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Armin(R)

E-Mail

26.05.2017, 22:29
 

"faule" Hochbeete, armdicker Lauch, Grünkohl bis in den Mai ... (Erfahrungsberichte)

Hallo alle,

was mir dieses Frühjahr aufgefallen ist:

Lauch:
Wir haben über den Winter wieder ein paar Lauchstangen stehen lassen und siehe da ... jetzt sind die armdick. Wie John Seymour es immer beschrieben hat. Handgelenksdick genauer gesagt: Oval 5x6 cm
Allerdings hat der Lauch inzwischen einen Blütenstengel ausgetrieben und ist etwas härter im Biss geworden. Also besser etwas früher ernten.

Hochbeete:
Wir haben wie schon beschrieben seit 2016 unser erstes richtig gut gebautes Hochbeet (4 m x 1,25 m = 5 m²) im Betrieb. Im Gegensatz zu ebenerdigen Beeten hat es über den Winter kaum ein Unkraut zum Austrieb geschafft (dünn Rasenschnitt drauf).
Der Boden ist super locker, ich mußte nur ein wenig mit der Grabgabel drin rumrühren und fertig war's. Ich konnte schon vor dem Lockern die Hand bis zum Handgelenk reinschieben.
Hochbeete ermöglichen super faules Gärtnern - wenn man mal fleißig genug war eins zu bauen.

Letztes Jahr (und teils über den Winter) standen auf diesen 5 m²:
8 Rosenkohl (teils bis Ende April),
7 Wirsing
3 Brokkoli,
9 Grünkohl (teils bis Ende Mai)
etwa 15 Kohlrabi,
ein paar Lauchstangen.

Erdäpfelpyramiden:
Die Holzrahmen der Versuchs-Erdäpfelpyramiden aus den Vorjahren benutze ich 2017 jetzt als flache Hochbeete: Auf gemulchten (= fruchtbaren, unkrautfreien) Gartenflächen den Mulch wegrechen, kurz mit der Gabel lockern und einen der Holzrahmen drauf. Unten Mäusegitter drin. Mutterboden rein (fällt bei mir regelmäßig beim Wegebau o.ä. an und wird haufenweise ;-) gelagert. Abgedeckt mit Unkrautvlies.

Die Rahmen sind
100x100 cm, 25 cm hoch (1 m²)
71x71 cm, 20 cm hoch (0,5 m²)
50x50 cm 20 cm hoch (0,25 m²)
und
35x35 cm, 20 cm hoch (0,125 m²).

Innen mit Silofolie (lebensmittelechtes Polyethylen) ausgeschlagen.

Anstatt einer Erdäpfelpyramide habe ich also jetzt 1,875 m² Hochbeet, indem ich die Rahmen nebeneinanderlege statt aufeinanderstapele.
Die Versuche in den Vorjahren haben ergeben, daß sich das stapeln nicht lohnt, ertragsmäßig (pro m² belegter Gartenfläche).

Da ich 3 Versuchspyramiden hatte, habe ich jetzt über 5,6 m² zusätzliche Hochbeete. Wer Hochbeet-Erträge kennt, weiß was das heißt :-) .


Grünkohl:
Der Grünkohl ist über den ganzen Winter auf dem Hochbeet geblieben. Wir haben ab und zu für ein lecker (!) Grünkohlessen geerntet. Er hat mit der Zeit immer schlechter ausgesehen, dann aber im zeitigen Frühjahr wieder neue Blätter getrieben. Im Mai hat er dann Blütenstände ausgetrieben, die ich dann abgeknipst habe. Ich habe vor ein paar Tagen den letzten Grünkohl geerntet, zerkocht :-D und eingefroren.
Super Gemüse.

Armin(R)

E-Mail

07.06.2017, 13:51

@ Armin
 

Hochbeete - beispielhafte Besatzdichte

Hallo alle,

damit ihr eine Vorstellung bekommt was man auf ein Hochbeet (mit tief lockrerer, fruchtbarer Erde) alles drauf bekommt ...

Auf unserem 5 m² Beet stehen dieses Jahr

- ein kleiner Block aus 8 Golden Bantam Maispflanzen, die sich sortentypisch teils mehrtriebig entwickeln

- 5 Zucchinipflanzen an den Schmalseiten - 2x "Defender" (habe ich am 4.Juni schon von geerntet !) und 3x "Soleil"

- 6 Reihen Dicke Bohnen à 24 Pflanzen (ein paar sind aber nicht aufgegangen)

- 100 Stangenbohnen "Blauhilde" - 75 an der nördlichen Längsseite und 25 zwischen den Maispflanzen (ergibt so etwa 5-10 kg grüne Bohnen)

- ein Schwung Salatköpfe zwischen den Maispflanzen


Wenn die Dicken Bohnen abgeerntet sind, kommt Folgefrucht drauf:

- Kohlrabi, Sellerie, Rote Bete (insgesamt 3 - 4 Reihen mit jeweils 12 - 16 Pflanzen je Reihe)

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Als weiteres Beispiel noch einer der 100 cm x 100 cm Rahmen:

Hauptbepflanzung sind

- 4 große Sommer-Kohlpflanzen wie Brokkoli oder Blumenkohl

- eine 100-cm-Reihe Zuckererbsen an der Nordseite


In den Lücken und am Rand (solange die großen Pflanzen noch klein sind) wächst

- Kohlrabi, Rote Bete, Salat, Lauch, Spinat.

Und das alles auf einem bescheidenen Quadratmeter!

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Kohlrabi z.B. wird in der Tiefkultur im Abstand von etwa 10-15 cm gesetzt, je nach Sorte und wie groß man ihn ernten will.

Rote Bete als Setzlinge (günstig aus der örtlichen Gärtnerei) im Abstand von 15 cm. Jeder Setzling ist in Wirklichkeit eine kleine Gruppe von ~4 Pflanzen. Sobald die größte geerntet wird, wächst die zweitgrößte rasant nach. Und so weiter.

Diese enge Besatzdichte ist wie gesagt nur bei dauerhaft tiefgründig lockerem, gutem Boden möglich.

Die hohe Setz-Dichte und das Fehlen von Trampelpfaden (zum Hacken) zwischen den Reihen ergibt sehr hohe Ernten pro Quadratmeter. Unkraut ist leicht mitsamt Wurzel auszuziehen, falls es überhaupt aufkommt. Viel Platz ist nicht dafür.;-)
Außerdem mulche ich immer wieder mit "Rasen"schnitt (der bei uns durchaus auch Brennnesseln enthalten kann :-D )

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Insgesamt macht es kaum Arbeit. Hauptaufwand ist ernten, zubereiten und aufessen. :hungry:

Gestern abend habe ich die letzten Kartoffeln von 2016 die überraschend in einem Küchenauszug aufgetaucht sind :lookaround: zusammen mit dem Kohlrabigrün der ersten Ernte in eine großartige Caldo Verde verwandelt

Die ausgetriebenen kleinen "Blautännchen" von den Riesen-Schrumpelkartoffeln werden gleich wieder verbuddelt (ich habe ordentliche Knollenstücke drangelassen - Schnittfläche gut trocknen lassen, Asche drauf und und rein in die Erde).

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