Impressum / Kontakt / Datenschutz

Autarkes Leben / Selbstversorgung


Forums-Ausgangsseite


Heuernte 2013 (Biolandwirt) Kleindreschmaschine Hof_Rumänien Dörren

log in | registrieren





Ismael

17.02.2007, 14:48
 

Dem Ingeniör ist nichts zu schwör - Niederdruckdampfmaschine (Gerätschaften)

Hallo,

mir hat es die Dampfmaschine angetan, die Bederich jüngst verlinkt hat.

http://www.der-sandberg.homepage.t-online.de/index-Dateien/Projekt.htm

Zum einen weil sie hübsch anzusehen ist, zum anderen aber auch, weil ich an meinem Herd einen ungenutzten Wärmetauscher habe, der eigentlich für die Warmwasserbereitung vorgesehen ist, was sich in unserem speziellen Fall allerdings nicht oder nur um den Preis einer raffinerieartigen Installation hätte realisieren lassen. Mir ist der Blindgelegte Wärmetauscher sowieso ein Dorn im Auge, weil ich mir einfach nicht vorstellen kann, daß es gesund ist, einen leeren Wärmetauscher zu befeuern! Meine Idee wäre nun, eine solche Maschine im Keller zu installieren (nach ein zwei Bastelwintern denke ich), deren Wärmetauscher zum einen über den Herd beheizt und deren Kühler über Frischluft von draußen, die dann vorgewärmt im Haus als Verbrennungsluft für Herd und Heizung zur verfügung stehen würde, gekühlt wird. Da weder Ölheizung noch Zentralheizungsherd Raumluftunabhängig sind, wird normalerweise sowieso Luft von außen angesaugt. Größtenteil durch eine dafür vorgesehene belüftung, aber natürlich auch durch alle möglichen undichtigkeiten am Haus. Auf jeden Fall ist die Luft, die von außen hereinkommt immer kalt (Heizperiode) und senkt dadurch schon rein rechnerisch die Effiziens der Heizung. Die Abwärme der Dampfmaschine wäre somit nicht ungenutzt und die effiziens der gesamten Anlage steigt!

Das Problem ist, wie groß die Dampfmaschine ausgelegt werden müßte, um möglichst der Leistung des Wärmetauschers zu entsprechen und ohne die Heizleistung des zweiten Wärmetauschers übermäßig zu beeinflussen. Außerdem soll ja Kaftseitig auch irgendwas mit sittlichem Nährwert betrieben werden. Mag zwar sein, daß die Idee nicht eben den Netzanschluß ersetzt, aber irgendwas sollte da schon Dranhängen, zumindest die Stromversorgung der Heizung sollte dabei Rausspringen, denke ich.

Um nicht zu viele mechanische Teile zu haben denke ich an eine Lichtmaschine, die über die Dampfmaschine betrieben werden könnte. Jetzt wäre zu überlegen, wie ich rausbekomme, welche Leistung diese Lichtmaschine bringen soll/kann. Ich kann eine 24V Lkw-Lichtmaschine anschließen was die Dampfmaschine wohl mit Unbeweglichkeit zollen dürfte, oder einen bessseren Fahraddynamo, der eventuell weit unter den Möglichkeiten liegt! Ausprobieren wäre eine Möglichkeit, aber ich würde nur ungern jede woche zum Schrottplatz fahren, um eine andere Lichtmaschine zu besorgen, bis endlich eine in etwa hinkommt.

Wie berechne ich also zum einen die Größe der Dampfmaschine und zum anderen die Leistung eines wie auch immer gearteten Generators?

Ismael

Bederich

17.02.2007, 19:18

@ Ismael
 

Nee Ingeniör bin ich nicht, bist Du es?


Als Antwort auf: Dem Ingeniör ist nichts zu schwör - Niederdruckdampfmaschine von Ismael am 17. Februar 2007 14:48:12:



Hallo Ismael,
die Niedertemperaturdamfmaschine ist ein Prototyp, vorgesehen als Ergänzung zu einer thermischen Solaranlage um die Pumpen anzutreiben. Vom Prinzip her ist es ein Stirlingmotor der mit Butan gefüllt ist.
„Ideale“ Gase muss man um 273°C erhitzen um den doppelten Druck zu erhalten.
Butan von 20°C auf 100°C erhitzt, ergibt den 15fachen Druck!
Alle Gase, die sich im Bereich der Kondensationsgrenze befinden, sind für diese und ähnliche Anwendungen geeignet. Zum Beispiel bei Turbinen für die Stromerzeugung in Erdwärmekraftwerken.

Schönen Gruß
Bederich



Ismael

17.02.2007, 20:12

@ Bederich
 

Re: Nee Ingeniör bin ich nicht, bist Du es?


Als Antwort auf: Nee Ingeniör bin ich nicht, bist Du es? von Bederich am 17. Februar 2007 19:18:16:


>
>Hallo Ismael,
>die Niedertemperaturdamfmaschine ist ein Prototyp, vorgesehen als Ergänzung zu einer thermischen Solaranlage um die Pumpen anzutreiben. Vom Prinzip her ist es ein Stirlingmotor der mit Butan gefüllt ist.
>„Ideale“ Gase muss man um 273°C erhitzen um den doppelten Druck zu erhalten.
>Butan von 20°C auf 100°C erhitzt, ergibt den 15fachen Druck!
>Alle Gase, die sich im Bereich der Kondensationsgrenze befinden, sind für diese und ähnliche Anwendungen geeignet. Zum Beispiel bei Turbinen für die Stromerzeugung in Erdwärmekraftwerken.
>
>Schönen Gruß
>Bederich


Hallo,

das mit der Gasfüllung ist schonmal gut zu wissen. Das das System sehr einem Sterlingmotor ähnelt ist mir auch aufgefallen. Ich könnte mir vorstellen, daß die Maschine probleme beim anlaufen mit der Laufrichtung hat. Ohne anschubser dürfte da nichts gehen, oder? Ist bekannt, wieviel Leistung letztlich zu erwarten ist?

Ismael


Bederich

17.02.2007, 21:09

@ Ismael
 

hübsch anzusehen


Als Antwort auf: Re: Nee Ingeniör bin ich nicht, bist Du es? von Ismael am 17. Februar 2007 20:12:55:


Hallo Ismael,
das ist bis jetzt leider ein Muster ohne Wert.
Die Maschine läuft nicht und ich hatte andere, wichtige Dinge zu tun als mich mit meinem Hobby zu beschäftigen.
Ohne Anschubser läuft da nichts und die Leistung ergibt sich aus dem durchschnittlichen Kolbendruck und der Drehzahl. Wenn das Ding nicht läuft kann ich die zu erreichende Drehzahl nicht ermitteln.
Bei meinem Prototyp hatte ich 50W bis 100W erwartet.

Schönen Gruß
Bederich



19481 Postings in 3119 Threads, 342 registrierte User, 64 User online (0 reg., 64 Gäste)
Autarkes Leben / Selbstversorgung | Kontakt




RSS Feed
powered by my little forum