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Flappes

01.04.2007, 16:59
 

Handsäge um Bäume zu fällen (Gerätschaften)

Hallo,

ich habe ein paar qm Wald und entnehme dort einige Äste und manchmal einen Baum. Das ganze ist nicht sehr gross angelegt. Wenn ich 10qm im Jahr bekomme bin ich echt froh.
Ich bin in der glücklichen Lage, das der Wald direkt an mein Grundstück angrenzt, ich also keinerlei Transport des Materials benötige.
Ich wollte jetzt das ganze ein wenig weiter treiben. Bisher habe ich eine Stihl-Motorsäge (MS-290), mit der ich eigentlich ganz glücklich bin. Ich möchte aber auch gerne mal ein paar Äste und Bäume Testhalber mit der Hand zersägen. Ich habe jetzt keine Urwaldriesen, aber zwischen 12 und 18 cm Stammdurchmesser, meistens Buche aber auch Nadelgehölz.
Ich habe das Vorhaben mit einem Fuchschwanz versucht, für dünne Äste erfolgreich, aber für Stämme absolut ungeeignet. Hat jemand Erfahrung damit? Welcher Sägentyp ist denn geeignet? Ich habe in einem Dokufilm (Schwarzwaldhaus oder so) eine Bügelsäge im Einsatz gesehen, aber die haben doch dann Probleme mit dem Stammdurchmesser?
Das Problem bei Fuchscwanz war, das er sich verkanntet und verbogen hat und dadurch eine gänzlich ungenügende Schneidleistung erreicht wurde.

Gast

02.04.2007, 03:28

@ Flappes
 

Re: Handsäge um Bäume zu fällen


Als Antwort auf: Handsäge um Bäume zu fällen von Flappes am 01. April 2007 16:59:


Hallo,
dazu benutzt man eine Trummsäge. Die braucht jedoch auf jeder Seite Einen mit guter Kondition der zieht, da die Säge sich sonst klemmt.

Gruss Gast

Ps: der Suchbegriff Trummsäge bringt bei Google die Aufklärung



Michael

02.04.2007, 08:25

@ Flappes
 

Re: Handsäge um Bäume zu fällen


Als Antwort auf: Handsäge um Bäume zu fällen von Flappes am 01. April 2007 16:59:


>Hallo,
>ich habe ein paar qm Wald und entnehme dort einige Äste und manchmal einen Baum. Das ganze ist nicht sehr gross angelegt. Wenn ich 10qm im Jahr bekomme bin ich echt froh.
>Ich bin in der glücklichen Lage, das der Wald direkt an mein Grundstück angrenzt, ich also keinerlei Transport des Materials benötige.
>Ich wollte jetzt das ganze ein wenig weiter treiben. Bisher habe ich eine Stihl-Motorsäge (MS-290), mit der ich eigentlich ganz glücklich bin. Ich möchte aber auch gerne mal ein paar Äste und Bäume Testhalber mit der Hand zersägen. Ich habe jetzt keine Urwaldriesen, aber zwischen 12 und 18 cm Stammdurchmesser, meistens Buche aber auch Nadelgehölz.
>Ich habe das Vorhaben mit einem Fuchschwanz versucht, für dünne Äste erfolgreich, aber für Stämme absolut ungeeignet. Hat jemand Erfahrung damit? Welcher Sägentyp ist denn geeignet? Ich habe in einem Dokufilm (Schwarzwaldhaus oder so) eine Bügelsäge im Einsatz gesehen, aber die haben doch dann Probleme mit dem Stammdurchmesser?
>Das Problem bei Fuchscwanz war, das er sich verkanntet und verbogen hat und dadurch eine gänzlich ungenügende Schneidleistung erreicht wurde.

Hallo Flappes.

Recht gute Erfahrungen haben ich mit einer Bogensäge gemacht. Selbst mit der kleinen Säge (30cm Blatt) bin ich da schon Ästen und kleinen Stämmen bis ca. 15cm Durchmesser erfolgreich zuleibe gerückt. Selbige gibt es dann auch etwas größer, wo man dann auch die dickeren Stämme (bis 30cm) zerlegen kann. Allerdings würde ich keine größeren Bäume damit zu fällen versuchen, weil zum einen das Sägeblatt schnell verklemmt und man zum anderen so mit Sägen beschäftigt ist, daß man Gefahr läuft, zu spät zu merken, wann der Baum kommt. Das ist nicht besonders angenehm, wenn einem so ein größerer Baum um die Ohren fliegt :)


LG

Michael


Heike

02.04.2007, 08:49

@ Michael
 

Re: Handsäge um Bäume zu fällen


Als Antwort auf: Re: Handsäge um Bäume zu fällen von Michael am 02. April 2007 08:25:39:


>>Hallo,
>>ich habe ein paar qm Wald und entnehme dort einige Äste und manchmal einen Baum. Das ganze ist nicht sehr gross angelegt. Wenn ich 10qm im Jahr bekomme bin ich echt froh.
>>Ich bin in der glücklichen Lage, das der Wald direkt an mein Grundstück angrenzt, ich also keinerlei Transport des Materials benötige.
>>Ich wollte jetzt das ganze ein wenig weiter treiben. Bisher habe ich eine Stihl-Motorsäge (MS-290), mit der ich eigentlich ganz glücklich bin. Ich möchte aber auch gerne mal ein paar Äste und Bäume Testhalber mit der Hand zersägen. Ich habe jetzt keine Urwaldriesen, aber zwischen 12 und 18 cm Stammdurchmesser, meistens Buche aber auch Nadelgehölz.
>>Ich habe das Vorhaben mit einem Fuchschwanz versucht, für dünne Äste erfolgreich, aber für Stämme absolut ungeeignet. Hat jemand Erfahrung damit? Welcher Sägentyp ist denn geeignet? Ich habe in einem Dokufilm (Schwarzwaldhaus oder so) eine Bügelsäge im Einsatz gesehen, aber die haben doch dann Probleme mit dem Stammdurchmesser?
>>Das Problem bei Fuchscwanz war, das er sich verkanntet und verbogen hat und dadurch eine gänzlich ungenügende Schneidleistung erreicht wurde.
>Hallo Flappes.
>Recht gute Erfahrungen haben ich mit einer Bogensäge gemacht. Selbst mit der kleinen Säge (30cm Blatt) bin ich da schon Ästen und kleinen Stämmen bis ca. 15cm Durchmesser erfolgreich zuleibe gerückt. Selbige gibt es dann auch etwas größer, wo man dann auch die dickeren Stämme (bis 30cm) zerlegen kann. Allerdings würde ich keine größeren Bäume damit zu fällen versuchen, weil zum einen das Sägeblatt schnell verklemmt und man zum anderen so mit Sägen beschäftigt ist, daß man Gefahr läuft, zu spät zu merken, wann der Baum kommt. Das ist nicht besonders angenehm, wenn einem so ein größerer Baum um die Ohren fliegt :)
>
>LG
>Michael


Guten Morgen,
für große, bzw. dicke Bäume würde eine Axt empfehlen.
Viele Grüße
Heile



Inga

02.04.2007, 17:38

@ Heike
 

Re: Handsäge um Bäume zu fällen


Als Antwort auf: Re: Handsäge um Bäume zu fällen von Heike am 02. April 2007 08:49:


Ja Heike,

mit der Axt erst einen Keil reinhauen, an die Seite, wohin der Baum fallen soll. Dann an der anderen Seite mit einer Säge anfangen!

LG
Inga



Ruhrgebietler

02.04.2007, 12:05

@ Flappes
 

Re: Handsäge um Bäume zu fällen


Als Antwort auf: Handsäge um Bäume zu fällen von Flappes am 01. April 2007 16:59:


Versuchs mal mit einer Frischholzsäge!
Grobe Zahnung (für den Auswurf) mit langer Blattlänge. Du findest für kleinen Bedarf solche in jedem Baumarkt. Je länger das Blatt um so günstiger der Schnitt. 30cm sind firlefanz, ermüden ungemein.
Hinzu kommt natürlich die Dicke des zu sägenden Materials!
Querschnit mal zwei (evtl. drei) sind ein gutes Maß!

... und immer nen geraden Schnitt


Inga

02.04.2007, 17:35

@ Ruhrgebietler
 

Re: Handsäge um Bäume zu fällen


Als Antwort auf: Re: Handsäge um Bäume zu fällen von Ruhrgebietler am 02. April 2007 12:05:40:


Oh, Ruhrgebietler gute Idee!

Heißt die Säge nicht Schrotsäge?

LG
Inga



Ruhrgebietler

03.04.2007, 13:49

@ Inga
 

Re: Handsäge um Bäume zu fällen


Als Antwort auf: Re: Handsäge um Bäume zu fällen von Inga am 02. April 2007 17:35:


>Oh, Ruhrgebietler gute Idee!
>Heißt die Säge nicht Schrotsäge?
>LG
>Inga

Inga,
Liebelein, da solltest Du jemanden fragen, der/die in der Forstwirtschaft arbeitet. Mit den Fachbegriffen ist es bei mir nicht so dolle. Ich vergesse sie so oft. Ich könnte Dir bei anderen Themen vielleicht helfen...



Guardian

02.04.2007, 20:27

@ Flappes
 

Re: Handsäge um Bäume zu fällen


Als Antwort auf: Handsäge um Bäume zu fällen von Flappes am 01. April 2007 16:59:


Hallo

Ich hatte mal 50 Fichten mit ähnlichem Durchmesser mit einer Bügelsäge gefällt. Es geht. Mir fehlte damals die Motorsäge, dafür die fachmännische Erfahrung. Erst Keil sägen (nicht zu tief, sonst hängt die Säge, also so bis zur Hälfte – dann reichen auch die Ausmaße der Säge). Dann von der anderen Seite den Gegenschnitt setzen (nicht bis zum Ende, sonst ist die Säge fest, oder der Baum fällt unkontrolliert). Den "Fall" machst du mit einem Keil aus Holz oder mit dem Beil. Der Baum fällt in der Richtung, wo du den Keil geschnitten hast. Kräftige Arme und ein bisschen Spucke sind Voraussetzung. Mit einer Axt dauert es wesentlich länger und ist mühsamer. Der Fuchsschwanz ist gänzlich ungeeignet.

Gruß



Michael

02.04.2007, 21:22

@ Guardian
 

Re: Handsäge um Bäume zu fällen


Als Antwort auf: Re: Handsäge um Bäume zu fällen von Guardian am 02. April 2007 20:27:


>Hallo
>Ich hatte mal 50 Fichten mit ähnlichem Durchmesser mit einer Bügelsäge gefällt. Es geht. Mir fehlte damals die Motorsäge, dafür die fachmännische Erfahrung. Erst Keil sägen (nicht zu tief, sonst hängt die Säge, also so bis zur Hälfte – dann reichen auch die Ausmaße der Säge). Dann von der anderen Seite den Gegenschnitt setzen (nicht bis zum Ende, sonst ist die Säge fest, oder der Baum fällt unkontrolliert). Den "Fall" machst du mit einem Keil aus Holz oder mit dem Beil. Der Baum fällt in der Richtung, wo du den Keil geschnitten hast. Kräftige Arme und ein bisschen Spucke sind Voraussetzung. Mit einer Axt dauert es wesentlich länger und ist mühsamer. Der Fuchsschwanz ist gänzlich ungeeignet.
>Gruß

Hallo Guardian,
das mit der Fall- und der Fällkerbe habe ich auch mal gelernt und meistens funktioniert das auch. Aber: Wenn der Baum schon krank, tot oder schräg gewachsen ist, dann kann man auch schon mal sein blaues Wunder erleben. Da sollte man sich den Baum vorher tunlichst genau anschauen und ihn gegebenenfalls mit ausreichend starkem Seilwerk sichern, damit er nicht auf die Idee kommt, genau dahin zu gehen, wo man ihn nun überhaupt nicht haben will :)


LG

Michael


Guardian

03.04.2007, 05:58

@ Michael
 

Re: Handsäge um Bäume zu fällen


Als Antwort auf: Re: Handsäge um Bäume zu fällen von Michael am 02. April 2007 21:22:41:


Hallo Michael

Gut, daß du das erwähnst. Ganz klar, ab einer gewissen Größe
muss man den Baum mit Seilen sichern, damit er auch da landet
wo man ihn haben will. Für die 50 Fichten hatte ich einen ganzen
Sommer gebraucht. Heute würde ich das wohl nicht mehr schaffen.
Man wird älter:-)

VG



Flappes

02.04.2007, 22:57

@ Flappes
 

Re: Handsäge um Bäume zu fällen


Als Antwort auf: Handsäge um Bäume zu fällen von Flappes am 01. April 2007 16:59:


Gut, eine Schrotsäge kommt nicht in Frage da ich alleine bin. Also eine möglichst grosse und mit groben Zähnen ausgestattete Bügelsäge.
Sägen wie die Felco 6000 sind wahrscheinlich eher für Äst zu gebrauchen, obwohl es sie auch mit einem 33 Blatt gibt.



Ismael

04.04.2007, 09:24

@ Flappes
 

alleine vielleicht doch besser mit der Axt!?!


Als Antwort auf: Re: Handsäge um Bäume zu fällen von Flappes am 02. April 2007 22:57:


>Gut, eine Schrotsäge kommt nicht in Frage da ich alleine bin. Also eine möglichst grosse und mit groben Zähnen ausgestattete Bügelsäge.
>Sägen wie die Felco 6000 sind wahrscheinlich eher für Äst zu gebrauchen, obwohl es sie auch mit einem 33 Blatt gibt.


Hallo,

nachdem ich mir schon ein paar Antworten durchgelesen habe denke ich eigentlich, daß eine Axt das Mittel der Wahl wäre, wenn man alleine ist. Das ergibt zwar einen hohen und nicht eben sauberen Stumpf, aber außer einer zwei-Mann-Schrothsäge scheinen mir die Möglichkeiten doch eher beschränkt zu sein! Sämtliche Sägen sind schon von der Ergonomie eher für vertikale Schnitte ausgelegt, horizontale Schnitte verursachen bei mir schon Rückenschmerzen und Muskelkater an ungewohnten Stellen, wenn ich nur darüber nachdenke!

Solange es noch geht würde ich auf jeden Fall der Kettensäge den vorzug geben. Es schadet aber sicher nicht, sich Gedanken darüber zu machen, wie man es auch ohne hin bekommt. In Notzeiten wird man wohl nicht umhin kommen, sich gegenseitig zu helfen. Dann ist sicher die Schrothsäge die erste Wahl, allerdings braucht es dafür auch einen toughen Nachbarn. Unsereins (Selbstversorger) ist ja eher sporadisch vertreten. Sollte ich meinem Nachbarn vorschlagen, Bäume mit einer Schrothsäge statt der Kettensäge zu fällen, der würde mir einen Vogel zeigen! Dummerweise können wir dann unsere ersten Erfahrungen mit einer solchen Säge erst sammeln, wenn wir andere Möglichkeiten nicht mehr haben! Üben mit einer Bügelsäge ist natürlich nicht verkehrt, aber sicher auch schweißtreibend, vorallem wenn die Stihl zuhause schon ganz ungeduldig mit der Kette scharrt!

Ismael




Werkzeuginformant

04.04.2007, 15:34

@ Ismael
 

Re: alleine vielleicht doch besser mit der Axt!?!


Als Antwort auf: alleine vielleicht doch besser mit der Axt!?! von Ismael am 04. April 2007 09:24:12:


Klar...ne feine Axt, gut geschärft und abgezogen ist natürlich jederzeit das Richtige. Wer vorher die Rinde an der Einschlagstelle entfernt, hat viel länger eine s c h a r f e Axt in der Hand denn das Holz macht der Schneide NULL, nur die harten Einschlüsse in der Rinde setzen der Schneide zu.


>>Gut, eine Schrotsäge kommt nicht in Frage da ich alleine bin. Also eine möglichst grosse und mit groben Zähnen ausgestattete Bügelsäge.
>>Sägen wie die Felco 6000 sind wahrscheinlich eher für Äst zu gebrauchen, obwohl es sie auch mit einem 33 Blatt gibt.
>
>Hallo,
>nachdem ich mir schon ein paar Antworten durchgelesen habe denke ich eigentlich, daß eine Axt das Mittel der Wahl wäre, wenn man alleine ist. Das ergibt zwar einen hohen und nicht eben sauberen Stumpf, aber außer einer zwei-Mann-Schrothsäge scheinen mir die Möglichkeiten doch eher beschränkt zu sein! Sämtliche Sägen sind schon von der Ergonomie eher für vertikale Schnitte ausgelegt, horizontale Schnitte verursachen bei mir schon Rückenschmerzen und Muskelkater an ungewohnten Stellen, wenn ich nur darüber nachdenke!
>Solange es noch geht würde ich auf jeden Fall der Kettensäge den vorzug geben. Es schadet aber sicher nicht, sich Gedanken darüber zu machen, wie man es auch ohne hin bekommt. In Notzeiten wird man wohl nicht umhin kommen, sich gegenseitig zu helfen. Dann ist sicher die Schrothsäge die erste Wahl, allerdings braucht es dafür auch einen toughen Nachbarn. Unsereins (Selbstversorger) ist ja eher sporadisch vertreten. Sollte ich meinem Nachbarn vorschlagen, Bäume mit einer Schrothsäge statt der Kettensäge zu fällen, der würde mir einen Vogel zeigen! Dummerweise können wir dann unsere ersten Erfahrungen mit einer solchen Säge erst sammeln, wenn wir andere Möglichkeiten nicht mehr haben! Üben mit einer Bügelsäge ist natürlich nicht verkehrt, aber sicher auch schweißtreibend, vorallem wenn die Stihl zuhause schon ganz ungeduldig mit der Kette scharrt!
>Ismael



Guardian

04.04.2007, 20:39

@ Ismael
 

Re: alleine vielleicht doch besser mit der Axt!?!


Als Antwort auf: alleine vielleicht doch besser mit der Axt!?! von Ismael am 04. April 2007 09:24:12:


Hallo Ismael

>Üben mit einer Bügelsäge ist natürlich nicht verkehrt, aber sicher auch schweißtreibend, vorallem wenn die Stihl zuhause schon ganz ungeduldig mit der Kette scharrt!

Eine große (kräftige) Stihl ist allererste Wahl. Mit solch einem Ding habe ich schon Bäume zerledert, ich kann dir sagen. Leider stand mir damals ein solches Gerät für private Aktionen nicht zur Verfügung. Es geht mit einer Bügelsäge, mein Wort drauf, aber wie ich schon geschrieben habe, die körperliche Beschaffenheit muß gegeben sein, sonst sollte man es nicht versuchen (Frustgefahr). Eine Mucki-Bude brauchst du dann nicht mehr. Ich mußte die 50 Fichten auch noch handlich zersägen, damit der Nachbar sie sogleich aufstapeln konnte (was für eine Sünde). Jetzt, 15 Jahre später, traue ich mir einen solchen Gewaltakt nicht mehr zu. Da greift man doch lieber zu der brummenden Stihl:-)

VG




Armin

10.04.2007, 13:10

@ Flappes
 

Bügelsäge


Als Antwort auf: Re: Handsäge um Bäume zu fällen von Flappes am 02. April 2007 22:57:


Hi,
ich würde auch eine grobzahnige (für Frischholz) Bügelsäge vorziehen, und zwar bessere Qualität als Schrott. Ich selbst benutze eine SANDVIK aus dem Baumarkt, hat nicht die Welt gekostet und geht noch rein wie eh und je - mit dem ersten Blatt.
Mein Vater hat sein erstes Blatt jahrzehntelang benutzt und jedes Jahr einen Haufen schwächere Fichten kleingemacht, zur Feier des neuen Jahrtausends gabs ein neues Sägeblatt - das würde ich mir nicht unbedingt antun *gg* --> Ersatzblätter kaufen.
Fuchsschwanz ist zum Schreinern.

Gruß
Armin


Werkzeuginformant

04.04.2007, 15:29

@ Flappes
 

Re: Handsäge um Bäume zu fällen


Als Antwort auf: Handsäge um Bäume zu fällen von Flappes am 01. April 2007 16:59:


Grüß Dich,

für diesen Zweck (also das Sägen ganzer Stämme) nimmt man normalerweise eine sogenannte Trummsäge. Das Gerät sieht so aus wie das, was von Artisten manchmal als "singende Säge" benutzt wird...also im Grunde nur ein langes Sägeblatt, das konvex zur Zahnung gebogen ist und an beiden Enden einen Holzgriff hat, mit dem man auf Zug sägen kann und zwar in beide Richtungen. Die Zähne stehen dementsprechend senkrecht zum Segment oder haben wechselweise noch spezielle Räumzähne eingefräst. Man kann mit dem Teil auch alleine sägen aber dann muß man früh einen Spaltkeil eintreiben, damit das Blatt beim Schub nicht kantet. Andererseits...20 cm ist ja nix, das kann man auch mit einem guten Fuchschwanz wuppen. Wichtig: Säge richtig s c h r ä n k e n !

Hersteller: z.B. Stanley oder Bahco

>Hallo,
>ich habe ein paar qm Wald und entnehme dort einige Äste und manchmal einen Baum. Das ganze ist nicht sehr gross angelegt. Wenn ich 10qm im Jahr bekomme bin ich echt froh.
>Ich bin in der glücklichen Lage, das der Wald direkt an mein Grundstück angrenzt, ich also keinerlei Transport des Materials benötige.
>Ich wollte jetzt das ganze ein wenig weiter treiben. Bisher habe ich eine Stihl-Motorsäge (MS-290), mit der ich eigentlich ganz glücklich bin. Ich möchte aber auch gerne mal ein paar Äste und Bäume Testhalber mit der Hand zersägen. Ich habe jetzt keine Urwaldriesen, aber zwischen 12 und 18 cm Stammdurchmesser, meistens Buche aber auch Nadelgehölz.
>Ich habe das Vorhaben mit einem Fuchschwanz versucht, für dünne Äste erfolgreich, aber für Stämme absolut ungeeignet. Hat jemand Erfahrung damit? Welcher Sägentyp ist denn geeignet? Ich habe in einem Dokufilm (Schwarzwaldhaus oder so) eine Bügelsäge im Einsatz gesehen, aber die haben doch dann Probleme mit dem Stammdurchmesser?
>Das Problem bei Fuchscwanz war, das er sich verkanntet und verbogen hat und dadurch eine gänzlich ungenügende Schneidleistung erreicht wurde.



Johannes

04.04.2007, 15:37

@ Werkzeuginformant
 

Re: Handsäge um Bäume zu fällen


Als Antwort auf: Re: Handsäge um Bäume zu fällen von Werkzeuginformant am 04. April 2007 15:29:18:


><i> für diesen Zweck (also das Sägen ganzer Stämme) nimmt man normalerweise eine
> sogenannte Trummsäge.</i>



Hallo Werkzeuginformat,

Trummsägen kannte ich bisher nicht, habe aber Bilder gefunden, falls das noch jemand interessiert:

<A href="http://www.woodworking.de/cgi-bin/forum/webbbs_config.pl/read/21919" target="_top[/link]http://www.woodworking.de/cgi-bin/forum/webbbs_config.pl/read/21919</A>

Gruß

Johannes


Werkzeuginformant

05.04.2007, 00:53

@ Johannes
 

Re: Handsäge um Bäume zu fällen


Als Antwort auf: Re: Handsäge um Bäume zu fällen von Johannes am 04. April 2007 15:37:48:


Na ja ... DAS meinte ich nicht. Es ist ne Glaubensfrage, ob das ne Trummsäge ist oder ein spezieller Fuchsschwanz. Geschenkt.

Jedenfalls gibt es zum einhändigen Fällen von Stangen und dünnen Stämmen bis 25 cm geeignetere Sägen.

Bahco hat eine... super Teil aber nicht ganz billig.

Das da zum Bleistift:

http://extranet.bahco.com/catalogue/images/loadImage.aspx?filename=sht_pc-24-tim_wo_c&filesuffix=big

>><i> für diesen Zweck (also das Sägen ganzer Stämme) nimmt man normalerweise eine
>> sogenannte Trummsäge.</i>
>Hallo Werkzeuginformat,
>Trummsägen kannte ich bisher nicht, habe aber Bilder gefunden, falls das noch jemand interessiert:
><A href="http://www.woodworking.de/cgi-bin/forum/webbbs_config.pl/read/21919" target="_top[/link]http://www.woodworking.de/cgi-bin/forum/webbbs_config.pl/read/21919</A>
>Gruß
>Johannes



AlexP

07.04.2007, 02:09

@ Flappes
 

Meine Erfahrung


Als Antwort auf: Handsäge um Bäume zu fällen von Flappes am 01. April 2007 16:59:


Ich habe in den letzten 12 Monaten einiges an Bäumen (bis knapp über 35 cm) zerlegt, alles mit billigen 5 Euro China-Bügelsägen aus dem Baumarkt. Vor langer Zeit habe ich sowas mit Motorsägen gemacht, aber wenn man nicht ganze Wälder umlegt gehts mit so einer 5-Euro-Säge schneller, weil: 0 Pflege. So eine Säge hält 1-2 30cm-Bäume.

btw, ich bin jetzt auch nicht der Typ Hulk oder Logger, sondern Büromensch.

cu AlexP


Backbencher

08.04.2007, 00:27

@ AlexP
 

Re: Meine Erfahrung


Als Antwort auf: Meine Erfahrung von AlexP am 07. April 2007 02:09:12:


--> Logger

Wenn ich das Bild sehe, dann bekomme ich Depressionen.
Es ist ja schon eine Schweinearbeit den Baum zu fällen, aber wenn er dann liegen sollte, dann beginnt ja erst die eigentliche Arbeit.

Gruss
Hinterbänkler



AlexP

08.04.2007, 18:41

@ Backbencher
 

Re: Meine Erfahrung


Als Antwort auf: Re: Meine Erfahrung von Backbencher am 08. April 2007 00:27:15:


<i>Wenn ich das Bild sehe, dann bekomme ich Depressionen.
Es ist ja schon eine Schweinearbeit den Baum zu fällen, aber wenn er dann liegen sollte, dann beginnt ja erst die eigentliche Arbeit.</i>

Man hat damals die Dinger mit einer mobilen Dampfmaschine bewegt:
http://en.wikipedia.org/wiki/Steam_donkey

Hier ein Bild wie das so mittem im Wald aussah:

http://content.lib.washington.edu/cgi-bin/getimage.exe?CISOROOT=/clarkkinsey&CISOPTR=1246&DMDIM=500&DMDIMW=600&DMDIMH=600

Auf der Seite
http://content.lib.washington.edu/clarkkinseyweb/index.html
gibts viele wunderbare alte Bilder zu dem Thema.

Und hier gibts ein sehenswertes Video dazu:
<A href="http://content.lib.washington.edu/cmpweb/exhibits/logging/index.html" target="_top[/link]http://content.lib.washington.edu/cmpweb/exhibits/logging/index.html</A>
(Da wird man ganz bescheiden...)

cu AlexP


Backbencher

09.04.2007, 00:36

@ AlexP
 

Re: Meine Erfahrung


Als Antwort auf: Re: Meine Erfahrung von AlexP am 08. April 2007 18:41:49:


>Und hier gibts ein sehenswertes Video dazu:
><A href="http://content.lib.washington.edu/cmpweb/exhibits/logging/index.html" target="_top[/link]http://content.lib.washington.edu/cmpweb/exhibits/logging/index.html</A>
>(Da wird man ganz bescheiden...)
>cu AlexP

Danke Alex. Das Video fände ich sehr interessant, bei mir kommt aber nur der Ton ohne Bild. Was ist da falsch?

Grüsse
Hinterbänkler



AlexP

09.04.2007, 11:27

@ Backbencher
 

Video


Als Antwort auf: Re: Meine Erfahrung von Backbencher am 09. April 2007 00:36:45:


<i>Danke Alex. Das Video fände ich sehr interessant, bei mir kommt aber nur der Ton ohne Bild. Was ist da falsch?</i>

Vielleicht fehlt der richtige Codec. Bei mir gings jedenfall sowohl mit dem DivX-Player und dem alten Windows-Media-Player ohne Probleme.

cu AlexP


Flappes

12.04.2007, 14:55

@ AlexP
 

Re: Meine Erfahrung


Als Antwort auf: Re: Meine Erfahrung von AlexP am 08. April 2007 18:41:49:


Wow, da reicht ja ein Baum für ein Jahr. Ui ui, das ist echt schwere arbeit, wenn ich daran denke wie ich mich mit meiner bügelsäge abmühe ...



Ismael

09.04.2007, 14:50

@ AlexP
 

Re: Meine Erfahrung


Als Antwort auf: Meine Erfahrung von AlexP am 07. April 2007 02:09:12:


>Ich habe in den letzten 12 Monaten einiges an Bäumen (bis knapp über 35 cm) zerlegt, alles mit billigen 5 Euro China-Bügelsägen aus dem Baumarkt. Vor langer Zeit habe ich sowas mit Motorsägen gemacht, aber wenn man nicht ganze Wälder umlegt gehts mit so einer 5-Euro-Säge schneller, weil: 0 Pflege. So eine Säge hält 1-2 30cm-Bäume.
>btw, ich bin jetzt auch nicht der Typ Hulk oder Logger, sondern Büromensch.
>cu AlexP

Naja Alex,

"wenn einiges an Bäumen" nicht mehr als drei sind und es obendrein egal ist, ob sie heute, morgen oder in drei Wochen fallen, dann mag der Chinaimport okay sein. Zur Brennholzgewinnung oder um einen Fläche zu erschließen würde ich dann doch einer Kettensäge den Vorzug geben. Bäumchen wie sie Flappes ins Auge gefasst hat zeige ich kurz meine Axt und schuppse sie einfach so um. 35cm Durchmesser sind allerdings schon ernstzunehmende Gegner. Solches Holz verarbeite ich nur selten, da meine Wippsäge nur rund 25cm schafft. Die Meterstücke müßten vorher gespalten werden und ohne entsprechenden Holzspalter ist mir das zu viel arbeit, zumal ich nicht darauf angewiesen bin, alles mitnehmen zu müssen!

Flappes' vorhaben scheint mir eher der Versuch zu sein, sich damit auseinander zu setzen, wie man auch ohne Maschinen weiterkommt. Warum sonst sollte er die Stihl zuhause lassen und sich mit einer Handsäge abmühen? Ein Szenario, in dem das nötig ist beinhaltet wohl auch das wegbrechen jedweden Chinaimports. Als Training ist die Chinasäge also ziemlich ungeeignet! Dem Motto folgend:"haben ist besser als brauchen", würde ich doch empfehlen, sich mit wirklich brauchbarem Werkzeug einzudecken!

Über Billigwerkzeug haben wir hier ja schon desöfteren geredet. Erst letzte Woche ist mein 10€ Einhandschleifer den Feuertod gestorben. Da ich von solchen Geräten immer mehrere habe, wanderten die sterblichen Überreste des Billiggeräts in den Elektroschrott und ich setzte die Arbeit mit dem nächsten 10€-Teil fort. Der Einhandschleifer hat sein Geld verdient un kann jetzt in Frieden ruhen. Ein Markengerät kann leicht zehnmal soviel kosten und eine Garantie, daß es den Dauereinsatz, hier Stahlgitterzaun entrosten und verrostete Profilrohre ersetzen (zuschneiden, schleifen)überlebt, hat man eigentlich auch nicht wirklich, da der Begriff des üblichen Einsatzgebiets natürlich je nach Interessenslage ausgelegt werden kann. Also sehe ich zu, daß ich immer genügend Chinaimporte auf Halde liegen habe und gut ist!

Bei anderen Geräten achte ich schon mehr auf Qualität, obwohl ich zugeben muß, daß ich in Polen eine Schlagbohrmaschine für 13€ erstanden habe. Bei Bohrmaschinen sollte man, sofern man mehr als nur ein Loch pro Jahr bohren will, nicht sparen. Ein Dübelloch mag bei schlagender Spindel ja noch funktionieren, aber da ich auch viel mit Stahl arbeite, darf es da schon was vernünftiges sein! Für den Moment muß die Polenmaschine aber reichen.

Die Frage ist doch immer, was habe ich vor und wie sehr bin ich auf ein Werkzeug angewiesen! Wenn ich nur Bäume fälle, die eigentlich großgeratene Gräser sind, dann muß es keine Kettensäge sein. Arbeite ich größere Mengen Brennholz auf oder gar Nutzholz, kann das Werkzeug kaum gut genug sein! Will ich mich auf mögliche Verheerungen vorbereiten, sollte es haltbares Werkzeug sein, auch wenn es selten gebraucht wird. Um nur ab und an eine Latte zu sägen reicht sicher etwas billiges, aber besser nicht zu billig, manche Werkzeuge sind auch den geringsten Betrag nicht wert!

Schneller bist Du mit der Handsäge eigentlich nur, wenn das Opfer die Ausmaße eines Weihnachtsbaums hat. Schon die besagten 12-18cm Bäumchen habe ich mit der Motorsäge in Minuten zerlegt. Du hast den Baum kaum liegen, da Pinsel ich schon die Führungsschine Sauber und blase den Luftfilter aus und wenn Du den Stamm von den Ästen befreit hast, wärme ich mich schon am munter brennenden Reisigfeuer! Typ Hulk bin ich dabei höchstens was das Gewicht angeht und manchmal auch in Punkto Teint!

Ismael


AlexP

09.04.2007, 15:24

@ Ismael
 

Holz zum Heizen


Als Antwort auf: Re: Meine Erfahrung von Ismael am 09. April 2007 14:50:26:


Ich muss dazu sagen, dass ich die zu groß gewordenen Bäume fälle und zu einem Altholzhaufen für die Tierwelt verarbeite. Nix Heizung.

Seit im Haus neue Fenster drin sind und ein paar Lücken besser isoliert wurden, brauchen wir fast keine Heizung mehr.

Für ein paar sehr kalte Wintertage reicht die Zuschaltung der Elektroheizung, wobei der kälteste Tag hier in diesem Winter gerade mal -5 Grad war und vielleicht so 10 Nächte überhaupt unter 0 Grad gekommen sind. Sollte wirklich für längere Zeit kein Strom da sein, kein Problem: Dann können wir problemlos mit Holz heizen und kochen.

Von den Chinasägen habe ich so 10 Stück. Das dürfte bei aktueller Isolierung und warmen Winter für den Rest meines Lebens reichen, wenn ich immer mit Holz heizen und kochen müsste.

Mittlerweile mache ich mir viel mehr Gedanken, wie ich die Räume im Sommer kühlen kann. Schon jetzt ist hier im Büro über 25 Grad (find ich angenehm). Man müsste noch besser isolieren und noch stromsparendere Lampen und Computer kaufen.

cu AlexP



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