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solare Trocknung (allgemein)

verfasst von Armin(R) E-Mail, 24.02.2015, 12:49

» Bei uns fallen die Äpfel schon vor der Reife (im August) vom Baum und die
» Sardischen sind dann bei Ankunft in der Sonne weggetrocknet...
»
» Dafür hatten wir bis letztes Jahr auf Sardinien im Juni immer Aprikosen im
» Überfluss und die gedörrt. Obwohl dann meist schon genug Energie zum
» verschwenden übrig, habe ich die Stücke dann auf dem Grillrost (mit
» Fliegennetz) im Freien gehabt und mittels Thermometer versucht, immer um
» 50° zu liegen.
»
» So ganz richtig zufrieden war ich dann nie, weil morgens und abends die
» Luftfeuchtigkeit größer ist. Hatten noch überlegt uns ein Gerät zuzulegen,
» da war der Baum um...
»
» Mittlerweile habe ich ja auch meinen umgebauten Sat-Schüssel-Sonnenofen,
» der auch zu anderen Zeiten hohe Temperaturen zustande bringen kann - aber
» eben nicht genau geregelt. Das scheint aber das Geheimnis zu sein?

Hallo,

genau geregelt muß da gar nix sein. Es ist halt ein Wettrennen zwischen Fäulnis und Trocknung. Wenn man bei eher niedrigerer Temperatur trocknet, schont man die Inhaltsstoffe ... kann aber Pech haben wenn die Feuchte zu lange zu hoch ist und es zu verderben anfängt.

Wenn man heißer trocknet, ist es sicherer und schonender, aber es kann leichter mal (zu) knusprig werden.
Blanchieren vor dem Trocknen - oder übergießen mit kochendem Wasser - kann natürlich gegen Verderb helfen.

Deshalb unser Kompromiß: Eine Stunde bei hoher Temperatur trocknen, dann die restliche Zeit bei niedrigerer.

Grundsätzlich braucht man halt besonders trockene Luft. Wenn man die hat, kann man auxch bei sehr niedrigen Temperaturen trocknen, siehe die Stockfisch-Trockengestelle im hohen Norden.

Deshalb sind die Solar-Luft-Kollektoren wie man sie ganz oben im Thread sieht so praktisch. Sie produzieren trockene Luft bei ganz verschiedenen Wetterlagen. Man kann auch so etwas wie Regelung erreichen, wenn man einen solarbetriebenen Lüfter benutzt. Der müßte allerdings entweder zuluftseitig am Flachkollektor blasen oder höchstens abluftseitig hinter dem Trockengut saugen. Direkt hinter dem Kollektor vor dem Trockengut würde es vielen Lüftern zu heiß.
Je stärker dann die Sonne scheint, desto schneller geht die Luft durch.

Um die Trocknung etwas gleichmäßiger zu machen, kann man die heiße Luft zunächst durch eine Lage Steine hindurchleiten, dann erst durch das Trockengut.

Das ist genau das, was wir uns bauen wenn die dringenderen Bausachen erledigt sind:
Eine wetterfeste Trockenkiste auf einem zusammenklappbaren Gestell, mit Solarlüfter und etwas Lavagestein unten drin. Fliegengitter an Zuluft und Abluft.
Beheizt mit einem separaten wetterfesten selbstgebauten Flachkollektor mit Sicherheitsglas.
Die Trockensiebe einfache Holzrahmen bezogen mit Edelstahl-Fliegengitter. Über dem Holzherd ein paar Einschübe für genau diese Trockensiebe, damit man sie auch im Haus verwenden kann.

Aber natürlich wäre im Sommer ein elektrischer Trockner am Photovoltaik-Inselsystem der bequemste Solartrockner. Wenn man eh' schon Überschüsse ohne Ende hat. :-)
Grüße

Armin


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