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Stangenbohnen an Fäden (Pflanzen)

verfasst von Jochen(R), 26.06.2008, 20:50

ok, ich stell es mal hier rein :-)

Da ich immer alle Latten, derer ich habhaft wurde, zu Leisten für den Innenausbau von Kaninchenställe zersägen musste, waren nie genug Stangen für Bohnen übrig. Rohre hatte ich dagegen immer zur Genüge, sogar welche, die ineinander passten. Daher kommt es, dass wir seit mehr als 20 Jahren Bindfadenbohnen ziehen. Dazu braucht es erst einmal mindestens 2, besser 3 Rohre von mindestens 2 m Länge und ebenso viele etwas dünnere Rohre von etwa 1,50m, die soviel dünner sind, dass sie in die ersten hineingeschoben werden können. Dabei sollte schon ein bisschen Spiel vorhanden sein, damit es nicht schon mit ein paar Krümeln Erde dazwischen gleich klemmt.
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Die dicken Rohre werden in die Erde gerammt oder in Löcher gesetzt, die man mit einem Pfostenbohrer bohrt.
Die Tiefe sollte mindestens 50 besser >80 cm sein, denn die Bohnenwand wirkt später wie ein Segel und da kommen bei Wind allerhand Kräfte zusammen. Die Rohre werden seitlich durchbohrt. Wo und wozu sieht man später.
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Jetzt die dünnen in die dicken Rohre stecken und obenauf eine Latte befestigen. Ich hab dazu eine Halterung oben. Früher hab ich ein Rundholz oben in das dünne Rohr geschlagen und die Latte aufgeschraubt. Die Latte, die ich hier verwende, besteht aus Holz- Fußbodenleisten, von denen 2 nebeneinander hochkant und versetzt miteinander verschraubt sind. Als nächstes Bindfäden zuschneiden. Dazu im Garten zwei Stangen einschlagen, deren Entfernung zueinender der späteren Höhe zuzüglich 60-80 cm entspricht.
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Um diese Stangen soviel Windungen Bindfaden ziehen, wie Pflanzstellen oder "Stangen" gewünscht sind. Dann an einer Seite durchschneiden und von der anderen Seite her die Fäden vorsichtig einzeln herausziehen. Es ist ideal, wenn ein Partner am anderen Ende fest hält, sonst gibt es gern mal einige Verwirrung. Diese Arbeit ist definitiv ungeeignet für hastige Personen und Choleriker. Die Fäden in gewünschtem Abstand (30-40cm) auflegen. Wenn man zu zweit ist, kann man sich die Fadenrolle auch gegenseitig über die Latte zuwerfen, abschneiden und zurückwerfen.
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So, jetzt wird klar, wozu die Bohrungen nötig sind. Die Innenrohre mit Latte werden angehoben und die Höhe durch Einstecken von Stiften oder langen Nägeln durch die Löcher innen und außen fixiert. Ich habe im Innenrohr mehrere Bohrungen, so dass ich stufenweise anheben oder absenken kann. Wie man hier sieht, reichen auch langjährige Erfahrungen nicht aus, um vor "Vermessenheit" zu schützen. Die Fäden waren schlicht zu kurz und mussten angestückelt werden.
Nun werden die Fäden auf beiden Seiten um Stöckchen gewunden und in die Erde gesteckt nachdem die Bohnen in Horste gelegt wurden. Wir nehmen dazu gern Schilfstücke.
Das wars dann schon. So sah es im Mai 2006 aus.
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Und so am 9. Juli. Da verdeckt der Mais schon das meiste.
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