
Top :-)
Du hast schon jetzt mehr als ich!

Wenn ich es recht überlege.... eigentlich solltest Du mich beruhigen... ;-)

Dirk(R)

13.06.2016, 16:26

@ KiReCki

Von Mut, Elan und den Sinn vom Besinnen

Nachdem ich ein paar Tage Zeit hatte und auch noch mal in den Medien nachgesehen habe, möchte ich gerne auf eine weitere Frage von Dir eingehen:

» ... sich fragte wie viel Sinn es noch macht sich mit
» seinen Dingen zu beschäftigen, Vorsorge zu betreiben und Vorräte
» anzulegen, wenn jeden Moment irgendwoher irgendjemand kommt und sich
» "selbstbedient", das Erreichte stielt oder einfach nur zerstört.
» Heute nun wurde im Fernsehen über die ersten Plünderungen in den
» Hochwasserregionen berichtet.

Zum einen sollten wir erst einmal bedenken, was wir in den Medien überhaupt zu lesen bekommen und wie viel davon der Realität entspricht.

Ich überlasse dieses gerne jedem selber, sich sein eigenes Bild aus den Informationen zu machen die einem zu Verfügung stehen...

Ich persönlich denke die Gesellschaft an sich ist nicht so schlecht, wie es dargestellt wird.
Ich habe folgende Berichte darüber gefunden:

In der Nacht zum Donnerstag seien zwei betrunkene Männer festgenommen worden, die aus einem weggeschwemmten Auto das Radio hätten stehlen wollen, sagte ein Polizeisprecher.
Außerdem seien drei Jugendliche festgenommen worden, die einen bereits von der Feuerwehr verplombten Kiosk aufgebrochen und Zigaretten im Wert von 300 Euro gestohlen hätten.


Dazu habe ich mir mal meine eigenen Gedanken gemacht...
Und irgendwie hat das für mich noch nichts mit Plünderungen zu tun.

Das zwei besoffene versuchen bei einem demolierten Auto das Radio zu klauen... naja... also das kann auch in Hamburg passieren, wenn man im falschen Stadtteil parkt. Ich heiße dieses nicht gut und doch ist dieses für mich eher als "normal" zu bezeichnen. Nix was ich nun Plünderung nennen würde.

Und dann die jugendlichen die Zigaretten geklaut haben...
Ok, das könnte man als Plünderung bezeichnen, ich würde dazu aber einfach Diebstahl sagen und dieses nicht so Mediengerecht "aufbauschen".

Aber bleiben wir gerne mal bei dem Wort Plünderung und was damit eigentlich gemeint ist:

Mit Plünderung (von mittelniederdeutsch: plunder Hausrat, Wäsche) bezeichnet man die Auswirkungen marodierender Personen, Banden oder Truppen. Waren und Güter werden gewaltsam geraubt, verwüstet und zerstört, schutzlose Personen misshandelt und vergewaltigt. Im Allgemeinen steht der durch Plünderung verursachte Schaden in keinem Verhältnis zum widerrechtlich beschafften Vorteil der Plünderer, die oftmals mit massiver Gewalt vorgehen.


Machen wir uns mal nichts vor, wenn jemand sein Haus und Hof aufgegeben hat, dann wird dieses wohl nicht verschont bleiben. In einer Notsituation würde ich selber auch schauen, wo ich Material finde, das ich benutzen kann um die eigene Lage zu verbessern. Sei es Werkzeug, Lebensmittel oder andere nützliche Dinge oder auch nur Baumaterial. Klar würde ich dann dort suchen, wo niemand mehr wohnt und dieses "Kapital" brach liegt.

Klar, würde wohl jeder von uns machen.

Stellen wir uns mal vor, wir sind in einer Notsituation und es ist nur ein Fenster bei Dir zu Bruch gegangen. Es gibt keinen Glaser mehr, den man rufen kann und die Not-Reparatur mit Folie und Klebeband hält auch nicht so recht. Also würde ich doch nach einem Haus suchen, das nicht mehr bewohnt ist und dort ein passendes "Ersatzteil" zu finden, wenn ich selber keines habe. So was wie Baumärkte gibt es dann ja auch nicht mehr. Dann bin auch ich ein Plünderer, oder?

JA!!

Auch dann, wenn ich später wieder versuchen würde, den verursachten Schaden wieder gut zu machen.

Jeder von uns würde mit allen Mitteln versuchen zu überleben und doch denke ich selber, wird es sehr viele Solidargemeinschaften geben. Die einander Helfen, durch die harte Zeit zu kommen.

Aber warum denke ich das?

Weil ich denke das keiner alleine überleben kann.
Dazu gibt es die verschiedensten Gründe.

Die einfachsten sind jedoch, das keiner alles kann und schon gar nicht alleine.
Man muss sich organisieren und gemeinschaftlich die Lage verbessern.
Ich kann nicht alleine auf dem Feld arbeiten, gleichzeitig Essen machen und Lebensmittel konservieren, für Brennholz und Wasser sorgen, Kerzen ziehen, Klamotten waschen, etwas bauen um meine Lage zu verbessern und gleichzeitig auch noch Bücher lesen. Auch kann ich nicht auf das Haus aufpassen, wenn ich nicht da bin und Handel treibe. Auch gibt es Arbeiten die einfach mehr Muskelkraft benötigen als ein Mensch alleine leisten kann.

Sicherlich gibt es Menschen, die sagen, doch ich kann das alles alleine.
Und was machen die, wenn die krank werden?
Wer kümmert sich dann um die?
Eine richtige Erkältung, vielleicht nicht mal mit Fieber und nix geht mehr.

Und nun stellen wir uns mal vor, wir stolpern und brechen uns dabei etwas?
Vielleicht nur den Arm, beim abfangen des Sturzes oder gar ein Bein.
Könnte man das alleine wieder richten und schienen?
Was macht man dann alleine all die Wochen, bis mal wieder arbeiten kann?

In einer Gemeinschaft alles kein Problem. Es gibt genügend Arbeiten die zu erledigen sind und auch von jemanden gemacht werden könne, der vielleicht nicht gerade topfit ist oder körperliche eingeschränkt ist.
In einer Gemeinschaft ist man halt stark.

Und auch Plünderer werden es sich gut überlegen, ob sie eine Gemeinschaft angreifen, oder doch lieber weiter ziehen.

Zumal Plünderer auch ein echtes Problem haben, Sie müssen ständig weiter ziehen. Viel zu groß die Gefahr, das sich die unterdrückten auflehnen und da anhand mangelnden Wissens und Können die Selbstversorgung für diese Personen auch nicht möglich ist, sind Sie gezwungen weiter zu ziehen. Die eigenen "Kumpanen" wollen ja immer gesättigt sein und mehr "Beute" machen, denn sonst zerfällt diese Art der Gemeinschaft.

Aber auf dem Lande, da haben die Leute seit je her gelernt Gemeinschaften zu bilden, auch wenn es ist in der letzten Zeit nicht mehr so weit her ist damit. Aber auch das wird dann wieder erlernt. Außerdem gibt es prozentual auf dem Lande mehr Jäger und bewaffnete Menschen als in der Großstadt.

Ich sage nicht, das es nicht zu Plünderungen kommen wird. Wenn ich Hunger habe, ich gar das Leben meiner Familie bedroht sehe, dann würde ich auch mit der Brechstange im nächsten Supermarkt einkaufen gehen.

Keiner der das nicht machen würde!
Hand aufs Herz...

Aber wer von uns würde die Alten und wehrlosen von neben an beklauen?
Vielleicht gar jemanden umbringen um einen Vorteil zu haben?

Ja, sicherlich gibt es vereinzelte Personen die dieses könnten und sicher haben diese auch Mitläufer die sich bereichern wollen. Ich bezweifle aber stark das diese Menschen lange überleben werden in einer Notsituation. Denn man darf auch nicht vergessen, das jeder sein Leben unter Einsatz seines Lebens verteidigen wird.
Ob nun mit brachialer Gewallt oder durch ein vielleicht vergiftetes Essen.
Unterdrücker können keine Gewinner sein.

Bilde Gemeinschaften, auch gerne jetzt schon und freunde Dich mit den Mensch in deiner Umgebung an.
Ein Grillabend mit den Nachbarn.
Ab zum Stadtfest und mit Leuten schnacken.
Hat jemand ein Problem, na dann hilf einfach mal.
Ihr seit Essen und habt den letzten Tisch, na dann lade das nette Pärchen das ebenfalls einen Tisch sucht doch zu Euch an den Tisch ein, auch das kann ein netter und Lustiger Abend werden.

Es ist auch quatsch zu glauben, das müssen alles Selbstversorger oder Prepper oder Survival Spezialisten sein. Jeder kann etwas, das ein anderer nicht kann. Jeder hat sein Arbeitskraft die er dazu beitragen kann eine Gemeinschaft zu sein. Egal ob nun Krankenschwester, Arzt, Bauarbeiter, Landwirt, Verkäuferin oder einfacher Büroangestellter. Jeder hat gelernt sich mit seiner Arbeitskraft seine Existenz zu verdienen. Ob die Bezahlung nun in Euro erfolgt, oder auch nicht. Jeder will etwas zu essen, ein warmes Haus und seine Familie versorgt wissen.

Gemeinschaften sind ja auch vor allem dazu da um Wissen zu teilen.
Also werden die Menschen die sich vorab schon mit der Selbstversorgung beschäftigt haben auch begehrte Menschen in einer Gemeinschaft sein, denn ohne das "verlorene" Wissen geht es nicht.

Und was denkst Du darüber?


Gruß
Dirk

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