Impressum / Kontakt / Datenschutz

Autarkes Leben / Selbstversorgung


Forums-Ausgangsseite


Heuernte 2013 (Biolandwirt) Kleindreschmaschine Hof_Rumänien Dörren

log in | registrieren





Fred Feuerstein

29.12.2002, 11:11
 

2 Fragen: 1. Saatkartoffeln, aber alte Sorten und 2. Zuckerwurz



Hallo Autarkianer,

Ich bin immer wieder auf der Suche nach gutem "altem" Saatgut der verschiedensten Nutzpflanzen. "Alt" deshalb, da es nicht hybridisiert ist, und oftmals bei etwas geringerem Ertrag eine höhere Krankheitsresistenz aufweist gegenüber diesem hochgezüchteten Terminatordreck, welches schon mit der Giftspritze beiliegend ausgeliefert wird ;-).
Bei Dreschflegel habe ich schon einige sehr gute alte Sorten erwerben können. Was mir jetzt i.M. noch fehlt für die nächste Aussaat wären gute alte Saatkartoffelsorten. 2 ar Land sind schon dafür vorbereitet für die Aussaat im Frühjahr.
Dreschflegel hat solche Sorten nur als Speisekartoffeln im Angebot, in kleinen Mengen und zu überhöhten Preisen, da sie aufgrund der geltenden Gesetze, welche die Saatgutmafia durchgebracht hat, keine alten Saatkartoffelsorten anbieten dürfen. Nach Aussage von Dreschflegel würden sie sofort Saatkartoffeln anbieten, wenn diese besch. Gesetzgebung geändert werden würde. Bloß wo ist da die Lobby dafür?

Es sollten Sorten sein, die eine natürliche Krautfäuleresistenz aufweisen.

Also, wer kann da weiterhelfen?


mit freundlichen Grüßen
Fred

P.S.: Wer kann etwas zu Zuckerwurz sagen. Das ist ein uraltes, fast vergessenes Wurzelgemüse welches schon Karl der Große zum Anbau empfahl.
Es kann als Rohkost gegessen werden z.B. gerasspelt mit Möhren, gekocht wie Schwarzwurzeln oder als Püree.

Hat damit jemand schon Erfahrung?


mica

29.12.2002, 12:00

@ Fred Feuerstein
 

Re: 2 Fragen: 1. Saatkartoffeln, aber alte Sorten und 2. Zuckerwurz


Als Antwort auf: 2 Fragen: 1. Saatkartoffeln, aber alte Sorten und 2. Zuckerwurz von Fred Feuerstein am 29. Dezember 2002 11:11:36:



>Ich bin immer wieder auf der Suche nach gutem "altem" Saatgut der verschiedensten Nutzpflanzen. "Alt" deshalb, da es nicht hybridisiert ist, und oftmals bei etwas geringerem Ertrag eine höhere Krankheitsresistenz aufweist gegenüber diesem hochgezüchteten Terminatordreck, welches schon mit der Giftspritze beiliegend ausgeliefert wird ;-).


Hallo Fred,

ich möchte nochmals auf Arche Noah hinweisen, ein Verein zur Erhaltung alter Kultursorten. Als Mitglied erhälts Du de Saaatgutkatalog und hast somit Zugang zu den von anderen Mitgliedern weitervermehrten Sorten und kannst somit die besch. Gesetzeslage umgehen. Die Mitgliedgsgebühr ist nicht sehr hoch.
Außerdem hat der Verein eine ausführliches Buch zur Saatgutvermehrung im Programmm - ein Muss für jeden Autarken.

>P.S.: Wer kann etwas zu Zuckerwurz sagen. Das ist ein uraltes, fast vergessenes Wurzelgemüse welches schon Karl der Große zum Anbau empfahl.
>Es kann als Rohkost gegessen werden z.B. gerasspelt mit Möhren, gekocht wie Schwarzwurzeln oder als Püree.
>Hat damit jemand schon Erfahrung?

Bis jetzt hab ich die Pflanze immer nur bewundert, zum Essen war sie mir zu schade - dazu müsste ich erst an Saatgut rankommen.
Aber nach meiner Erfahrung lieben Schnecken Zuckerwurz. ;)

Eine wildwachsend Gemüsepflanze, mit Schwarzwurz verwandt, ist der Wiesenbocksbart, schmeckt auch delikat - Triebe wie Wurzeln.

Sollte mal zur Essbaren (Pflanzen-)Umwelt etwas schreiben *g*

Grüße
mica



Arche Naoh in BRD, A, CH, I, HR, SLO, F... sogar in USA

Fred Feuerstein

30.12.2002, 12:18

@ mica
 

Danke für den Tip


Als Antwort auf: Re: 2 Fragen: 1. Saatkartoffeln, aber alte Sorten und 2. Zuckerwurz von mica am 29. Dezember 2002 12:00:45:


Hallo mica,

Da es anscheinend kaum Alternativen zu Arche Noah gibt, um an alte Saatkartoffelsorten zu kommen, habe ich die Mitgliedschaft beantragt.
Kostet zwar EUR 38 im Jahr, aber ich denke Arche Noah und Dreschflegel sind i.M. die einzigen die sich dem Mainstream der Agrar(Genfood)industrie widersetzen.
Bin schon mal gespannt auf das Sortenbuch.

>Zuckerwurz: Bis jetzt hab ich die Pflanze immer nur bewundert, zum Essen war sie mir zu schade - dazu müsste ich erst an Saatgut rankommen.

Saatgut gibt es bei Dreschflegel.
Aber deine Info wg. Schnecken gibt mir doch etwas zu denken, da ich dieses Jahr doch einige Probleme mit Schnecken hatte, lag aber v.a. am insgesamt wohl zu feuchten Jahr. Trotzdem werde ich Zuckerwurz dieses Jahr mal probieren.

mit freundlichen Grüßen
Fred


Johannes

30.12.2002, 01:31

@ Fred Feuerstein
 

Re: Saatkartoffeln / Tomaten


Als Antwort auf: 2 Fragen: 1. Saatkartoffeln, aber alte Sorten und 2. Zuckerwurz von Fred Feuerstein am 29. Dezember 2002 11:11:36:


> <i>Dreschflegel hat solche Sorten nur als Speisekartoffeln im Angebot,
> in kleinen Mengen und zu überhöhten Preisen, da sie aufgrund der gelten-
> den Gesetze, welche die Saatgutmafia durchgebracht hat, keine alten
> Saatkartoffelsorten anbieten dürfen.</i>



Hallo Fred,

ganz so schlimm ist es ja auch wieder nicht. Die Gesetze sind sicherlich ein Hindernis für altes Saatgut, aber es geht nicht nur um Mafia, sondern es gibt auch eine nachvollziehbare Begründung. Und zwar die Einheitlichkeit des Saatguts, daß der Kunde also weiß, was er kauft. Wird auch bei anderen Produkten immer mehr verlangt, daß Eigenschaften zugesichert und eingehalten werden.

Bei Saatgut sollte man es aber, und da gebe ich Dir schon recht, anders machen, daß auch Saatgut ohne die geprüften Eigenschaften vertrieben werden darf. Aber da hat Dreschflegel eigentlich eine ganz gute Lösung gefunden: Sie verkaufen Dir auch alte (nicht / noch nicht zugelassene) Sorten, allerdings mit der Einschränkung, daß Du die Ernte nicht auf dem Markt verkaufen darfst. Selbst essen ist also angesagt, und das ist doch genau das, was wir wollen.

> <i>Dreschflegel hat solche Sorten nur als Speisekartoffeln im Angebot,
> in kleinen Mengen und zu überhöhten Preisen, </i>

Hm, im aktuellen Katalog 2003 habe ich gar keine Kartoffeln gefunden, nur den Hinweis darauf, daß die Kartoffel zur Pflanze des Jahres ausgerufen wurde.

Aber was spricht denn (außer dem Preis) dagegen, Speisekartoffeln zur Aussaat zu nehmen? Oder sind die bei Dreschflegel schon alle bestäubt worden, damit sie nicht so schnell keimen? Aber würden die dann nicht, genau wie bei den anderen alten Sorten, zumindest in der nächsten Saison einige unbehandelte Kartoffeln als Saatkartoffeln abgeben? Vielleicht im ersten Jahr nur zur Vermehrung bei Dir und dann im nächsten Jahr zum Essen?

> <i>Es sollten Sorten sein, die eine natürliche Krautfäuleresistenz
> aufweisen.</i>

Da hatten wir übrigens in den letzten Jahren keinerlei Probleme, obwohl wir für unseren Garten keine Spezialsorte kaufen, sondern irgendeine Frühkartoffel, die gerade angeboten wird (meist Holländische Erstling). Mit den Tomaten ist es allerdings extrem, dieses Jahr ging 3/4 der Ernte kaputt. Im nächsten Jahr will ich es mit einer Sorte von Dreschflegel versuchen (Rote Murmel, 35844).

Gruß

Johannes



Fred Feuerstein

30.12.2002, 12:39

@ Johannes
 

Re: Saatkartoffeln / Tomaten


Als Antwort auf: Re: Saatkartoffeln / Tomaten von Johannes am 30. Dezember 2002 01:31:31:


Hallo Johannes

>ganz so schlimm ist es ja auch wieder nicht. Die Gesetze sind sicherlich ein Hindernis für altes Saatgut, aber es geht nicht nur um Mafia, sondern es gibt auch eine nachvollziehbare Begründung. Und zwar die Einheitlichkeit des Saatguts, daß der Kunde also weiß, was er kauft. Wird auch bei anderen Produkten immer mehr verlangt, daß Eigenschaften zugesichert und eingehalten werden.

Bei Kartoffeln im besonderen sieht das anscheinend etwas anders aus.
Lt. dem bei der letzten Saatgutlieferung beiliegenden Schreiben von Dreschflegel ist ihnen UNTERSAGT alte Saatkartoffelsorten als Saatgut abzugeben, so gerne sie das auch täten. Als Speisekartoffeln im begrenzten Umfang, aber gg.über Supermarktpreisen mehr als doppelt so teuer, ist mir das dann doch auch etwas zu viel. Diese Begründung der Vereinheitlichung der Agrarmafia ist nur vorgeschoben. Es geht dieser "Vereinigung" in erster Linie darum alte vermehrungsfähige Sorten zu liquidieren, um ihren ach so tolle mit Terminatortechnik NICHT MEHR VERMERHUNGSFÄHIGEN GENDRECK an den Mann zu bringen. Der Vorteil liegt auf der Hand:
- Der Bauer MUß jedes Jahr neues Saatgut kaufen
- Die passenden Gifte werden mit angeboten.
Nur als Beispiel:
Mein Vater hat im Garten 2 Birnenbäume, die er jedes Jahr min. 3 mal spritzen muß damit es "schöne" Birnen gibt. Letztes Jahr hat er mal probiert nur mit Kupfer zu spritzen, und das Gift wegzulassan:
Ergebnis: Fast keine Birnen, das Laub bekam braune kleine Flecken...


Schöne neue Welt, oder.

Egal, was du denkst, für mich ist das ein Verbrechen an der Menschheit, und das auch noch mit staatlichem Segen (wo ist da der Aufschrei der Grünen). Ich bin noch aufgewachsen mit Äpfel und Birnenbäumen, die man, oh Wunder, oh Wunder nicht spritzen mußte. Der Ertrag war zwar geringer, und auch den Würmern hat es z.T. geschmeckt, aber alles im natürlichen Gleichgewicht....

>Im nächsten Jahr will ich es mit einer Sorte von Dreschflegel versuchen (Rote Murmel, 35844).

Habe ich auch Saatgut davon, sollen zwar recht klein, aber sehr resistent sein. Werde ich dieses Jahr auch anpflanzen. Bin mal gespannt.

mit freundlichen Grüßen
Fred


King Henry

30.12.2002, 18:57

@ Fred Feuerstein
 

Monopolisierung des Saatgutes


Als Antwort auf: Re: Saatkartoffeln / Tomaten von Fred Feuerstein am 30. Dezember 2002 12:39:37:


Hallo Fred,

Du hast schon recht mit deiner Annahme.

Ein Beispiel aus Afrika:

Es kann nur noch eine bestimmte Sorte Baumwolle angebaut werden (weil andere Sorten nicht abgenommen werden ...), die - absichtlich - sehr empfindlich gegen diverse Schädlinge sind. Mit der Folge das die Entwicklungsländer zusätzlich zum Saatgut auch noch spezielles und sehr teures Pestizid kaufen müssen.
Das Saatgut selbst ist ebenso in den USA zu kaufen.
Andere Sorten, keineswegs minderwertiger, wird von der Industrie nicht
mehr aufgekauft.

Letztes Jahr lief ein Prozeß gegen einen Bauern, der Saatgut selbst züchten wollte. Die Richter gaben ihm Recht, er dürfe in einem speziellen Fall das Saatgut selbst züchten.

Ansonsten versuchen die Saatguthersteller nur noch Sorten auf dem Markt zu bringen, aus denen keine neue Saat zu gewinnen ist. Außerdem ist dies in den meisten Fällen auch verboten.

<b>Folgen: Wenn das Wirtschaftssystem zusammenbricht, können die Landwirte - aufgrund fehlender Lieferungen - kein neues Getreide, Kartoffeln und Gemüse anbauen - Hungersnot in Deutschland!</b>

Und da behaupten einige Leute (im Forum drüben), Kartoffeln würde es immer geben. Vielleicht - Frage ist nur, wieviele???

Gruß

Henry


Optimist

01.01.2003, 19:29

@ Johannes
 

Re: Saatkartoffeln / Tomaten


Als Antwort auf: Re: Saatkartoffeln / Tomaten von Johannes am 30. Dezember 2002 01:31:31:


>> <i>Dreschflegel hat solche Sorten nur als Speisekartoffeln im Angebot,
>> in kleinen Mengen und zu überhöhten Preisen, da sie aufgrund der gelten-
>> den Gesetze, welche die Saatgutmafia durchgebracht hat, keine alten
>> Saatkartoffelsorten anbieten dürfen.</i>
>Hallo Fred,
>ganz so schlimm ist es ja auch wieder nicht. Die Gesetze sind sicherlich ein Hindernis für altes Saatgut, aber es geht nicht nur um Mafia, sondern es gibt auch eine nachvollziehbare Begründung. Und zwar die Einheitlichkeit des Saatguts, daß der Kunde also weiß, was er kauft. Wird auch bei anderen Produkten immer mehr verlangt, daß Eigenschaften zugesichert und eingehalten werden.
>Bei Saatgut sollte man es aber, und da gebe ich Dir schon recht, anders machen, daß auch Saatgut ohne die geprüften Eigenschaften vertrieben werden darf. Aber da hat Dreschflegel eigentlich eine ganz gute Lösung gefunden: Sie verkaufen Dir auch alte (nicht / noch nicht zugelassene) Sorten, allerdings mit der Einschränkung, daß Du die Ernte nicht auf dem Markt verkaufen darfst. Selbst essen ist also angesagt, und das ist doch genau das, was wir wollen.
>> <i>Dreschflegel hat solche Sorten nur als Speisekartoffeln im Angebot,
>> in kleinen Mengen und zu überhöhten Preisen, </i>
>Hm, im aktuellen Katalog 2003 habe ich gar keine Kartoffeln gefunden, nur den Hinweis darauf, daß die Kartoffel zur Pflanze des Jahres ausgerufen wurde.
>Aber was spricht denn (außer dem Preis) dagegen, Speisekartoffeln zur Aussaat zu nehmen?

Grundsätzlich spricht nicht viel dagegen außer :

1) Dir ist meistens nicht bekannt welche Sorte es ist (Thema Gentechnik)
2) Du erwischst F1-Hybriden -> die sind als Speisekartoffeln ja völlig OK, leider vermehren sie sich kaum (das ist ja auch der Sinn der Züchtung : möglichst viel Ertrag + andere Eigenschaften zu Lasten der Fortpflanzungsfähigkeit)


Viele Grüße --Der Optimist

Also einfach ausprobieren : wenn Du Glück hast, klappt es, wenn nicht mußt Du es im nächsten Jahr neu probieren...

Oder sind die bei Dreschflegel schon alle bestäubt worden, damit sie nicht so schnell keimen? Aber würden die dann nicht, genau wie bei den anderen alten Sorten, zumindest in der nächsten Saison einige unbehandelte Kartoffeln als Saatkartoffeln abgeben? Vielleicht im ersten Jahr nur zur Vermehrung bei Dir und dann im nächsten Jahr zum Essen?
>> <i>Es sollten Sorten sein, die eine natürliche Krautfäuleresistenz
>> aufweisen.</i>
>Da hatten wir übrigens in den letzten Jahren keinerlei Probleme, obwohl wir für unseren Garten keine Spezialsorte kaufen, sondern irgendeine Frühkartoffel, die gerade angeboten wird (meist Holländische Erstling). Mit den Tomaten ist es allerdings extrem, dieses Jahr ging 3/4 der Ernte kaputt. Im nächsten Jahr will ich es mit einer Sorte von Dreschflegel versuchen (Rote Murmel, 35844).
>Gruß
>Johannes



mica

02.01.2003, 01:14

@ Optimist
 

Re: Saatkartoffeln / Tomaten


Als Antwort auf: Re: Saatkartoffeln / Tomaten von Optimist am 01. Januar 2003 19:29:59:


Hallo Kartoffel-Freaks :)

eine Freundin, die anthroposophischen Landbau betreibt, empfiehlt, die Kartoffeln ab und zu wieder Samen reifen zu lassen. Aus den samengezogenen Erdfrüchten wachsen widerstandsfähigere, dem Boden angepasstere Sorten - vielleicht auch neue.

Eine alte Bauernweisheit empfiehlt die Samen für die nächste Aussaat in einem blauen Tuch eingeschlagen aufzubewahren(der blaue Fürfleck der Bauern)- dies erhöht die Keimfreudigkeit.


mica


Optimist

02.01.2003, 10:52

@ mica
 

Re: Saatkartoffeln / Tomaten


Als Antwort auf: Re: Saatkartoffeln / Tomaten von mica am 02. Januar 2003 01:14:07:


Hi Mica,

ich habe hier noch ein John Seymour Tip für die Kartoffelanbauer mit Platzmangel rausgesucht :

einen Autoreifen nehmen, mit Erde füllen die Kartoffel reinstecken.
Wenn das Grünzeug hochgenug ist, den nächsten Autoreifen draufstapeln, usw.
Bei dieser Methode setzt die Kartoffel immer neue Wurzeln und Knollen an, so daß der Ertrag um ein vielfaches höher ist. Geerntet wird, wenn das Grünzeug komplett verwelkt ist.

Ist in "Leben auf dem Lande" beschrieben, ein sehr empfehlenswertes Buch zum Thema Selbstversorgung.

Alles Gute wünscht der Optimist.


>Hallo Kartoffel-Freaks :)
>eine Freundin, die anthroposophischen Landbau betreibt, empfiehlt, die Kartoffeln ab und zu wieder Samen reifen zu lassen. Aus den samengezogenen Erdfrüchten wachsen widerstandsfähigere, dem Boden angepasstere Sorten - vielleicht auch neue.
>Eine alte Bauernweisheit empfiehlt die Samen für die nächste Aussaat in einem blauen Tuch eingeschlagen aufzubewahren(der blaue Fürfleck der Bauern)- dies erhöht die Keimfreudigkeit.
>
>mica



Optimist

30.12.2002, 17:09

@ Fred Feuerstein
 

Re: 2 Fragen: 1. Saatkartoffeln, aber alte Sorten und 2. Zuckerwurz


Als Antwort auf: 2 Fragen: 1. Saatkartoffeln, aber alte Sorten und 2. Zuckerwurz von Fred Feuerstein am 29. Dezember 2002 11:11:36:


Hi,
ich habe bei http://www.kartoffelvielfalt.de/ gekauft.
Da gibts diverse unveränderte alte Sorten.

Viele Grüße !!!

>Hallo Autarkianer,
>Ich bin immer wieder auf der Suche nach gutem "altem" Saatgut der verschiedensten Nutzpflanzen. "Alt" deshalb, da es nicht hybridisiert ist, und oftmals bei etwas geringerem Ertrag eine höhere Krankheitsresistenz aufweist gegenüber diesem hochgezüchteten Terminatordreck, welches schon mit der Giftspritze beiliegend ausgeliefert wird ;-).
>Bei Dreschflegel habe ich schon einige sehr gute alte Sorten erwerben können. Was mir jetzt i.M. noch fehlt für die nächste Aussaat wären gute alte Saatkartoffelsorten. 2 ar Land sind schon dafür vorbereitet für die Aussaat im Frühjahr.
>Dreschflegel hat solche Sorten nur als Speisekartoffeln im Angebot, in kleinen Mengen und zu überhöhten Preisen, da sie aufgrund der geltenden Gesetze, welche die Saatgutmafia durchgebracht hat, keine alten Saatkartoffelsorten anbieten dürfen. Nach Aussage von Dreschflegel würden sie sofort Saatkartoffeln anbieten, wenn diese besch. Gesetzgebung geändert werden würde. Bloß wo ist da die Lobby dafür?
>Es sollten Sorten sein, die eine natürliche Krautfäuleresistenz aufweisen.
>Also, wer kann da weiterhelfen?
>
>mit freundlichen Grüßen
>Fred
>P.S.: Wer kann etwas zu Zuckerwurz sagen. Das ist ein uraltes, fast vergessenes Wurzelgemüse welches schon Karl der Große zum Anbau empfahl.
>Es kann als Rohkost gegessen werden z.B. gerasspelt mit Möhren, gekocht wie Schwarzwurzeln oder als Püree.
>Hat damit jemand schon Erfahrung?



Johannes

30.12.2002, 18:02

@ Optimist
 

Re: Saatkartoffeln


Als Antwort auf: Re: 2 Fragen: 1. Saatkartoffeln, aber alte Sorten und 2. Zuckerwurz von Optimist am 30. Dezember 2002 17:09:42:


><i> ich habe bei http://www.kartoffelvielfalt.de/ gekauft.
> Da gibts diverse unveränderte alte Sorten.</i>




Hallo Optimist,

danke für den Link. Allerdings schreiben die ebenfalls, wie Fred sagte:

> <i>Laut Saatgutverkehrsordnung dürfen die nicht mehr zugelassenen Sorten
> nicht als Saatkartoffeln gehandelt werden. </i>

Verkaufen die sie jetzt also nur nicht <b>als</b> Saatkartoffeln, oder sind es keine Saatkartoffeln? Weiß da jemand etwas? Ich werde denen zwar auch eine eMail senden, aber wer bereits länger Kunde dort ist, der bekommt vielleicht eine deutlichere Antwort.

Gruß

Johannes



P.S.: Du bist hier mit dem gleichen Paßwort wie im Proph.-Forum freigeschaltet.


Optimist

01.01.2003, 19:22

@ Johannes
 

Re: Saatkartoffeln


Als Antwort auf: Re: Saatkartoffeln von Johannes am 30. Dezember 2002 18:02:52:


>><i> ich habe bei http://www.kartoffelvielfalt.de/ gekauft.
>> Da gibts diverse unveränderte alte Sorten.</i>
>
>Hallo Optimist,
>danke für den Link. Allerdings schreiben die ebenfalls, wie Fred sagte:

Der ist vom Weitblicker :-))

>> <i>Laut Saatgutverkehrsordnung dürfen die nicht mehr zugelassenen Sorten
>> nicht als Saatkartoffeln gehandelt werden. </i>

Du bekommst erstklassige Saatkartoffeln, um den neuen Richtlinien zu entsprechen werden sie halt Speisekartoffeln genannt.

>Verkaufen die sie jetzt also nur nicht <b>als</b> Saatkartoffeln, oder sind es keine Saatkartoffeln? Weiß da jemand etwas? Ich werde denen zwar auch eine eMail senden, aber wer bereits länger Kunde dort ist, der bekommt vielleicht eine deutlichere Antwort.

Der Service ist prima. Ich kann nur empfehlen verschiedene Sorten zu bestellen, neben dem Vorsorgegedanken kann man ausprobieren wie Kartoffeln vor 130 Jahren geschmeckt haben. Falls das Budget eng ist bestellt man nur wenige Kartoffeln und behält möglichst viele für die nächste Aussaat zurück.
Jedenfalls würde ich mindestens eine frühreifende und eine spätreifende Sorte ordern.
Gut ist zum Beispiel der "Ackersegen" der war wohl vor 50 Jahren ziemlich verbreitet in Deutschland.

Kartoffeln sind meiner Meinung nach ein ganz wichtiger Teil einer (Teil-)Selbstversorgung. Der Anbau, die Ernte, die Lagerung geht sehr einfach vonstatten und es gelingt fast überall (auch auf Balkons...).



>Gruß
>Johannes
>P.S.: Du bist hier mit dem gleichen Paßwort wie im Proph.-Forum freigeschaltet.
Danke !


19398 Postings in 3102 Threads, 339 registrierte User, 49 User online (0 reg., 49 Gäste)
Autarkes Leben / Selbstversorgung | Kontakt




RSS Feed
powered by my little forum