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ahlfi

17.01.2003, 13:00
 

Alfis Tiefkultur-Beet - die Weiterentwicklung der Seymour-Methode



Ahlfis Tiefkulturbeet:

Es stellt eine Erweiterung von Seymour da, mit weiteren positiven Aspekten! Für alle, die dass Buch von Seymour und seine Beschreibung von Tiefkultur-Beeten nicht kennt, würde ich ggf. dieses abschreiben und hier posten, jedoch dann nicht mehr heute. Mein Aufsatz ist schon lang genug für den Anfang.

Man baut einen Tiefkulturbeet-Kasten, mit mehren Vorteilen:

- Kompostverwertung größer
- kein Bücken mehr nötig (Kasten entspricht Arbeitshöhe im Stehen)
- Passt sich auch gut in Garten-Kulturlandschaften der Neuzeit an (weniger Ärger mit Nachbarn, weil es auch ein Blumenkasten sein kann:)
- Folientunnel und Maschendraht-Tunnel lassen sich besser vor Stürmen sichern (Befestigung direkt an den Bohlen)
- Auch Bohlen zum „Betreten“ des Beetes werden vermieden (man kann Bretter von einer zur anderen Seite auf den Kasten legen, falls überhaupt notwendig)
- die Heizwirkung des Beetes wird durch weitere „Verrottungen“ erhöht
- Schutz vor Wühlmäusen
- Nach Jahren nachträgliche Bodenzuführungen erhöht nicht mehr das Beet zusätzlich
- Die Erde wird zur Seite hin nicht mehr weggespült
- Rangpflanzen an den Seiten gepflanzt schafft einen zusätzlichen Raum, um den Vorteil des Dreidimensionalen weiter auszunutzen

Nachteile:
- Geld für Baumaterial wird nötig
- der Arbeitsaufwand ist am Anfang etwas höher

Ich stelle jetzt den Bau vor und hoffe, dass es mir bei der Beschreibung gelingt, dass ihr es euch bildlich vorstellen und nachvollziehen könnt. Alles, was ich hier beschreibe, habe ich auch in der Praxis umgesetzt und ausprobiert, ohne euch nur langweilige Links zu geben, also in gewisser Art ein Aufsatz. Ich hoffe, dass ihr die Idee nachvollziehen könnt und somit als vollwertiger Fori akzeptiert werde. Ich habe schon in der Praxis gegärtnert und weiß die Dinge nicht nur aus schlauen Büchern bzw. Theorie.

Mein verwendetes Material und die Bauanleitung ist nur ein Beispiel, was sich aber in der Praxis bewährt hat. Natürlich lassen sich auch Wände mit Waschbetonplatten (günstiger, aber nicht so schön und Befestigung von Tunneln komplizierter), oder mit Kunststoff (bäh, ekelig) erstellen. Auch dünnere Holzhände sind möglich, aber ich finde meine Lösung von der Konstruktion her praktikabler und auch eher für die Ewigkeit ausgelegt. Also, es soll nur ein Beispiel sein und wenn ihr Interesse an einem solchen Beet habt, könnt ihr eure Kreativität natürlich auch freien Raum geben.

Größe des Beetes:
250 x 125 x 75 cm
(das Beet kann natürlich auch weiter verlängert werden, z.B. auf 500 cm, jedoch nicht in die Breite, Gründe, siehe Seymour)

Material:
- Schienenbohlen, sind meistens imprägniert und haben die Standartgröße von 250 x 25 x 14 oder 20 cm (gibt es im Baumarkt). Ich gehe bei meiner Berechnung von 14 cm aus! Nötige Anzahl: 9 Stück
- Rasenkanten oder halbe Waschbetonplatten. Ich gehe von meiner Berechnung von 5 cm breiten und 25 cm hohen Rasenkanten aus Beton aus!
- Imprägnierungsmittel, falls die Ökos unter euch die chemische Imprägnierung nicht so klasse finden, aber das wird gleich erklärt (gibt es im Ökofachmarkt)
- Verzinkter Maschendraht, mit möglichst nicht zu großen Kästchen, um Wühlmäusen Einhalt zu gebieten (gibt es im Baumarkt)
- Teichbahn-Folie z.B. 80 cm breit. Nötige Mindestlänge: 650 cm (gibt es im Baumarkt, oder in Gartengeschäften)
- Nägel oder Tackermunition (gibt es im Baumarkt)
- Rundholz, z.B. ein Besenstil (liegt bestimmt irgendwo rum)

Werkzeuge:
- Hammer
- Spaten
- Grabgabel
- Großer Holzbohrer im gleichen Durchmesser wie der Besenstil
- Tacker (falls Tackermunition verwendet wird)
- Säge für Kürzen der Bohlen und Besenstil (große Bügelsäge oder Kettensäge empfehlenswert)

Arbeitsaufwand:
An einem Tag auch für eine Person, bei schwächlicheren Geschöpfen empfiehlt sich die Hilfe von 2 weiteren Händen, da die Bohlen doch ziemlich schwer sind. Wer körperlich nicht so gut konstituiert ist, sollte ein Wochenende einplanen, man will ja am Ende nicht vor Erschöpfung zusammenbrechen, sondern die Arbeit soll ja auch Spaß machen .

Wie ihr seht, gar nicht so schlimm!

Die Bauanleitung

Erster Schritt:
Zuerst wird die Fläche abgestochen (232 x 107 cm) und, falls vorhanden, die Grassoden entfernt und gesondert gelagert. Danach erfolgt der Aushub des kostbaren Mutterbodens, der ebenfalls gesondert gelagert wird.

Zweiter Schritt:
Dann wird die entstandene Kante von beispielsweise 25 cm Höhe durch Rasenkanten gesichert.

Dritter Schritt:
Die Bohlen sollen später überlappend aufeinander gestapelt werden, wie bei Blockhäusern, um eine große Stabilität zu erreichen. Deshalb werden einige Bohlen gekürzt. Zum Beispiel:
erste Lage: Langseite 250 cm lange Bohlen, Kurzseite 97 cm lange Bohlen
zweite Lage: Langseite 222 cm lange Bohlen, Kurzseite 125 cm lange Bohlen
dritte Lage: Langseite 250 cm lange Bohlen, Kurzseite 97 cm lange Bohlen

Zwischenschritt, falls keine druckimprägnierten Hölzer verwendet werden sollen:
Die Bohlen mit Borsalz-Lösung vorstreichen (gibt es im Öko-Fachmarkt) und nach Trocknung endbehandeln, z.B. mit Produkten von Biofa (gibt es im Ökofachmarkt). Die Endbehandlung ist notwendig, da sich die Borsalz-Lösung abwaschen würde.

Vierter Schritt:
Bohren von Löchern (brauchen nicht sehr tief sein) an den Enden der aufrecht gelegten Bohlen und zwar bei meinem Größenbeispiel genau mittig ( 7 cm links, rechts und von vorne) an allen Seiten, auch obere und untere Seite. Die Besenstilstücke dienen später als Verankerung der einzelnen Bohlen, damit diese nicht mehr verrutschen können. Zwar eignen sich dazu auch Winkeleisen, wollte aber bei meiner Beschreibung die elegantere Variante erklären.

Fünfter Schritt:
Den verzinkten Maschendraht in die Grube legen und die Seiten an der ersten Schicht Bohlen befestigen, z.B. mit Nägeln, oder Tackermunition.

Sechster Schritt:
Die weiteren Bohlen aufstapeln und, wie bereits erwähnt, mit den Besenstil-Stücken miteinander verbinden.

Siebenter Schritt:
Teichbahn-Folie an der Innenseite der Konstruktion befestigen. Diese Folie schützt vor Durchnässen des Holzes und vor Angriffen der Wurzeln.

So, der tolle Tiefkultur-Kasten ist jetzt errichtet und vermutlich wird man jetzt erst einmal eine gute Mittagspause mit einem kräftigen Essen einlegen.

Nun folgen die nächsten Schritte:

- Einbringen von einer größeren Lage Stöcken, Äste und Zweige, die sicher bei dem winterlichen Baumschnitt übrig geblieben sind. Diese verfaulen sehr langsam, aber durch diesen Prozess entsteht eine längerfristige Verrottung ,dass zusätzliche Wärme erzeugt. Zudem sackt mit den Jahren der Inhalt des Kastens ab, sodass später neue gute Erde zur Verbesserung des Beetes aufgebracht werden kann, ohne dass der Kasten mit Erde überläuft.

- Nun folgt eine Schicht von leichter verrottbaren Sachen, wie dünnere Zweige, Kompost aus Haus und Garten. Danach werden die Grassoden aufgebracht, die jedoch schön auseinander gepflückt werden, damit die Erde schön locker bleibt. Zum Schluss wird der gute Mutterboden aufgebracht, der bestimmt noch angereichert wird, z.B. Torf.

Nun ist es Abend, man ist angenehm erschöpft und stolz auf sein Werk und kann schon davon träumen, wie man am nächsten Tag mit Anpflanzungen beginnen kann.

So, das war es soweit, ansonsten empfehle ich noch einmal die Literatur von Seymour, da mein Kasten nur den Gedanken von ihm fortgesetzt hat.

Lieben Gruß
Ahlfi



Johannes

17.01.2003, 15:05

@ ahlfi
 

Re: Ahlfis Tiefkultur-Beet - die Weiterentwicklung der Seymour-Methode


Als Antwort auf: Alfis Tiefkultur-Beet - die Weiterentwicklung der Seymour-Methode von ahlfi am 17. Januar 2003 13:00:54:


Hallo Ahlfi,

danke für Deine Beschreibung.

> <i>Teichbahn-Folie an der Innenseite der Konstruktion befestigen. Diese
> Folie schützt vor Durchnässen des Holzes und vor Angriffen der Wurzeln.</i>

Wie lange hast Du so ein Beet verwendet? Ich frage deshalb, weil es mich rein gefühlsmäßig etwas stört, die Balken mit Teichfolie zu schützen. Gibt es da nicht Staunässe an den Seiten mit Fäulnis oder Schimmel?

Und wie hat sich die Einfassung auf die Schnecken ausgewirkt? Seymour warnt ja etwas vor einer Beeteinfassung, da sie zuviel Schnecken anziehen würde. Wie war das in Verbindung mit der Teichfolie?

Spontan vergleiche sehe ich die Idee mit der Teichfolie wie den Unterschied zwischen einem Blumentopf aus Plastik und aus Ton. Und da zieht man Ton normal vor, weil er atmet. Aber sag mal, wie Deine praktischen Erfahrungen waren.

Gruß

Johannes



ahlfi

17.01.2003, 15:20

@ Johannes
 

Re: Ahlfis Tiefkultur-Beet - die Weiterentwicklung der Seymour-Methode


Als Antwort auf: Re: Ahlfis Tiefkultur-Beet - die Weiterentwicklung der Seymour-Methode von Johannes am 17. Januar 2003 15:05:50:


Hallo Johannes,

mit Staunässe ist nicht zu rechnen, muss jetzt aber in die Trickkiste greifen und zum wahren Handwerker überwechseln:-)

Also, es gibt z.B. schon Blumenkästen und Wassertonnen, die innen mit Folie und außen mit Holz gebaut werden. Dieses sind natürlich Ferigprodukte, da qualitativ jedoch nicht unbedingt hochwertiger sind. Wichtig ist der Holzschutz, entweder Durchimprägnierungen, oder selber machen.

So, nun kommt der Handwerker von mir durch:
Vielleicht kannst du es nachvollziehen:-) Ich springe mal zum Fachwerkbau. Dort wird bei neuen Konstruktionen Folien zwischen Mauerwerk und Holz gelegt, um die Balken vor der Feuchtigkeit des Mauerwerks zu schützen. Extem wichtig ist das bei den sogenannten Schwellen, da zusätzlich aufsteigene Bodenfeuchtigkeit durch den Sockel das Holz gefärden könnte. Das Prinzip ist das Gleiche. Mit Fäulnis habe ich bis dato keine schlechten Erfahrungen gemacht.

In der Praxis habe ich überhaupt keine schlechten Erfahrungen damit gemacht. Zwar habe ich das Beet selber nur zwei Jahre bis zum Verkauf meines Hauses nutzen könne, aber der Käufer schein sich immer noch über meine Vorarbeit zu freuen. Ich hatte ihn mal nach 2 Jahren nachträglich besucht und alles war paletti, außer, dass ich eine Träne im Auge hatte.

Mit Schnecken habe ich keine negativen Erfahrungen machen müssen, außer bei Beeten, die ebenerdig angelegt waren:-) Zur Not hilft eine fiese Methode, die anderen hier vielleicht nicht zusagt: Mamelandenglas ohne Deckel bis Erdhöhe eingraben und Bier einfüllen.

Soweit meine "nur" positiven Erfahrungen.

Wenn noch Fragen sind, nur zu. Am Wochenende bin ich jedoch nicht ständig online und die Antwort kann dann etwas dauern.

Gruß
Ahlfi



Ismael

17.01.2003, 15:21

@ ahlfi
 

Re: Alfis Tiefkultur-Beet - die Weiterentwicklung der Seymour-Methode


Als Antwort auf: Alfis Tiefkultur-Beet - die Weiterentwicklung der Seymour-Methode von ahlfi am 17. Januar 2003 13:00:54:


>Ahlfis Tiefkulturbeet:
>Es stellt eine Erweiterung von Seymour da, mit weiteren positiven Aspekten! Für alle, die dass Buch von Seymour und seine Beschreibung von Tiefkultur-Beeten nicht kennt, würde ich ggf. dieses abschreiben und hier posten, jedoch dann nicht mehr heute. Mein Aufsatz ist schon lang genug für den Anfang.
>Man baut einen Tiefkulturbeet-Kasten, mit mehren Vorteilen:
>- Kompostverwertung größer
>- kein Bücken mehr nötig (Kasten entspricht Arbeitshöhe im Stehen)
>- Passt sich auch gut in Garten-Kulturlandschaften der Neuzeit an (weniger Ärger mit Nachbarn, weil es auch ein Blumenkasten sein kann:)
>- Folientunnel und Maschendraht-Tunnel lassen sich besser vor Stürmen sichern (Befestigung direkt an den Bohlen)
>- Auch Bohlen zum „Betreten“ des Beetes werden vermieden (man kann Bretter von einer zur anderen Seite auf den Kasten legen, falls überhaupt notwendig)
>- die Heizwirkung des Beetes wird durch weitere „Verrottungen“ erhöht
>- Schutz vor Wühlmäusen
>- Nach Jahren nachträgliche Bodenzuführungen erhöht nicht mehr das Beet zusätzlich
>- Die Erde wird zur Seite hin nicht mehr weggespült
>- Rangpflanzen an den Seiten gepflanzt schafft einen zusätzlichen Raum, um den Vorteil des Dreidimensionalen weiter auszunutzen
>Nachteile:
>- Geld für Baumaterial wird nötig
>- der Arbeitsaufwand ist am Anfang etwas höher
>Ich stelle jetzt den Bau vor und hoffe, dass es mir bei der Beschreibung gelingt, dass ihr es euch bildlich vorstellen und nachvollziehen könnt. Alles, was ich hier beschreibe, habe ich auch in der Praxis umgesetzt und ausprobiert, ohne euch nur langweilige Links zu geben, also in gewisser Art ein Aufsatz. Ich hoffe, dass ihr die Idee nachvollziehen könnt und somit als vollwertiger Fori akzeptiert werde. Ich habe schon in der Praxis gegärtnert und weiß die Dinge nicht nur aus schlauen Büchern bzw. Theorie.
>Mein verwendetes Material und die Bauanleitung ist nur ein Beispiel, was sich aber in der Praxis bewährt hat. Natürlich lassen sich auch Wände mit Waschbetonplatten (günstiger, aber nicht so schön und Befestigung von Tunneln komplizierter), oder mit Kunststoff (bäh, ekelig) erstellen. Auch dünnere Holzhände sind möglich, aber ich finde meine Lösung von der Konstruktion her praktikabler und auch eher für die Ewigkeit ausgelegt. Also, es soll nur ein Beispiel sein und wenn ihr Interesse an einem solchen Beet habt, könnt ihr eure Kreativität natürlich auch freien Raum geben.
>Größe des Beetes:
>250 x 125 x 75 cm
>(das Beet kann natürlich auch weiter verlängert werden, z.B. auf 500 cm, jedoch nicht in die Breite, Gründe, siehe Seymour)
>Material:
>- Schienenbohlen, sind meistens imprägniert und haben die Standartgröße von 250 x 25 x 14 oder 20 cm (gibt es im Baumarkt). Ich gehe bei meiner Berechnung von 14 cm aus! Nötige Anzahl: 9 Stück
>- Rasenkanten oder halbe Waschbetonplatten. Ich gehe von meiner Berechnung von 5 cm breiten und 25 cm hohen Rasenkanten aus Beton aus!
>- Imprägnierungsmittel, falls die Ökos unter euch die chemische Imprägnierung nicht so klasse finden, aber das wird gleich erklärt (gibt es im Ökofachmarkt)
>- Verzinkter Maschendraht, mit möglichst nicht zu großen Kästchen, um Wühlmäusen Einhalt zu gebieten (gibt es im Baumarkt)
>- Teichbahn-Folie z.B. 80 cm breit. Nötige Mindestlänge: 650 cm (gibt es im Baumarkt, oder in Gartengeschäften)
>- Nägel oder Tackermunition (gibt es im Baumarkt)
>- Rundholz, z.B. ein Besenstil (liegt bestimmt irgendwo rum)
>Werkzeuge:
>- Hammer
>- Spaten
>- Grabgabel
>- Großer Holzbohrer im gleichen Durchmesser wie der Besenstil
>- Tacker (falls Tackermunition verwendet wird)
>- Säge für Kürzen der Bohlen und Besenstil (große Bügelsäge oder Kettensäge empfehlenswert)
>Arbeitsaufwand:
>An einem Tag auch für eine Person, bei schwächlicheren Geschöpfen empfiehlt sich die Hilfe von 2 weiteren Händen, da die Bohlen doch ziemlich schwer sind. Wer körperlich nicht so gut konstituiert ist, sollte ein Wochenende einplanen, man will ja am Ende nicht vor Erschöpfung zusammenbrechen, sondern die Arbeit soll ja auch Spaß machen .
> Wie ihr seht, gar nicht so schlimm!
>Die Bauanleitung
>Erster Schritt:
>Zuerst wird die Fläche abgestochen (232 x 107 cm) und, falls vorhanden, die Grassoden entfernt und gesondert gelagert. Danach erfolgt der Aushub des kostbaren Mutterbodens, der ebenfalls gesondert gelagert wird.
>Zweiter Schritt:
>Dann wird die entstandene Kante von beispielsweise 25 cm Höhe durch Rasenkanten gesichert.
>Dritter Schritt:
>Die Bohlen sollen später überlappend aufeinander gestapelt werden, wie bei Blockhäusern, um eine große Stabilität zu erreichen. Deshalb werden einige Bohlen gekürzt. Zum Beispiel:
>erste Lage: Langseite 250 cm lange Bohlen, Kurzseite 97 cm lange Bohlen
>zweite Lage: Langseite 222 cm lange Bohlen, Kurzseite 125 cm lange Bohlen
>dritte Lage: Langseite 250 cm lange Bohlen, Kurzseite 97 cm lange Bohlen
>Zwischenschritt, falls keine druckimprägnierten Hölzer verwendet werden sollen:
>Die Bohlen mit Borsalz-Lösung vorstreichen (gibt es im Öko-Fachmarkt) und nach Trocknung endbehandeln, z.B. mit Produkten von Biofa (gibt es im Ökofachmarkt). Die Endbehandlung ist notwendig, da sich die Borsalz-Lösung abwaschen würde.
>Vierter Schritt:
>Bohren von Löchern (brauchen nicht sehr tief sein) an den Enden der aufrecht gelegten Bohlen und zwar bei meinem Größenbeispiel genau mittig ( 7 cm links, rechts und von vorne) an allen Seiten, auch obere und untere Seite. Die Besenstilstücke dienen später als Verankerung der einzelnen Bohlen, damit diese nicht mehr verrutschen können. Zwar eignen sich dazu auch Winkeleisen, wollte aber bei meiner Beschreibung die elegantere Variante erklären.
>Fünfter Schritt:
>Den verzinkten Maschendraht in die Grube legen und die Seiten an der ersten Schicht Bohlen befestigen, z.B. mit Nägeln, oder Tackermunition.
>Sechster Schritt:
>Die weiteren Bohlen aufstapeln und, wie bereits erwähnt, mit den Besenstil-Stücken miteinander verbinden.
>Siebenter Schritt:
>Teichbahn-Folie an der Innenseite der Konstruktion befestigen. Diese Folie schützt vor Durchnässen des Holzes und vor Angriffen der Wurzeln.
>So, der tolle Tiefkultur-Kasten ist jetzt errichtet und vermutlich wird man jetzt erst einmal eine gute Mittagspause mit einem kräftigen Essen einlegen.
>Nun folgen die nächsten Schritte:
>- Einbringen von einer größeren Lage Stöcken, Äste und Zweige, die sicher bei dem winterlichen Baumschnitt übrig geblieben sind. Diese verfaulen sehr langsam, aber durch diesen Prozess entsteht eine längerfristige Verrottung ,dass zusätzliche Wärme erzeugt. Zudem sackt mit den Jahren der Inhalt des Kastens ab, sodass später neue gute Erde zur Verbesserung des Beetes aufgebracht werden kann, ohne dass der Kasten mit Erde überläuft.
>- Nun folgt eine Schicht von leichter verrottbaren Sachen, wie dünnere Zweige, Kompost aus Haus und Garten. Danach werden die Grassoden aufgebracht, die jedoch schön auseinander gepflückt werden, damit die Erde schön locker bleibt. Zum Schluss wird der gute Mutterboden aufgebracht, der bestimmt noch angereichert wird, z.B. Torf.
>Nun ist es Abend, man ist angenehm erschöpft und stolz auf sein Werk und kann schon davon träumen, wie man am nächsten Tag mit Anpflanzungen beginnen kann.
>So, das war es soweit, ansonsten empfehle ich noch einmal die Literatur von Seymour, da mein Kasten nur den Gedanken von ihm fortgesetzt hat.
>Lieben Gruß
>Ahlfi

Hallo Ahlfi,
klasse idee, aber warum die bohlen kürzen? könnte man nicht jeweils die zapfen so anbringen, daß sie auf der einen seite an der stirnseite und an der anderne seite seitlich angebracht sind (oben und unten ist eh klar)? man müßte nur jeweils die bohlen andersherum nehmen und würde auf diese weise den gleichen effekt erziehlen (verriegelte bauweise, wie beim blockhaus), könnte aber alle bohlen in der gleichen länge herstellen. die seitlichen bohrungen sollten dann durchgehend sein, um die bohlen nach bedarf drehen zu können. um die passgenauigkeit zu gewährleisten, sollte man sich schablonen basteln, die dann für alle bohrlöcher passen würden! genaues arbeiten sollte recht wichtig sein, dennoch wird beim zusammensetzen jede bohrung wohl nochmal nachgearbeitet werden müssen!
ein problem das ich sehe dürfte staunässe sein! vielleicht wäre es ratsam, die teichfolie wenigstens an ein paar stellen mit löchern zu versehen, oder aus draht ein rohr zu biegen, es in die mitte des kasten zu platzieren und mit groben kieß zu füllen. ein schlauch oder rohr vom kieß nach außen geführt, sollte das beet entwässern, ohne daß die gefahr besteht, daß wühlmäuse rein kommen, oder wurzeln nach außen dringen!
eine andere möglichkeit wäre ein gelochtes rohr, daß in der mitte des beetes durch die teichfolie ins erdreich getrieben wird.

Ismael


ahlfi

17.01.2003, 15:29

@ Ismael
 

Re: Alfis Tiefkultur-Beet - die Weiterentwicklung der Seymour-Methode


Als Antwort auf: Re: Alfis Tiefkultur-Beet - die Weiterentwicklung der Seymour-Methode von Ismael am 17. Januar 2003 15:21:47:


Hi Ismael,

klar hast du recht, die Bohlen brauchen nicht gekürzt zu werden, hatte nur die Befürchtung, dass mich nachher keiner mehr versteht. Da hast es gut ausdegrückt, ich bin zu dusselig dazu.

Also, die Teichfolie wird "nur" an den Seiten der Kontruktion befestigt, nicht unten auf dem alten Erdreich verlegt. Also, es soll ja kein Teich werden:-), oder habe ich dich jetzt falsch verstanden?

Klar kann man auch durchgängig bohren, bin aber bei meiner Beschreibung eher davon ausgegangen, dass es auch Laien nachbauen können, ohne großen handwerklichen Geschick:-)

Gruß
Ahlfi



ahlfi

17.01.2003, 15:38

@ ahlfi
 

Re: Teichfolie


Als Antwort auf: Re: Alfis Tiefkultur-Beet - die Weiterentwicklung der Seymour-Methode von ahlfi am 17. Januar 2003 15:29:21:


Siebenter Schritt:
Teichbahn-Folie an der Innenseite der Konstruktion befestigen. Diese Folie schützt vor Durchnässen des Holzes und vor Angriffen der Wurzeln.

Vielleicht hatte ich mich unklar ausgedrückt, die Teichfolie wird grundsätzlich "nur" an der Holzkontruktion geführt.

Unten dient ausschließich das Zinkgitter gegen Wühlmäuse, ansonten ist es offen.

Gruß
Ahlfi





Ismael

17.01.2003, 15:45

@ ahlfi
 

Jetzt begreif ich es auch, also kein Teich! ;-) (oT)


Als Antwort auf: Re: Teichfolie von ahlfi am 17. Januar 2003 15:38:04:





ahlfi

17.01.2003, 15:50

@ Ismael
 

Re: Jetzt begreif ich es auch, also kein Teich! ;-)


Als Antwort auf: Jetzt begreif ich es auch, also kein Teich! ;-) (oT) von Ismael am 17. Januar 2003 15:45:00:


Ne, lach, ansonsten müsstest ihr ja von mir glauben, dass ich euch hier einen Bären aufbinden möchte:-))

Ahlfi (lächelnd)

PS: Puh, gut dass du noch einmal nachgefragt hast, nicht auszudenken, wenn andere das Gleiche wie du verstanden und das Ding dann falsch gebaut hätten. Wäre nicht so gut für die Pflanzen gewesen:-))


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