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TigerAuge(R)

03.07.2016, 16:01
 

Hexengebräu gegen Blattläuse, Spinnmilben und Mehltau bei Tomaten selber machen (Pflanzen)

Aloha

Hexengebräu gegen Spinnmilben und Blattläuse
1 Liter Wasser
2 Esslöffel Rapsöl
2 Tropfen Spüli
1 Teelöffel Brennspiritus

Auf die betroffenen Stellen sprühen und nach ein paar Stunden wieder mit klarem Wasser abspülen, damit die Blätter wieder genügend Luft bekommen.
*

Hexengebräu gegen falschen Mehltau und Braunfäule
1 Liter Wasser
1 Teelöffel Backpulver oder Natron

Unser Tipp: Die kranken Blätter abzupfen und entsorgen. Dann sollte die Pflanze eine Woche lang täglich mit dem Mittel eingesprüht werden. Schon nach kurzer Zeit wird die Pflanze junge und gesunde Triebe entwickeln.
*

Quelle: www.wetter.de

http://www.wetter.de/cms/mittel-gegen-blattlaeuse-spinnmilben-und-mehltau-bei-tomaten-selber-machen-2966049.html

v.H.
TigerAuge

---
Aller Zwiespalt und Irrtum kommt davon her, daß die Menschen das Gemeinsame IN sich, statt in den Dingen HINTER sich, im Licht, in der Landschaft im Beginn und im Tode, suchen.
(Rainer Maria Rilke)

Dirk(R)

11.07.2016, 13:27
(editiert von Dirk, 11.07.2016, 13:39)

@ TigerAuge

Es geht besser ohne Alkohol

Hallo,

Eine Freundin von mir hat auf dem BIO-Bauernhof (Demeter) Gewächshäuser und zieh dort unter anderem auch jedes Jahr ca. 2.000 - 4.000 Tomaten zum Verkauf.

Klar kommen die lieben Plagegeister (Blattläuse) auch dort gelegentlich zu besuch.

Was dann gemacht wird, ist einfache Seifenlauge aus einer BIO-Kernseife herstellen und die Tomaten dann darin "ersäufen", ohne das der Topf mit eingetaucht wurde. Oder wenn es nur wenige Pflanzen waren, diese Lauge in eine Sprühflasche füllen und dann gezielt vorgehen.

Hat auch immer geholfen und so mache ich es auch bei meinen Pflanzen, wobei ich auch schon BIO-Schmierseife genommen habe. Die löst sich viel leichter im Wasser und ist auch frei von Farbstoffen, Duftstoffen und anderer "Chemiekacke". Die ich nicht auf meinen Tomaten oder Kräutern haben möchte ;-)

Mit Alkohol würde ich das heute nicht mehr versuchen!

Der Alkohol schädigt den Schutzmantel der Blätter.
Zumindest denke ich ist es so, da ich früher mit Seifenlauge und Spiritus mal meine Rosen zerstört hatte. Sehr viele der Blätter wurden dann welk und der Rest hatten flecken.
Den Tipp hatte ich damals von einem Freund bekommen und dann auch nie wieder probiert und Mittelchen gekauft. Erst als ich auf dem Bauernhof wieder die Seifenlauge entdeckte, habe ich dieses wieder eingesetzt und bislang geht es auch meinen Rosen Blattlausfrei sehr gut. :-)

Gruß
Dirk

TigerAuge(R)

11.07.2016, 19:12

@ Dirk

Es geht besser ohne Alkohol

Aloha Dirk,

danke für deine Info. :-)

Woher beziehst du die Bio-Kernseife?

Du "ersäufst" die Tomaten? Überleben die das?
Zu viel Nässe sind doch wohl nix für Tomaten?
Dachte ich...


Von Herzen
TigerAuge

---
Aller Zwiespalt und Irrtum kommt davon her, daß die Menschen das Gemeinsame IN sich, statt in den Dingen HINTER sich, im Licht, in der Landschaft im Beginn und im Tode, suchen.
(Rainer Maria Rilke)

Dirk(R)

12.07.2016, 07:57

@ TigerAuge

Es geht besser ohne Alkohol

Aloha TigerAuge,

die Tomaten überleben das sehr gut, es sind zu dem Zeitpunkt aber auch noch Jungpflanzen die noch in den Töpfen wachsen. Diese werden Kopfüber in die Lauge gesteckt und danach nur kurz abgeschüttelt.

Ansonsten hast Du aber recht, Regen oder auf den Blättern gegossen zu werden, mögen Tomaten ja überhaupt nicht, die Lauge scheint denen aber nichts aus zu machen. Vielleicht weil es ja nur ein oder auch zwei mal passiert und die Pflanzen nicht ständig das Wasser auf die Blätter bekommen. Oder weil ein Großteil der Lauge ja wieder abgeschüttelt wird. Könnte aber auch sein, weil es Jungpflanzen sind und sich das dann "verwächst", aber Schäden habe ich noch nicht festgestellt. Wenn die Pflanzen größer sind, schon ausgepflanzt wurden oder es nur wenige sind, gehe ich dann eh mit der Sprühflasche vor.

Bislang habe ich ehrlich gesagt, darüber aber auch noch nicht nachgedacht ;-)

BIO-Kernseife beziehe ich meist aus dem BIO-Laden um die Ecke...
Seit einiger Zeit habe ich die Marke Sonett für mich auserkoren.
Die ist, wie ich finde, sehr gut, billig, überall zu bekommen und meist in den BIO-Läden auch noch preiswerter, als über den Versand oder Amazon.

Kernseife
Eigentlich könnte man auch jede andere Kernseife nehmen, jedoch sind dort meist EDTA enthalten die Biologisch nicht abbaubar sind, deswegen für mich die BIO-Kernseife von Sonett.

Wenn es nicht sein muss, dann finde ich es persönlich halt besser etwas auf "die alte Weise" zu machen als Chemikalien zu benutzen, von denen man nicht wirklich weiß, was die alles anrichten.

Pomaika’i
Dirk

Clemens(R)

13.07.2016, 11:29

@ Dirk

Tomaten (Läuse, Braunfäule)

» die Tomaten überleben das sehr gut, es sind zu dem Zeitpunkt aber auch
» noch Jungpflanzen die noch in den Töpfen wachsen. Diese werden Kopfüber in
» die Lauge gesteckt und danach nur kurz abgeschüttelt.
»
» Ansonsten hast Du aber recht, Regen oder auf den Blättern gegossen zu
» werden, mögen Tomaten ja überhaupt nicht, die Lauge scheint denen aber
» nichts aus zu machen.



Hallo Dirk,

das Problem ist nicht das Wasser an sich. Sondern die Braunfäule, die auf der Feuchtigkeit gut gedeiht.

Ich halte es also für eine gute Idee, junge Tomaten (mit älteren geht das nicht mehr) kopfüber kurz in eine Seifenlösung zu tauchen. Gegenüber dem Besprühen erreicht man damit wirklich alle Stellen. Das ganze möglichst am Vormittag, so daß die Pflanzen rasch trocknen können. Macht man es abends, dann wird die Luftfeuchtigkeit schnell zu hoch.

Auch die Luftfeuchtigkeit ist für Tomaten ein ernstes Problem, nicht nur direktes Wasser. Viele verwenden diese kleinen Tomatengewächshäuser aus dem Baumarkt - und wundern sich dann, daß die Tomaten erst recht Braunfäule bekommen. Aber wenn man die Pflanzen gießt und das Gewächshaus zuläßt, dann haben die Tomaten zwar eine schöne Wärme, um wachsen zu können. Aber Wasser, das verdunstet, bleibt in der Luft, die immer feuchter wird - und so einen guten Nährboden bildet für die Pilze, die die Braunfäule verursachen.

Viele Grüße

Clemens

---
Altes Brot ist nicht hart - kein Brot, das ist hart

Dirk(R)

13.07.2016, 16:32

@ Clemens

so ist das also...

Hallo Clemens,

lieben Dank für die Hintergrundinformationen die mir noch fehlten.

Wir haben das auch immer morgens gemacht.
Ich dachte aber eher es liegt daran, dass mein Arbeitstag auf dem Bauernhof immer damit beginnen würde die Pflanzen zu kontrollieren, zu wässern und die Gewächshäuser wieder zu öffnen um Luftaustausch zu haben, damit es nicht zu heiß für die Pflanzen und das Personal wird. :-)

Also war nicht das Personal der Grund :-(

;-)

Ruhrpottjung(R)

22.07.2016, 15:54

@ Dirk

Braunfäule ist 'ne Pest unter der Sonne

Hallo allerseits...

Diese mistige Braunfäule befällt ja, wenn man sie sich erst einmal eingeschleppt hat, gemeinerweise nicht nur Tomaten, sondern auch Kartoffeln und andere Planzen. In der Tat ist es so, dass man durchaus ein paar Jahre Glück haben kann und dann auf einmal hat man sie doch und wird sie micht mehr los, weil der Pilz sich im Boden erhält. Soviel ich weiß, helfen hier Kupferspäne, um den Boden wieder flott zu machen, aber das eben auch nur in sehr geringen Mengen, weil Kupferoxyd und Kupfersalze ab einer gewissen Menge auch toxisch wirken.

Das mit den (einseitig offenen) Tomatenhäuschen hat ja die Bewandnis, dass diese die Pflanzen lediglich vor direkter Nässe von oben schützen sollen, so dass die Braunfäule nicht so schnell auf die Pflanzen übergreifen kann. Bei den geschlossenen Gewächshäusern bin ich mir aber auch nicht so sicher, ob diese wegen der stauenden Luftfeuchtigkeit nicht tatsächlich einen gegenteiligen Effekt haben.

Was ich mir auch vorstellen kann, sind gemischt-symbiotische Kulturen mit Tomaten und Kräutern, welche die Braunfäule "vertreiben" - allerdings fällt mir da ad-hoc keine Pflanze ein, welche diese Wirkung hätte...

Schönen Gruß

RJ

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