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Clemens(R)

28.10.2009, 15:14
 

Motorsäge (Gerätschaften)

Hallo,

wir haben eine elektrische Motorsäge, überlegen uns aber den Kauf einer Benzin-Motorsäge, um damit Holz aus dem Wald holen zu können.

Auf welche Punkte sollte man beim Kauf einer Säge achten? Ich habe bisher erst einen Baum im Garten gefällt, von Brennholz machen habe ich noch keine Ahnung. Was mich auch zum zweiten Punkt bringt, der Schutzausrüstung (einen Motorsägeschein habe ich vor, nur setzen die hier voraus, daß man schon alles hat, daher die Frage nach den Gerätschaften vorab). Was empfehlt Ihr hier ?

Hagebaumarkt bietet zur Zeit eine Säge an, die sehr billig klingt: Dolmar PS-41, aber nach dem Vergleich mit anderen Motorsägen (z.B. bei Motorland) scheint es eher erst von 300,00 Euro an aufwärts Sägen zu geben, die für unsere Anwendung geeignet sind.

Was meint Ihr ?

Viele Grüße

Clemens

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Altes Brot ist nicht hart - kein Brot, das ist hart

Klaus(R)

28.10.2009, 21:57

@ Clemens
 

Motorsäge

Hallo Clemens,
für den Lehrgang zum Sägeschein wirst du komplette persönliche Schutzausrüstung brauchen. Die beinhaltet Schnittschutzschuhe, Schnittschutzhose und Forsthelm.
Arbeitshandschuhe und Motorsäge nicht zu vergessen.
Soweit ich es gesagt bekommen habe gibt es mehrere Lehrgänge. Nach erfolgreicher Teilnahme am ersten Lehrgang darf liegendes Holz aufgearbeitet werden, nach dem Zweiten darf dann auch gefällt werden.
Was du an Gerätschaften brauchst und sinnvoll brauchst hängt von deiner Arbeitsweise ab, kannst du ja mal erläutern.
Ich habe z.B. neben der Motorsäge nur einen Meterstock (Haselnussrute, 1m lang) zur Brennholzaufarbeitung (Laubholz). Beim Nadelholz kommt der Fällheber dazu.
Gerückt wird das Holz dann mit Schlepper/Winde und/oder Pferd (meist 6m Stammlänge), nach Hause gekarrt, docht auf Meterstücke geschnitten und per Hydraulikspalter gespalten. Beim spalten nutzen wir Handsappies um das Holz besser aufnehmen zu können.

Mit der Motoräge ist es so ein Marken- und Klassenkampf. Ich habe mehr als zwanzig Jahre Sägen eines bekannten Herstellers gefahren.
Diese Sägen hatten 3,5PS und waren mit einem 37er Schwert ausgerüstet. Die Nutzungsdauer lag bei allen Sägen bei fast genau 3Jahren. Die Letzte Markensäge hat hier im Mai das Handtuch geworfen und eine Neue sollte zwischen 670 u. 700€ kosten. Da mein Händler in Rente gegangen war und die Nachfolger von allem eine Ahnung haben, aber nicht von Motorsägen habe ich mir kurz entschlossen eine Motorsäge aus "was weis ich wo her" in der Bucht ersteigert.
3PS und ich glaub 45er Schwert für 49,50€ incl. Versand. Ein paar Tage später hat Steffi dann eine baugleiche Säge mit 3,5PS und gleicher Schwertlänge ersteigert, für knapp 80 €.
Ausführlicher Testbericht bei Interesse. Nur eins Vorweg, die Dinger tun es und die 3,5PS Säge braucht sich von der Kraft hinter meiner vorherigen Markensäge nicht zu verstecken. Die Kleine habe ich zwischenzeitlich mit dem 37er Schwert der Markensäge ausgerüstet und kann so meinen Kettenbestand niedersägen. Kürzeres Schwert ist besser bei Fichtenentastung.
Neue Ketten habe ich mir bei meinem Kettenhändler bestellt, kosten in Vollmeissel 15,50€. Diese Ketten fahre ich schon seit Jahren.
Schau doch mal im Internet bei Kox vorbei. Forstbedarf mit sehr gutem Service.

Viele Grüße aus der waldreichen Eifel

Klaus

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Der Magen einer Sau, die Seele einer Frau, der Inhalt einer Leberwurscht. Das Alles ist noch unerforscht.

Ismael(R)

30.10.2009, 19:32

@ Clemens
 

Motorsäge

Hallo Clemens,

es ist ein wenig die Frage, was Du genau vor hast. Willst Du Tausendjährige Eichen umwerfen, Kronen aufarbeiten oder das abgreifen, was beim Ausdünnen der Schonungen anfällt.

Die Dolmar scheint mir sehr geeignet, wenn zumindest nicht ständig 30cm Durchmesser gesägt werden müssen. Zum entasten erscheint sie sogar wie gemacht. Ich habe eine Säge mit ähnlichen Leistungsdaten (nur 2PS) und bin jetzt schon einige Jahre damit gut gefahren. Die Leichte Säge ist doch sehr angenehm, wenn es darum geht, die Stämmchen aus den Schonungen zu entasten und abzulängen. Auch mal die verdrehten Akazienstämme die man am besten gleich im Wald auf Ofenfertiges Maß sägt, weil sie sich bescheiden verladen lassen, sind keine wirkliche herausvorderung für die Säge. Mittlerweile bin ich aber dazu übergegangen, Industrieholz (2m Stücke von 10-30cm Durchmesser) vom Waldweg zu kaufen. Mein Sägewerker holt mir das Holz 15RM weise für ein paar Euro mit dem Rückewagen ab und bringt es mir Nachhause.

Normalerweise war meine Vorgehensweise, das Holz im Wald auf 1m zu schneiden, zuhause mit der Wippsäge auf Ofenmaß und dann mit einem kleinen Liegendspalter zu spalten. 1m Eichenstämme sind allerdings für die Wippsäge mitunter etwas wuchtig und so muß ich zur Zeit entweder mit Spaltkeilen arbeiten, oder die größeren Durchmesser mit der Kettensäge auf 33cm schneiden. Da kommt die 2PS Säge dann doch an ihre Grenzen.

Bleibt zu ergründen, ob ich eher auf einen brauchbaren Holzspalter spare oder auf eine größere Säge. Ich denke der Holzspalter ist besser, da die Aufgebrochenen Stämme ja dann wieder gut mit der Wippsäge zu verarbeiten sind. Per Motorsäge auf Ofenmaß (zumal wenn wie bei mir 33cm gefragt sind) mit der Kettensäge zu sägen erscheint mir sehr uneffizient. Was da an Sprit und Sägeketten drauf geht, da kommt schnell eine Wippsäge (nicht die mit 40cm Blatt, sondern die große)zusammen und die sägt und sägt und sägt, wenn man sie nicht mit 1m x 30cm Eichenstämmen bewirft.

Ismael

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