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Clemens(R)

10.09.2018, 12:33
(editiert von Clemens, 19.09.2018, 13:41)
 

Brunnenbau / wie weiter bei Tonschicht mit Wasser ? (Energieversorgung / Wasser)

Ich helfe dabei, einen Brunnen zu bohren.

Es geht mehr um den Spaß als um die Notwendigkeit. Ein Brunnen mit E-Pumpe ist schon vorhanden, für Brauchwasser (Wasch-/Spülmaschine, Toilette) und Garten.

Der Zusatzbrunnen (mit Schwengelpumpe) macht einerseits Kindern Spaß, und unserem Kleinen, der uns mithilft, macht auch der Bau Spaß. Und die Pumpe würde auch bei einem Stromausfall funktionieren. ;-)

Das Grundwasser ist zum Glück sehr hoch. Bei der bisherigen Pumpe wird das Wasser von oben angesaugt, das Grundwasser kann also kaum tiefer als 8m sein (sonst müßten der Brunnen eine Tauchpumpe haben). Allerdings soll der Brunnen damals über 25m tief gespült worden sein, um garantiert gutes Wasser zu haben. Von dort drückt das Wasser also ggf. nach oben bzw. es ist oben genug Wasser, so daß die Tiefe gar nicht benötigt wird.

Die wirklich nötige Wassertiefe ist als unklar. Sicher ist nur, daß das Wasser, das zur Zeit gefördert wird, technisch bedingt nicht viel tiefer als 8m ein kann. Ob die Wasserqualität gleich wäre, wäre die Bohrung nur 9m tief, weiß ich allerdings nicht, es wird sich zeigen.

Die Bohrung ging zunächst völlig problemlos, die ersten 2m waren reiner Sandboden, dann allerdings eine beginnende Tonschicht. Ab 3m wurde es dann feucht. Wir sind jetzt bei 4m und es sammelt sich dort etwa 80cm Wasser.

Allerdings ist dort unten eine reine Tonschicht, und die macht uns Schwierigkeiten. Ich kann problemlos bohren, aber der Bohrer hängt dann so fest, daß ich ihn nicht mehr rausziehen kann. Also etwas zurückdrehen, bis ich ihn wieder ziehen kann - heraus kommt dann ein gewaschener Bohrer, an dem kaum etwas Ton hängt. :-(

Ich glaube allerdings nicht, daß sich innerhalb dieser Tonschicht genug Wasser sammeln wird, um vernünftig pumpen zu können, ich möchte also tiefer kommen. Aber wie macht man das in einer Tonschicht mit viel Wasser? Hat da jemand Erfahrungen? Evtl. mit dem Kärcher reingehen und den ganzen Schlamm nach oben spülen? (Rasen)

Gruß in die Runde

Clemens

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Altes Brot ist nicht hart - kein Brot, das ist hart

X(R)

10.09.2018, 19:52
(editiert von Clemens, 19.09.2018, 13:43)

@ Clemens
 

Brunnenbau / wie weiter bei Tonschicht mit Wasser ?

> Das Grundwasser ist zum Glück sehr hoch, bei der bisherigen Pumpe wird das Wasser von oben angesaugt, das Grundwasser kann also kaum tiefer als 8m sein (sonst müßten der Brunnen eine Tauchpumpe haben).

Ab 4m wird die Pumpe wegen Kavitation schneller verschleissen.
Die Kavitation sind winzige "Explosionen" in der Pumpe.

> Allerdings soll der Brunnen damals über 25m tief gespült worden sein,

Damit hast Du schon die Antwort auf Deine Frage, denn Du hast offensichtlich nicht gespült.

> um garantiert gutes Wasser zu haben. Von dort drückt das Wasser also ggf. nach oben bzw. es ist oben genug Wasser, so daß die Tiefe gar nicht benötigt wird.

Du bekommst das Wasser aus der Tiefe in der sich der Ansaugstutzen befindet und der Obere Wasserspiegel definiert die Ansaughöhe.

Sind also verschiedene Dinge.

LG

Clemens(R)

12.09.2018, 14:18
(editiert von Clemens, 19.09.2018, 13:44)

@ X
 

Brunnenbau / wie weiter bei Tonschicht mit Wasser ?

» > Allerdings soll der Brunnen damals über 25m tief gespült worden sein,
»
» Damit hast Du schon die Antwort auf Deine Frage, denn Du hast
» offensichtlich nicht gespült.



Daraus ergibt sich, daß das Wasser des bisherigen Brunnen vermutlich besser sein wird. Über unseren Versuch, 6-8m tief zu kommen, sagt es aber noch nichts aus.

Wir sind jetzt 4m tief, es sammelt sich dort etwa 80cm Wasser, unten ist knapp 1m Ton (mit Übergang zum Sand nach oben). Dieser Ton wird irgendwann aufhören, dann kommt wieder Sand oder hoffentlich Kies, dann wieder Ton oder vielleicht Lehm. Dort müßte dann wieder Wasser zu finden sein. Das könnte sehr, sehr tief sein, aber ich hoffe, daß sich das vielleicht in 6m Tiefe abspielt. Das möchte ich ausprobieren.

Wie bohre ich im Ton am besten weiter? Über Nacht wird das Loch (3,20m bis 4,0m) zugeschwemmt und läßt sich recht leicht frei bekommen. Wenn ich aber tiefer will, ist der Ton sehr zäh. Drehe ich den Bohrer wieder zurück, bleibt kaum etwas hängen.

Ich kann hier versuchen, Mini-Mengen zu fördern, ich könnte aber auch versuchen, mit dem Gartenschlauch oder dem Kärcher unten alles frei zu spritzen und nach oben zu spülen (wie kriege ich den Ton von der Wiese weg?). Oder welche anderen Möglichkeiten gibt es?

Ich werde das auch noch in einen Brunnenforum fragen, aber vielleicht hat hier ja auch schon jemand Erfahrungen gesammelt.

Viele Grüße

Clemens

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Altes Brot ist nicht hart - kein Brot, das ist hart

Clemens(R)

19.09.2018, 13:47

@ Clemens
 

P.S.: Brunnenwasser

Der Brunnen, um den es es geht, ist übrigens angemeldet, es gibt sogar einen extra Zähler für das verwendete Brauchwasser (Toilette, Wasch-/Spülmaschine) wegen dem Abwasser.

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Altes Brot ist nicht hart - kein Brot, das ist hart

X(R)

05.10.2018, 19:54

@ Clemens
 

P.S.: Brunnenwasser

» Der Brunnen, um den es es geht, ist übrigens angemeldet, es gibt sogar
» einen extra Zähler für das verwendete Brauchwasser (Toilette,
» Wasch-/Spülmaschine) wegen dem Abwasser.

Hallo,
es wäre noch anzumerken das man je nach Ort sich auch noch mit Wasserschutzbehörden, Bergämtern und anderen Amtsschimmeln beschäftigen muß.

Das sollte im Vorfeld unbedingt abgeklärt werden!
LG.

X(R)

19.09.2018, 19:05

@ Clemens
 

Brunnenbau / wie weiter bei Tonschicht mit Wasser ?

> Wie bohre ich im Ton am besten weiter? Über Nacht wird das Loch (3,20m bis 4,0m) zugeschwemmt und läßt sich recht leicht frei bekommen. Wenn ich aber tiefer will, ist der Ton sehr zäh. Drehe ich den Bohrer wieder zurück, bleibt kaum etwas hängen.

Hallo,
den Bohrer kannst Du nur bis zum Grundwasser nutzen.
In der Wasserführenden Schicht muss gespült oder gerammt werden.

Denkbar wäre noch so ein Mittelding wo unter dem oberen Stopfen, der beim Rammen das Rohr schützt, ein T-Stück eingesetzt wird. um so Wasser einzuleiten.

Damit lässt sich gewissermassen beides machen, das Rohr hat seitlich keine Reibung und die (leichten!) Hammerschläge gehen dann voll auf die Spitze.

Schwengelpumpen saugen "offiziell" bis 6 Meter.
Erfahrungen nach liegt die Grenze so zwischen 4,30 M - 4,70 M, weil wohl die Leistung mit dem Alter der Pumpe und deren Dichtungen abnimmt.
LG.

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