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ahlfi

22.09.2003, 11:16
 

Wie viel Anbaufläche benötigt man?



Wie viel Anbaufläche benötigt man?

Moin Foris,

nehmen wir doch einmal an, einer von uns kauft sich auf dem Lande ein klitzekleines Häuschen mit Schuppen und einem Grundstück. Weitab von der materiellen Welt und getrennt vom Getriebensein der modernen Sklavengesellschaft versucht er mit einfachen Mitteln und bescheidenen Möglichkeiten den Wahnsinn zu entfliehen.

Er hat nicht viel, aber es reicht, um sich in den nächsten Jahren ein kleines, bescheidenes Häuschen zu kaufen. Gut, auf Wohlstandsdinge wird er verzichten müssen, aber dafür wird er um so vieles reicher. Die Grundsteuer und kleinen Dinge des Lebens, auch mal eine nötige Reparatur erarbeitet er sich durch Zeitung austeilen, oder morgendliches Putzen in einer Autohalle einen Ort weiter. Die 2 Stunden am Tag bringt er auf, die restliche Zeit wird für Haus, Garten und Selbstversorgung genutzt.

Sein Wissen, welches er für das Aussteigen brauchte, konnte er sich über Jahre aneignen. Im Alter von 7 widmete er sich mit seinem Großvater den Taubensport, mit seinem Vater züchtete er Forellen und erlernte fast alle handwerklichen Fähigkeiten. Er wuchs in einer Familie auf, die selber für den Hausgebrauch Gemüse anbauten, der Großvater als Nachbar züchtete neben Tauben auch Hühner und Gänse. Später, als er dann auf eigenen Beinen stand, führte er einige Jahre dieses Leben, was man ihn vorgelebt hatte, weiter und die Nachbarn schauten mit Bewunderung: der dümmste Bauer erntet die dicksten Kartoffeln. Von Hühnern und Gänsen verabschiedete er sich, stattdessen kamen Kaninchen aufs Grundstück. So lief das auch einige Jahre, bis seine Frau, die er zwischenzeitig fand, dieses Leben in den Grundfesten erschütterte und er nun alleine von Frau und Kindern wohnt, auch wenn er die Kinder regelmäßig sieht. Nun will der junge Mann irgendwann wieder einen Neuanfang starten und nach der Scheidung noch einmal richtig und ziel orientiert auf ein nach seinem Ermessen erstrebenswertes Leben hinwirken, was jedoch noch wenige Jahre braucht. Soweit die Umstände des jungen und sehr dynamischen Mannes, der in der verrückten Welt sein Brot verdient, anstatt es selber anzubauen (bildlich gesprochen).

Tja, nun die Frage, wie viel Grundstück braucht er denn, wenn er sich zumindest Milchprodukte und Getreide zukauft? Mit Kuh und Getreidefelder wäre sein Budget überschritten und alleine wird er ein so großes Land ohne finanziellen Aufwand niemals unterhalten können. Er möchte aber ja kein Landwirt werden, um dann wieder in die Mühlen der wirtschaftlichen und politischen Willkür zu geraten, sondern so weit wie es möglich ist autak leben. Milch ließe sich ja noch von Ziegen holen, aber das ist dann nur eine Alternative und muss gut im Verhältnis Anschaffungs- und Unterhaltungskosten (auch Land) zu dem Nutzen stehen. Auch Holz zum Heizen wäre ein Thema, entweder selber etwas Wald auf dem Grundstück, oder aber günstig im nahe gelegenen Wald selber schlagen.

Reicht 1 ha, oder geht es unter Umständen auch kleiner und wie sehe das denn aus? Ihm ist es bewusst, dass er in der jetzigen Bundesrepublik Deutschland niemals völlig frei vom System kommen kann und sei es nur die Grundsteuer. Einen Arzt möchte er im Notfall auch beanspruchen können, also ein paar Märker wird er hinzu verdienen müssen, aber da brauchen wir jetzt keine Detaildiskussion führen.

Neugierig, was ihr dem Mann mit mittelfristigen bzw. langfristigen Zielen empfehlen würdet.

Ahlfi




Felix

22.09.2003, 16:04

@ ahlfi
 

Re: Wie viel Anbaufläche benötigt man?


Als Antwort auf: Wie viel Anbaufläche benötigt man? von ahlfi am 22. September 2003 11:16:39:


Hi Ahlfi!
Die entscheidenden Fragen sind: Wieviele Menschen möchtest du ernähren und wieviel Zeit hast du?
Bei deinen Angaben (2 Stunden täglich, eine arbeitende Person) ist ein Gemüsegarten von 100m² massig genug. Damit kannst du bei geschicktem Anbau (Vorfrucht, Nachfrucht etc.) locker 4 Leute durch den Winter bringen. Doch bedenke auch die Zeit für's einkochen, einmieten, trocknen etc.
1 ha (das sind 10.000m²!!!) erfordern reichlich Arbeiter oder schweine-teure Landwirtschaftsmaschinen.
mein persönlicher Tipp: fang mal ganz klein an und schau dnnn mal, wie dir das liegt und wie du zeitlich so vorankommst.

herzlichst
Felix

>Wie viel Anbaufläche benötigt man?
>Moin Foris,
>nehmen wir doch einmal an, einer von uns kauft sich auf dem Lande ein klitzekleines Häuschen mit Schuppen und einem Grundstück. Weitab von der materiellen Welt und getrennt vom Getriebensein der modernen Sklavengesellschaft versucht er mit einfachen Mitteln und bescheidenen Möglichkeiten den Wahnsinn zu entfliehen.
>Er hat nicht viel, aber es reicht, um sich in den nächsten Jahren ein kleines, bescheidenes Häuschen zu kaufen. Gut, auf Wohlstandsdinge wird er verzichten müssen, aber dafür wird er um so vieles reicher. Die Grundsteuer und kleinen Dinge des Lebens, auch mal eine nötige Reparatur erarbeitet er sich durch Zeitung austeilen, oder morgendliches Putzen in einer Autohalle einen Ort weiter. Die 2 Stunden am Tag bringt er auf, die restliche Zeit wird für Haus, Garten und Selbstversorgung genutzt.
>Sein Wissen, welches er für das Aussteigen brauchte, konnte er sich über Jahre aneignen. Im Alter von 7 widmete er sich mit seinem Großvater den Taubensport, mit seinem Vater züchtete er Forellen und erlernte fast alle handwerklichen Fähigkeiten. Er wuchs in einer Familie auf, die selber für den Hausgebrauch Gemüse anbauten, der Großvater als Nachbar züchtete neben Tauben auch Hühner und Gänse. Später, als er dann auf eigenen Beinen stand, führte er einige Jahre dieses Leben, was man ihn vorgelebt hatte, weiter und die Nachbarn schauten mit Bewunderung: der dümmste Bauer erntet die dicksten Kartoffeln. Von Hühnern und Gänsen verabschiedete er sich, stattdessen kamen Kaninchen aufs Grundstück. So lief das auch einige Jahre, bis seine Frau, die er zwischenzeitig fand, dieses Leben in den Grundfesten erschütterte und er nun alleine von Frau und Kindern wohnt, auch wenn er die Kinder regelmäßig sieht. Nun will der junge Mann irgendwann wieder einen Neuanfang starten und nach der Scheidung noch einmal richtig und ziel orientiert auf ein nach seinem Ermessen erstrebenswertes Leben hinwirken, was jedoch noch wenige Jahre braucht. Soweit die Umstände des jungen und sehr dynamischen Mannes, der in der verrückten Welt sein Brot verdient, anstatt es selber anzubauen (bildlich gesprochen).
>Tja, nun die Frage, wie viel Grundstück braucht er denn, wenn er sich zumindest Milchprodukte und Getreide zukauft? Mit Kuh und Getreidefelder wäre sein Budget überschritten und alleine wird er ein so großes Land ohne finanziellen Aufwand niemals unterhalten können. Er möchte aber ja kein Landwirt werden, um dann wieder in die Mühlen der wirtschaftlichen und politischen Willkür zu geraten, sondern so weit wie es möglich ist autak leben. Milch ließe sich ja noch von Ziegen holen, aber das ist dann nur eine Alternative und muss gut im Verhältnis Anschaffungs- und Unterhaltungskosten (auch Land) zu dem Nutzen stehen. Auch Holz zum Heizen wäre ein Thema, entweder selber etwas Wald auf dem Grundstück, oder aber günstig im nahe gelegenen Wald selber schlagen.
>Reicht 1 ha, oder geht es unter Umständen auch kleiner und wie sehe das denn aus? Ihm ist es bewusst, dass er in der jetzigen Bundesrepublik Deutschland niemals völlig frei vom System kommen kann und sei es nur die Grundsteuer. Einen Arzt möchte er im Notfall auch beanspruchen können, also ein paar Märker wird er hinzu verdienen müssen, aber da brauchen wir jetzt keine Detaildiskussion führen.
>Neugierig, was ihr dem Mann mit mittelfristigen bzw. langfristigen Zielen empfehlen würdet.
>Ahlfi



Johannes

22.09.2003, 16:14

@ ahlfi
 

Re: Wie viel Anbaufläche benötigt man?


Als Antwort auf: Wie viel Anbaufläche benötigt man? von ahlfi am 22. September 2003 11:16:39:


> <i>Neugierig, was ihr dem Mann mit mittelfristigen bzw. langfristigen
> Zielen empfehlen würdet.</i>



Hallo Ahlfi,

irgendwie kommt mir der beschriebene Mann bekannt vor... ;-)

Aber wenn jemand diesem Mann etwas raten soll, für wie viele Leute soll denn das Grundstück reichen? Für die beiden Kinder, die er noch regelmäßig sieht? Für die Kinder, die seine neue Frau mit in die Ehe einbringt und die beiden, die er noch mit ihr haben wird? Will er mit dem Grundstück auch Verwandte ernähren können?

Sorry, eine konkrete m2-Angabe je Person kann ich Dir auch nicht geben, aber wenn da jemand etwas weiß, solltest Du nochmal etwas zum Umfeld schreiben.

Grúß

Johannes (derzeit krank)


Tawa

22.09.2003, 17:14

@ ahlfi
 

Re: Wie viel Anbaufläche benötigt man?


Als Antwort auf: Wie viel Anbaufläche benötigt man? von ahlfi am 22. September 2003 11:16:39:


Servus Ahlfi,

meinen Glückwunsch, wenn der "junge Mann" nun allmählich beginnt, seine Träume und Ideen in faßbare Planungen umzumünzen :-).

Wieviel Angespartes der junge Mann investieren möchte, wäre interessant zu wissen. Denn, wenn der junge Mann von norddeutschen Verhältnissen ausgeht, könnte er durch einen Ortswechsel z.B. in die neuen Bundesländer noch einmal tüchtig sparen. Gut, dafür mangelt es dann überall an Komfort, aber darauf legt der junge Mann ja eh nur bedingt Wert. Hier gibt es immer noch sehr sehr günstig entsprechende Anwesen zu kaufen. Es muß zwar in den meisten Fällen etwas in die Bausubstanz investiert werden, doch das muß ja nicht alles auf einmal sein. Auf jeden Fall bliebe durch einen Kauf z.B. in den neuen Bundesländern im Vergleich zu Norddeutschland ein erkleckliches Sümmchen übrig, welche in eine vernünftige Werkstattausrüstung und einen Grundstock für die Selbstversorgung investiert werden könnte. Nachdem der junge Mann einfachst leben möchte, wäre dies ein durchaus gangbarer Weg.

Vor allem: es gibt bei vielen Anwesen hier eine Menge Grund dazu... oder zu empfehlen sind für diesen Zweck auch die Auktionen der Karhausen Immmobilien (http://www.karhausen.de). Die verschicken dann auch vierteljährlich einen Katalog. Zwei Kilometer von hier wird gerade eine noch für ein Jahr in Betrieb befindliche Schule des Landkreises versteigert: Erstgebot: 32.000,- Euro. Dazugehöriger Grund: 102.000 qm!

Oder letzte Woche stand eine Mühle zum Verkauf. VB - aber billigst. Wohngebäude sanierungsbedürftig, aber Nebengebäude mit voll funktionsfähigem modernem 50-KW-Wasserkraftwerk und Wasserrecht. Umständehalber zu verkaufen.

Wieviel Anbaufläche benötigt man? Ich denke mal, daß der junge Mann mit 600 - 1000 qm bei guter Bewirtschaftung locker auskommt und noch Platz hat, und auch noch etwas Gras für Hasen und Hühner übrigbleiben würde. Wir haben hier etwa einen Morgen, ein gut Teil der Fläche geht schon für die Gebäude drauf. Weitere Flächen werden nicht genutzt, weil die Kinder spielen wollen. Und noch ein erheblicher Teil wird für Tiere reserviert. Bleiben etwa einige 100 qm übrig, auf denen ich in den nächsten Jahren wachsend den Gartenbau erlernen möchte. Laut meiner Mami sei diese Fläche durchaus ausreichend, uns alle mit dem Wichtigsten zu ernähren.

Welche Fläche der junge Mann benötigt, hängt dann auch noch davon ab, ob er evtl. zu Teilen aus der wilden Natur leben will, was die Anbaufläche nochmals verkleinert. Soviel braucht der Mensch gar nicht, um satt zu werden. Und daß der junge Mann genügend Wissen besitzt, sich auch so einmal ´ne Zeit durchzuschlagen, zweifel ich keineswegs.

Johannes hat Recht: Anfangs genügen 100 qm gewiß. Diese Fläche hat meist schon der Vorgarten :-). Ist nach hinten raus genügend Platz, kann man bei Bedarf immer noch erweitern. Oder man kauft / pachtet einfach ein Stückchen Land für seine speziellen Zwecke hinzu.

Das war jetzt zwar eine Menge bla... bla, aber ich hoffe, die Einschätzung vom "Möchtegern-Rancher" Tawa hilft Dir dennoch ein wenig weiter :-).

Lieben Gruß
Tawa


>Wie viel Anbaufläche benötigt man?
>Moin Foris,
>nehmen wir doch einmal an, einer von uns kauft sich auf dem Lande ein klitzekleines Häuschen mit Schuppen und einem Grundstück. Weitab von der materiellen Welt und getrennt vom Getriebensein der modernen Sklavengesellschaft versucht er mit einfachen Mitteln und bescheidenen Möglichkeiten den Wahnsinn zu entfliehen.
>Er hat nicht viel, aber es reicht, um sich in den nächsten Jahren ein kleines, bescheidenes Häuschen zu kaufen. Gut, auf Wohlstandsdinge wird er verzichten müssen, aber dafür wird er um so vieles reicher. Die Grundsteuer und kleinen Dinge des Lebens, auch mal eine nötige Reparatur erarbeitet er sich durch Zeitung austeilen, oder morgendliches Putzen in einer Autohalle einen Ort weiter. Die 2 Stunden am Tag bringt er auf, die restliche Zeit wird für Haus, Garten und Selbstversorgung genutzt.
>Sein Wissen, welches er für das Aussteigen brauchte, konnte er sich über Jahre aneignen. Im Alter von 7 widmete er sich mit seinem Großvater den Taubensport, mit seinem Vater züchtete er Forellen und erlernte fast alle handwerklichen Fähigkeiten. Er wuchs in einer Familie auf, die selber für den Hausgebrauch Gemüse anbauten, der Großvater als Nachbar züchtete neben Tauben auch Hühner und Gänse. Später, als er dann auf eigenen Beinen stand, führte er einige Jahre dieses Leben, was man ihn vorgelebt hatte, weiter und die Nachbarn schauten mit Bewunderung: der dümmste Bauer erntet die dicksten Kartoffeln. Von Hühnern und Gänsen verabschiedete er sich, stattdessen kamen Kaninchen aufs Grundstück. So lief das auch einige Jahre, bis seine Frau, die er zwischenzeitig fand, dieses Leben in den Grundfesten erschütterte und er nun alleine von Frau und Kindern wohnt, auch wenn er die Kinder regelmäßig sieht. Nun will der junge Mann irgendwann wieder einen Neuanfang starten und nach der Scheidung noch einmal richtig und ziel orientiert auf ein nach seinem Ermessen erstrebenswertes Leben hinwirken, was jedoch noch wenige Jahre braucht. Soweit die Umstände des jungen und sehr dynamischen Mannes, der in der verrückten Welt sein Brot verdient, anstatt es selber anzubauen (bildlich gesprochen).
>Tja, nun die Frage, wie viel Grundstück braucht er denn, wenn er sich zumindest Milchprodukte und Getreide zukauft? Mit Kuh und Getreidefelder wäre sein Budget überschritten und alleine wird er ein so großes Land ohne finanziellen Aufwand niemals unterhalten können. Er möchte aber ja kein Landwirt werden, um dann wieder in die Mühlen der wirtschaftlichen und politischen Willkür zu geraten, sondern so weit wie es möglich ist autak leben. Milch ließe sich ja noch von Ziegen holen, aber das ist dann nur eine Alternative und muss gut im Verhältnis Anschaffungs- und Unterhaltungskosten (auch Land) zu dem Nutzen stehen. Auch Holz zum Heizen wäre ein Thema, entweder selber etwas Wald auf dem Grundstück, oder aber günstig im nahe gelegenen Wald selber schlagen.
>Reicht 1 ha, oder geht es unter Umständen auch kleiner und wie sehe das denn aus? Ihm ist es bewusst, dass er in der jetzigen Bundesrepublik Deutschland niemals völlig frei vom System kommen kann und sei es nur die Grundsteuer. Einen Arzt möchte er im Notfall auch beanspruchen können, also ein paar Märker wird er hinzu verdienen müssen, aber da brauchen wir jetzt keine Detaildiskussion führen.
>Neugierig, was ihr dem Mann mit mittelfristigen bzw. langfristigen Zielen empfehlen würdet.
>Ahlfi



ahlfi

22.09.2003, 19:02

@ Tawa
 

Re: Wie viel Anbaufläche benötigt man?


Als Antwort auf: Re: Wie viel Anbaufläche benötigt man? von Tawa am 22. September 2003 17:14:35:


Hallo tawa,

dem motivierten Kerl fehlt es noch etwas an Knete, um sich einen eigenen Hof leisten zu können, aber sogar im hohen Norddeutschland z.B. Dithmarschen, Nordfriesland, Kreis Flensburg oder auch in Ostfriesland gibt es durch aus brauchbare Objekte.

Der liebe Ahlfi hat sich nur mal zum Spaß etwas auf dem Immo-Sektor umgesehen, damit der Mann für die Übergangszeitzeit noch seine gewohnte Arbeit in HH aufrecht erhalten kann. Dieses brachte ich im Z-Forum zur Diskussion:
Grund und Boden, eine Alternative? Keine Panik, der Mann will das Haus jetzt nicht kaufen, es fehlt zur Zeit noch an ein wickliches fettes Grundkapital und außerdem ist seine Scheidung nicht durch. Der Zeitrahmen bewegt sich eher in Richtung 2-5 Jahre. das wirkt auf dem ersten Blick lächerlich lange hin, aber eine vernünftige Planung, sowie Infos, Infos, Infos müssen schon sein, wenn man wirklich aussteigen will. Der gute Mann hatte schon viel Pech in seinem Leben, bedingt durch eine Ehe. Er hatte schon ein entsprechendes Objekt der Begierde, musste es aber aufgeben. Nun will er cleverer vorgehen, sich nicht blenden oder was vormachen lassen und klug aggieren.

Hier ist noch ein Objekt: >Nicht schlecht

Auch informiert sich der mann schon um rechtliche Dinge, Zwangsversteigerungen und deren Geflogenheiten etc. Da gibt es viel zu tun. Aber er muss ja auch erst einmal wissen, ob er sich denn auch wirklich davon ernähren kann.

Um die Fragen und Anmerkungen von Johannes und Felix gleich mit zu beantworten:

Er könnte sich vorstellen, seine 2 Kinder dann zu sich zu holen, wenn die geschiedene Frau nichts dagegen hat und die Kids das auch wollen. Eine andere Frau muss er erst einmal kennenlernen, aber wenn die Interessen ähnlich liegen, warum nicht:-) Übrigens ist er ein gutaussehender und sportlicher junger Mann. Könnte ja sein, dass eine Herzdame bei den Zeilen schwach wird:-))

Ja, mit einer kleinen Fläche wird er sicherlich anfangen, vor allem in der Übergangszeit des Ausstieges wird er die Anbaufläche steigern. Er hat ja schon über Jahre Gemüse angebaut, also völlig unbedarft geht er da nicht ans Werk und weiß durchaus, was es heißt einen 500m/2 Garten zu rigolen. Die Frage war aber wohl nicht ganz eindeutig gestellt: wieviel Anbaufläche braucht man pro Person, um sich davon außer mit Milch und Getreideprodukte autak zu ernähren, incl. Hühner und Kaninchen (nehmen kein Platz weg). Wenn es sich um ein autakes Vorhaben handelt, müssen natürlich auch Ernteausfälle einkalkuliert werden. Obstbäume wie Apfel oder Kirsche benötigen auch Platz, Stachel- und Joahnnesbeere ebenfalls.

Ich weiß nicht so recht, ob man von den Angaben bei Seymour ausgehen sollte, oder ob es nicht doch etwas knapp kalkuliert ist, oder doch viel zu großzügig? Er ging doch in seinem Buch "Leben auf dem Lande"von 4 Morgen aus, wenn ich mich jetzt nicht irre. Bei dieser Fläche war aber schon etwas wald dabei und ein Pferd zog den Pflug. Ich finde das allerdings zu extrem, also wenn ich auch Pferd verzichte, brauche ich auch weniger Getreide usw. Also doch eher "Selbstversogung aus dem Garten"? Ich bin mir echt nicht ganz sicher, wo man die Grenze ziehen sollte. 100m/2, wie felix vorschlug, sind mir deutlich zu gering. Ein zu nasser Sommer und das war´s, dann muss ich betteln gehen:-) Wie gesagt, der Mann will sich von der Natur und seinen Schätzen abhängig machen und nicht von einem Chef, oder etwas höher in der Dimension, von einem ganzen Wirtschaftsweig oder noch weiter.

Na, noch hat der Mann ja Zeit sich darum Gedanken zu machen, in der Hoffnung, das nichts dazwischen kommt und ihm der Himmel vorher auf dem Kopf fällt:-)) Dann gehen die Pläne halt in eine andere Richtung.

Lieben Gruß
Ahlfi

PS: Johannes, erhole dich gut, der Garten wartet:-)



E-Techniker

23.09.2003, 10:58

@ ahlfi
 

Re: Wie viel Anbaufläche benötigt man?


Als Antwort auf: Re: Wie viel Anbaufläche benötigt man? von ahlfi am 22. September 2003 19:02:26:


Hallo Ahlfi,

> wieviel Anbaufläche braucht man pro Person, um sich davon außer mit
> Milch und Getreideprodukte autak zu ernähren

Die Angaben für eine vollständige Selbstversorgung gehen von 200 m<sup>2</sup> bis 4000 m<sup>2</sup> pro Person, wobei die kleinen Zahlen für spezielle Permakultur-Anbauverfahren gelten.

<A HREF="http://mars.wiz.uni-kassel.de/fsr/ger/home/kirch/protokoll.doc[/link]http://mars.wiz.uni-kassel.de/fsr/ger/home/kirch/protokoll.doc</A>

Wieviele m<sup>2</sup> Du davon abziehen kannst, kommt darauf an, welchen Anteil Deiner Ernährung das gekaufte Getreide usw. ausmacht.

> Hühner und Kaninchen (nehmen kein Platz weg)

Wenn Du das Futter, auch für den Winter, selbst anbaust, wird schon zusätzliche Fläche benötigt.

> Ich weiß nicht so recht, ob man von den Angaben bei Seymour ausgehen
> sollte, oder ob es nicht doch etwas knapp kalkuliert ist, oder doch viel
> zu großzügig? Er ging doch in seinem Buch "Leben auf dem Lande" von 4
> Morgen aus, wenn ich mich jetzt nicht irre.

Das schöne an diesen Größenangaben ist, daß sie noch nicht mal von der Fläche her eindeutig sind. Man bräuchte mal die Orginalfassung, um zu sehen, ob bei der Übersetzung schon was umgerechnet wurde. Vermutlich sind 4 acre gemeint, was nach meiner Rechnung 1,6 ha wären. Soweit ich mich erinnere war das die Fläche für eine Familie, mit Tierhaltung, wobei Tierfutter zugekauft wird.

> Bei dieser Fläche war aber schon etwas wald dabei

Das ging glaube ich extra, wobei mir die 0,5 ha Wald (?) sehr wenig vorkommen. An andere Stelle habe ich gelesen, daß zur Deckung des Brennholzbedarfs für ein kleines Haus 4 ha erforderlich sind. Seymour geht von einer speziellen Bewirtschaftung mit besonders schnell wachsenden Bäumen aus, Akazie glaube ich, es ist aber fraglich, ob das überall zulässig, sinnvoll (Windbruch) und wünschenswert ist.

MfG
Thomas




ahlfi

23.09.2003, 12:28

@ E-Techniker
 

Re: Wie viel Anbaufläche benötigt man?


Als Antwort auf: Re: Wie viel Anbaufläche benötigt man? von E-Techniker am 23. September 2003 10:58:45:


Hallo Thomas,

dein Link ist wirklich gut, habe mir das Word-Dokument schon mal ausgedruckt, um in Ruhe nachzulesen.

Danke
Ahlfi




Chris

23.09.2003, 18:30

@ E-Techniker
 

Anbauflächengröße und brit. Morgengröße


Als Antwort auf: Re: Wie viel Anbaufläche benötigt man? von E-Techniker am 23. September 2003 10:58:45:


Hallo,

meiner Erfahrung nach, und ich bin streng nach Seymour vorgegangen, waren das sogenannte EinMorgenAnwesen (brauchbarer Boden) ( 1 brit. Morgen (seit 1951) = 3ha) genau richtig für 4 Personen:
-Gemüse
-Obst
-5 Schafe
-10 Hühner
-1 Schwein
-15-20 Hasen
-7 Bienevölker
-und noch ein paar Versuchsflächen (Getreide, Fischteich)
incl. Winterfutter (alles ohne Zukauf)

Gruß Christophe



E-Techniker

23.09.2003, 19:55

@ Chris
 

Re: Anbauflächengröße und brit. Morgengröße


Als Antwort auf: Anbauflächengröße und brit. Morgengröße von Chris am 23. September 2003 18:30:08:


> 1 brit. Morgen (seit 1951) = 3 ha

Jetzt hast Du mich vollständig verwirrt. Die Morgen, die ich kenne, sind nicht britisch und liegen so zwischen 0,17 und 0,5 ha. Als angelsächsische Einheiten habe ich 1 acre = 1 ac = 0,4047 ha (teilweise als Morgen übersetzt) und 1 morgen = 0,8567 ha gefunden. Eine angelsächsische Einheit, die 3 ha entspricht, finde ich nirgends.

MfG
Thomas



pflanzenwolf

11.10.2003, 14:52

@ E-Techniker
 

Re: Anbauflächengröße und brit. Morgengröße


Als Antwort auf: Re: Anbauflächengröße und brit. Morgengröße von E-Techniker am 23. September 2003 19:55:35:


Hallo!

Ein ha sind 4 Morgen. Da ein ha 10000 Quadratmeter sind, ist ein Morgen also 2500 Quadratmeter. Ich weiß das, da ich vom Lande komme und in einem Landhandel gelert habe.

Gruß Pflanzenwolf


Ismael

11.10.2003, 15:06

@ pflanzenwolf
 

Re: Anbauflächengröße und brit. Morgengröße


Als Antwort auf: Re: Anbauflächengröße und brit. Morgengröße von pflanzenwolf am 11. Oktober 2003 14:52:36:


>Hallo!
>Ein ha sind 4 Morgen. Da ein ha 10000 Quadratmeter sind, ist ein Morgen also 2500 Quadratmeter. Ich weiß das, da ich vom Lande komme und in einem Landhandel gelert habe.
>Gruß Pflanzenwolf

Hallo,
um die verwirrung komplett zu machen hier einen link! :-)
http://www.wolhynien.de/mass.htm
Ismael


Anakin

23.09.2003, 22:07

@ ahlfi
 

Re: Wie viel Anbaufläche benötigt man?


Als Antwort auf: Wie viel Anbaufläche benötigt man? von ahlfi am 22. September 2003 11:16:39:


Hi Ahlfi,

<i>Die Grundsteuer und kleinen Dinge des Lebens, auch mal eine nötige Reparatur erarbeitet er sich durch Zeitung austeilen, oder morgendliches Putzen in einer Autohalle einen Ort weiter.</i>

Hm... So eine Idee hatte ich auch schon, aber ich bezweifele, ob ein Nebenjob wie Zeitungsaustragen reichen würde, um alle ständig laufenden Kosten bezahlen zu können... Schließlich denke ich mal, daß du dann auch auf jeden Fall noch ein Auto brauchst, und z.B. mit Lebensmitteln wirst du dich ja wohl auch nicht wirklich zu vollen 100% selbstversorgen können durch eigenen Anbau... Zudem könnten ja auch mal außergewöhnliche Ausgaben angstehen, weil einfach etwas am Haus oder Auto repariert werden muß...

<i>Die 2 Stunden am Tag bringt er auf, die restliche Zeit wird für Haus, Garten und Selbstversorgung genutzt.</i>

Das wäre zwar wohl das wünschenswerteste, aber siehe oben...

<i>Reicht 1 ha, oder geht es unter Umständen auch kleiner und wie sehe das denn aus?</i>

Ähm... wieviel m² sind noch mal 1 ha? 10000? Hm... <b>Die eine</b> Antwort gibts da wohl nicht, aber falls du da echt noch einen eigenen Wald für Brennholz dabei haben willst, tendiere ich da eher schon zu einigen ha... Ob 5 ha reichen? :-) Man muß halt auch berücksichtigen, daß man ein Grundstück ja nie zu vollen 100% für den Anbau von Nutzpflanzen usw. nutzen kann, da ja das Haus selbst, eventuelle weitere Gebäude und Wege schon mal Platz wegnehmen, und wohl auch kaum auf jedem m² des Grundstücks was wachsen kann. Bei z.B. meinetwegen 1000 m² fallen vielleicht schon mal von Anfang an je nach dem 200 bis 300 m² weg, so daß vielleicht höchstens so um die 700 m² als Anbaufläche benutzt werden können. Und dann ist halt auch noch nicht gesagt, daß auf den 700 m² auch überall was brauchbares raus kommt...

<i>Ihm ist es bewusst, dass er in der jetzigen Bundesrepublik Deutschland niemals völlig frei vom System kommen kann und sei es nur die Grundsteuer.</i>

Das ist wohl leider nicht nur in der BRD so...

Gruß

Anakin



Johannes

23.09.2003, 23:41

@ Anakin
 

Re: Wie viel Anbaufläche benötigt man?


Als Antwort auf: Re: Wie viel Anbaufläche benötigt man? von Anakin am 23. September 2003 22:07:35:


>> <i>Ihm ist es bewusst, dass er in der jetzigen Bundesrepublik Deutsch-
>> land niemals völlig frei vom System kommen kann und sei es nur die
>> Grundsteuer.

> Das ist wohl leider nicht nur in der BRD so...</i>



Hallo Anakin,

das stimmt zwar, aber man darf das nicht voreilig als die Folge eines (schlechten) Staatssystems sehen.

Denn die Kosten, die aufzubringen sind, sind ja nicht nur für einen anonymen Staat aufzubringen, sondern es gibt vielfältige Aufgaben, die der Allgemeinheit dienen und daher von der Allgemeinheit finanziert werden müssen. Spontan fallen mir dazu ein:

- Krankenversorgung, Feuerwehr
- Schule
- Straßen und Wege
- Öffentliche Ordnung (Polizei/Justiz), Verteidigung
- Staatliche Sozialversorgung
- Rentenversorgung

Okay, die Renten werden natürlich jetzt umstritten sein, aber wenn man die in die Selbstversorgung einbeziehen will, dann muß der Ertrag entsprechend höher kalkuliert werden, wenn es größer funktionieren soll.

Krankenversorgung: Hier geht es nicht nur um die Krankenhauskosten, sondern auch um die Ausbildung der Ärzte und Krankenschwestern. Und wenn Ahlfis Selbstversorger mal einen Krankenwagen braucht, soll der dann wie bisher die Planvorgabe haben, innerhalb von 10 Minuten an jedem per Straße erreichbaren Ort zu sein? (gilt hier für unsere Region).

Das alles sind enorme Kosten, die anfallen, oder, wenn man weniger an Geld denkt, dann handelt es sich um ARBEIT. Das heißt, Ahlfis Selbstversorger-Gemeinschaften könnten, wenn es den jetzigen Staat nicht gäbe, auch Naturalien liefern oder jeweils einige Leute für andere Arbeiten abstellen, um die notwendigen Leistungen zu erbringen (z.B. die Autos bauen, mit denen dann andere dafür freigestellte Selbstversorger die Krankenwagen etc. fahren). Das aufzubringende Geld sehe ich also nicht als Einschränkung, sondern als Erleichterung des Tauschs ("Gemüse gegen Bildung";).

Ich denke, daß uns unser derzeitiges System sogar Vorteile bietet, statt daß wir Grundsteuer etc. als Nachteil für eine Selbstversorgung sehen können. Denn wer bildet unsere Kinder aus, wer baut die Wege, um ggf. zum Bauern(Tausch)markt zu fahren, ...?

Der Staat bietet Nicht-/Geringverdienern derzeit die volle Krankenversorgung für einen minimalen Beitrag an, die Gesamtkosten werden von anderen subventioniert. Auch die Kinder von Nicht-/Geringverdienenden werden auf Kosten der anderen ausgebildet. Das halte ich für gut. Nur, sollte dieses schützende Gesamtsystem einmal wegfallen, wie wird das dann von Ahlfis Selbstversorgerhöfen (die ich für eine sehr gute Idee halte!) gelöst werden?

>><i> Ihm ist es bewusst, dass er in der jetzigen Bundesrepublik Deutsch-
>> land niemals völlig frei vom System kommen kann und sei es nur die
>> Grundsteuer.</i>

Wie gesagt, "frei vom System" kann man derzeit nicht völlig sein, zu einem gewissen Anteil muß man sich an den Gesamtkosten beteiligen. Die könnten niedriger sein (Verwaltungsapparat, ...), aber die auf den Einzelnen entfallenden Gesamtkosten sind auf jeden Fall höher als die Grundsteuer und der Mindestbeitrag in der gesetzlichen Krankenkasse für eine nicht-/geringverdienende Familie.

In sofern plädiere ich dafür, das derzeitige "System" nicht als Einschränkung der Möglichkeiten zu sehen, sondern im Gegenteil als Chance, jetzt das im geschützten Rahmen zu beginnen, was ggf. einmal für viele notwendig werden könnte.

Gruß

Johannes




Anakin

24.09.2003, 07:16

@ Johannes
 

Öffentliche Kosten


Als Antwort auf: Re: Wie viel Anbaufläche benötigt man? von Johannes am 23. September 2003 23:41:34:


Moin Johannes,

<i>- Krankenversorgung, Feuerwehr
- Schule
- Straßen und Wege
- Öffentliche Ordnung (Polizei/Justiz), Verteidigung
- Staatliche Sozialversorgung
- Rentenversorgung</i>

Nur grad mal kurz:

Krankenversorgung und Feuerwehr sind ansich ja schon so in Ordnung, wobei ich stsark bezweifele, daß man bei der Krankenversorgung wirklich alles bekommt...

Wenn ich Kinder hätte (oder mal habe), hätte ich glaube jeden Tag um sie Angst, wenn sie in die Schule müßten... Lieber würde ich ihnen selbst was beibringen...

Das Thema Straßen und Wege hatten wir hier doch glaube schon mal, die muß man am Ende wohl eh selbst bezahlen...

Öffentliche Ordnung/Verteidigung: Hm... Wer schützt uns eigentlich vor dem Staat?

Sozial- /Rentenversorgung: Ist ansich auch ne gute Sache, ist halt nur die Frage, ob man mal (besonders bei der Rente halt) später was davon hat...

Meiner Meinung nach sind diese Dinge in ihrer heutigen Form aber auch in einer späteren Gesellschaft völlig überflüssig bzw. Probleme, die solche Dinge wie oben beschrieben notwendig machen, entstehen dann erst gar nicht... Z.B. wenn jeder seinen Kindern selbst alles notwendige beibringt, dann braucht man keine öffentlichen Schulen mehr. Oder Renten wie heute sind einfach nicht mehr notwendig, weil sich die jeweils nächste Generation immer direkt um die vorherige kümmert...

Allerdings ist das halt alles in der heutigen Gesellschaft so noch nicht machbar...

Gruß

Anakin



Tawa

25.09.2003, 08:13

@ ahlfi
 

Empfehlung "Nutzgarten" vom Corvus-Verlag Köln zur Frage


Als Antwort auf: Wie viel Anbaufläche benötigt man? von ahlfi am 22. September 2003 11:16:39:


Hi Ahlfi,

ich zitiere der Einfachheit halber mal den entsprechenden Absatz aus o.g. Buch:

"Folgende Zahlen können nur Anhaltspunkte liefern, die eigenen Richtwerte ergeben sich erst nach Jahren intensiver Gartenerfahrung. Für den Haushalt mit geringer Selbstversorgung rechnet man zwischen 20 und 30 Quadratmeter Anbaufläche pro Person. Demgegenüber benötigen Selbstversorger, die sich vorwiegend vegetarisch ernähren, eine Fläche von ca. 800 qm pro Person. Aber wer hat schon solch große Flächen zur Verfügung und möchte seine kostbare Freizeit ausschließlich im Nutzgarten verbringen? Mit 50 Quadratmeter Anbaufläche pro Person rechnet man bei weitgehender Selbstversorgung. Man muß nur die kleine Gartenfläche intensiv nutzen und die Kulturfolge richtig aufeinander abstimmen, so daß man das ganze Jahr über ernten kann und ständig frisches Gemüse hat."

Soviel zur Empfehlung des Buches. Aus der genannten Bandbreite kannst Du dir jede beliebige Größe wählen. :-))

Gruß
Tawa


ahlfi

25.09.2003, 11:53

@ Tawa
 

Re: Empfehlung "Nutzgarten" vom Corvus-Verlag Köln zur Frage


Als Antwort auf: Empfehlung "Nutzgarten" vom Corvus-Verlag Köln zur Frage von Tawa am 25. September 2003 08:13:14:


Hallo tawa,

genau diese 800m/2 pro Person halte ich für sehr realistisch. Die Pfegezeit für eine solche Fläche, incl. Schnippeln, Einkochen etc. ist enorm, aber dafür ist man um so vieles reicher! Ich hatte mal mit meiner Ex 500m/2 bearbeitet, jedoch neben dem Job. Das war schon nicht von Pappe. Trotzdem, wenn ich es irgendwann, vielleicht in 2-5 Jahren wieder umsetzen könnte, ich werde es dann sofort machen. Lieber einen Nebenjob und den Rest der Zeit in der Natur verbingen und die süßen Früchte des Fleißes ernten. Leider, leider kann ich es aus finanziellen Gründen nicht schon sofort umsetzen.

Gruß
Ahlfi




Zwobbel

25.09.2003, 09:02

@ ahlfi
 

Re: Wie viel Anbaufläche - Hier mein Ergebnis


Als Antwort auf: Wie viel Anbaufläche benötigt man? von ahlfi am 22. September 2003 11:16:39:


Ist ja interessant. Darüber habe ich gerade auch nachgedacht. Aber zu spät denn unseren Garten können wir nciht mehr vergrößern. Hier das Ergebnis meiner Überlegungen von vor ein paar Wochen. Wir sind allerdings 2 Erw. + 4 Ki
Kartoffeln 50qm
Mohrüben 4qm
Grünkohl 6qm
Rosenkohl 6qm
Bohnen 4qm
Salat 6qm
Zwiebeln 4qm
Porree 4qm
Erdbeeren 20qm
Sträucher 6qm
Wiese min. 300qm

macht wirklich genutzte Fläche ca.410qm
(gemischt gepflanzt) zzgl. Wege, Flächen unter Bäumen (Obstbäume pflanzen!!!)
Und dann noch Gebäude.

1000qm sollten es insgesamt schon sein.
Ein Getreidefeld kann man woanders dazu pachten.


ahlfi

25.09.2003, 11:47

@ Zwobbel
 

Re: Wie viel Anbaufläche - Hier mein Ergebnis


Als Antwort auf: Re: Wie viel Anbaufläche - Hier mein Ergebnis von Zwobbel am 25. September 2003 09:02:57:


Hallo Zwobbel,

dein zur Verfügung stehender Platz für eine 6-köpfige Familie würde ich auch eher als Zubrot sehen. Spaß macht es allemal.

Gruß
Ahlfi




Zwobbel

25.09.2003, 12:18

@ ahlfi
 

Re: Wie viel Anbaufläche - ich mach das aber auch


Als Antwort auf: Re: Wie viel Anbaufläche - Hier mein Ergebnis von ahlfi am 25. September 2003 11:47:44:


um für später zu üben.
Wenn man weiß wie es geht und wie es nicht geht, dann ist es wahrscheinlich später relativ einfach die Anbaufläche auszuweiten.


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