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Holzverbrauch senken (Energieversorgung / Wasser)

verfasst von Armin(R) E-Mail, 04.11.2010, 10:22

Hallo Helene,

» Ja, danke! In meiner ersten Studentenbude hatte ich auch so 8 bis 9 Grad
» im Winter :-( Ich brauch ja keine 25 Grad, aber so 17 bis 18 sollten es
» doch sein ...

find ich auch, Frieren ist nicht so die elegante Lösung, daran hatte ich auch nicht gedacht :-)

» Zentralheizung über Küchenherd ohne Pufferspeicher.

Ein Pufferspeicher würde bei euch nicht nur die Bequemlichkeit erhöhen, sondern auch Wirkungsgrad und Abgaswerte. Vielleicht läßt sich einer irgendwo unterbringen, im Nebenzimmer/einem Schrank/im Raum darüber? Direkt in der Wohnung ist er eh' sinnvoller als irgendwo im Keller.

Bei uns steht der Ofen im Wohnzimmer und ein 850 Liter Warmwasser/Heizwasserspeicher im Keller. Ich will aber noch oben in der Wohnung einen zusätzlichen 300-l-Heizwasserspeicher aufstellen, etwas erhöht in Ofennähe.

Vorteile:
- Bei Stromausfall/Heizkreispumpendefekt kühlt der 300-l-Speicher den Ofen per Naturumlauf
- mehr Speichervolumen
- Speicherverluste kommen der Wohnung direkt zugute

Ich nehme einfach einen alten 300-l-Elektroboiler, der hier eh' noch rumsteht. Vielleicht ginge das bei euch auch? Braucht kaum Platz und kost fast nix :-)

Was das Holz-Nachlegen angeht: Ich habe den Tip aus "Einfälle statt Abfälle" befolgt und lege immer (mindestens) 2 dickere Scheiter nebeneinander, also nicht nur ein paar kleine und 1 großes. Brennt ruhiger.
Meist lege ich sogar deutlich mehr auf einmal nach, auch Scheiter auf Scheiter, alle 20-30 Minuten, und bin dann an einem durchschnittlichen Wintertag nach 3 Stunden mit Nachlegen durch, das Feuer brennt noch eine Stunde runter, dann schalte ich die Pumpe ab. Ich verwende hauptsächlich Fichte, daher geht's auch so schnell, und viel Sekundärluft.

» Wenn du noch weitere Tipps für mich hast zum Holzsparen, wäre ich dir sehr
» dankbar!

Ich nehme mal an, bei euch ist ein Feuerungsrost in der Brennkammer. Ihr könnt ja mal versuchen, was dabei herauskommt, wenn ihr die hintere Hälfte (oder so) des Rostes abdeckt, mit Edelstahlblech oder z.B. einer Schamotteplatte. Für kurze Tests reicht auch mal ein Stück alter Dachziegel :-D
Viele Ofenbauer empfehlen das, um näher an einen Grundofen heranzukommen. Bei uns bewährt es sich super, aber jeder Ofen ist anders ;-)
Dabei darf allerdings die Aschelade nicht *rappelvoll* werden, sonst ändert sich der Abbrand zu sehr.
Technisch gesehen verringerst Du damit die Primärluft (durch den Rost) und generierst damit nicht soviel Qualm.
Vorsicht dabei: Kohle braucht offenen Feuer-Rost, Buche braucht mehr Rost als Fichte. Wenn ich von Fichte auf Buche schwenke, muß ich also mein Blech nach hinten schieben (mehr Primärluft)

Bei ALLEN Öfen, mit denen ich bisher zu tun hatte, war die Sekundärluft original zu knapp für Fichte. Wenn ich also z.B. die Tür einen winzigen Spalt weiter geöffnet habe (z.B. indem ich den Türgriff nicht ganz auf ZU geschwenkt habe), hat sich irgendwo hinten oben noch ein bislang unverbrannter Qualm entzündet.
Qualm ist unverbranntes Brenngas, also Sauerei UND Verschwendung.

» » Eine Frage noch: Wieviel Wald habt ihr und welches Holz wächst da so?
»
» Knappe 2 ha, davon 1/3 "Jungwald", ca. 15 bis 20 Jahre alt, der noch nie
» ausgelichtet wurde (sieht aus wie eine vergessene Christbaumkultur ...)
» Ein Stück ist ein gut gepflegter Buchenwald, der Rest Fichte, wo dringend
» was gemacht werden muss (auf deutsch heisst das, dass wir die nächsten
» paar Jahre vorwiegend mit Fichte heizen werden). Dazwischen auch noch
» einige Föhren und Birken, wobei bei den Einheimischen die Föhren als
» Fichte und die Birken als Buche durchgehen ;-)

Habt ihr schon mal euren lokalen Förster gefragt, wie viel Buche/Fichte in eurer Gegend pro Jahr und Hektar nachwächst? Die meisten Privatwaldbenutzer unterschätzen nämlich den Nach-Wuchs. Außerdem hat der in den letzten Jahrzehnten zugenommen. In vielen (nicht allen) Gegenden Österreichs wachsen z.B. 10 fm Fichte pro Jahr und ha nach. FESTmeter, wohlgemerkt.
Vielleicht wächst in eurem Wald ja genug für euch nach, also nix mit "adieu Selbstversorgung". Nur: Das weiß ich nicht und ihr vielleicht auch nicht, aber der Förster muß es wissen :ok:

Grüße

Armin


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