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Aquin

23.03.2007, 09:56
 

M e s s e r (Gerätschaften)

Hallo

Gute Messer
Handmade in Germany

„Nesmuk“ ist härter als Glas, man könnte es
mit dem Messer sogar gravieren.


http://www.nesmuk.de/


Gruß
Aquin

quink

23.03.2007, 17:12

@ Aquin
 

Re: M e s s e r


Als Antwort auf: M e s s e r von Aquin am 23. März 2007 09:56:


>Hallo
>Gute Messer
>Handmade in Germany
>„Nesmuk“ ist härter als Glas, man könnte es
>mit dem Messer sogar gravieren.
>
>http://www.nesmuk.de/
>
>Gruß
>Aquin

Klar 2200 Euro für ein Küchenmesser, alles klar.
Und wozu braucht man ein Damastmesser in der Küche, um Harakiri zu begehen oder Gurken zu enthaupten ??

Außerdem ist es minderwertige Qualität, in der Abbildung sieht man leichte Oberflächenrisse in den Messern - also Schrott! Dafür wär früher der Schmied an den Pranger gekommen wenn er sowas als Kriegswaffen verkauft hätte.


Aquin

23.03.2007, 23:23

@ quink
 

Re: M e s s e r


Als Antwort auf: Re: M e s s e r von quink am 23. März 2007 17:12:08:


>Klar 2200 Euro für ein Küchenmesser, alles klar.
>Und wozu braucht man ein Damastmesser in der Küche, um Harakiri zu begehen oder Gurken zu enthaupten ??
>Außerdem ist es minderwertige Qualität, in der Abbildung sieht man leichte Oberflächenrisse in den Messern - also Schrott! Dafür wär früher der Schmied an den Pranger gekommen wenn er sowas als Kriegswaffen verkauft hätte.


Hallo

Du scheinst ein richtiger "Fachmann" zu sein.
Lars Scheidler ist einer der besten Schmiede Deutschlands.
Das nur so nebenbei *g*

Und den Unterschied zwischen einem Damastmesser und einem
Normalmesser in der Küche kannst Du beurteilen, wenn Du
mit so einem Messer gearbeitet hast.

Küchenmesser bekommst Du schon für 1450,00 €
Jagdmesser bis 6000,00 €
Teuer sind die Messer, aber Schrott keinesfalls!

Und manchmal darf man auch träumen. *g*


Gruß
Aquin



quink

24.03.2007, 01:43

@ Aquin
 

Re: M e s s e r


Als Antwort auf: Re: M e s s e r von Aquin am 23. März 2007 23:23:

<center>http://www.nesmuk.de/images/fertigung_qualitaet/bild_fertigung.jpg</center>


>Du scheinst ein richtiger "Fachmann" zu sein.

Nunja als Sammler altjapanischer Klingen bilde ich mir schon etwas Sachkenntnisse ein

>Teuer sind die Messer, aber Schrott keinesfalls!

Schau dir die Oberflächenrisse an. Nenn du es teuer, ich nenn es Schrott.



Kiaril

24.03.2007, 10:13

@ quink
 

Re: M e s s e r


Als Antwort auf: Re: M e s s e r von quink am 24. März 2007 01:43:06:


Hallo Quink,

diese superrauhe Oberfläche hat nix zu sagen. Im Gegenteil, sie ist eher ein Qualitätsmerkmal.

Bedenklich dagegen ist es, wenn ein Spannungsriss tiefer in die Klinge geht. Ähnliches gilt für eine schlechte Feuerverschweißung (Beides hier nicht erkennbar)

Das was hier zu sehen ist, ist das Resultat der Einflüsse von Amboß, Hammer und Zunderbildung während des Schmiede- und Feuerverschweißungsvorganges.

Der sich ständig bildende Zunder fliegt zwar unter den Hammerschlägen weg, hinterläßt aber OBERFLÄCHLICH eine Kraterlandschaft. Diese oberflächlichen Makel haben so oder so, keinerlei Funktion in der Stabilität der Klinge.

Diese Kerben können unter Materialverlust völlig weggeschliffen werden. Heraus kommt eine blitzblanke, makellose Klinge.
Daß hier der Schmied diese leicht zundrige Oberfläche so belassen hat, zeigt, daß dies wirklich ein handwerkliches Produkt ist. Ein Qualitätsmerkmal eben.

Anderes Beispiel:
Die Äxte im Baumarkt dagegen haben z.B. eine superglatte Metalloberfläche und sind sind trotzdem minderwertiger Qualität. Diese wurden aus einem Stück Metall ausgestanzt und zurechtgeschliffen. Makellos, aber im Vergleich zu den handgeschmiedeten qualitativ minderwertig.

Gruß!



Leser aus Mittelhessen

24.03.2007, 13:11

@ Kiaril
 

freundliche Grüsse aus Solingen


Als Antwort auf: Re: M e s s e r von Kiaril am 24. März 2007 10:13:


Hallo

Messer sind ein wichtiges Werkzeug, nur wenn die Dinger so teuer sind, wie kann man mit sowas noch arbeiten. Kohlstoffstähle können auch andere verarbeiten ohne das sie soviel Brimborium darum machen. Daher mal einen Link zum letzten handwerklichen Messermacher in Solingen. Da stimmt die Qualität und der Preis.

Gruß



Hier gibts Qualitätsmesser die sich der normale Sterbliche leisten kann

quink

24.03.2007, 14:10

@ Kiaril
 

Re: M e s s e r


Als Antwort auf: Re: M e s s e r von Kiaril am 24. März 2007 10:13:

<center>http://www.nihontoantiques.com/images/Nagatsugu%20(sekishu).jpg</center>


Hi,
du siehst sehr kleine Oberflächenrissen wenn du genau hinschaust. Zusätzlich sind Lufteinschlüsse erkennbar. Ebenso hat er beim schmieden versucht kleinere Fehler zu überdecken. Dieses bedeutet das ein polieren der Klinge nicht möglich ist und entscheidene Mängel aufweist.
Kohlenstoffklingen zu schmieden (und auch zu polieren) ist eine Kunst, ein Meisterhandwerk. Ich vermute auf eine Handvoll Schmiede außerhalb Japans die fähig sind solche Klingen in 100% Qualität herzustellen. Dieser Schmied gehört sicher nicht dazu, obwohl seine Preise darauf schließen lassen.




quink

24.03.2007, 14:12

@ quink
 

Zusatz


Als Antwort auf: Re: M e s s e r von quink am 24. März 2007 14:10:47:


>Hi,
>du siehst sehr kleine Oberflächenrissen wenn du genau hinschaust. Zusätzlich sind Lufteinschlüsse erkennbar. Ebenso hat er beim schmieden versucht kleinere Fehler zu überdecken. Dieses bedeutet das ein polieren der Klinge nicht möglich ist und entscheidene Mängel aufweist.
>Kohlenstoffklingen zu schmieden (und auch zu polieren) ist eine Kunst, ein Meisterhandwerk. Ich vermute auf eine Handvoll Schmiede außerhalb Japans die fähig sind solche Klingen in 100% Qualität herzustellen. Dieser Schmied gehört sicher nicht dazu, obwohl seine Preise darauf schließen lassen.

Vergleicht mal die beiden Bilder, einmal die japanische Klinge und einmal von dem deutschen Schmied.


Aquin

24.03.2007, 21:04

@ quink
 

B e i l e


Als Antwort auf: Zusatz von quink am 24. März 2007 14:12:39:


>>Kohlenstoffklingen zu schmieden (und auch zu polieren) ist eine Kunst, ein Meisterhandwerk. Ich vermute auf eine Handvoll Schmiede außerhalb Japans die fähig sind solche Klingen in 100% Qualität herzustellen. Dieser Schmied gehört sicher nicht dazu, obwohl seine Preise darauf schließen lassen.
>Vergleicht mal die beiden Bilder, einmal die japanische Klinge und einmal von dem deutschen Schmied.



Hallo
Da stimme ich Dir natürlich zu, dass die Japaner
die "Weltmeister" sind.

Was hält der "Fachmann" davon?

<A href="http://www.gransfors.com/htm_ger/index.html" target="_top[/link]http://www.gransfors.com/htm_ger/index.html</A>

Gruß
Aquin




Weitblicker

26.03.2007, 11:55

@ Aquin
 

Re: B e i l e


Als Antwort auf: B e i l e von Aquin am 24. März 2007 21:04:


zu diesen äxten kann ich nur sagen: super! wir haben selber deren spaltaxt. super qualität, guter schaft, und spaltet natürlich auch 1a! diese axt ist wirklich jede krone wert.

gruss
weitblicker


Werkzeuginformant

30.03.2007, 20:31

@ Weitblicker
 

Re: B e i l e


Als Antwort auf: Re: B e i l e von Weitblicker am 26. März 2007 11:55:09:


>zu diesen äxten kann ich nur sagen: super! wir haben selber deren spaltaxt. super qualität, guter schaft, und spaltet natürlich auch 1a! diese axt ist wirklich jede krone wert.
>gruss
>weitblicker


Ich will niemandem ausreden, dass es hervorragende, handgeschmiedete Klingen und Äxte gibt. Der Schönheit einer Klinge aus Damaszenerstahl kann sich kein Liebhaber entziehen.

Aber für den Alltagsgebrauch muß es nicht unbedingt so edles Produkt sein.

Selbst die Chinaware ist hinsichtlich der Stahlqualität mittlerweile absolut ausreichend, ich sehe es gerade aktuell bei einem Beil und einer Axt, die ich für wenige Euro erstanden und selber geschärft habe.

Viel entscheidender für den Gebrauchswert ist, daß man sich wirklich gutes Schärfzeug zulegt. Ein absoluter Anfängerfehler ist es, die stumpf gewordene Axt an den elektrischen Schleifbock zu halten. Da glüht eine Schneide sofort aus.

Das Schärfen meiner Werkzeuge erfolgt bei mir NUR von Hand oder auf einer langsam laufenden Abziehscheibe im Wasserbad mit entsprechenden Schleiflehren für den richtigen Winkel.

Wer genug Geld hat ... Tormek bietet ein sehr feines Spielzeug dazu an, ic hbegnüge mich mit selbre gebastelten Vorrichtungen.

Am Ende ziehe ich auf einem Lederriemen ab und erhalte rasiermesserscharfe Schneiden mit guten Standzeiten, gleich ob es sich um Stechbeitel, Hobeleisen, Messer oder Beile/Äxte handelt.

werkzeuginformant


Armin

26.03.2007, 15:43

@ Aquin
 

stilvolle Alternative zu 1/10 des Preises


Als Antwort auf: M e s s e r von Aquin am 23. März 2007 09:56:

<center>http://www.dietraumschmiede.de/neu/spamimesser.jpg</center>


Hallo,
die Klinge meines Allzweck-Eßmessers nach spätmittelalterlichem Vorbild (so ähnlich wie auf dem Bild, nur habe ich Mooreiche als Griff) ist von einem bescheidenem Schmied mit Bodenhaftung, den ich nur empfehlen kann. Wenn etwas schiefgeht, dann behält er es oder macht was anderes draus. Wenn er etwas aus der Hand gibt, taugt es. Ach ja: Die Schneide ritzt auch mühelos Glas, direkt hinter der Schneide wird der Stahl natürlich weicher. Polituren (auf Wunsch) läßt er von einem Archäologen und Klingenspezialisten machen, der in Japan bei "lebenden Kulturdenkmälern" gelernt hat :-)
Ich kenne die beiden von Schwertseminaren im Alten Schloß (Museum) in Stuttgart.

Meine Beobachtung: Ein guter Handwerker verlangt i.d.R. nicht das, was der Markt maximal hergibt, sondern das was es ihm selbst wert wäre.

Hauptberuflich fertigt er gescheite Schwerter, falls also jemand aus der Low-Tech-Fraktion hier eine garantiert EMP-resistente leise Waffe sucht... *gg*

Seine Kochmesser findet man unter dem angegebenen Link, nach unten scrollen, er hat japanische und europäische Designs.

Gruß
Armin



Kochmesser vom Schwertschmied - zur Abwechslung

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