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Klausbio(R)

11.04.2017, 18:10
 

Wurzelsperre (allgemein)

Hallo ,

ihr kennt ja sicherlich Wurzelsperrplanen.
Nun sind diese hws. aus Erdöl und ich frage mich , was man als Alternative nehmen könnte. Denn es kommt mir komisch vor die Kräuter zwischen Plaste anzubauen.
Gibt es da eigentlich Rückstände in den Kräutern.
Und wenn ja, auch Alternativen ?

Wer weiss was? ;-)

Danke,
Klausbio

ani(R)

12.04.2017, 12:34

@ Klausbio
 

Wurzelsperre

»Hallo, Klaus

Ich weiß nicht welche Folie Du meinst, aber ich benutze die Teichfolie in dickeren Ausführung.
Ich habe auch vor Jahren mit verzinktem Blech experimentiert. Da hatte ich eine oben gegen Schnecken gekantete Barierre und unten eine Rhizomsperre. Leider rostet ein solches Blech, wenn es im Boden bleibt nach paar Jahren durch...

Ob die Verwendung von Kunstofffolie zur Rückständen führt, weiß ich nicht - habe keine Anneliesen durchführen lassen. Falls Du etwas herausfindest, teile es bitte mit!
Aber so gesehen, müsstest Du auch auf Anzuchtstöpfe aus Kunststoff verzichten... und Terracottatöpfe eignen sich nicht dafür. Die Verdunstungskälte aufgrund offenporigem material ist den wärmeliebenden Tomaten- Paprika- und Gurkenpflanzen nicht zuträglich.

Ich arbeite vollbio und permakulturähnlich, aber ich benutze Kartonagen für Winterabdeckung der Beete, obwohl ich von einem geringen, aber deutlichem Restinhalt an erdölbasierenden Farben, aufgrund von Reczclingsproduktion sehr wohl weiß.
In meinem Alter (61J.) und Selbstversorgerpraxis (32 J.) gehe an solche Fragen eher pragmatisch heran. Wenn es also bei Karton und Folie Rückstände gibt, hoffe ich, dass die Selbigen gering seien. Die Vorteile durch Arbeitserleichterung sind für meine zerschundenen Knochen (z.Z Göttin sei Dank keine Bandscheiben mehr, aber dafür Ellenbögen und Schultern) aber von größten Bedeutung.
Natürlich hat der Pragmatismus seine Grenzen: ich werde keinerlei Kunstdünger oder Gift im Garten verwenden!

Gruß
Ani

---
statt es nicht nötig zu haben und nicht zu haben,
lieber es nötig haben und zu haben

Klausbio(R)

13.04.2017, 10:18

@ ani
 

Wurzelsperre

Hallo Ani,
ersteinmal vielen Dank für Deine Antwort.

Also ich meine so etwas hier.
Hier der Link:

http://www.ebay.de/itm/301688810009?_trksid=p2057872.m2749.l2649&ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT


Ich glaube es handelt sich um eine so genannte HDPE-Folie.
Diese soll keine Weichmacher enthalten, das ist ja schon mal gut.
Da kann somit auch kein Weichmacher ausdünsten. (Habe ich gestern gelernt;) )

Der Vergleich mit Anzuchttöpfen aus Kunststoff gefällt mir,den gebe ich weiter.

Als erste Alternative wurde mir Lehm vorgeschlagen. Ich probiere es aus zusammen mit Stroh. Alt , klassisch und reichlich vorhanden. Mein Ziel ist hier speziell das bei den Hochbeeten die Erde drinnnen bleibt und nicht mit der Zeit rausrieselt.
Auf dem Boden kann ich leider nichts anbauen , da sich unter der Grasnarbe größtenteils Bauschutt und Lehm befindet.

Liebe Grüße,
Klaus.:-)

ani(R)

13.04.2017, 12:58

@ Klausbio
 

Wurzelsperre

Hallo, Klaus

Jetzt verstehe ich worum es dir geht. In deinem Fall würde ich auch kein Kunststoff hineinbringen, sondern mit einer schönen Schicht Lehm arbeiten.

Bei mir ist die Situation ganz anders: ich schütze die Gemüseflächen und vor allem Kräuter- und Blumenflächen vor dem Durchwachsen mit Giersch&Quecke, was bei mehrjährigen Kulturen ein sehr ernstes Problem darstellt. Auch meine Himbeeren hindere ich auf diese Art an dem Erobern von den angrentzenden Beeten.
Ich bin zwar sehr bewußt in sachen WeichPVC, aber in diesem Fall sündig...

Das von dir verlinkte Unkrautflies habe ich getestet - als Sperre unter Kiesschüttung am Feuerplatz. Es funktioniert nur teilweise - d.h. starke Pflanzen, wie Löwenzahn, Baldrian, Hahnenfuß u.ä. kommen durch und werden ganz groß... und da ich sie nicht mit der Grabgabel entfernen kann, ohne das Flies zu beschädigen, habe ich ein Problem...

Gruß
Ani

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Clemens(R)

13.04.2017, 21:50

@ ani
 

Wurzelsperre - Himbeeren

Hallo ani,

welche Wurzelsperre würdest Du für Himbeeren empfehlen? Ich habe eine Sorte, die sich gern ausbreitet, ich muß die Johannisbeeren daher schützen.

Viele Grüße

Clemens

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Altes Brot ist nicht hart - kein Brot, das ist hart

ani(R)

14.04.2017, 09:01

@ Clemens
 

Wurzelsperre - Himbeeren

Hallo, Clemens

Dieses Wurzelflies, das Klaus oben velinkt hat, habe ich bei Himbeeren nicht getestet. Vom Bauchgefühl würde ich auch nicht trauen.

Getestet habe ich die Teichfolie, die stärkere Ausführung (1mm). 25-30 cm tief eingegraben, 5-10cm oben hochstehend. Den oberen Rand kaschiere ich, wegen UV Strahlung und esthetischen Optik mit Steinen oder Holz. Die Bahnen verbinde ich durch ca. 20cm zusammenrollen. Die dünere Folie (0,5mm) geht bei Himmbeeren wahrscheinlich auch, bei Quecke wäre ich mir nicht mehr sooo sicher, nachdem ich regelrecht durchgestochene Kartoffelknolen in der Hand hatte...

Wie oben geschrieben, ist mir die gaaaanze Problematik von PVC und Weichmacher sehr bewußt, doch halte ich das Risiko/Nutzen Verhälnis in meinem Fall für vertrettbar.

Gruß
Ani

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Klausbio(R)

14.04.2017, 09:25

@ ani
 

Wurzelsperre

Hallo Ani,

ja das mit dem Lehm probiere ich aus.
Frohes Fest,

Klaus.:-)

Armin(R)

E-Mail

21.04.2017, 18:57

@ Klausbio
 

Wurzelsperre ohne Rückstände oder so

» Hallo ,
»
» ihr kennt ja sicherlich Wurzelsperrplanen.
» Nun sind diese hws. aus Erdöl und ich frage mich , was man als Alternative
» nehmen könnte. Denn es kommt mir komisch vor die Kräuter zwischen Plaste
» anzubauen.
» Gibt es da eigentlich Rückstände in den Kräutern.

Hallo alle,

PVC Teichfolien würde ich nicht nehmen - da kommt mit der Zeit allerhand Unfug raus. Außerdam halten sie nicht sehr lange.

Ich bevorzuge Firestone Pondguard Teichfolie aus EPDM. Dieser Gummi hält ewig (selbst besonnt locker 20 Jahre) und daraus werden zum Beispiel Bauteile für lebensmittelverarbeitende Maschinen hergestellt.
Wenn man die EPDM Teichfolie dann noch vor Sonne schützt, überlebt sie den Gärtner locker.

Die "Pondguard" Qualität eignet sich als Teichfolie für empfindliche Zuchtfische -> gut für den Biogarten.

Wir haben unsere Hochbeete innen mit EPDM ausgeschlagen, damit sie nicht schon nach ein paar Jahren verrotten.
Das Vorgängerbeet war innen mit Silo-Ballen-Folie ausgeschlagen, die ist auch unbedenklich. Aber da pieksen Quecken mühelos durch. Trotzdem hat das Beet 10 Jahre gehalten, obwohl es schon aus wurmstichigem Schrottholz gebaut war :-D

Wenn Wurzelsperren aus PP oder PE hergestellt sind - sei es als Vlies oder als Bändchengewebe - dann ist das auch kein Problem. Diese Kunststoffe sind unbedenklich aufgebaut. Weichmacher gibt's da nicht, braucht es nicht, funktionieren da nicht ...

Tupperware oder Gefrierbeutel sind aus PE eben weil es lebensmittelecht ist.

Wir haben stellenweise Unkrautvlies verschiedener Stärke als Wurzelsperre benutzt. Quecke kommt durch. Himbeere nicht.
Für Himbeerbeete ist mir das Vlies daher gut genug.

Ich muß meine verschiedenen Himbeersorten getrennt halten, sonst dreh' ich durch ;-)

Grüße

Armin

Clemens(R)

21.04.2017, 19:19

@ Armin
 

Wurzelsperre ohne Rückstände oder so

» Wir haben stellenweise Unkrautvlies verschiedener Stärke als Wurzelsperre
» benutzt. Quecke kommt durch. Himbeere nicht.
» Für Himbeerbeete ist mir das Vlies daher gut genug.




Hallo Armin,

das überrascht mich, daß Quecke "aggresiver" ist als Himbeeren. Aber gut zu wissen.

Welches Unkrautvlies nimmst Du, um Deine Himbeeren zu trennen? Wir haben hier eine sehr verbreitungswütige Sorte, die es gerade zu den Johannisbeeren geschafft hat, ich muß also endlich etwas tun. Reicht da das Einfach-Vlies vom Discounter oder denkst Du eher an eine Qualität, die z.B. unter Teichfolien gelegt wird.

Per eMail habe ich noch einen Tip bekommen:

> Zu Wurzelsperre benutzte schon mein Opa die breiten Fundamenterder.
> Also Stahlblech ca. 3x100 mm feuerverzinkt.


Stabil ist das auf jeden Fall, auch wenn mir die Höhe von 10 cm etwas kurz erscheint. Aber ob das nicht etwas überdimensioniert ist?

Viele Grüße

Clemens

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Armin(R)

E-Mail

21.04.2017, 23:50
(editiert von Armin, 22.04.2017, 10:11)

@ Clemens
 

Wurzelsperre ohne Rückstände oder so

» » Wir haben stellenweise Unkrautvlies verschiedener Stärke als
» Wurzelsperre
» » benutzt. Quecke kommt durch. Himbeere nicht.
» » Für Himbeerbeete ist mir das Vlies daher gut genug.

»
»
»
» Hallo Armin,
»
» das überrascht mich, daß Quecke "aggresiver" ist als Himbeeren. Aber gut
» zu wissen.

Hallo Clemens,

Queckengras hat sehr spitze und harte Triebe, die mühelos durch Dachpappe/Gewächshausfolie/Vliese durchpieksen.

Himbeere hat weichere, sanftere Triebspitzen. An Ausbreitungswillen und Störrigkeit mangelt es der Himbeere nicht ...

Ich benutze Geotexvlies ab 150 g/m² für Himbeeren.
Also zum Beispiel das:

https://www.ebay.de/p/?iid=391235008239&&&chn=ps77

Unter Teichfolie [edit: also beim Teichbau oder Grasdächern] lege ich dickere, weichere Vliese mit 500 g/m² die eher an synthetische Armeedecken erinnern. Die dünneren weißen Vliese scheinen mir dichter. Auch leichter zu schneiden, und billiger.

Eine wirksamer Durchwurzelungssperre für Himbeeren muß SEHR tief hinabreichen, je nach Boden und Witterung. Ich lege die Vliese ganz unter dem Himbeerbeet durch - nicht nur außenrum - wenn es sein muß.
Also wenn ich verschiedene Himbeersorten nahe nebeneinander ziehe.
Vliese gewährleisten exzellente Drainage. Himbeeren mögen keine nassen Füße.

D.h. ich grabe ein Loch 25 cm tief und z.B. 4-10 m² groß, lege es mit Vlies aus, begrenze es mit Stein-/Betonplatten und fülle das Vlies mit (steinfreier, da wir Kalksteine haben) Erde plus Zeuchs.
Zeuchs = etwas Torf, Grasschnitt, wenig Fichtennadeln und Fichtenrinde, Hobelspäne, Animalin, Brennesseln ...
Alles was nicht bei drei auf'm Baum ist ;-)

Grüße

Armin

ani(R)

22.04.2017, 09:39

@ Armin
 

Wurzelsperre ohne Rückstände oder so

>>Firestone Pondguard Teichfolie aus EPDM.<<

Danke für den genialen Tip!!!
Werde wohl in den nächsten Jahren die PVCBahnen ausbuddeln und ersetzen!
Gruß
Ani

---
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