Impressum / Kontakt / Datenschutz

Autarkes Leben / Selbstversorgung


Forums-Ausgangsseite


Heuernte 2013 (Biolandwirt) Kleindreschmaschine Hof_Rumänien Dörren

log in | registrieren





Alex(R)

13.03.2016, 17:38
 

Wer hat Wein schon mal selbst gemacht? (selbst machen)

Nach einiger Recherche zu dem Thema will ich auch einen Versuch wagen meinen eigenen Wein zu machen. Im Internet ist es allerdings schwierig eine gute Anleitung zu finden. Außerdem sagt man Fruchtwein sei leichter herzustellen. Könnt ihr das bestätigen? Hat jemand Erfahrung damit?

Außer dieser Anleitung hier konnte ich nicht viel brauchbares finden.
Kennt jemand noch links?

Vielen Dank schon mal im Voraus.

Armin(R)

E-Mail

13.03.2016, 23:00

@ Alex
 

Wer hat Wein schon mal selbst gemacht?

» Nach einiger Recherche zu dem Thema will ich auch einen Versuch wagen
» meinen eigenen Wein zu machen. Im Internet ist es allerdings schwierig
» eine gute Anleitung zu finden. Außerdem sagt man Fruchtwein sei leichter
» herzustellen. Könnt ihr das bestätigen? Hat jemand Erfahrung damit?
»
» Außer dieser Anleitung
» hier konnte ich nicht viel
» brauchbares finden.
» Kennt jemand noch links?
»
» Vielen Dank schon mal im Voraus.

Hallo,
grob gesagt isses so: Wein aus Weintrauben hat von Haus aus meist ein brauchbares Zucker/Säureverhältnis, ist also im Prinzip sogar leichter herzustellen als andere Fruchtweine. Das Zeugs hat sich nicht umsonst seit Jahrtausenden durchgesetzt.

Die beste Grundlageninformation zur Vergärung aller Art Früchte (incl. Weintrauben) die ich kenne findet sich hier:

http://www.fruchtwein.info/Wine/default.htm

Viel Spaß beim Lesen.

Armin

Ruhrpottjung(R)

21.07.2016, 23:51

@ Alex
 

Wer hat Wein schon mal selbst gemacht?

Hallo Alex!

Bei meinen Einstieg in die Kelterei hat sich das Büchlein "Kitzinger Weinbuch", in dem eine ganze Menge überaus nützlicher Tipps zum Thema Keltern auch für Laien verständlich abgehandelt werden. Selbiges erhielt ich seinerzeit mit einem Kelterei-Starterset, in dem so fast alles drin ist, was man zum Weinkeltern so braucht.

Dazu beschaffen musste ich allerdings noch Gärballons, Öchsle-Waage, Vinometer und einiges an Kleinkram, aber die wesentlichen Dinge sind im Starterset enthalten.

Hier mal ein paar Erfahrungswerte...

Vorweg: Was die Hygiene betrifft, muss man beim Keltern von Weinen nicht ganz so penibel sein, wie beim Brauen von Bier, wo schon die kleinste Verunreinigung den Ansatz vernichtet. Dennoch sollte man schon darauf achten, dass bei allen Arbeitsschritten mit sauberen Geräten und Fingern hantiert wird. Es ist nämlich sauärgerlich, wenn so ein richtig geiler Top-Ansatz nach Wochen auf einmal Schimmel ansetzt oder veressigt.

Ich verwende sehr gerne Portweinreinhefe, die man üblichweise als Flüssighefe bekommt. Bevor man den Most aufsetzt, sollte man die Hefe in einer Startkultur vermehren. Hierzu nimmt man einen kleinen Fruchtsaftanteil (z.B. 0,5l) und gibt dem noch Zucker (hier 50gr) und Hefenährsalz hinzu. Als Gefäß taugt eine normale Wein- oder Sektflasche (hier mindesten 0,7l). Das Fläschchen mit der Hefe, sofern im Kühlschrank gelagert, sollte ausreichend Zeit bekommen, sich auf Zimmertemperatur zu erwärmen (die Hefe mag nämlich keine abrupten Temperaturschwankungen). Bei der Hefe sollte man darauf achten, dass diese nicht Temperaturen > 30°C ausgesetzt war, womit die Hefe im Baumarkt eher kritisch zu betrachten ist. Wenn die Nährlösung fertig und die Hefe bereit ist, dann kann die Hefe nach kräftigem Schütteln des Hefefläschchens (bis kein Bodensatz mehr drin ist) zugegeben werden. Hefe vermehrt sich bevorzugt unter aeroben Bedingungen, weshalb die Kultur mit Sauerstoff angereichert werden, was im Idealfall durch Zugabe von Sauerstoff aus der Flasche geschieht. Normale Luft tut's da aber auch. Die Kultur nun mit einem am besten doppelt gelegten Alupapierblatt verschließen, damit keine unnötigen Fremdkeime eindringen können. Das ganze bei ca. 25°C vor sich hingären lassen und immer wieder aufschütteln. Nach 2-3 Tagen sollte die Hefe sich soweit vermehrt haben, dass man nach 1 oder 2 Tagen der Ruhe den eigentlichen Most aufsetzen kann.

Der Vorteil bei der Startkultur ist, dass, sollte die Hefe hinüber sein (was passieren kann), man nur den Ansatz in den Lokus schütten muss und nicht den gesamten Most.

Wenn man nicht gerade Meth braut, ist beim Most nicht wirklich viel zu beachten. Im einfachsten Fall nimmt man den Fruchtsaft, wie er ist und ab in den sauberen(!) Gärballon damit. Empfehlenswert ist es aber, zuvor mit der Oechsle-Waage den Oechsle-Grad des Mosts zu messen, welcher Aufschluss darüber gibt, wie viel Alkohol der Wein (maximal) später enthält und welchen Süßegrad dieser dann haben wird. Für einen guten Wein mit angenehmer Restsüße (Halbtrocken) sollten 90° Oechsle (Erfahrungswert) schon drin sein, was, wenn ich mich recht entsinne, einer "Auslese" entspricht. Eventuell kann man hier durch Zugabe von Traubenzucker den Oechslegrad erhöhen (beim Hobbykeltern ist ja alles erlaubt, was schmeckt und gut tut). Statt mit Traubenzucker kann man den Most auch durch Zugabe von süßeren Fruchtsäften "veredeln", was auch druchaus interessante Kompositionen möglich macht. Ebenso berücksichtigt werden sollte der Säuregehalt des künftiges Weines, den man entweder nach der Gärung durch Zugabe von Milchsäure, oder aber durch Zugabe saurer(er) Säfte im Most (z.B. Zitronensaft) einstellt. Persönlich bervorzuge ich letztere Variante. Ist das alles soweit eingestellt, dass der Most (abzüglich Süße zuzüglich Alkohol) dem entspricht, was man sich so vorstellt, kann die Hefe aus der Startkultur zugesetzt werden. Auch diese gut schütteln, bis alle Hefe sich vom Boden gelöst hat. Dann den Stopfen mit Gäraufsatz drauf und ab geht die Post.

Bei der Gärung sollte man sich in Geduld üben, denn nach einer Weile (je nach Menge der Hefe) fängt der Ansatz erst einmal furios an, vor sich hin zu blubbern, was dann aber nach einigen Tagen wieder deutlich nachlässt. Die Idealtemperatur liegt hier bei 25°C +-3°C. Wichtig ist hier zu wissen, dass die Hefe den Zucker nicht in einem Verarbetungsschritt in Alkohol wandelt, sondern über zahlreiche Zwischenschritte, die Substanzen hinterlassen, die dem Wein nicht wirklich gut tun. Daher kommt der Ausdruck "unausgegoren" für etwas, was nicht gut gelungen ist. Lass' der Hefe ruhig die Zeit, die sie braucht, um nach der Hauptgärung wieder "aufzuräumen". Bei der Portweinhefe ist dies nach ca. 2 Wochen der Fall.

Während der Gärung sollte man immer mal wieder (alle paar Tage) den Gärfortschritt überprüfen. Hierzu kann man mit dem Weinheber vorsichtig eine kleine Probe (wenige ml) entnehmen. Das Entfernen des Stopfens sollte dabei vorsichtig erfolgen, damit keine Verunreinigungen in den Gärballon gelangen. Das von der Hefe produzierte CO2 ist zwar ein ganz guter Schutz des Ansatzes, aber durch hektisches Entfernen des Stopfens können beispielsweise auch Schimmelsporen in den Ansatz gelangen und das wäre dann sehr unschön... Mit der Probe sollte dann zunächst mit dem Vinometer der Alkoholgehalt gemessen werden. Den Rest kann man zur Verkostgung nutzen, um zu sehen, wie sich der Wein geschmaklich entwickelt.

Irgendwann ist dann aber auch die Gärung zuende und dann folgt der nächste Schritt: Die Nachgärung und Klärung. Nachdem die Gärung zurückgegangen ist, beginnt der Ansatz sich allmählich zu klären und die Schwebteilchen und die erschöpfte Hefe setzen sich langsam am Ballonboden ab. Hier empfielt es sich, den Ansatz mittels Weinheber in einen zweiten Ballon umzufüllen und zwar so, dass der größte Teil des "Schmodders" im ersten Ballon verbleibt. Auch hierbei sollten Verunreinigungen tunlichst vermieden werden. Ist das geschehen, dann ist wieder Geduld gefragt. In dieser Phase ist noch ein wenig Hefe im Ansatz, der jetzt schon ein Jungwein ist, und räumt noch etwas auf. Ferner löst sich im Ansatz gelöstes CO2 aus dem Jungwein und tritt aus. Wichtig ist hier, den Jungwein jetzt ein wenig kühler zu lagern, beipielsweise im Keller, weil es jetzt nicht mehr um Vergärung geht, sondern darum, dass die Hefe langsam zum Ende kommt. Das kann insgesamt auch noch einmal einige Wochen dauern...

Am Ende empfielt es sich, den Wein zu schwefeln, um alle Keime (z.B. Essigbakterien) abzutöten und die Gärung endgültig zu stoppen. Sollte man tun, muss man aber nicht. Bei Weinen mit hohem Schwebstoffanteil kann es auch einen Sinn ergeben, mit Kieselgel eine Klärung zu erzwingen. Bei Meth, wenn man die Honiglösung zugunsten der gesunden Enzyme nicht klarkocht, ist das fast schon ein Muss, weil der Wein sich von selber nicht richtig klärt. Nach dem Schwefeln und Klären kann man dann den selbstgebauten Wein mit dem Weinheber in Flaschen abfüllen und sich seiner neuen Schöfung bei einer Vorstellung und Verkostung im Freundeskreis exzessivst erfreuen.

Ach ja. Noch ein Tipp zur Sterilisierung der Weinflaschen: Die gewaschenen Flaschen mit einem Verschluss aus Alupapier versehen und dann im Backofen bei 200°C eine Weile durcherhitzen. Das tötet alles in der Flasche ab. Die Aluhütchen erst bei Abfüllung entfernen und dann direkt danach die sterilen Korken oder Deckel auf die Flaschen.

Einen habe ich noch: Ein ordentlicher Wein sollte auch ein ordentliches Etikett haben, aber wie kriegt man die Etiketten vernünftig auf die Flaschen geklebt??? Ganz einfach: Vollmilch im Zerstäuber auf die Rückseite des Etiketts sprühen und Etikett auflegen. Hält wie Pattex ;-)

In diesem Sinne hoffe ich, Dir einige Impulse haben geben können.

Dirk(R)

22.07.2016, 07:57

@ Alex
 

Wer hat Wein schon mal selbst gemacht?

Hallo Alex,

auf dieser Seite findest Du alle Informationen die Du benötigst:

Fruchtweinkeller

Im Prinzip, kann man den Wein auch aus gekauften Saft im Tetrapack herstellen.

So habe ich z.B. angefangen.

Das mit dem Mosten, ist schon eine riesige schweinerei und um erst mal zu schauen ob dieses Hobby etwas für einen ist, hat es bei mir gereicht mit der Herstellung aus Saft zu beginnen. Am aller einfachsten vielleicht ein Apfelwein, den kennt man ja selber schon und kann dann auch bewerten ob der Versuch gelungen ist.

Aber Achtung, Fruchtweine sind stärker als die gewohnten Weine.
Es ist völlig normal das die zwischen 13 und 15% Alkohol haben.
Daran muss man sich erst mal gewöhnen und nicht gleich sagen, das der Versuch misslungen ist oder der Geschmack so überhaupt nicht stimmen will.

Was Ruhrpottjung alles gesagt hat, dem kann ich nur zustimmen.
Aber ein Vinometer und/oder Acidometer wirst Du am Anfang nicht brauchen.
Klar ist es dann ein "Schuss ins Blaue" aber für den Anfang benötigst Du wirklich nur ein Gärröhrchen und ein Gefäß.
Also nicht mal ein Gärballon, es tut auch eine 5l PET-Flasche, wie z.B. von diesen 5l Destiliertem Wasser Flaschen für 1,49€. Oder gar eine kleine 1,5l Flasche, für den aller ersten Anfang.

Zum Abziehen des Weines, tut es auch ein einfacher Schlauch für einige Cent aus dem Baumarkt, oder einfach eine ruhige Hand beim umschütten. Um Wein zu machen muss man wirklich kaum Geld ausgeben.

Zum Thema Hefe, also es klappt auch mit ganz normaler Backhefe oder ganz ohne Hefe durch die Hefe die ohnehin in den Früchten steckt, aber die Ergebnisse mit der Speziellen Reinzuchthefe sind viel besser. Da kann man dann zwischen den verschiedenen Hefesorten unterscheiden, je nachdem welches Ergebnis man erzielen möchte.
Lese das am besten auf der oben genannten Seite nach und durchstöbere das Forum, unterhalte Dich dort mit den "Winzern", sind alle ganz nett dort.

Für den Anfang würde ich auf jeden Fall eine Trockenhefe empfehlen!!

Bei den Flüssig Hefen kann es passieren, das Du eine Hefe bekommst die nicht mehr am leben ist, da diese Hefe ja bei Temperaturen über 30 Grad anfängt zu sterben und keiner weiß wo und wie die gelagert und transportiert wurde.
Das ist mir auch schon passiert und wenn man mit dem Thema noch keine Erfahrung hat, dann ist es wirklich nicht schön, wenn man so anfängt und sich wunder das es nix wird und dann am fluchen ist und sich fragt, was man falsch gemacht hat, deswegen vielleicht sogar sagt "Das Hobby ist nix für mich".

Zu beginn wird der Wein auch nicht lange genug leben um auf Flaschen aufgezogen zu werden.... schmeckt halt einfach und die Mengen liegen vielleicht noch nicht bei 30l+ ;-)

Wenn Du aber Flaschen sterilisieren möchtest, dann klappt das wie gesagt sehr gut im Ofen.
Achte aber bitte darauf, das die Flaschen auf einem Rost stehen!
Sonst können die zerspringen, da die Wärmeausdehnung der Flaschen nicht gleichmäßig ist und nicht die gleiche wie die von dem Backblech.

Oh oh... so viele Informationen...

Egal, fang einfach an, es macht Spaß und werde dabei bitte nicht ungeduldig.
Wein braucht seine Zeit!

Gutes gelingen & Prost :-)
Dirk

PeterNZ(R)

Kaitaia, New Zealand,
24.07.2016, 00:28

@ Alex
 

Wer hat Wein schon mal selbst gemacht?

Ich mache hier in Neuseeland nun schon seit jahren wein und bier selber. Trauben wein(und auch manche frucht weine) sind in meinen augen schwer selber herzustellen wenn man die qualitaetsstufe von gekauften guten weinen anlegt. Der grund besteht darin, dass man wenig moeglichkeiten hat die gaerung zu stoppen. Ist ein bisschen wie nuklear physic.Wenn's mal am laufen ist, laeufts bis es keine energie (nahrung) mehr hat. Und wenn in einem wein alle nahrung (zucker) fuer hefen aufgebraucht ist ist der wein eben sauer. Logisch, oder?

Die Englischsprachige literatur (sorry das ist alles was ich hier zur verfuegung habe) empfiehlt die zugabe von sodium metabisulfat (Cambpden tabletten), einkosnervierungsmittel am ende der gaerung. Dies toetet die lebenden hefe tierchen im wein und stoppt die gaerung. Man koennte den wein aber auch pasteurisieren muss dann aber aufpassen dass man die temperatur unter dem bereich haelt bei dem alkohol verdampft (78 grad C).

Dies ist auch der grund warum hausweine meist staerker im alkohol sind. Wenn theoretisch der zucker in der maische einen gesamtalkohol von sagen wir mal 15% ergibt, dann wird in der kommerziellen weinherstellung die hefe bei 11% abgetoetet und der rest zucker bleibt im wein. Beim hauswein laeuft die hefe eben weiter und vergaert bis zu den totalen 15%. Das ergibt starken wein mit kaum zucker. Man kann dem etwas entgegen wirken in dem man versucht eine hefe zu finden die weniger alkoholtolerant ist. D.h der alkohol toetet die hefe bei 12% oder so. Das ist zumindest wo ich lebe im hobbybereich nicht zu finden.

Cheers

Peter

Ruhrpottjung(R)

24.07.2016, 11:33

@ PeterNZ
 

Wer hat Wein schon mal selbst gemacht?

Hallo Peter.

Zum Glück darf man sich als Hobbywinzer oder Hobbybrauer ja über die Normvorgaben für die gewerbliche Erzeugung durchaus hinwegsetzen und frei nach dem Motto handeln: "Wat schmeckt is auch erlaubt!"

Die Gärung vorzeitig zu stoppen, um mehr Süße zu behalten, halte ich primär für eine schlechte Idee, weil die Hefe ja auch die Möglichkeit bekommen sollte, unerwünschte Stoffwechselzwischenprodukte zu beseitigen. Diese haben zum Teil erheblich negative Auswirkungen auf Geschmack, Geruch, Farbe und auch die Bekömmlichkeit des Weines. Wenn man nicht gewerblich arbeitet, dann hat man durchaus Möglichkeiten, den Wein am Ende noch zu schönen oder zu veredeln.

Hat man im Most nur soviel Süße, dass diese von der Hefe vollständig vergoren werden kann, ohne dass die Hefe zuvor durch zuviel Alkohol abstirbt, hat man am Ende halt einen sehr trockenen (nicht unbedingt sauren) Wein. Hier kann man dann schönen, indem man nach dem Abtöten der Hefe noch einmal unvergorenen Saft zugibt, bis der Geschack dem entspricht, was man gerne hätte.

Hat man sehr süßen Most, so wird die Hefe ab einem gewissen Alkoholgehalt von sich aus absterben, was leider auch zur Folge hat, dass eine gewissen Menge an Zwischenprodukten zwangsläufig noch im Wein vorhanden ist. Das kann man nicht ganz verhindern, aber man kann nach der Hauptgärung die Gärung insgesamt herunterfahren, indem dem den Gärbehälter bei geringerer Temperatur ausgären lässt. Hier hat die Hefe dann auch mehr Zeit, sich um diese Zwischenprodukte zu "kümmern".

Empfehlenswert ist grundsätzlich, den Wein, nachdem die Gärung fast durch ist (kaum noch CO2 Bildung und beginnender Klärung), den Wein umzufüllen und an einer kühlen Stelle (z.B. im Keller) in Ruhe ausgären zu lassen. Tut sich da dann gar nichts mehr, dann kann man ihn schwefeln, ggf. noch einmal setzen lassen und dann abfüllen.

Grüße

RJ

PeterNZ(R)

Kaitaia, New Zealand,
27.07.2016, 02:10

@ Ruhrpottjung
 

Wer hat Wein schon mal selbst gemacht?

» Die Gärung vorzeitig zu stoppen, um mehr Süße zu behalten, halte ich
» primär für eine schlechte Idee, weil die Hefe ja auch die Möglichkeit
» bekommen sollte, unerwünschte Stoffwechselzwischenprodukte zu beseitigen.

Ich spreche ja nicht davon die gaerung frueh zu stoppen. Man kann ja messen wieviel zucker vergoren wurde und dann das ende verkuerzen. Da sind nicht mehr so viele stoffwechselprodukte die verbleiben.

» Hat man im Most nur soviel Süße, dass diese von der Hefe vollständig
» vergoren werden kann, ohne dass die Hefe zuvor durch zuviel Alkohol
» abstirbt, hat man am Ende halt einen sehr trockenen (nicht unbedingt
» sauren) Wein. Hier kann man dann schönen, indem man nach dem Abtöten der
» Hefe noch einmal unvergorenen Saft zugibt, bis der Geschack dem
» entspricht, was man gerne hätte.

Meine erfahrungen damit sind, dass noch genug hefebakterien im wein verbleiben und somit bei zugabe von unvergorenem saft (zucker) die gaerung wieder angestossen wird. Man bekommt dann im besten fall einen spritzigen wein und im schlechtesten fall explodierende korken oder flaschen.

» Hat man sehr süßen Most, so wird die Hefe ab einem gewissen Alkoholgehalt
» von sich aus absterben, was leider auch zur Folge hat, dass eine gewissen
» Menge an Zwischenprodukten zwangsläufig noch im Wein vorhanden ist.

Bei alkohol toleranzen von bis zu 15 % Vol. sterben die hefen zu spaet ab.
Ich kenne keine hefe die fuer den privatmann zur verfuegung steht die eine alkohol toleranz von z.b. unter 15% hat. Aber wie bereits oben gesagt, das bezieht sich auf den Neuseelaendischen hauswein markt. Bei euch mag das anders sein.

» Empfehlenswert ist grundsätzlich, den Wein, nachdem die Gärung fast durch
» ist (kaum noch CO2 Bildung und beginnender Klärung), den Wein umzufüllen
» und an einer kühlen Stelle (z.B. im Keller) in Ruhe ausgären zu lassen.
» Tut sich da dann gar nichts mehr, dann kann man ihn schwefeln, ggf. noch
» einmal setzen lassen und dann abfüllen.

Schwefeln = konservierungstoff. Oder? ;-)

Cheers

Peter

P.S.: Wieso sagt ihr eigentlich alle "Meth"? "Meth" is methamphetamine, honig wein ist "Met"

Dirk(R)

27.07.2016, 11:19

@ PeterNZ
 

15% ist völlig normal

Hallo Peter,

ich habe hier eine Seite die Dir helfen wird Deine Fragen zu beantworten, falls ich es nicht schaffen sollte.

Fruchtweinkeller.de - Mikrobiologie

Benutze auch das Forum und die vielen Rezept! :-)


»
» Meine erfahrungen damit sind, dass noch genug hefebakterien im wein
» verbleiben und somit bei zugabe von unvergorenem saft (zucker) die gaerung
» wieder angestossen wird. Man bekommt dann im besten fall einen spritzigen
» wein und im schlechtesten fall explodierende korken oder flaschen.
»
» » Hat man sehr süßen Most, so wird die Hefe ab einem gewissen
» Alkoholgehalt
» » von sich aus absterben, was leider auch zur Folge hat, dass eine
» gewissen
» » Menge an Zwischenprodukten zwangsläufig noch im Wein vorhanden ist.
»
» Bei alkohol toleranzen von bis zu 15 % Vol. sterben die hefen zu spaet ab.
»
» Ich kenne keine hefe die fuer den privatmann zur verfuegung steht die eine
» alkohol toleranz von z.b. unter 15% hat. Aber wie bereits oben gesagt, das
» bezieht sich auf den Neuseelaendischen hauswein markt. Bei euch mag das
» anders sein.
»

Ja, Nein und genau richtig!

Die Hefe macht ja genau das was sie tun soll, Alkohol produzieren und das macht die Hefe so lange bis sie an dem von ihr produzierten Alkohol stirbt.
Das ist genau richtig!
Und wenn es bei deiner Weinhefe 15% sind, dann sind es halt 15% ;-)

Also muss man solange Zucker (Saft) zugeben, bis die Hefe sich selber vergiftet hat und stirbt. Erst dann kann der zugegebene Zucker, bzw. Saft den Wein süßer machen.
Mir ist es schon passiert, das ich 19 mal nachgezuckert habe!

Und bitte, bitte nicht die Hefe vorzeitig killen, durch was auch immer.
Du wirst den Geschmack dann nicht so gut hinbekommen, wie mit einem Wein in dem die Hefe sich selber umgebracht hat.

Ist Dir der Wein dann zu stark, dann kannst Du den auch mit Wasser oder Saft noch etwas strecken.

Es gibt zwar auch spezielle Champagner-Hefe die eine Alkoholtoleranz von nur 11% haben soll.
Champagner Hefe
Ausprobiert habe ich diese allerdings noch nicht.
Bislang benutze ich immer wieder diese Kitzinger Trockenhefe.

Sekt selber herzustellen ist die hohe Kunst der Weinherstellung.
Die Herstellung selber ist jedoch ganz einfach:
Wein mit einem gewissen Rest an Hefe und einem gewissen Rest an Zucker wird in Flaschen abgefüllt und verkorkt.

Mehr ist das nicht und wo ist nun das Problem dabei?

Die richtige Mischung zu finden ist das Problem.
Die Hefe soll den noch vorhandenen Zucker in Alkohol umwandeln um dabei als Abfallprodukt das CO2 herstellen zu können. Dieses verdichtet sich dann in der geschlossenen Flasche zu dem perligen Genuss im Sekt. Gleichzeitig soll aber der Alkoholgehalt dann aber so hoch sein, das die Hefe dabei auch stirbt, damit die Hefe nicht mehr zu schmecken ist und der Wein dann auch fertig ist. Und gleichzeitig soll die Flasche dabei dann nicht explodieren.
Das erfolgt dann möglichst kühl und dunkel, damit der Prozess möglichst langsam voran geht, dauert so ca. 1 Jahr.

So wurde früher Sekt/Champagner hergestellt, für die heutige Zeit und Menge die benötigt wird ist dieses Verfahren natürlich nicht mehr zu gebrauchen.

» » Empfehlenswert ist grundsätzlich, den Wein, nachdem die Gärung fast
» durch
» » ist (kaum noch CO2 Bildung und beginnender Klärung), den Wein
» umzufüllen
» » und an einer kühlen Stelle (z.B. im Keller) in Ruhe ausgären zu lassen.
» » Tut sich da dann gar nichts mehr, dann kann man ihn schwefeln, ggf.
» noch
» » einmal setzen lassen und dann abfüllen.

Genau richtig, dadurch wird der Wein von dem Hefeboden abgezogen, damit verringert sich schon mal der Anteil an Hefe im Wein. Bei den niedrigeren Temperaturen hat dann die noch vorhandene Hefe die benötigte Zeit den Rest an Zucker in Alkohol zu verwandeln und den Wein seinen Geschmack zu geben. Es ist nicht unüblich wenn ich meinen Wein 3 oder 4 mal abziehe. Der Wein wird auch mit jedem mal klarer und schöner. Das ist dann auch die Zeit in der ich mit dem Nachzuckern beginne.

»
» Schwefeln = konservierungstoff. Oder? ;-)
»

Genau!
Kaliumpyrosulfit ist eigentlich das richtige Wort.
Damit wird der Wein unempfindlicher gegen Schimmel und Essigbakterien gemacht, was der Haltbarkeit zugute kommt, ebenso sorgt es dafür das der Wein seine Farbe nicht verliert und auch mehr Sauerstoff vertragen kann.
Als Faustformel sind das 1g pro 10l.
Man kann aber auch Vitamin-C (Ascorbinsäure) benutzen um die Farbe zu erhalten, dazu muss dann aber auch "geschwefelt" werden, da ansonsten der Wein schneller altert.

»
» P.S.: Wieso sagt ihr eigentlich alle "Meth"? "Meth" is methamphetamine,
» honig wein ist "Met"

lach.... ich Weiß auch nicht ob ich oder Ruhrpottjunge das zuerst so geschrieben hatte. Aber dann habe ich mich auch dran gehalten, lesen und schreiben, das geht halt in einander über ;-)
Wir meinen aber beide das Getränk!!!!
Ehrlich :-)

cu
Dirk

PeterNZ(R)

Kaitaia, New Zealand,
28.07.2016, 00:04

@ Dirk
 

15% ist völlig normal

Naja also eigentlich ging es mir um wein, nicht Champagner oder sekt.

Ehrlich gesagt - das ist nun meine ganz eigene meinung - wenn ich das so lese, mit zuckerzugaben und schwefeln dann frage ich mich warum ich dann wein selber machen soll. Ich bekomme hervorragende weine im geschaeft ohne zuckerzugaben. Klar sind die teurer aber wenn ich die zeit mit einrechne die ich verwende um selber wein zu machen.... Ich mache meine eigenen weine und biere weil ich ein besonderes produkt haben moechte. Wenn ich etwas selber mache und es ist schlechter als was ich so kaufen kann dann ist alles was bleibt der spass am selber machen. Selbst der wird gelindert weil das endprodukt nicht den vorstellungen entspricht.

Wie gesagt, das ist meine einstellung. Andere haen da eben andere ansprueche und das ist ja auch ok.

Cheers

Peter

Dirk(R)

28.07.2016, 08:54

@ PeterNZ
 

stimmt der Geschmack

Hi Peter,

jeder hat seine eigene Meinung und seine ihm eigenen Gründe etwas zu machen oder auch nicht. Wir beide sind also völlig frei darin :-)

So wie auch jeder seinen eigenen Wein so herstellen kann, wie er es möchte.
Zum Glück unterliegen wir ja nicht dem Weingesetz... lach

Aber selbst da darf man Zuckern hinzufügen und solange man daraus nicht mehr als 2% Alkohol erzeugt (§15.6).

Wenn man es wirklich richtig macht, dann berechnet oder misst man vor der der Hefe Zugabe schon den Zuckergehalt der Maische und kann daran errechnen wie viel % Alkohol wohl erzeugt werden wird. Ich habe mich wirklich damit beschäftigt und ich habe nirgends eine Formel gefunden, die beinhalten würde, welche Hefe Art wie viel % Alkohol produzieren kann. Der Umkehrschluss daraus ist für mich, das dieses völlig irrelevant ist oder aber alle in etwa die gleichen Volumen % schaffen und es damit nicht berechnet werden muss.
Was ich aber gefunden habe, sind bestimmt 50 Rezepte für Wein und wenn ich diese berechne, dann landen die auch alle zwischen 14-15%.

Die Messgeräte die ich habe sind nicht geeicht und nicht wirklich genau, also ob nun 1-2 % mehr oder weniger, das kann mir mit zwei direkt aufeinander folgenden Messung passieren. Ob das dann auch verlässliche Zahlen sind... naja... ich denke so in etwa, da ich dieses mit gekauften Wein ebenfalls ausprobiert habe und in etwa auch die % ermittelt habe die auf der Flasche stehen.

Für meinen Geschmack ist halt wichtig, das der fertige Wein eine gewisse süße hat und die Hefe nicht mehr zu schmecken ist. Da ich meinen Wein nicht erhitzen möchte (zu viel schweinerei) um die Hefe Tod zu bekommen, muss ich halt soviel Alkohol produzieren, damit die Hefe von alleine stirbt.
Ein andere alternative wäre es auch Chemie zu benutzen, doch das möchte ich ebenfalls nicht machen.

Was ich an Chemie benutze ist alleinig der Schwefel und das auch nur, wenn ich soviel Wein mache, das ich denke dieser wird auch in Monaten noch nicht ausgetrunken sein.

Was allerdings auf Grund der trinkfesten Nachbarn nicht oft der Fall ist ;-)

Ich ermittle inzwischen auch den Alkoholgehalt nicht mehr, denn es kommt mir auf den Geschmack und nicht die Zahlen an. Früher war ich pingeliger und habe auch ein Weinbuch geführt, deswegen habe ich die Zahl 15% auch so im Kopf, da ich diese Zahlt fast immer erreicht habe und das mit 8 verschiedenen Hefen. Was aber für mich auch nicht wichtig ist, da ich den Wein auch fast immer beim Ausschank mit Saft oder Wasser verdünne um nicht sofort besoffen zu sein, aber auch als Dessertwein trinke ich diesen gerne.

Klammere Du Dich bitte auch nicht an den Zahlen fest, das einzig wichtige ist doch das er Euch schmeckt! :-)
Und ich möchte Dir helfen, damit es Dir vielleicht besser schmeckt.
Ich habe schon viel experimentiert und getestet und darum wirst Du auch nicht rum kommen, war denn dein erstes Bier, die erste Wurst, der erste Schinken so wie das was Du jetzt machst?
Aber vielleicht wirst Du beim Wein nie wirklich deinen Geschmack treffen, das kann ja auch passieren... aber dann kannst Du zumindest sagen ich habe es probiert.

Ich mache Wein, weil ich Spaß daran habe.
Weil ich finde das es kein Hexenwerk ist.
Weil ich inzwischen auch meinen Geschmack getroffen habe.
Und weil es, wie ich finde, nicht viel Zeit kostet. Es dauert zwar lange, aber die Zeit die ich dafür aufwenden muss, empfinde ich eher als gering.

Vielleicht bekommst Du ja doch noch ein Ergebnis hin, bei dem Du auch sagst: "Ja, mein Geschmack" :-)

Wenn ich Dir dabei helfen kann, dann würde mich das sehr freuen!

Gruß
Dirk

Dirk(R)

28.07.2016, 14:57

@ Dirk
 

noch was vergessen - Filtration

Es gibt noch einen Weg, die Hefe aus dem Wein zu bekommen und damit die Gärung zu beenden... Filtration!

Da wird der Wein mit Druck durch Filtergewebe gepresst und damit "Steril" gemacht. Also bleibt dann auch die Hefe im Filter hängen.

Es gibt glaube ich 3 verschiedene Filtersysteme.

Schwerkraftfiltersysteme
Der Wein wird mit Hilfe der Schwerkraft durch den Filter gedrückt.
Dauert ewig und die Filter können auch nicht so klein porig sein.
Kann auch ne schöne schweinerei sein.
Kosten ab ca. 50€

Luftdruckfiltersysteme
Der Wein wird in einen Behälter gegeben und in diesem wird dann ein Luftüberdruck erzeugt, der den Wein durch den Filter drückt.
Geht schon viel schneller und die Filter dürfen auch feinporiger werden.
Kosten ab ca. 150€

Pumpenfiltersysteme
Der Wein wird mit einer elektrischen Pumpe durch den Filter gerückt.
Dieses ist das schnellste System, das die feinsten Filter nutzen kann.
So wird es auch im Profibereich gemacht, allerdings haben die dann wohl noch bessere Pumpen und Filter :-)
Kosten ab ca. 500€

Das sind so die Informationen die ich dazu habe, allerdings filtere ich meine Weine selber nicht.
Mir sind die Kosten zu hoch, da ich dann ständig diese Filter nachkaufen muss. Bei dem "billigen" System, habe ich zudem oft gelesen, das es nicht selten passiert, das sich der Filter dicht setzt und dann nix mehr geht und bei 12-24 Std pro 10l finde ich das auch zu langsam.
Vielleicht werde ich mir auch eines Tages dieses Luftdruckfiltersystem zulegen, aber bisweilen habe ich es mir nicht gegönnt und zu weihnachten steht schon was anderes auf der Wunschliste ;-)

Aber wer weiss, vielleicht bastel ich mir sowas ja auch mal selber, wenn ich mal soooooo lange weile haben sollte :clap:

verleihnix(R)

E-Mail

Koblenz,
07.12.2016, 14:21

@ Alex
 

Wer hat Wein schon mal selbst gemacht?

ich habe dieses Jahr Apfelwein gemacht. War total einfach. Einfach frisch gepressten Apfelsaft in ein Gefäß, Gäraufsatz drauf (und ihn mit Alk füllen), an einen nicht zu warmen Ort stellen ....und in ca. zwei Monaten hatte ich leckeren (Apfel-)Wein

Mistermusic(R)

04.09.2017, 15:20

@ Alex
 

Wer hat Wein schon mal selbst gemacht?

» Nach einiger Recherche zu dem Thema will ich auch einen Versuch wagen
» meinen eigenen Wein zu machen. Im Internet ist es allerdings schwierig
» eine gute Anleitung zu finden. Außerdem sagt man Fruchtwein sei leichter
» herzustellen. Könnt ihr das bestätigen? Hat jemand Erfahrung damit?
»
» Außer dieser Anleitung
» hier konnte ich nicht viel
» brauchbares finden.
» Kennt jemand noch links?
»
» Vielen Dank schon mal im Voraus.

Ich war mal als jugendlicher in eine Situation geraten, wo Not erfinderisch machte. Ich nahm einen ausgewaschenen Sauerkrauteimer, tat verschiedene Früchte hinein und 3 Gläser Mehrfruchtmarmelade. Dann ne Hand voll Hefe und warmes Wasser. Je süsser um so mehr Alkohol. Nach 6 Wochen, hatte ich einen gut schmeckenden ,prikelnden Wein. Mir kam es damals auf die Wirkung an. Die war da und wie, ;-)

ronisch15(R)

20.09.2017, 17:42

@ Alex
 

Wer hat Wein schon mal selbst gemacht?

Ich brenne hauptsächlich meinen eigenen Schnaps. Falls du Interesse hast, findest du hier eine gute Anleitung.

LG

19264 Postings in 3072 Threads, 338 registrierte User, 36 User online (0 reg., 36 Gäste)
Autarkes Leben / Selbstversorgung | Kontakt




RSS Feed
powered by my little forum